Zurück in Panama

Tocumen International Airport am Montag abend, dem 14. September 2020: Die KLM-Maschine aus Amsterdam landet planmäßig und ca. 100 Passagiere steigen aus. Alle haben vorher einen offiziellen Fragebogen ausgefüllt, über Abflugort, mögliche Symptome, Adresse in Panama und Telefonnummer.

Empfangen werden wir von medizinischem Personal, das uns in einen abgetrennten Bereich dirigiert, wo jeder einen weiteren Fragebogen in die Hand gedrückt bekommt. Inhaltlich ähnlich, verschiedene Versionen, in Spanisch und inhaltlich konfus. Alle versuchen, das so schnell wie möglich auszufüllen, um nach Hause zu kommen. Nach Komplettierung wird es vom Personal auf Vollständigkeit überprüft, der Inhalt teilweise auf einen weiteren kleinen gelben Zettel übertragen, den wir dann bei der Immigration vorzeigen müssen.

Freunde holen uns ab, die gerade ihren ersten Tag mit Ausgang genossen haben, wir kommen nach 20 Stunden Reisezeit zu Hause an und sind froh. Keine weiteren Tests, keine sonstigen Instruktionen oder gar Restriktionen.

Am Dienstag fahren wir einkaufen, um den Kühlschrank aufzufüllen und am Mittwoch nachmittag klingelt das Telefon.

Irgendjemand von der Gesundheitsbehörde erklärt uns, das wir ab sofort einer strikten 14-tägigen Quarantäne unterliegen würden. Meine Frage, ob es denn unter den Mitreisenden einen Infektionsfall gegeben habe, wird klar verneint, dies sei das normale Protokoll. Auf meine Rückfrage, wie wir uns denn versorgen sollen, verspricht er, uns am Folgetag, also heute zu informieren. Ortszeit 16:00. Kein Anruf.

Natürlich macht das keinen Sinn. Wir kommen aus Deutschland, einer Region, die pro Kopf nur 15% der Infektionswerte hat, wie Panama. Uns in Daheim-Quarantäne zu schicken, schützt uns, nicht die Bewohner Panamas. Außerdem sind wir mit einem Negativtest eingereist. Was soll der Quatsch?

Also telefonieren wir erstmal mit Anwalt und sachkundigen Freunden. Die Gesetzeslage ist so, dass man tatsächlich nach Einreise, egal woher, für 14 Tage in heimische Quarantäne muss. Das wird im Polizeicomputer hinterlegt, so dass bei jeder Straßenkontrolle der Beamte sofort sieht, falls jemand dagegen verstößt.

Die Folge: Vorführung beim örtlichen Friedensrichter und eine erhebliche Geldstrafe. Das braucht kein Mensch und unser Spanisch ist definitiv nicht geeignet, dort eine eindrucksvolle Verteidigungsrede zu halten.

Unschönes Ende eines schönen Ausflugs. Mehr dazu im nächsten Post.

Die positive Nachricht: am 28.9. soll der Spuk vorbei sein, das Land wieder öffnen für Tourismus. Ohne Quarantäne.

Nachtrag: Wir hätten den kleinen gelben Zettel lesen sollen. Er sagt deutlich, dass wir uns zu Hause für 14 Tage in Quarantäne zu begeben haben und dass die Einhaltung von den Gesundheitsbehörden kontrolliert wird

#LangbesserlebigkeitDu bist Ü40 oder nahe dran? Dann unbedingt hier meinen „100-Jahre-Plan“ gratis abrufen.

Neue Immigrationsregeln?

Es gibt derzeit Diskussionen und Gerüchte, die darauf hindeuten, dass Panama Anfang kommenden Jahres seine Immigrationsregeln verschärfen könnte.

Quelle: ciudad del saber

Rückfrage bei meinem Immigrationsanwalt ergab, dass man bereits die bisher praktizierte Legalisierung illegal im Land Lebender ausgesetzt hat. Es ist anzunehmen, dass die Zunahme der illegalen Immigranten aus dem notleidenden Venzuela das Fass zum Überlaufen gebracht hat, so wie in allen Nachbarländern des ehemals reichen Landes.

Reich, bevor Hugo Chavez und seine Mitläufer meinten, dort ein Musterbeispiel für den Sozialismus des 21. Jahrhunderts schaffen zu müssen, stattdessen aber nochmals bewiesen haben, dass Sozialismus zu nichts als Toten und Elend führt.

Quelle: wikipedia.org

Bezüglich des populären Friendly Nations Programms zur Erlangung der dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung werden derzeit keine Änderungen erwartet, wobei es mich nicht wundern würde, wenn der nachzuweisende Mindestbetrag von derzeit $5.000 erhöht werden würde.

Über aktuelle Entwicklungen zu diesem Thema, was ja für viele potentielle Umsiedler interessant ist, wird in diesem Blog zeitnah berichtet werden. In diesem Zusammenhang auch nochmal ein Link zum Posting Brückenkopf in Panama.

Weiterempfehlen und wiederkommen.

Nassim Nicholas Taleb zu Immigration

Als Immigrant interessiert mich natürlich, wie Staaten mit dem Thema umgehen. Die Einwanderungsstrategie Panamas habe ich in vielen Posts beschrieben, die meiner alten Heimat Deutschland betrache ich mit höchster Verwunderung, vorsichtig ausgedrückt.

Hier ist eine weitere kompetente Meinung dazu:

Der aus dem Libanon stammende Nassim Taleb ist laut Wikipedia „philosophischer Essayist und Forscher in den Bereichen  Statistik, Zufall und Epistemologie und ehemaliger Finanzmathematiker. Er arbeitete als Spezialist für komplexe Finanzderivate in mehreren Wall-Street-Unternehmen, bevor er eine zweite Karriere als Wissenschaftler begann und sich mit den Methoden der Berechnung und Interpretation von Zufallsereignissen und dem Umgang mit unvorhergesehenen seltenen, aber mächtigen Ereignissen (von ihm „Schwarze Schwäne“ genannt) beschäftigte.

220px-Taleb_mug  Quelle: wikipedia

Seine Thesen zur aktuellen Open Borders Bewegung in den USA hat er in 3 Tweets kommuniziert (@nntaleb):

„Offene Grenzen funktionieren, wenn ebenso viele Menschen in die eine wie in die andere Richtung wandern.

Gesteuerte Immigration basiert auf der Symmetrie dass jemand ebenso viel einbringt, wie er profitiert. Und die Ethik des Migranten besteht darin, das System in das er eingewandert ist, zu schützen, anstatt ihm zu schaden. Ungesteuerte Migration hat alle Merkmale einer Invasion.

Als libanesicher Christ habe ich den Alptraum ungesteuerter palästinensischer Einwanderung erlebt, der zum Bürgerkrieg geführt hat und ich sehe die Auswirkungen der syrischen Migration. Ich verachte die Täuschungsmanöver der Befürworter offener Grenzen.“

Nichts hinzuzufügen.

Abschied leicht gemacht

Wer weit von seiner alten Heimat entfernt lebt, nutzt meist das Internet um informiert zu bleiben. Meine anerzogene Abneigung gegen gleichgeschaltete Medien hat nun schon längst dazu geführt, meine Mainstream-Quellen auf n-tv und Welt Online zu reduzieren, wobei erstere wegen ihrer ständigen Beiträge zu Dschungelcamp, Kardashians und ähnlichem Müll schon lange auf der Abschussliste standen. Und heute haben sie es geschafft.

In einem Bericht zum Mörder der Freiburger Studentin steht unverblümt:

  • Der Täter ist ein schlechter Mensch.
  • Die gibt es überall.
  • Wer diesen Fall mit dem frauenverachtenden Islam oder der gesetzwidrigen Immigrationspolitik in Verbindung bringt, ist ein Rassist.

Also ich.

Gegen diese Art von Journalismus war der berüchtigte Karl-Eduard von Schnitzler des DDR-Fernsehens ein Waisenknabe.

Ciao n-tv.

 

 

„Warum ich das Silicon Valley verlassen habe …“

Keine Sorge, geht nicht um mich, sondern um ein paar Anmerkungen für junge Leute.

Gerade lese ich eine Story in Medium mit dem obigen Titel, bin noch nicht einmal durch und da kribbelt es schon in den Fingern.  Ein weiblicher Software-Ingenieur, die bei solch eindrucksvollen Firmen wie Goldman Sachs angefangen und dann bei Andreesen Horowitz gearbeitet hat, beschließt selbst wieder Software zu entwickeln.

Was mir gefällt ist ihre Motivation und wie sie es angeht. Hut ab.

Als Hintergrund muss man sehen, dass Software heute alle Branchen erfasst hat, man als Software-Entwickler sozusagen in allen Branchen tätig sein kann.

Preethi, die Autorin des Beitrags, gibt diesen Rat:

  • entscheide was du am liebsten entwickeln möchtest
  • werde richtig gut darin
  • nutze deinen Einfluss für eine bessere Welt.

Der letztere Punkt klingt nach Windräder bauen und Karl den Käfer vor Glyphosat retten, aber seid einfach etwas anspruchsvoller:

Go for moonshots würde man im Valley wohl sagen.

Und jetzt kommt Preethis zweiter Punkt, den ich schon vor 3 Jahren in meinem Vortrag in Panama’s Sonderzone Knowledge City angesprochen habe: man muss längst nicht mehr im Silicon Valley sitzen, um Spitzentechnologie zu entwickeln und ein erfolgreiches Business zu betreiben.

Immigration, Steuern, Lebenshaltungskosten, Investitionsmöglichkeiten, Klima und last but not least The Big One … all das spricht gegen San Francisco und Umgebung.

Eine der besten Alternativen ist Panama, das in jedem dieser Punkte besser abschneidet. Siehe hier und hier und hier und hier …   und jetzt lese ich mal den Artikel zu Ende.

 

bonitopanama 2017-03 7142 scpw (1)

 

ESTA widersprüchlich

Trotz Lufthansa-Direktflug nach Panama werden wir zum Jahresende auf dem Weg von Frankfurt nach Panama City wieder einmal über San Juan/Puerto Rico fliegen. Und da das U.S. Territorium ist, muss man bei der Einreise eine gültige ESTA haben.

Und genau heute flattert eine Email von Homeland Security ins Haus. Man teilt uns mit, dass eine unserer ESTA Genehmigungen in den nächsten 30 Tagen ungültig wird.  Kein großes Problem, ein Antrag ist in 10 Minuten ausgefüllt.

 

DHS

 

Ich stolpere aber schon beim ersten Schritt.

Da steht:

Folgende Informationen werden von jedem (1) nicht-einwandernden Besucher (2) ohne Besuchervisum verlangt, der (3) kein Staatsbürger eines der Länder in der Auflistung von 8 CFR 217.2 ist.  

In der genannten Auflistung finden sich alle normalen Länder, inklusive Deutschland, aber nach der Anleitung gilt das nicht für uns, weil wir EIN und nicht KEIN Staatsbürger eines dieser Länder sind. Also nicht für uns. Sehr komisch.

Umschalten auf Englisch und hier ist der Originaltext:

The following information is required of every (1) non-immigrant visitor (2) not in possession of a visitor’s visa (3) who is a national of one of the countries [1] listed in 8 CFR 217.2.

Da steht also „who IS a national of …“ und im Deutschen „der KEIN Staatsbürger von … ist“. Das genaue Gegenteil also. Nicht witzig.

Da kann man nur inständig hoffen, dass das Department of Homeland Security anderswo sorgfältiger arbeitet.

Vorsorge – Brückenkopf in Panama

Es gibt einen neuen Typ von Auswanderern.

Bisher waren das immer Leute, die einfach neugierig auf die Welt sind oder solche denen es im Urlaub irgendwo so gut gefallen hat, dass sie da dauerhaft leben wollen. Dazu kamen die, denen das regulierte und vorgeplante Leben einfach zu langweilig wurde, die echten Aussteiger.

pacificentry

Seit ca. 2 Jahren erkunden auch Leute das Thema Auswanderung, die mit den politischen Verhältnissen in Europa nicht mehr zufrieden sind, es nicht mehr als ihre Heimat erkennen und bestimmte unerwünschte Entwicklungen für unumkehrbar halten. Wie Frau Merkel sagen sie „Das ist dann nicht mehr mein Land“, meinen damit aber etwas ganz anderes. Und es sind durchweg gestandene Leute mit gesundem Menschenverstand.

Auswanderer aus politischen Gründen – eine ziemlich neue Erscheinung.

Die klassischen Zielländer außerhalb Europas sind Kanada, USA, Australien. Panama ist aus Mangel an Information für die meisten nicht auf dem Radarschirm. Und genau deswegen wurde ja dieses Blog erfunden.

Isla_Vivairos_4434

Quelle: Panaviacion 

Wir haben immer wieder Leute hier, die genau dieser Kategorie entstammen, schon andere Länder erkundet haben und von Panama begeistert sind. Die kurze und knackige Antwort auf die Frage „Wie war Panama?“ lautet stets „Alles positiv.“

  • Paraguay? Klar doch, wenn man Landwirt werden will, oder sich verstecken muss.
  • Kanada? Gute Wahl, wenn man die menschenleere Weite liebt oder Multikulti-Städte wie Toronto und Vancouver.
  • USA? Warum nicht, wenn man HighTech-Unternehmer ist und die Firma mehr abwirft als man ausgeben kann.
  • Australien? Wer wirklich alle Brücken abbrechen will, ist downunder gut bedient.

Warum Panama die bessere Wahl ist, wird in diesem Blog seit langer Zeit behandelt, bessere Bilder gibt es hier und mehr zu Investments hier.

Wenn ich von Brückenkopf rede, meine ich folgendes:

Sie kommen für 2 Wochen Urlaub nach Panama und finden heraus, ob das für Sie ein Ziel sein kann. Ich weiß die Antwort schon 😉

Während der Zeit oder beim nächsten Besuch sind 3 Dinge zu tun:

  • Firma gründen und Bankkonto eröffnen.
  • Daueraufenthaltsgenehmigung beantragen
  • Teileigentum an einem Strand-Apartment erwerben (8 Wochen Nutzung pro Jahr)

Im Paket kostet Ihre neue Homebase in den Tropen $50.000. Sie können beliebig oft ein- und ausreisen, Auto und Führerschein oder ein Boot erwerben, ihren evtl. endgültigen Umzug in Ruhe, gern auch über Jahre, vorbereiten. Oder Panama einfach als Ausgangspunkt zur Erkundung Lateinamerikas nutzen.

lighthousesunset

Das Teileigentum kann wieder verkauft und stattdessen gegen ein komplett eigenes Haus oder Apartment in der City, am Strand, in den Bergen oder gegen eine zünftige Farm eingetauscht werden.

Wenn das interessant ist, dann hier anschauen und Kontakt per Email aufnehmen: office(at)luckxus.com

Ein Immigrationsanwalt informiert:

Als Anwaltskanzlei in Panama sehen wir eine wachsende Zahl von Unternehmern in Online- oder Internet-Unternehmen wie Entwickler von Software und Anwendungen für mobile Plattformen oder einfach Einzelpersonen, die mit ihren Laptops arbeiten und sich auf der ganzen Welt bewegen, um Geschäfte zu machen wie auch Privatiers, die ihre finanzielle Privatsphäre bewahren, Vermögenswerte schützen und kumulieren sowie geschäftliche Flexibilität haben wollen.
Nun wird jedoch mittels aggressivem Marketing Einzelpersonen und Unternehmen vorgetäuscht, dass Permanente Residenz und Zweitpass einen Weg darstellen, um dem automatischen Austausch von Finanzinformationen zu entkommen.

Dubai, Dominica, Grenada, St. Lucia und andere bieten dazu großartige Programme an. Allerdings wird die Daueraufenthaltsgenehmigung allein nicht ausreichend sein, wenn die OECD Schlupflöcher schließen, Länder und dann auch Banken zwingen wird, mit Sorgfalt festzustellen, wo ihre Kunden steuerpflichtig sind.  

Wenn Sie eine Umsiedlung nur vortäuschen, wird es nicht funktionieren, sondern man muss nachweisen, dass man in dem Land auch tatsächlich lebt und insbesondere auch steuerlich registriert ist. Das Vorweisen einer Energie- oder Mobilfunkrechnung im neuen Land wird den Banken künftig nicht mehr ausreichen, um Finanzinformation nicht doch mit der alten Heimat auszutauschen.  

Deshalb sollte man planen, wie man in einem Land legal steuerlich ansässig wird, das politische Stabilität, gute Kommunikation, gute Infrastruktur und steuerliche Flexibilität bietet.

Warum kann das Panama sein?

 

Ganz einfach, Panama hat alles. Warmes Klima ganzjährig, Strände, Berge, leckeres Essen, schnelles Internet und weltweite Flugverbindungen, aber vor allem hat es Stabilität, als stolzes Mitglied einer kleinen ausgewählten Gruppe lateinamerikanischer Länder ( mit Chile, México, Brasilien und Peru), die Investment Grade haben.

Schon im März 2010 gab Fitch Ratings Panama die BBB-Bewertung mit einer positiven Perspektive. Seit 2010 wird der Investment Grade gehalten und verbessert. Die neuesten Ratings sind: Standard & Poor’s Bonität für Panama steht bei BBB mit stabilem Ausblick. Moody’s Bonität für Panama wurde zuletzt bei Baa2 mit stabilem Ausblick gesetzt. Fitchs Bonität für Panama wurde zuletzt bei BBB mit stabilem Ausblick gemeldet.

Zusätzlich,  solange ein solches Einkommen aus ausländischen Quellen stammt, ist es in Panama nicht steuerpflichtig. Es ist nicht einmal meldepflichtig bei der Steuerbehörde. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Panama ein Steuersystem hat, das auf dem Territorialen Prinzip der Besteuerung basiert. Dieses Prinzip, das Panama angenommen hat, bedeutet, dass nur in Panama generiertes Einkommen besteuert wird. Ein Unternehmen oder ein Individuum, das seine Aktivitäten außerhalb von Panama hat, bleibt legal unbesteuert. Ein Unternehmen oder eine Einzelperson hingegen, die einer Geschäftstätigkeit innerhalb Panamas nachgehen und damit Einnahmen erzielen, werden besteuert. 

Anmerkung des Bloggers: Was für ein gravierender Unterschied zu US-Bürgern, die ihr weltweites Einkommen unabhängig vom Wohnort oder Ort der geschäftlichen Aktivität deklarieren und versteuern müssen.
Nach § 694 Abs. 2 unserer Steuergesetzgebung werden zusätzlich die aus den folgenden Tätigkeiten abgeleiteten Einkünfte aus der panamaischen Quelle nicht besteuert:
a) Rechnungen von einem in Panama ansässigen Büro für den Verkauf von Waren oder Produkten für einen höheren Betrag, für den diese Waren oder Produkte gegen das in Panama ansässige Büro in Rechnung gestellt wurden, falls solche Waren oder Produkte nur nach außerhalb gehen. 
b) Transaktionen eines in Panama ansässigen Büro, die im Ausland komplettiert, verbraucht oder anderweitig wirksam werden.
c) Ausschüttung von Dividenden oder Beteiligungen von juristischen Personen, wenn solche Dividenden oder Beteiligungen aus Einkünften resultieren, die nicht im Gebiet der Republik Panama produziert wurden, einschließlich der Einnahmen, die sich aus den in den Buchstaben a) und b) dieses Absatzes genannten Tätigkeiten ergeben.
In diesem Sinne ist Panama der perfekte Ort um sich anzusiedeln, eine geschäftliche Basis zu etablieren und den Status als Steuerbürger zu schaffen, wobei dies aufgrund Territorialprinzip eben nicht automatisch Steuererklärung und Steuerzahlung bedeutet. 

Wie kann man nun in Panama steuerlich registriert werden? 
Der erste Schritt ist es, einen Aufenthaltsstatus zu erlangen. Dazu bietet Panama mehrere Programme an. 
Eines der beliebtesten Programme ist das Friendly Nations Visa, das es den Staatsangehörigen von 50 Ländern (u.a. fast ganz Europa) ermöglicht, ziemlich einfach eine dauerhafte Residenz in Panama zu beantragen. 

Der Einwanderer muss die wirtschaftliche Solvenz für die Einwanderungsbehörde und die beruflichen und wirtschaftlichen Beziehungen zur Republik Panama beweisen. Eine „Wirtschaftstätigkeit“ bedeutet, dass der Antragsteller eine Panama Corporation/ Company  besitzt (neu oder ein bestehendes Geschäft), wobei es Ausländern verboten ist, ein Einzelhandelsgeschäft zu besitzen. Um die wirtschaftliche Solvenz zu beweisen, muss der Ausländer ein persönliches Bankkonto in Panama eröffnen und ein Minimum von USD5.000  einzahlen (plus USD2.000 für jeden abhängigen Familienangehörigen).

Eine weitere Option ist es, „Professional Activity“ zu beweisen, indem man von einer panamesischen Firma angestellt wird, eine Arbeitserlaubnis erhält und in Panamas Social Security System registriert ist. Es gibt noch andere interessante Programme zum Erwerb des Ständigen Wohnsitzes, wie das Pensionado Visa (besser bekannt als das Rentnervisum) und das wirtschaftliche Solvenzvisum (benötigt eine Investition von mindestens USD300.000).

Um ein in Panama ansässiger Steuerpflichtiger zu werden und die diesbezügliche Bescheinigung zu erhalten, definiert Artikel 762-N des Steuergesetzes der Republik Panama wie folgt: „Als steuerliche Einwohner der Republik Panama gelten natürliche Personen, die im Staatsgebiet für mehr als 183 Kalendertage ….  in einem Geschäftsjahr oder dem unmittelbar vorangegangenen Jahr verbleiben. Ebenso gelten als steuerliche Einwohner der Republik Panama, jene natürlichen Personen, die ihren ständigen Wohnsitz im Gebiet der Republik Panama gegründet haben. Es gelten auch als steuerliche Einwohner der Republik Panama, juristische Personen, die nach den Gesetzen der Republik Panama gegründet wurden und über materielle Mittel der Leitung und Verwaltung im Panamaischen Gebiet verfügen. Ebenso gelten juristische Personen, die im Ausland tätig sind und über materielle Verwaltungs- und Verwaltungsorganisationen innerhalb des panamaischen Territoriums verfügen und die ordnungsgemäß im öffentlichen Register eingetragen sind, als steuerliche Einwohner der Republik Panama.“ Es gibt weiterhin eine Liste der Anforderungen, die in der Entschließung Nr. 201-0354 vom 13. Januar 2016 in Bezug auf die Erlangung der Steuerbescheinigung festgelegt sind.

Das Ziel ist es, den Nachweis zu erbringen, dass der Ausländer wirtschaftliche oder familiäre Bindungen an Panama hat, nachgewiesen durch Versorgungsrechnungen, Einkaufsbelege, Mietvertrag usw. um einer Bank in Panama, der Schweiz, Hongkong oder irgendwo in der Welt zu zeigen, dass man in Panama steuerpflichtig ist und deshalb Finanzinformationen nicht mit dem bisherigen Wohnsitzland zu teilen sind. Es spielt keine Rolle, wenn die Bank die Informationen mit Panama teilt, wenn das Einkommen, das Sie in diesen Bankkonten außerhalb von Panama erhalten, in Panama, nach dem Territorialen Prinzip der Besteuerung befreit ist.

Denken Sie also immer daran, dass eine vorgetäuschte Umsiedlung steuerlich nicht funktionieren wird.

Dieser Text stammt von der Anwaltskanzlei Cambra LaDuke & Co. in Panama City, die auf Immigration und Firmengründung spezialisiert ist. (www.cambraladuke.com)

Übersetzt mit Google und verhalten editiert.

Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Du willst Deinen Traum endlich leben? Glückwunsch.

Du willst nicht Tausende Euro in Beratung stecken, komplizierte Strukturen aufsetzen, um endlich frei und ohne Steuerbürokratie leben zu können? Du bist hier richtig. 

Ich habe es genauso gemacht: Prioritäten bedacht, ein simples Konzept entwickelt, strikt auf Legalität geachtet, auf Fallstricke überprüft und dann erfolgreich implementiert. 

In meinen Posts nehme ich darauf Bezug, beschreibe es nachvollziehbar in den eBooks der edition besserpanama und kann seriöse Partner für die Umsetzung empfehlen. 

Das Konzept ist allgemeingültig, passt in vielen Ländern. Unsere Wahl und auch Empfehlung, nach mehr als 10 Jahren, ist Panama, das Land zwischen den Meeren.  

Quelle: paoloruffini.com

(C) 2012 – 2020 by Jürgen Schlenzig
Alle Rechte an den Inhalten dieses Blogs liegen ausschließlich beim Autor. Bilder aus fremden Quellen sind durch Quellenangabe gekennzeichnet.  

Zurück in der Sonne

Nach vier ereignisreichen Wochen in Deutschland, mit Familienfeier, Abi-Jahresfeier, Ostsee-Urlaub und Spargel essen hat uns die Lufthansa am Montag nachmittag wieder planmäßig in Panama eingeflogen. Und zur Einstimmung bekommen wir das volle Programm: Blick zu Las Perlas, Überflug Punta Chame und dann Amador, Kanaleinfahrt mit Brücke und die City Skyline in der Nachmittagssone.

Wir haben eine Menge schöne Zeit verbracht mit Familie und Freunden – und nun wieder Alltag am Pazifischen Ozean.  30°C und 100 km/h statt 5°C und 200 km/h.

Auf der Insel Rügen wollte ich mir unbedingt die Luxusquartiere von Prora anschauen, über die ich hier schon geschrieben hatte. Nachdem wir am ersten Tag bei Regensturm und 4°C unterwegs waren, kamen dann doch sonnige, wenn auch kühle Tage.

In Prora gab es außer einem einzigen Wegweiser zum „ehemaligen KdF-Bad“ keinerlei Werbung für irgendwelche Luxusapartments zu sehen. Auf dem Weg zu dem monströsen Bauwerk standen wir dann erstmal vor einem verschlossenen Tor. Kein Pförtner, keine Information, viele Graffiti. Nach einigen unentschlossenen Minuten näherte sich von hinten ein Auto und das Tor öffnete sich wie von Geisterhand.

Ein Teil des Komplexes vor uns ist Baustelle, der andere Teil ist fertiggestellt und mehr oder weniger bewohnt. Wir suchen Sales Office und Demo Apartment. Kein Hinweis nirgendwo. Die Klingelschilder an den verschlossenen Türen helfen auch nicht weiter. Als schließlich eine Dame aus dem Gebäude kommt, fragen wir nach. Von Sales Office und Demo Apartment weiß sie nichts, aber um die Ecke ist das Büro der Hausverwaltung.  Dort bekommen wir die freundliche Auskunft, dass alles verkauft sei und demnächst noch betreutes Wohnen einzieht. Sehen wir wirklich so bedürftig aus?

Die Visitenkarte des nicht anwesenden Vertriebskollegen stecken wir zwar ein, wissen aber schon, dass wir das nicht mehr brauchen. Wer, bitte schön, hat denn in diesem Umfeld noch Lust, ein sauteures Apartment zu erstehen?

Das Gelände verlassen geht genauso wie bei der Ankunft: warten auf ein Fahrzeug mit irgendeinem Geber zur Torsteuerung. Hat nur 10 Minuten gedauert.

Im Internet, wo sonst, finden wir dann ein schickes Hotel in dem Komplex, das wir vor Ort nicht entdeckt haben. Eigenartig …

Ansonsten ist die Insel und ihre Gastronomie sehr empfehlenswert. Herausheben will ich das „Pier32“ in Glowe, mit einer Speisekarte die schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt und die Auswahl schwer macht.

Was beim Besuch in der alten Heimat auffällt, ist eine starke Polarisierung in politischen Fragen. Das geht verbissen quer durch Freundeskreise und einer meiner Blog-Follower hat mir letztens sogar ernsthaft geraten, nicht so „Deutschland-feindlich“ zu schreiben, sondern mich auf die Beschreibung von Sonne und Strand zu beschränken. Danke für den Hinweis, aber wie wir ja gelernt haben, schützt nicht mal das Schreiben von Kinderbüchern davor, heutzutage anzuecken.

Ich habe gelernt und glaube daran, dass Meinungsfreiheit eine der wichtigsten Errungenschaften unserer Zivilisation ist. Das gibt man nicht freiwillig auf und wenn eine Demokratie das nicht aushält, dann ist es keine.

Und nachdem ich eine Stunde den „Spiegel“ gelesen hatte, empfehle ich Abonnenten gelegentlich mal hier vorbeizuschauen. Broder, Lengsfeld, Maxeiner und andere stehen bei der „Achse des Guten“ für niveauvollen kritischen Journalismus.

Ich werde mich hier also weiterhin gelegentlich kritisch zur deutschen Politik äußern, zumal ein Großteil meiner Leser wegen der „Alternativlosigkeit“ von Eurorettung, Zuwanderungsspolitik und Energiewende ihre persönliche Zukunft längst anderswo plant.

Willkommen in Panama.

%d Bloggern gefällt das: