Das Erdbeben von 1913 – die erste Bewährungsprobe für den Panamakanal

Autor: Monica Guardia, La Estrella de Panama, übersetzt mit http://www.DeepL.com/translator

Der Erfolg des von den Amerikanern gebauten Kanals schien gesichert, aber viele fragten sich, was passieren würde, wenn Panama einem Erdbeben zum Opfer fallen würde.

Es begann im Oktober 1913. Nachdem fast zehn Jahre lang mit dem Bau des Panamakanals begonnen worden war, schien der Erfolg des Werkes gesichert. Die Tausende von Arbeitern unter dem technischen Team der Isthmian Canal Commission hatten es geschafft, mehr als 200 Millionen Kubikmeter Erde und Gestein abzutragen, Dämme und Aufschüttungen sowie den größten künstlichen See der Welt zu bauen, die Panama-Eisenbahn zu verlegen und den Lauf des Chagres-Flusses umzuleiten. Insgesamt wurden mehr als 300 Millionen Dollar investiert, und der Bau befand sich nun in der Endphase, so dass die Strecke im folgenden Jahr eröffnet werden sollte.

Die Profis des U.S. Army Corps of Engineers hatten es geschafft, aber es gab nur ein Aber … Colonel George Goethals, der Chefingenieur des Projekts, versicherte, dass kein Erdbeben ausreichen würde, um den Kanal ernsthaft zu beeinträchtigen. Goethals argumentierte, dass das Wissen der Armee-Ingenieure und die Fortschritte bei der Herstellung von Stahlbeton für eine große Festigkeit sorgten.

Vorgeschichte

1901, nachdem die von Viscount Ferdinand de Lesseps gegründete Universal Isthmian Canal Company nach 12 Jahren das Projekt zum Bau des Kanals durch den Isthmus von Panama aufgegeben hatte, wollten die Amerikaner die große Herausforderung von den Franzosen übernehmen.

Die Regierung von Theodore Roosevelt hatte eng mit der Legislative des Kongresses zusammengearbeitet und festgelegt, dass die Wasserstraße durch Nicaragua gebaut werden sollte. Diese Route, so sagten einige Experten, sei der panamaischen Route überlegen, weil sie weniger Arbeit erfordere. Die beiden großen Seen, Nicaragua und Managua, würden als Wasserquellen dienen und Millionen von Dollar einsparen.

Die Entscheidung schien endgültig, als der französische Ingenieur Philip Bunau Varilla im Juni 1902 intervenierte. Viele werden sich an die Geschichte erinnern, wie er US-Kongressabgeordnete überzeugte, indem er von der nicaraguanischen Regierung herausgegebene Briefmarken verteilte. Die im Jahr 1900 gedruckten Briefmarken zeigten den ausbrechenden Vulkan Momotombo und lösten bei den Kongressabgeordneten, die über die Zukunft des Kanals zu entscheiden hatten, großes Erstaunen aus, zumal in den Tagen zuvor der Vulkan Mont Pelee auf der Insel Martinique ausgebrochen war, der die Stadt Saint Pierre zerstörte und mehr als 25.000 Menschen das Leben kostete. Der Vulkan Momotombo, der sich in der Nähe des Ufers des Managuasees befindet und seit 1883 ständig ausbricht, lag ganz in der Nähe der Strecke, auf der der Kanal gebaut werden sollte. Das gesamte Land Nicaragua, so erzählte Philip Bunau Varilla den Amerikanern, befinde sich in einer ununterbrochenen Linie von nicht weniger als 25 aktiven Vulkanen von Costa Rica bis Guatemala.Angesichts der Gefahr, die von Nicaragua ausging, hatte Bunau Varilla die Amerikaner davon überzeugt, dass Panama ein sichereres Land sei, und zeigte als Beweis Fotos des alten Panama-Turms, des Flachbogens und anderer Mauerwerksbauten aus der Kolonialzeit, die den Jahrhunderten getrotzt hatten.

Trotz aller Argumentation von Bunau Varilla war die Realität, dass auch Panama von einem Erdbeben erschüttert werden könnte. Historische Aufzeichnungen verzeichneten starke Bewegungen in den Jahren 1882 – berechnet mit 7,2 auf der Richterskala – und 1621 – 6,9 auf derselben Skala – laut Ingenieur PW. Chamberlain, von der American Society of Civil Engineers, bot Panama mehr Risiko für die Sicherheit des Kanals als Nicaragua. „Das Fehlen von Vulkankratern in der Nähe der Panama-Route“, so Chamberlains Bericht von 1902, „ist eine ständige Gefahrenquelle für einen Kanal, der auf der panamaischen Route gebaut wird.“ Zur Unterstützung seiner Theorie stellte Chamberlain fest: „1759 gab es in Portugal keinen aktiven Vulkan und dennoch zerstörte in jenem Jahr ein schweres Erdbeben die Stadt Lissabon vollständig. Auf der Insel Jamaika gab es keinen Vulkan, und doch erschütterte 1680 ein Erdbeben Port Royal in der Nähe von Kingston. An der Ostküste der Vereinigten Staaten gibt es keinen Vulkan, und doch wurde Charleston, South Carolina, kürzlich von einem Erdbeben heimgesucht. Es ist bekannt, dass diese Orte durch das Fehlen dieser Sicherheitsventile der Natur, den Vulkankratern, in Mitleidenschaft gezogen wurden.“

Andere Experten

Chamberlains Theorie fand jedoch nicht bei allen Experten Zustimmung, insbesondere nicht bei Professor Angelo Heilprin, einem Verteidiger der panamaischen Route, der argumentierte, dass nur „eine bestimmte Art von Erdbeben“ durch die unmittelbare Anwesenheit von Vulkanen gemildert werden könne. Kapitel VII des Berichts der Isthmian Commission on the Canal vom 30. November 1911 erkannte die Tatsache an, dass Panama einem Erdbeben zum Opfer fallen könnte: „Es ist möglich und sogar wahrscheinlich, dass einige Teile des Kanals, wie z. B. die Schleusentore, von einem Erdbeben betroffen werden könnten. Dieser Umstand kann sich durch die zufällige Kollision von Schiffen mit den Toren noch verstärken. Es ist notwendig, dieses Problem zu berücksichtigen und Kopien der Schleusentore anzufordern, um im Bedarfsfall verfügbar zu sein. Andernfalls ist es möglich, dass ein Riss offen bleibt und Wasser aus dem Kanal abfließt. Wenn sie offen bleibt, könnte der Kanal zerstört werden. Dies ist eine Möglichkeit, sollte aber nicht als Bedrohung angesehen werden. Wenn wir uns von einer ängstlichen Vorstellungskraft leiten ließen, würde nirgendwo auf der Welt ein größeres Ingenieurbauwerk in Angriff genommen werden“, schloss der Bericht, „Es ist die Meinung dieser Kommission, dass die Gefahr eines Erdbebens besteht und im Wesentlichen die gleiche für die nicaraguanische und die panamaische Route ist, und in keinem der beiden Fälle ist sie ausreichend, um den Bau des Kanals zu verhindern.“

Das Erdbeben

Am 2. Oktober 1913, gegen 23:15 Uhr, spürten die Einwohner von Panama City, dass etwas nicht stimmte. Die Erde bebte, in einer langsamen und oszillierenden Bewegung, die allmählich stärker wurde.
„Die Häuser bewegten sich, die Uhren blieben stehen und die auf den Möbeln abgestellten Gegenstände fielen zu Boden. In Panik rannten die Frauen, um ihre Kinder zu holen“, berichtete La Estrella de Panamá in ihrer Tagesausgabe vom 3. Oktober desselben Jahres. Das Beben, das später mit einer Stärke von 6,9 auf der Richterskala berechnet wurde, dauerte mit kurzen Unterbrechungen zwischen 20 und 25 Sekunden. Ein Nachbeben trat fast eine Stunde später auf und war im ganzen Land zu spüren, wenn auch mit größerer Intensität in der Provinz Los Santos, wo die Kirchen von Macaracas und Las Tablas einbrachen und viele Gebäude zerstört wurden. In Penonome starb eine Frau vor Schreck. Alle Augen waren auf die Arbeiten am Kanal gerichtet. Hatten sie Schaden genommen?

„Es sind keinerlei Schäden am Kanal entstanden“, berichtete der Chefingenieur seinen Vorgesetzten, und das bestätigte auch Präsident Belisario Porras, der sich noch am selben Tag vom Zustand der Arbeiten überzeugte.

Später wurde berichtet, dass einige Betongebäude in der Stadt und der Kanalzone Risse erlitten hatten, aber keine ernsthaften Schäden am Kanal entstanden waren. „Kein Erdbeben der Größenordnung, wie es historisch auf dem Kontinent berichtet wurde, hätte Schäden am Kanal verursacht“, sagte Goethals. Im Laufe des Monats Oktober traten viele weitere Beben auf. Am 23. Oktober trat das stärkste Nachbeben auf. Am nächsten Tag war der Kanalbagger Nr. 85 an der Reihe, um eine komplette Probefahrt durch alle Schleusen zu machen. Es war das erste Mal, dass dies gemacht wurde. Der Test war ein voller Erfolg.

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Mehr über Panama, Auswandern und Optimierung hier in der edition besserpanama

„Marvel Crane“ unterwegs nach Japan …

wo sie am 27. Januar, nach 4 Wochen Fahrtzeit, eintreffen soll. Ihre eiskalte Fracht (-160°C) hat sie in Lake Charles an der Golfküste Louisianas aufgenommen.

What kind of ship is this?

MARVEL CRANE (IMO: 9770438) is a LNG Tanker that was built in 2019 (2 years ago) and is sailing under the flag of Singapore. It’s carrying capacity is 97794 t DWT and her current draught is reported to be 11.5 meters. Her length overall (LOA) is 297.5 meters and her width is 49 meters.

„Budapest Express“ aus Busan, Korea …

hat den Pazifiktransit abgeschlossen und fährt in den Panamakanal ein.

What kind of ship is this?

BUDAPEST EXPRESS (IMO: 9450430) is a Container Ship that was built in 2010 (11 years ago) and is sailing under the flag of Germany.It’s carrying capacity is 8600 TEU and her current draught is reported to be 13.4 meters. Her length overall (LOA) is 335.47 meters and her width is 42.94 meters.

Wikipedia: Hapag-Lloyd setzte Ende 2013 151 Containerschiffe ein, davon waren 57 eigene Schiffe, 7 geleast und 87 gechartert. Die Gesamtkapazität der Schiffe betrug 729.000 TEU.[37] Ende 2015 waren es 175 Schiffe mit einer Kapazität von 966.000 TEU, die Containerkapazität insgesamt lag bei 1.564.000 TEU (1. Januar – 30. September 2015).[38] Ende 2019 verfügte Hapag-Lloyd über 239 Schiffe, 112 eigene und 127 gecharterte, mit einer Kapazität von zusammen 1.707.000 TEU, die Containerkapazität lag bei 2.554.000 TEU.

Die „Spirit of Sidney„ …

hat soeben ihre Kanalpassage beendet und macht sich auf den Weg nach Tauranga in Neuseeland, wo sie am 20. Januar planmäßig eintreffen soll.

Panama heute – am 23. November 2020

Was für ein Tag. Die Ausläufer der beiden karibischen Hurricanes haben sich verzogen, die Sonne strahlt vom blauen Himmel und nur über den Bergen bauen sich langsam Blumenkohlwolken auf, die noch weiß sind, später dann zu schwarzen Gewitterwolken werden und gegen Abend für Abkühlung sorgen – der tropische Thermostat.

Der Kanal hat heute schon einige Transits der Panamax- und Post-Panamax-Klasse gesehen. Im Moment ist es ruhig, weil gegen Mittag immer die Transitrichtung umgekehrt wird. Von den Pazifikschleusen bis hoch zum Lake Gatun geht es durch den Culebra-Cut, die engste Stelle im Transit und da passen die Pötte nur in einer Richtung durch. Vormittags geht der Verkehr deshalb aus dem Pazifik in Richtung Karibik, nachmittags wird es umgekehrt.

Quasi vor unserer Haustür liegt die Grace vor Anker, eine 81 Meter lange und auf Grand Cayman registrierte Yacht, die auf die Passage wartet. Sie wurde 2014 in Deutschland gebaut und die Kosten für so ein Schmuckstück belaufen sich auf mehr als 100 Mio. USD. Wer es genauer wissen will, hier.

Quelle: superyachttimes.com

Auf marinetraffic.com kann ich schon gut sehen, was heute nachmittag hier noch an Tonnage vorbeikommen wird.

Was sonst? Klaus Happ, der Betreiber von frapan-invest.com, war letzte Woche nach vielen Monaten wieder im Land und hat seine Eindrücke in einem Video zusammengefasst. Ansehenswert.

Bei unseren regelmäßigen Walks auf dem Amador Causeway treffen wir immer mehr Leute, die ihre Maske in der Hand, statt im Gesicht tragen. Sportler sowieso, aber auch Autofahrer trauen sich das zunehmend und wir haben registriert, dass die Polizei das kaum noch beachtet. Eine aktuelle Übersicht zeigt, dass wir hier inzwischen besser aussehen, als die europäischen Musterknaben.

Quelle: CDC

Last but not least: man hat gerade einen CNN-Spot aus 2006 ausgegraben, wo man fragt, „Warum kontrollieren Venezolaner einen US-Hersteller von Wahlauszählungsgeräten?“

Quelle: thenationapulse.com

Komisch nur, dass die MSM solche Verbindungen in den letzten Tagen als völligen Unsinn klassifiziert hatten. Ein MIT Datenanalyst hat übrigens die unterschiedliche Wichtung von Wählerstimmen als ein im Handbuch beschriebenes Merkmal der Wahlmaschinen bezeichnet.

Themenwechsel: Der ehemalige Chief Science Officer von Pfizer sagt hier, was er vom PCR-Test und den Konsequenzen hält: „Die Pandemie ist vorüber.“

Von meinem Logenplatz aus kann ich mir den ganzen Zirkus zum Glück ziemlich entspannt anschauen.

Passt auf Euch auf, nicht nur wegen Corona.

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Neuanfang am Kanal

Hurrican Eta wütet vor der Küste von Honduras und Nikaragua, schickt seine stürmischen und regnerischen Ausläufer bis nach Panama. Und ich schreibe dieses Posting an meinem neuen Arbeitsplatz.

Wobei, es ist noch der gleiche Schreibtisch und der gleiche Computer, nur 120 km ostwärts, direkt an die Pazifik-Einfahrt des Panamakanals verlegt. Nicht zufällig habe ich ja hier vor einigen Tagen einen Beitrag zum Amador Causeway veröffentlicht, als der Umzug dorthin schon beschlossene Sache war. Unser geliebtes Strand-Apartment bleibt voll möbliert und erwartet seine Langfrist-Mieter.

Wie kann man so verrückt sein und vom Strand in die Großstadt ziehen? Berechtigte Frage. Nach 12 Jahren kam jetzt im Zusammenhang mit einem Projekt der Wunsch nach einem Tapetenwechsel auf, die Sehnsucht nach etwas Neuem und die Vorgabe lautete: wir wollen in der Stadt wohnen, aber nicht in der Stadt.

Genau das haben wir getan. Wir wohnen mitten auf dem Calzada de Amador, also dem Amador Causeway, und direkt an der Kanaleinfahrt mit 180° Meerblick und weniger als 20 Autominuten vom Stadtzentrum, der Avenida Balboa, entfernt.

Tag für Tag ziehen ca. 40 Schiffe aller Art und Größe auf ihrem Weg in oder aus dem Panamakanal direkt vor unserem Balkon vorbei. Die Fährrinne ist wenige hundert Meter entfernt, die Brücke der Amerikas 5 km, die Pazifik-Schleusen 10 km.

Auf dem Computer läuft ganztägig die Livemap von marinetraffic.com im Hintergrund, um die Passage der Post- oder New-Panamax-Pötte nicht zu verpassen.

Wer mein eBook „Der 120-Jahre-Plan“ kennt (hier), weiß, dass ich signifikante Veränderung der Lebensumstände als neues Leben definiere und genau das beginnt gerade. Spannend.

Amador Causeway – der Magnet der Hauptstadt

Wer demnächst wieder Panama City anfliegt, bekommt im Endanflug dieses beeindruckende Bild zu sehen, aus deutlich geringerer Höhe. Hier sind einige Details:

Quelle: Google Earth

Was wir hier in Bildmitte sehen, ist die Pazifik-Einfahrt des Panamakanals. Sie beginnt am unteren Bildrand, dann folgt die Brücke der Amerikas, Teil der Panamericana, unmittelbar dahinter in Richtung links oben schließen sich die Hafenanlagen von Balboa sowie Rodman an. Kurz dahinter fahren die Schiffe rechterhand in die alte Miraflores-Schleuse ein, während man links deutlich die riesigen Wassersparbecken der neuen Cocoli-Schleusen sehen kann.

Über die Brücke gelangt man im weitesten Sinn von Nord- nach Südamerika und der Kanal verbindet den Pazifik mit dem Atlantik. Was für ein geografisch und strategisch bedeutsamer Punkt.

Die strategische Bedeutung wird untermauert durch die auf beiden Seiten des Kanals sichtbaren Flugplätze, Albrook und Howard, die ursprünglich zum Schutz des Kanals angelegt wurden, heute ausschließlich zivil genutzt werden. Aus der Howard Airbase auf der westlichen Kanalseite wurde Panama Pacifico (MPPA), zugleich Kern einer ökonomischen Sonderzone.

Auf dem östlichen Kanalufer wurde aus der Albrook AFB (Air Force Base) der Aeropuerto Marcos A Gelabert (MPMG), wo sich der Großteil des Inland- und geschäftlichen Flugverkehrs sowie Wartungseinrichtungen und Flugschulen konzentriert.

Wer die meistgenutzte Piste 01 anfliegt, schwebt direkt und in niedriger Höhe über Kanaleinfahrt, Amerikabrücke, Containerhafen und vorbei am historischen Gebäude der Kanalverwaltung. Nicht selten überfliegt man die Brücke, wenn zeitgleich ein Schiff unter derselben entlangzieht.

Strategische Bedeutung hat im 21. Jahrhundert noch eine weitere Komponente: Unterwasserkabel, die beide Ozeane kreuzen und globale Internetkommunikation ermöglichen. Kopfstationen befinden sich auf beiden Seiten des Kanals.

Quelle: submarinecablemap.com

Die Albrook Mall, direkt rechts neben dem Flugfeld, beherbergt mehr als 700 Läden, ein Hotel, viele Restaurants und Imbissstände, sowie Unterhaltungseinrichtungen.

Der rechte obere Teil des Bildes zeigt den Stadtkern von Panama City, mit seiner beeindruckenden Skyline, der historischen Altstadt und den zwei künstlichen Inseln des Ocean Reef.

Historisch wird es wieder, wenn wir von der Kanaleinfahrt zum unteren Bildrand gehen. Dort finden sich die kleinen Inseln Naos, Perico und Flamenco. Sie sind untereinander und mit dem Festland durch den Amador Causeway verbunden. Ein kleiner Teil der gewaltigen Aushubmengen beim Kanalbau sind nämlich vor mehr als 100 Jahren dort als Wellenbrecher zum Schutz der Kanaleinfahrt aufgeschüttet worden. Nicht so einfach, bei bis zu 6 Meter Gezeitenhub.

Heute ist es eine 3 km lange vierspurige Straße, mit Minikreiseln und Aufpflasterungen, sowie mit breiten Rad- und Spazierwegen entlang der Kanaleinfahrt und mit Blick hinüber zur Stadt. Unzählige gastronomische Einrichtungen, Rad- und Stand-Up-Paddle-Verleih machen den Amador zum Besuchermagnet für die Hauptstädter und ihre Gäste, besonders natürlich am Wochenende.

Hier liegen eine Vielzahl Yachten aller Preisklassen geschützt vor Anker und von hier aus fahren die Fähren hinüber zur Isla Taboga sowie zu den Inseln des Las Perlas Archipels.

Auch wohnen kann man am oder auf dem Causeway, allerdings gibt es nur einige wenige Quartiere. Dieses hier befindet sich auf Isla Naos, zwei weitere auf Isla Perico. Leben in der City und doch nicht in der City, sozusagen.

Quelle: unbekannt

Am Eingang des Amador befindet sich das Biodiversity Museum, in einem von Sir Frank Foster gestalteten spektakulären Gebäude, sowie das architektonisch eher einfallslose, dafür riesengroße neue Kongresszentrum.

Ab morgen, dem 12. Oktober 2020, ist Panama Tocumen als Hub of the Americas wieder geöffnet für den regulären internationalen Flugverkehr, werden Touristen erwartet, wenn auch zunächst noch mit einigen Unbequemlichkeiten. Man muss wohl Politiker von Beruf sein, um ein Land für Touristen zu öffnen, seine Strände als Hauptanziehungspunkte aber weiterhin geschlossen zu halten.

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Panama und CoronaVirus

Mitten in meinen Fokus auf #Langbesserlebigkeit platzt die Corona-Epi/Pandemie. Was bedeutet das generell und speziell hier in Panama?

Als wir am 9. Februar, mit Lufthansa von Frankfurt kommend, in Tocumen ankamen, stand an jedem Gate medizinisches Personal in kompletter Schutzbekleidung und prüfte die Körpertemperatur aller Einreisenden. Panama City als Luftkreuz oder Hub of the Americas kommt da eine besondere Verantwortung zu, die auch sichtbar wahrgenommen wird.

Ist das übertriebene Vorsicht, angesichts der seinerzeit noch niedrigen Fallzahlen? Eher nicht, wie eine Meldung der TaiwanNews zeigt.

Hier die offiziellen Zahlen, von links nachweislich Infizierte, Verdachtsfälle, Geheilte und rechts Todesfälle:

Und dann gab es eine kurzzeitige Einblendung dieser Zahlen:

Sieht so aus, als ob die Kommunistische Partei Chinas alles im Griff hat, statistisch gesehen.

In Lateinamerika gab es bis vor wenigen Tagen keine Verdachtsfälle, inzwischen meldet allerdings Brasilien erste Positivtests.

Was bedeutet es wirtschaftlich? Quellen melden, dass derzeit nur 12% (!) der üblichen Mengen an Rohöl aus dem Persischen Golf auf dem Weg nach China sind und Containerschiffe die chinesischen Häfen kaum halbvoll verlassen – alles deutliche Zeichen eingeschränkter Wirtschaftstätigkeit und Vorzeichen für ein massives Einbrechen des Wirtschaftswachtums.

Da China zur Werkbank der Welt geworden war, kann das nicht ohne Auswirkungen auf die Weltwirtschaft bleiben und bestätigt indirekt das Vorhaben der Trump-Administration industrielle Fertigungskapazitäten aus China zurück in die USA zu holen. Was wird die deutsche Presse dazu sagen?

Der Panamakanal ist immer auch ein Barometer der Weltwirtschaft und damit kommt die Krise dann auch hier an.

Quelle: globaltrademag.com

Ich kann mir vorstellen, dass die Einnahmen in 2020 um 20% geringer ausfallen und damit auch eine Budgetlücke hinterlassen werden.

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten:

Hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer des Virus und wir haben ausreichend Gegenmittel gebunkert.

Quelle: engagementlabs.com

Gigantische Übersee-Autotransporter

Wer hier am Kanal den Schiffsverkehr beobachtet, dem fallen immer wieder die riesigen Autotransporter auf, die meist zwischen Japan, Südkorea und der US-Ostküste unterwegs sind. Vollbeladen mit Fahrzeugen asiatischer Produktion in der einen Richtung, mit Autos Made in USA in der anderen.

Quelle: http://www.hoeghautoliners.com

Wer hat sich noch nicht gefragt, wie viele Autos da wohl an Bord sein werden?

Im Fall der Höegh Trapper weiß ich es jetzt: bis zu 8.500 PKW auf 14 Decks. Dazwischen oft auch Trucks, Traktoren und Spezialtransporter.

Hier gibt es ein sehr empfehlenswertes Video über den Alltagsbetrieb auf so einem Giganten, einschließlich Kanalpassage.

Erst im Web und dann bald mal live in Panama anschauen.

Autoliner im Sonnenuntergang

Besserung in Sicht?

Der $1,6 Mrd. schwere Auftrag zum Bau der vierten Brücke über den Panamakanal ist während der Präsidentschaft Varela an ein chinesisches Konsortium vergeben worden, das bei der Weltbank wegen Korruption auf der Schwarzen Liste steht.

Quelle acp.com

Das ist einigen Leuten aufgefallen und die Nationalversammlung hat nun eine Kommission zur Überprüfung der Vergabe eingesetzt. Das kann interessant werden. Hier die Meldung.

Und hier das Ergebnis einer Umfrage des WEF zu Panama:

Ineffiziente Regierungsbürokratie und Korruption werden von der Wirtschaft als die größten Probleme benannt. Höchste Zeit, das zu lösen, wenn Panama nicht den weiteren Aufstieg riskieren will.

Man kann nur hoffen, dass Präsident Cortinez die cojones hat, hier etwas zu verändern.

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