Halali essen

Immer mehr Fremdworte beim Essen bestellen: vegetarisch, vegan, glutenfrei, kosher.

Alles nichts für mich, außer halali. Wild schmeckt mir eben. Hier ist die Musik dazu.

 

alamycom

100.000 km

… kann man mit einem Benziner fahren, bis er so viel CO2 emittiert hat, wie allein die Herstellung einer Tesla -Batterie (85 kWh) erzeugt. Und der fährt ja dann auch nicht „emissionsfrei“.

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Tesla S Batterie / Quelle insideevs.com

Woher ich das weiß?

Aus der taz, die es wiederum von der schwedischen Energieagentur hat. Und die haben es ausgerechnet. Bei kleineren Autos/Batterien, wie beim Nissan Leaf sind es immer noch 30.000 km. (Keine Gewähr für die Zahlen, habe nicht nachgerechnet)

Was bedeutet, dass jegliche Förderung von e-Autos zum Zweck der CO²-Einsparung völliger Käse ist. Oder schlimmer noch: gezielte Umverteilung von unten nach oben, vom steuerzahlenden Durchschnittsverdiener zum Großverdiener, der sich eben einen Tesla S oder X für 100.000 Euro leisten kann.

Und kann sich das nicht mal die Politik vorrechnen lassen, bevor sie entsprechende Subventionen beschließt? Nicht? Ach so, wir sind ja gerade auf Weltrettungsmission.

Nicht falsch verstehen, ich liebe solche technologischen Meisterwerke und sie passen auch perfekt zu Panama:

  • 100 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • nur 440 km zwischen den Zentren Panama City und David
  • kein Winter

Was ich nicht ausstehen kann, ist die penetrant zur Schau getragene Bessermenschen-Weltrettungsattitüde, egal ob von Merkel oder Musk.

Was Helmut Kohl mit Panama zu tun hat

Am Abend des 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. In den darauf folgenden Monaten nutzte Helmut Kohl als Bundeskanzler, in enger Kooperation mit und unterstützt von Michail Gorbatschow und George H.W. Bush, eine historische Gelegenheit, um die im Grundgesetz verankerte Einheit Deutschlands wiederherzustellen.

Die Montagsdemonstranten hatten ihr Ziel erreicht.

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Quelle: t-online.de

Und ohne Helmut Kohls entschlossene Vorgehensweise, die das Leben von 16 Millionen DDR-Bürgern nachhaltig zum Positiven veränderte, würde meine Familie nicht das Leben in Freiheit leben können, das wir heute leben. Inklusive Panama.

Danke und Ruhe in Frieden, Helmut Kohl.

Persönlicher Rückblick: In 1955 gehörte mein Vater als Abgeordneter der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands im Kreistag Schmalkalden (Thüringen) einer gesamtdeutschen Delegation an, die am UNO-Sitz in Genf eine Unterschriftensammlung Pro Wiedervereinigung übergab. Es dauerte dann 35 Jahre, bis aus Wunsch endlich Wirklichkeit wurde.

 

 

 

 

Goldenes Handwerk

Meine letzten 4 Autos sind „Japaner“ gewesen und ich habe damit insgesamt 400.000 km zurückgelegt. Die ersten drei hatten nicht ein einziges Problem und auch der aktuelle Toyota 4Runner ist so robust, wie ein Auto eben sein muss, wenn man gelegentlich zu sechst und mit Ausrüstung an den Strand oder auf unbefestigten Wegen in die Berge fährt.

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Bei Kilometerstand 80.000 fiel die Klimaanlage aus, keine gute Idee in den Tropen.

Ab in die Toyota Werkstatt in Penonome. Nachdem der jugendliche Meister flüchtig unter die Haube geschaut hat, will er einen Termin in der Hauptstadt vereinbaren, da man vor Ort solche Reparaturen nicht machen kann. Der nächste freie Termin ist in 4 Wochen. Wie bitte?

Ich rede mit einem Bekannten , der mir eine spezialisierte Werkstatt in Chame empfiehlt. Aber schon vorher erwacht unsere Klimaanlage wieder zum Leben, für ein paar Stunden, ehe sie wieder aussteigt. Also hin zu diesem neuen Service.

Der Mechaniker kommt mit seiner Ausrüstung und weiß nach 5 Minuten, dass der klimatechnische Teil in Ordnung ist. Elektromechanik, sagt er.

Ich besinne mich meiner weit zurückliegenden Ausbildung zum Elektromonteur und beschließe mal, nach einem möglichen Wackelkontakt im Sicherungskasten zu suchen. Hmm, was da als für die Klimaanlage zuständig markiert ist, hat 5 Beine statt 2. Und mir fällt tatsächlich ein, dass es sich dabei wohl um ein Relais handeln muss.

Was für ein Langzeitgedächtnis.

Hin zum nächsten Autoteilehändler, die alle Chinesen sind und so gut wie alles im Lager verfügbar haben. Und so eine 5-beinige kleine Schachtel hat er natürlich auch. Reinstecken, anlassen, geht. Für $2,50 repariert. Mein Auto mag mich wieder … und umgekehrt.

Vor ein paar Wochen öffne ich die Heckklappe und habe eine Gummiabdeckung in der Hand. Die hat sich einfach teilweise aufgelöst und damit liegt die Öffnungselektrik frei, was wiederum in der Regenzeit keine gute Idee ist.

Wenn ich wüsste, wie man sowas ersetzt, wäre ich gleich wieder zum Chinesen gegangen. Kann ich aber nicht. Also wieder zu Toyota nach Penonome. Ungern.

Der Spezialist schaut sich das an, wackelt verständnisvoll mit dem Kopf. Ich schöpfe Hoffnung und zeige meiner Frau Daumen hoch. Zu früh.

Der Spezialist konsultiert ganze 10 Minuten seinen Computer und am Ende kommt ein Angebot aus dem Drucker:  Auswechseln der kompletten Baugruppe für $345. Das Gummiteil allein gibt es nicht. Ich lächele ihn freundlich an und schüttele mit dem Kopf.

Ende vom Lied: Mein privater Ölwechsel- und Lackschaden-Reparateur Tony repariert das Ding fachmännisch für $20.

Ich denke mal, dass ich ca. $1.000 gespart habe, indem ich mich nicht auf die Toyota Werkstatt verlassen habe. Lektion gelernt, ohne Lehrgeld. Goldig.

Quintessenz: Die Bilanz der Japaner verschlechtert sich, schon 2 Schäden für insgesamt $22,50 bei nur 400.000 km.

 

 

 

Betrug: Banistmo-Geldautomat in Tocumen

Viele, die in Tocumen International Airport ankommen, führt ihr erster Weg zu einem Geldautomaten (ATM) um sich mit US-Dollar einzudecken. So auch ich, als wir am 15. Mai gelandet waren.

Gleich rechts in der Ankunftshalle stehen bequemerweise 2 solche „Geldspucker“. Ich nehme den ersten, der Banistmo gehört, schiebe meine Karte ein und gebe nach Aufforderung Pin und Wunschbetrag ein. Schon beginnt das vertraute Geräusch des Scheineabzählens in der Kiste, aber es klingt irgendwie anders, leer. Und dauert deutlich länger als sonst.

Die Meldung lautet dann sinngemäß: „Wir können Ihren Auszahlungswunsch derzeit nicht erfüllen.“

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Karte entnehmen, den Nachbar-ATM von Davivienda benutzen und die gewünschten $500 in Empfang nehmen. Alles in Ordnung. Bis ich zu Hause bin und mein Konto checke.

Dort stehen $500 von Bansistmo und $500 von Davivienda zu Buche, zuzüglich Gebühren. Und das macht mich natürlich wütend. Wie kann dieser Automat mir erzählen, dass er mich nicht bedienen kann und trotzdem abbuchen?

Zwei Wochen später sitzen wir mit Besuchern aus Deutschland beim Bier. Günter und Maike erzählen uns, dass sie 2 Jahre zuvor in Tocumen International Airport auf einen manipulierten Geldautomaten hereingefallen waren.

Ich muss schon grinsen. War es der erste von 2 ATM, die da in der Ankunftshalle standen? Ja, der war es. Und damit können wir den Verdacht des manipulierten Geldautomaten ad acta legen. Es ist schlicht der erste ATM, den jedermann zuerst nutzt und der deshalb zuerst leer ist und offensichtlich nicht ausreichend oft gefüllt wird.

Die eigentliche Schweinerei ist jedoch, dass auch zwei Jahre später in schöner Regelmäßigkeit von Banistmo die Karten belastet werden, obwohl kein Geld ausgezahlt wurde. Ich möchte nicht wissen, wie viele Ausländer ohne Banistmo-Karte das nicht korrigiert bekommen und Banistmo damit ein nettes Zusatzgeschäft ermöglichen.

Moral der Geschichte: an frequentierten öffentlichen Orten und speziell in Tocumen niemals den ersten ATM benutzen. Und in ganz Panama möglichst keinen von Banistmo.

muchmoney

 

Wettbewerbsfähigkeit – noch ein Ranking

Das Handelsblatt schreibt:

Der Migrationsforscher Klaus Bade warnt unmissverständlich: „Wir befinden uns in einer migratorisch suizidalen Situation.“ Während unser Sozialstaat hunderttausende Unqualifizierter … anzieht, fühlen sich die jungen Vertreter des Leistungsmittelstands hierzulande immer fremder. Der Handwerksmeister, der in Australien nicht vom Bürokratenstaat bedrängt wird, der Arzt, der in Norwegen nicht zum Krankenhausbeamten degradiert wird, der Wissenschaftler, der in den USA bessere Forschungsbedingungen hat, die Hotelfachfrau, die in der Schweiz das Doppelte verdient aber weniger Steuern zahlt, der Bauingenieur, der in Arabien oder China sein Können vergoldet bekommt – die Motive wechseln. Aber eines eint sie alle: Anderswo geht es ihnen besser als daheim.

„So schlimm wird es wohl nicht sein“, sagen einige, andere haben schon lange vermutet, dass da ein Problem ist.

Das eigentliche Problem ist, dass dieser Auszug aus dem Handelsblatt alles andere als neu ist, sondern vom 11. Dezember 2009(!) datiert.

Und heute, 8 Jahre später? Die Antwort gibt „Welt Online“ in einem Artikel „Der schleichende Abstieg Deutschlands“

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Wie wird die Bilanz in 8 Jahren wohl aussehen?

 

 

Noriega – ein Diktator weniger

Der Mann der Panama von 1983 bis 1989 als Diktator unter seinen Stiefeln und schon Jahre vorher als Geheimdienstchef Einfluss auf mehrere Präsidenten hatte, ist gestern verstorben.

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Quelle: La Prensa

Das Flugfeld von Rio Hato nebenan war damals einer der Schauplätze der Operation Just Cause, bei der die Amerikaner seiner Herrschaft ein Ende gemacht haben.

Und bis vor einem Jahr stand auch noch Noriega’s zerschossene Strandvilla nur wenige Kilometer von hier entfernt.

Ein panamesischer Rechtsanwalt meinte vor geraumer Zeit, dass Panama erst seit Ende 1989 eine wirkliche Republik ist. Recht hat er.

Und was Diktatoren so anrichten sieht man an den Castros in Kuba, sowie Chavez und seinem Nachfolger Maduro in Venezuela.

Zeit zum Abtreten.

 

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