Gigantische Übersee-Autotransporter

Wer hier am Kanal den Schiffsverkehr beobachtet, dem fallen immer wieder die riesigen Autotransporter auf, die meist zwischen Japan, Südkorea und der US-Ostküste unterwegs sind. Vollbeladen mit Fahrzeugen asiatischer Produktion in der einen Richtung, mit Autos Made in USA in der anderen.

Quelle: http://www.hoeghautoliners.com

Wer hat sich noch nicht gefragt, wie viele Autos da wohl an Bord sein werden?

Im Fall der Höegh Trapper weiß ich es jetzt: bis zu 8.500 PKW auf 14 Decks. Dazwischen oft auch Trucks, Traktoren und Spezialtransporter.

Hier gibt es ein sehr empfehlenswertes Video über den Alltagsbetrieb auf so einem Giganten, einschließlich Kanalpassage.

Erst im Web und dann bald mal live in Panama anschauen.

Umleitung

Vom Strand aus sehen wir eine Copa-Maschine im Endanflug auf unseren Flugplatz von Rio Hato (MPSM). Das ist ungewöhnlich und ich checke die Flightradar24-App, die mir zeigt, dass die Maschine aus Havanna kommt und eine weitere von Tegucigalpa auch schon auf dem Schirm hat.

Da muss etwas am Tocumen International Airport der Hauptstadt faul sein. Der Wettercheck (METAR) macht es klar: Gewitter und Starkregen über dem Platz.

Deshalb landen innerhalb kurzer Zeit 5 Boeing 737 in Rio Hato, ein ungewohntes Bild.

Eine United-Maschine mit Ziel Panama hat schon Runden gedreht und weicht jetzt in Richtung Kolumbien aus. Offensichtlich sind die beiden anderen Hauptstadtflugplätze auch betroffen und Rio Hato ist ausgelastet.

Zwei der 5 Maschinen werden betankt und nach mehr als einer Stunde Wartezeit ist Tocumen wieder im Geschäft.

In Rio Hato zieht die Ruhe eines Provinzflugplatzes ein.

Rätselhaft

Nur ganz selten sehe ich von unserer Loggia im 11. Stock große Schiffe auf dem Weg zum oder vom Kanal. Einerseits, weil man ja nicht ständig beobachtet und andererseits, weil sie weiter draußen ihre Bahn ziehen.

In den letzten vier Tagen lag aber eines dauerhaft in ca. 25 km vor Anker. Erst ein kurzer Blick mit dem Fernglas. Dann ein Nachschauen in der Marine-Datenbank. Und da wurde es rätselhaft:

Quelle: aukevisser.nl

Das ist der russische LNG-Tanker „Velikiy Novgorod“ unter libanesischer Flagge auf dem Weg von Ingleside an der texanischen Golfküste nach irgendwohin, nicht ausgewiesen.

Rätselhaft sind zwei Dinge:

  • Warum liegt das Schiff für 4 oder 5 Tage hier vor Anker? Maschinenschaden?
  • Wieso transportiert der Tanker offensichtlich US-Shalegas in Richtung Asien, wo doch die Russen gerade ihren eigenen LNG Export ausweiten?

Inzwischen, Sonntag mittag, ist der Aufenthalt beendet und das Schiff wieder auf Kurs.

Super-Service

Aufenthalt in Deutschland vor der letzten Etappe und überfälliger Besuch beim Friseur.

Eine Dame ist in Behandlung und ich frage, wie lange ich etwa warten muss.

“Bis ich hier fertig bin” lautet die Antwort.

Willkommen in Deutschland.

Besserung in Sicht?

Der $1,6 Mrd. schwere Auftrag zum Bau der vierten Brücke über den Panamakanal ist während der Präsidentschaft Varela an ein chinesisches Konsortium vergeben worden, das bei der Weltbank wegen Korruption auf der Schwarzen Liste steht.

Quelle acp.com

Das ist einigen Leuten aufgefallen und die Nationalversammlung hat nun eine Kommission zur Überprüfung der Vergabe eingesetzt. Das kann interessant werden. Hier die Meldung.

Und hier das Ergebnis einer Umfrage des WEF zu Panama:

Ineffiziente Regierungsbürokratie und Korruption werden von der Wirtschaft als die größten Probleme benannt. Höchste Zeit, das zu lösen, wenn Panama nicht den weiteren Aufstieg riskieren will.

Man kann nur hoffen, dass Präsident Cortinez die cojones hat, hier etwas zu verändern.

Traumwelt und Realität

Regelmäßige Leser wissen, dass ich hier außer „fast alles über Panama als Auswanderungsziel“ auch immer mal wieder über Reisen und Logistik sowie Energie und Klima poste.

Regelmäßig läuft Flightradar24 in einem meiner Desktop-Fenster, was immer eine unerschöpfliche Quelle spannender Information ist.

Aktuell interessiert mich die Pazifikpassage zwischen Nordamerika und Japan, speziell Tokyo mit seinen beiden internationalen Flughäfen Haneda und Narita.

Es gibt eine Menge täglicher Verbindungen, die mit bemerkenswerter Pünktlichkeit abgeflogen werden. Die Streckenlänge liegt zwischen 9.000 und 11.000 km, die Flugzeiten zwischen 10:30 und 13 Stunden. Ab Mittag kommen die Maschinen aus Asien und zwei Stunden später geht es zurück.

Wie viele Menschen mögen da wohl täglich von Nordamerika aus (ohne Hawaii) mit Ziel Tokyo unterwegs sein? Einfach mal schätzen!

Das nachfolgende Bild bringt eine erste Hilfe. Es ist ein Screenshot mit allen Maschinen, die kurz vor Schreiben des Blogs, am Nachmittag meiner Zeit, auf der Strecke sind. Das Bild ist ziemlich vollständig. Wenn ich aufgepasst habe, fehlt nur noch die Singapore Airlines aus Los Angeles, Abflug 15:30 Ortszeit.

Insgesamt sind da 40 (!) Maschinen unterwegs, ausschließlich long-range, wide-body, 2 Turbinen und mit mehr als 300 Plätzen. Also Boeing 777 und 787 sowie Airbus 350, keine einzige A380.

Das sind ca. 13.000 Passagiere, die da jeden Tag unterwegs sind und mehr als 4,7 Mio. im Jahr. Unglaublich, oder?

Laut BUND „ist jeder Flug ein Sargnagel, der mit zur Beerdigung unseres Klimas beiträgt“. Was wären wir alle ohne Klima?

Man kann also nur hoffen, dass das dabei ausgestoßene CO2 von Annalenas „Kobold“ irgendwo schadlos „im Netz gespeichert“ wird.

So ein schöner Anfang und so ein trauriges Ende. Sorry.

Neue Immigrationsregeln?

Es gibt derzeit Diskussionen und Gerüchte, die darauf hindeuten, dass Panama Anfang kommenden Jahres seine Immigrationsregeln verschärfen könnte.

Quelle: ciudad del saber

Rückfrage bei meinem Immigrationsanwalt ergab, dass man bereits die bisher praktizierte Legalisierung illegal im Land Lebender ausgesetzt hat. Es ist anzunehmen, dass die Zunahme der illegalen Immigranten aus dem notleidenden Venzuela das Fass zum Überlaufen gebracht hat, so wie in allen Nachbarländern des ehemals reichen Landes.

Reich, bevor Hugo Chavez und seine Mitläufer meinten, dort ein Musterbeispiel für den Sozialismus des 21. Jahrhunderts schaffen zu müssen, stattdessen aber nochmals bewiesen haben, dass Sozialismus zu nichts als Toten und Elend führt.

Quelle: wikipedia.org

Bezüglich des populären Friendly Nations Programms zur Erlangung der dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung werden derzeit keine Änderungen erwartet, wobei es mich nicht wundern würde, wenn der nachzuweisende Mindestbetrag von derzeit $5.000 erhöht werden würde.

Über aktuelle Entwicklungen zu diesem Thema, was ja für viele potentielle Umsiedler interessant ist, wird in diesem Blog zeitnah berichtet werden. In diesem Zusammenhang auch nochmal ein Link zum Posting Brückenkopf in Panama.

Weiterempfehlen und wiederkommen.

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