Geht doch …

möchte man angesichts der Fertigstellung des Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 sagen, das Berlin nun mit München verbindet und Erfurt zum zentralen deutschen Bahnknoten macht, wo täglich 80 ICE halten. Unvorstellbar.

Und natürlich ist das die einzig sinnvolle Streckenführung.

 

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Also ehrlicher Glückwunsch in die alte Heimat. Allzeit Gute Fahrt, und pünktlich.

In Panama, wo es, außer der Panama Canal Railway mit ca. 80 km Länge, keine weiteren Eisenbahnstrecken gibt, wird demnächst mit China über eine Expressverbindung zwischen der Hauptstadt und David im Westen des Landes gesprochen. Da wäre wohl ein Hyperloop die bessere Variante.

 

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Quelle: dailamail.co.uk

 

Gibt also immer was zu meckern.

Schon wieder schwarze Liste

Eine neue Schwarze Liste der EU zu Steuerparadiesen nennt überraschend wiederum Panama. In den vergangenen Jahren hat das Land eine Vielzahl Maßnahmen ergriffen und bilaterale Vereinbarungen abgeschlossen, infolgedessen es von der OECD ausdrücklich gelobt und von allen möglichen Listen entfernt worden war.

Nichts hat sich geändert seitdem und so ist es rätselhaft, was der Rat der EU-Kommission zu diesem ziemlich drastischen Schritt bewogen hat.  Aufschluss dazu erhält man allerdings, wenn man  die besagte Liste daraufhin durchsieht, welche Länder und Regionen nicht genannt werden.

Kein einziges europäisches Land taucht auf. Die Realität sieht anders aus:

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Stattdessen hat man nach 10-monatiger Arbeit diese Länder herausgepickt:

Bahrain, Barbados, Grenada, Guam, Macau, die Marschall-Inseln, die Mongolei, Namibia, Palau, Panama, Samoa und Amerikanisch-Samoa, St. Lucia, Südkorea, Trinidad und Tobago, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Meine Meinung:

Das klar auf den Schutz der eigenen Interessen angelegte Vorgehen ist völlig inakzeptabel, macht die Liste wertlos und disqualifiziert die Urheber. Es ist nicht einfach eine Liste, sondern die Diskriminierung von Staaten. Die EU als Lehrmeister? Lächerlich.

Wer leichtfertig solchen Unfug verzapft, will um jeden Preis von eigenen Schwächen oder in diesem Fall von eigenen umstrittenen Vorhaben ablenken: „Keine Sorge, das Budget für den neuen EU-Finanzminister holen wir uns einfach bei den Steuersündern. Die Bevölkerung kostet das nicht mehr als eine Kugel Eis im Jahr.“

Steuerwettbewerb zwischen den Staaten ist wichtig, weil ansonsten der Gier nach Mehreinnahmen keine Grenzen mehr gesetzt sind. Auch wenn es natürlich immer nur um mehr Geld für Schulen und Kindergärten und Infrastruktur geht, beispielsweise um dieses Projekt im märkischen Sand bei Berlin.

 

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Quelle: aerotelegraph.com

 

Schlafender Vulkan in Panama, nicht so auf Bali

Boquete, ein Bergdorf in der panamesischen Provinz Chiriqui hat sich zum beliebten Ziel für Auswanderer entwickelt, denen es am Meer zu heiß ist. Dort oben, auf fast 2000 Meter, wird mit ganzjährig Frühling geworben. Der Ort liegt unweit von Panamas zweitgrößter Stadt David und der Grenze zu Costa Rica. Noch näher liegt jedoch der 3.475m hohe Vulkan Baru. Genauer gesagt, liegt Boquete am Südhang des Baru.

Im Titel habe ich den Baru als schlafend bezeichnet, aber die Auskunft bei Wikipedia klingt nicht so gut:  Er ist aktiv und gehört zum Zentralamerikanischen Vulkanbogen, der sich von Guatemala über Honduras, El Salvador, Nikaragua und Costa Rica bis in den Westen Panamas erstreckt.

In den Jahren 1930, 1965, 1985 und zuletzt in 2006 wurden in der Region Schwarmbeben registriert, die ja klare Zeichen von Aktivität sind. Der letzte Ausbruch liegt allerdings weit zurück, im 16. Jahrhundert.  Nichtsdestotrotz gibt es Alarmpläne und ziemlich beunruhigende Vorstellungen davon, wie ein nächster Ausbruch aussehen könnte.

Mehr … 

18,386 km entfernt …

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Während die Bevölkerung der Provinz Chiriqui ruhig schläft, sieht das am anderen Ende des Pazifik anders aus. Ein Geschäftspartner, der wunderschöne Original Bali-Häuser für den Export produziert, wohnt nur 35 km entfernt vom Gunung Arung, einem stets aktiven Vulkan, wo sich seit Wochen ein größerer Ausbruch, so wie in 1963/64 anzukündigen scheint. Heutzutage können wir live dabei sein.

Will ich in Boquete wohnen? Nein. Erstens ist es dort zu kalt und zweitens habe ich gern ein paar hundert Kilometer Abstand. Nur vorsichtshalber.

Extra-Fußball-Feiertag in Panama

Gestern abend hat sich Panama mit einem Sieg gegen Costa Rica in der Fußball-WM-Qualifikation für die WM 2018 qualifiziert.

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Quelle: Prensa.com

 

Das ist eine Premiere und deshalb war gestern abend ganz Panama auf den Beinen bzw. den Rädern. Ein Freund brauchte 2 Stunden, um nur wenige Kilometer auf der Calle 50 zurückzulegen.

Noch besser: Präsident Varela hat den heutigen Tag spontan zum außerordentlichen Feiertag erklärt. Nur in Panama.

Globalisierung, Modernisierung – und Irrwege

In einer aktuellen Bertelsmann-Studie wird die Bundestagswahl 2017 aus Sicht von Milieus erklärt, wobei man sich bei der Kategorisierung der Bevölkerung auf die sog. Sinus-Milieus bezieht.

Die Studie erscheint mir ausgewogen. Meine nachfolgenden kritischen Anmerkungen beziehen sich auf die Milieu-Definition und deren Gültigkeit. Hier zuerst das zentrale Bild der Studie:

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Das ist eine interessante und durchaus akzeptable Sicht. Die markante diagonale Trennung soll, so verstehe ich es, die Modernisierungsanhänger von den eher Konservativen unterscheiden. Unnötig zu betonen, dass die Grenzen zwischen den Milieus und demzufolge auch die Trennlinie selbst unscharf sind.

Um weiterzukommen, müssen zunächst Begriffe wie Globalisierung und Modernisierung betrachtet werden:

Immer wieder lese ich, dass es Globalisierungskritiker gibt, man Globalisierung beschränken, ablehnen oder gar rückgängig machen kann. Ich halte das für Humbug.

Globalisierung ist zunächst einmal die unvermeidbare Folge technologischer Entwicklungen. Wenn heute Personen und Waren innerhalb 24 Stunden jeden Punkt der Erde erreichen können, Geschäftsprozesse, Kommunikation und Kooperation sowie Finanzströme grenzüberschreitend und in Echtzeit ablaufen, dann ist das eine Art von Globalisierung, die einfach existiert und für jedermann Nutzen bringt.

Was Ideologen, Finanziers, Politiker darauf aufbauend postulieren und unter dem Etikett Globalisierung umsetzen ist eine andere Geschichte und da kommt der Begriff Modernisierung ins Spiel.

Modern zu sein ist ja modern. Anderseits wissen wir, dass alle möglichen Trends einer Pendelbewegung folgen: langsamer Anlauf, Dynamik auf dem Höhepunkt, Überschreiten desselben und Rückfall zum Mittelwert, Gegenbewegung und Neustart.

Wer also meint, dass die aus der Globalisierung entstandene Überwindung von Schranken nun eine in jeder Hinsicht grenzenlose Gesellschaft bedeutet, wird sich schon bald über Widerstand wundern.

Die Milieus der Performer und Pragmatiker, klar auf der  Seite der Modernisierung, werden möglicherweise schon bald feststellen, dass political correctness und Genderitis  nichts mit Modernisierung zu tun haben, sondern eher krankhafte Auswüchse derselben und in hohem Maße hinderlich sind. Sie werden erkennen, dass Offenheit und Freizügigkeit sich nur positiv auswirken , wenn sie nicht mit Kontrollverlust einhergehen.  Und sie wissen heute schon aus Erfahrung, dass Menschen unterschiedlich sind, unterschiedliche Kulturen und Gewohnheiten zu unterschiedlicher Eignung für bestimmte Aufgaben führen.

Und ja, Frau Özoguz, es gibt außer der Sprache eine Menge Dinge, die deutsche Kultur ausmachen, in aller Welt bekannt sind und geachtet werden. So wie das auch für andere Völker und deren Kulturen gilt.

Die oben beschrieben Milieus werden laut Sinus-Institut ständig fortgeschrieben und angepasst. Und da frage ich mich, inwiefern das sozio-ökologische Milieu tatsächlich zu den Modernisierern gehört. Ein Milieu, dass dafür gesorgt hat, dass Forschung u.a. in Nuklear- und Gentechnik in Deutschland nicht mehr stattfindet. Ein Milieu, dass Fortschritt nur noch soziologisch und das mit extremen Auswüchsen postuliert.

Das wird sich nicht mehr lang mit Pragmatikern und Performern vertragen. Zunehmend tauchen Vertreter genau dieser Kategorien hier in Panama auf und planen ihre Zukunft weit weg von Deutschland. Und das ist nur die Vorhut.

Wer solchen brain drain verhindern will, sollte eine neue Kategorie Traumtänzer einführen, das sozio-ökologische Milieu dorthin und weit unterhalb der Modernisierungsanhänger verschieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

San Francisco verklagt Ölfirmen, Benzin in Panama 12 Cent teurer

Im Großraum Houston, entlang der texanischen Golfküste, waren 20 Raffinerien wegen Hurricane Harvey ganz oder teilweise außer Betrieb. Die Auswirkungen merken wir bis Panama, wo 95er Benzin jetzt fast 90 Cent kostet, ein deutlicher Preissprung von 75 Cent.

3 Wochen nach der Katastrophe sind laut Houston Chronicle 15 davon schon wieder in Betrieb. Wir können also davon ausgehen, dass sich die hiesigen Benzinpreise bald wieder normalisieren.

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Exxon Raffinerie in Baytown, Texas. (Quelle: houstonchronicle.com)

In diesem Zusammenhang gab es heute eine weitere interessante Zeitungsmeldung:

San Francisco and Oakland sue top five oil and gas companies over costs of climate change

Companies knew for decades that their products caused climate change and posed ‚catastrophic‘ risk, but misled the public and continued to make enormous profits

Die Städte San Francisco und Oakland in Kalifornien verklagen die 5 größten Ölfirmen (Chevron, ConocoPhilips, Exxon Mobil, BP und Shell). Man will erreichen, dass diese Firmen die sich aus dem Klimawandel für die Städte ergebenden Kosten für Wälle, Deiche und sonstige Infrastrukturmaßnahmen zum Schutz vor dem Anstieg des Meeresspiegels derzeit und in Zukunft übernehmen müssen.

Begründung: Diese Firmen haben lange von der Gefährlichkeit des Klimawandels gewusst, trotzdem Erdöl und Erdgas aggressiv gefördert, angepriesen und diese Produkte in großen Mengen verkauft.

Eigentlich sollten die Chefs der verklagten Firmen schon morgen eine gemeinsame Erklärung herausgeben und wie folgt argumentieren:

„Liebe BürgerX und PolitikerX von San Francisco und Oakland.

Mit Bedauern haben wir eure Klage zur Kenntnis genommen. Obwohl wir sie für völlig unsubstantiiert oder präziser gesagt für Bullshit halten, wollen wir eurem Willen nachkommen und alles tun, um künftige Schäden vorsorglich und möglichst vollständig zu verhindern.

Wir stellen deshalb ab sofort alle Lieferungen von Erdöl- und erdöl/gas-basierten Produkten in eure Region komplett ein und werden dafür Sorge tragen, dass keiner unserer Vertragspartner in Treibstoff-, Chemie-, Pharma-, Textil- und anderen Industrien diese unsere goodwill-Aktion unterlaufen und damit weitere Schäden verursachen kann.

Wir wünschen euch eine wunderschöne karbonfreie Zukunft.“  

 

Realitätsverlust?

Während Panama’s Ex-Präsident Ricardo Martinelli in US-Auslieferungshaft sitzt, hat eine aktuelle Emnid-Umfrage ergeben, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel bei fast allen Themen als die fähigste deutsche Politikerin angesehen wird.

Tu feliz Alemania.

Aus der Ferne betrachtet, würde ich sagen, dass ihre Kompetenz in der Energiepolitik nur noch von der in Sachen Sicherheitspolitik übertroffen wird:

1 Mio. muslimische Männer im besten Kampfesalter, darunter eine Vielzahl „Gefährder“ (lies: potentielle Terroristen) und Kriminelle, wurden ohne jede Kontrolle ins Land geholt, werden dauerhaft untergebracht und verköstigt.

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sie auf dem Saalfelder Bahnhof mit „Insch Allah“ oder so ähnlich begrüßt und mit Tränen in den Augen bekannt, dass dies der glücklichste Tag seines Lebens (!) sei und Katrin Göring-Eckhardt meint, dass es ohne diese neuen Mitbürger „langweilig“ sei. Polizei und Kriminalstatistik bestätigen letzteres.

Ist es nicht atemberaubend, wenn wegen eines Tsunami in Japan die Energiewirtschaft eines mitteleuropäischen Industrielandes vorsorglich auf den Kopf gestellt wird, aber eine islamische Reservearmee, deren Anzahl die von Bundeswehr und Polizei um ein Vielfaches übersteigt, ohne jede Kontrolle einwandern kann?

Wenn es denen langweilig wird oder sie mehr Geld brauchen, dann ist Schluss mit lustig.

Ich habe in den letzten Monaten einige Reisende getroffen, die genau deshalb eine neue Heimat suchen. Qualifizierte und erfahrene Leute, die das Land aus Sorge um die Sicherheit ihrer Familien verlassen.

Völlig grundlos, oder?

 

 

 

 

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