Ostertour

Ina und Tom haben zum Osterbrunch eingeladen. Also machen wir uns am Samstagmorgen auf den Weg nach El Cope, direkt am Eingang des Nationalpark Omar Torrijos.

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Quelle: wikipedia

Wir brauchen etwas länger als eine Stunde dorthin und treffen als letzte ein. Der Tisch ist einladend gedeckt und jeder der anwesenden 11 Freunde hat etwas beigetragen. Wir sitzen auf der Terrasse mit wunderschönem Ausblick in die Berge, genießen das Essen und das Gespräch.

Das geräumige Haus unserer gastgebenden Freunde ist in den Hang gebaut, auf ca. 500 Meter Höhe und mitten im Grünen.

Tom ist Landschaftsgärtner von Beruf, hat eine beeindruckende Kollektion an Bäumen und Kräutern, teils mit Aquaponik, aufgezogen. Das Ziel heißt Selbstversorgung und damit ist man schon weit gekommen.

Hier ein paar Bilder vom gedeckten Tisch, der Umgebung und vom Weg dahin:

 

Ganz anders als im Flachland regnet es hier oben in den Bergen auch während der Trockenzeit. Im Laufe des Tages gibt es einen ständigen Wechsel von Sonne, Wolken und Regen. Egal, wir sitzen geschützt und im Trockenen, die Zeit vergeht wie im Flug.

Unseren Gastgebern Ina und Tom ein herzliches Dankeschön, meinen Lesern hier ein Frohes Osterfest.

 

Glück gehabt – mit United Airlines

In den Jahren ab 2008, lange bevor Condor oder Lufthansa sich nach Panama trauten, war United die Airline unserer Wahl und noch im Dezember 2015 sind wir wegen der neuen Boeing 787 mit ihnen über Houston nach Frankfurt geflogen.

mileageplus

Nach dem Vorkommnis vor 2 Tagen, als man einen regulär eingecheckten Passagier mit Gewalt aus dem Sitz zerrt und wie ein Stück Vieh über den Boden nach draußen schleift, hat United nun ein dickes Problem.

Der Mann war kein potentieller Terrorist, sondern man machte auf diese Weise Platz für Angestellte der Fluggesellschaft. Was für eine unglaubliche Vorgehensweise.

Ein Kommentator im Web hat „Wir behandeln Sie wie Ihr Gepäck“ als neuen Slogan für United vorgeschlagen. Sehr passend.

Es ist schon lange untragbar, exakt seit 9/11, wie im zivilen Luftverkehr zahlende Kunden vor Sicherheitsbeamten, Zollangestellten oder Mitarbeitern der Fluglinien zu kuschen haben.

Natürlich gibt es ein massives Sicherheitsrisiko beim Fliegen, aber das minimiert man nicht, indem man vor lauter politischer Korrektheit die schwedische Großmutter dem gleichen Verfahren unterzieht, wie den 20-jährigen Araber.

Generalverdacht gegen alle ist wahrscheinlich akzeptabel – wie lächerlich.

Und dann zerrt man bei United einen Passagier asiatischer Abstammung aus dem Flieger … Glückwunsch zu so viel Feingefühl. Hier ist der Bericht: Video

Noch ein guter Vorschlag:

 (Quelle: usatoday.com)

Panama botanisch

Bei Facebook stellt mein Freund Karl die Cashew-Frucht vor:

cashewkarl

(C) Breitenfeld Pictures 2017

Eine Nuss, deren Stiel wie ein Apfel verdickt ist. Diese Frucht kann zu Saft oder Marmelade verarbeitet oder zu Schnaps veredelt werden.

Die Nuss selbst muss in einem aufwändigen Prozess von ihrer Schale befreit werden, wobei allergische Reaktionen drohen. Die demzufolge nicht ganz billige Cashew-Nuss ist ein beliebter Snack.

Der Cashew Baum wächst in den Tropen und kann bis zu vierzehn Meter hoch werden.

 

600.000 Gallonen!

Tocumen ist der Hub von Copa Air, der panamesischen Fluggesellschaft mit ihrer Boeing 737 Flotte. Und diese Menge an Jet-Treibstoff wird hier täglich getankt. Und um das in Liter auszudrücken: mit 3,78 multiplizieren. 

Foto: Roberto Cisneros/ La Prensa

Besser doch nicht Panama?

Neben all den positiven Informationen die ich hier präsentiere, ist es natürlich wichtig, ein reales Bild zu zeichnen. So waren wir in ein besonders krasses Beispiel für schlecht funktionierende Justiz vor 3 Jahren am Rande involviert, wie hier schon berichtet.

Der darin erwähnte Schweizer Luis Pereira hat nun kürzlich in einem Interview einem schweizerischen Journalisten ausführlich über seine Zeit im Panama-Knast berichtet. Hier.

Das liest sich alles andere als einladend und zeigt, dass es auch eine Art von Paradies nicht ohne Schattenseiten gibt. Wir wünschen ihm, dass er das Erlebte vollständig verarbeiten und weitgehend vergessen kann.

Ausgebürgert, oder was?

Viele Leser dieses Blogs tragen sich aus unterschiedlichen Gründen mit dem Gedanken Deutschland oder Europa zu verlassen, irgendwo anders zu leben. Viele haben das auch schon getan. Und die alle haben jetzt ein Problem, wenn die Ansage der deutschen Kanzlerin ernst gemeint ist:

„Das Volk ist jeder, der in diesem Land lebt.“

Wie bitte? Nach „Jetzt sind sie halt da!“ gehören sie jetzt schon alle zum Volk?

Das ging flott.

Der Begriff Volk, konkreter Staatsvolk, ist als eine der Komponenten, die juristisch einen Staat überhaupt definieren, ein höchst sensibler Begriff und eine Regierungschefin weiß natürlich zwischen Volk und Bevölkerung zu unterscheiden. Wenn sie das unklar ausdrückt, dann ist es Absicht.

Zählt die Bundeskanzlerin statt uns derzeit im Ausland Lebenden eher die zum deutschen Volk, die seit Jahren mitten in Deutschland in Ghettos leben, nicht die deutsche Sprache lernen, unsere Kultur verachten und sich aushalten lassen? Die mit Doppelpass für Erdogan auf die Straße gehen?

Jenen Afghanen, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt und letztens seine Ehefrau mit siedendem Öl übergossen hat, weil sie sich langsam zu emanzipieren begann?

Jenen Türken, der kürzlich seine Frau an der Anhängerkupplung irgendwo durch das Ruhrgebiet gezogen hat?

Oder all die Immigranten, die gleich nach Ankunft untergetaucht sind oder das Sozialsystem mittels Mehrfach-Identitäten geschickt überlisten? Darf, wer mehrfach kassiert, dann auch mehrfach wählen?

Ich zähle also nicht mehr zum deutschen Volk, meine Ehefrau nicht, unsere ausgewanderten Freunde nicht? Hunderttausende Leute nicht, die Deutschland mit aufgebaut, hart gearbeitet, Steuern gezahlt und Arbeitsplätze geschaffen haben?

Zählen demnächst Kritiker, das sog. „Pack“, auch nicht mehr dazu und nicht die Bewohner „Dunkeldeutschlands“?  Ausgebürgert wie Biermann und Lengsfeld?

Und dieses Merkel-Statement ist von CDU-Mitgliedern euphorisch beklatscht worden? Zuhören und kritisches Denken? Fehlanzeige?

Und wie lange findet man dann in der ZDF Mediathek noch die sehr sehenswerte Dokumentation „Die Deutschen“, in der „ein Jahrtausend deutsche Geschichte“ präsentiert wird?

Fragen über Fragen …

Klarstellung: Ich will meine alte Heimat nicht schlecht reden, aber es fallen mir zunehmend Parallelen auf zur abgeschafften DDR. Und das ist nicht gut.

 

 

 

Typisch Dritte Welt

Ja, ich muss jetzt mal einräumen, dass Panama gegenüber Ländern wie Deutschland weit zurück ist. Ungern, aber es führt kein Weg daran vorbei.

  • Hier gibt es offiziell nur Männlein (caballeros) und Weiblein (damas).
  • Es gibt keine (!) Unisex-Toiletten.
  • Es gibt vermutlich wenige Leute, die ihr gefühltes Geschlecht von Tag zu Tag wechseln wollen und die erwarten nicht, dass die Gesellschaft dafür umgebaut wird.

Und auch in Sachen Demokratie sieht es hier nicht gut aus:

Anders als ihr da drüben haben wir hier keinerlei Modellprojekte zu ausgewählten Phänomen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und zur Demokratiestärkung … (Quelle: bee emm eff ess jott) .

Oder es steht hier besser, weil wir solch drakonische Maßnahmen nicht brauchen? Dann strengt euch an. Ihr schafft das mit der Demokratiestärkung und Menschenfeindlichkeit. Also nicht-Menschenfeindlichkeit natürlich.

Im Ernst, wenn man nicht täglich mit dieser Art von Neusprech berieselt wird, klingt das richtig ungewohnt, freundlich ausgedrückt. Hirnrissig wenn man ehrlich ist.

Auch deshalb bleibe wohl ich besser hier.

Übrigens, hätte nicht Stasi-Chef Mielke perfekt in diese neue supertolerante Welt gepasst, mit seinem Bekenntnis: „Ich liebe doch alle Menschen“? /sarc off

 

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