Rückholungen im Gange

Flightradar24 zeigt derzeit gerade einmal 7.100 aktive Flugbewegungen weltweit an, wo es sonst um diese Tageszeit 12.000 bis 14.000 waren. Darunter sind außerplanmäßige Flüge, um Urlauber und andere Personen zurückzuführen, die gestrandet sind.

So hat Copa dieser Tage schon mehr als 400 Argentinier nach Haus gebracht und gerade jetzt ist eine Boeing 747 der Lufthansa von Frankfurt unterwegs nach Panama City.

Wir wünschen allen eine gute Reise und hoffen, dass auch ein Teil unserer Familie morgen gesund aus down under zurückkommt.

Schwarze Listen heute

Diese kleine Notiz fand ich gerade:

Uruguay schließt wegen der Coronavirus-Pandemie seine Grenzen für Reisende aus Deutschland und anderen „Risikoländern“. Präsident Luis Lacalle Pou (46) kündigte am Freitag an, Reisende aus neun „Risikoländern“ für zwei Wochen unter Quarantäne zu stellen. Betroffen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Daniel Salinas Reisende aus China, Südkorea, Japan, Singapur, Iran, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland.

Da lebe ich doch lieber in einem Land, das wegen seiner Niedrigsteuern auf einer Schwarzen Liste der EU steht, als in einem, das wegen seines inadäquaten Umgangs mit einer Pandemie zu den wenigen Risikoländern zählt.

Flugbeschränkungen in Kraft

Mein Freund Georg hat heute kritisch angemerkt, dass ich in diesem Blog nur positive Nachrichten über das Land am Kanal bringen würde.

Ich kann auch anders!

Soeben verlassen die letzten Maschinen von Iberia, KLM und Lufthansa, etwas später auch Air France und Air Europa den Hauptstadtflughafen Tocumen. Ab Mitternacht wird der Flugverkehr von und nach Europa und Asien (Air China via Houston, Turkish Airlines von Bogota und direkt nach Istanbul) für vorerst 30 Tage ausgesetzt.

Für die ohnehin schwach ausgelasteten Hotels der Hauptstadt sowie für alle, die vom Tourismus leben, ist das ein ernsthaftes Problem und man kann nur wünschen, dass sich die Situation bald wieder entspannt.

Ihr werdet es hier zuerst lesen und dann sollte Panama das perfekte Urlaubsziel für die „Überlebenden“ sein.

Update Coronavirus in Panama

Eine am Sonntag mit Iberia aus Madrid angereiste panamesische Bürgerin hat sich Montag früh mit Grippesymptomen ins Krankenhaus begeben und ist positiv auf Covid-19 getestet worden.

Unverständlich für mich ist, dass sie nicht am Flugplatz getestet und als infiziert erkannt wurde. Nun läuft die Suche nach Kontaktpersonen.

Panama und CoronaVirus

Mitten in meinen Fokus auf #Langbesserlebigkeit platzt die Corona-Epi/Pandemie. Was bedeutet das generell und speziell hier in Panama?

Als wir am 9. Februar, mit Lufthansa von Frankfurt kommend, in Tocumen ankamen, stand an jedem Gate medizinisches Personal in kompletter Schutzbekleidung und prüfte die Körpertemperatur aller Einreisenden. Panama City als Luftkreuz oder Hub of the Americas kommt da eine besondere Verantwortung zu, die auch sichtbar wahrgenommen wird.

Ist das übertriebene Vorsicht, angesichts der seinerzeit noch niedrigen Fallzahlen? Eher nicht, wie eine Meldung der TaiwanNews zeigt.

Hier die offiziellen Zahlen, von links nachweislich Infizierte, Verdachtsfälle, Geheilte und rechts Todesfälle:

Und dann gab es eine kurzzeitige Einblendung dieser Zahlen:

Sieht so aus, als ob die Kommunistische Partei Chinas alles im Griff hat, statistisch gesehen.

In Lateinamerika gab es bis vor wenigen Tagen keine Verdachtsfälle, inzwischen meldet allerdings Brasilien erste Positivtests.

Was bedeutet es wirtschaftlich? Quellen melden, dass derzeit nur 12% (!) der üblichen Mengen an Rohöl aus dem Persischen Golf auf dem Weg nach China sind und Containerschiffe die chinesischen Häfen kaum halbvoll verlassen – alles deutliche Zeichen eingeschränkter Wirtschaftstätigkeit und Vorzeichen für ein massives Einbrechen des Wirtschaftswachtums.

Da China zur Werkbank der Welt geworden war, kann das nicht ohne Auswirkungen auf die Weltwirtschaft bleiben und bestätigt indirekt das Vorhaben der Trump-Administration industrielle Fertigungskapazitäten aus China zurück in die USA zu holen. Was wird die deutsche Presse dazu sagen?

Der Panamakanal ist immer auch ein Barometer der Weltwirtschaft und damit kommt die Krise dann auch hier an.

Quelle: globaltrademag.com

Ich kann mir vorstellen, dass die Einnahmen in 2020 um 20% geringer ausfallen und damit auch eine Budgetlücke hinterlassen werden.

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten:

Hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer des Virus und wir haben ausreichend Gegenmittel gebunkert.

Quelle: engagementlabs.com

Gigantische Übersee-Autotransporter

Wer hier am Kanal den Schiffsverkehr beobachtet, dem fallen immer wieder die riesigen Autotransporter auf, die meist zwischen Japan, Südkorea und der US-Ostküste unterwegs sind. Vollbeladen mit Fahrzeugen asiatischer Produktion in der einen Richtung, mit Autos Made in USA in der anderen.

Quelle: http://www.hoeghautoliners.com

Wer hat sich noch nicht gefragt, wie viele Autos da wohl an Bord sein werden?

Im Fall der Höegh Trapper weiß ich es jetzt: bis zu 8.500 PKW auf 14 Decks. Dazwischen oft auch Trucks, Traktoren und Spezialtransporter.

Hier gibt es ein sehr empfehlenswertes Video über den Alltagsbetrieb auf so einem Giganten, einschließlich Kanalpassage.

Erst im Web und dann bald mal live in Panama anschauen.

Autoliner im Sonnenuntergang

Umleitung

Vom Strand aus sehen wir eine Copa-Maschine im Endanflug auf unseren Flugplatz von Rio Hato (MPSM). Das ist ungewöhnlich und ich checke die Flightradar24-App, die mir zeigt, dass die Maschine aus Havanna kommt und eine weitere von Tegucigalpa auch schon auf dem Schirm hat.

Da muss etwas am Tocumen International Airport der Hauptstadt faul sein. Der Wettercheck (METAR) macht es klar: Gewitter und Starkregen über dem Platz.

Deshalb landen innerhalb kurzer Zeit 5 Boeing 737 in Rio Hato, ein ungewohntes Bild.

Eine United-Maschine mit Ziel Panama hat schon Runden gedreht und weicht jetzt in Richtung Kolumbien aus. Offensichtlich sind die beiden anderen Hauptstadtflugplätze auch betroffen und Rio Hato ist ausgelastet.

Zwei der 5 Maschinen werden betankt und nach mehr als einer Stunde Wartezeit ist Tocumen wieder im Geschäft.

In Rio Hato zieht die Ruhe eines Provinzflugplatzes ein.

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