Gestern im Panamakanal …

Auf dem Rückweg aus der Hauptstadt gab es gestern gleich 2 ungewöhnliche Objekte zu beobachten: Eines davon, in der Miraflores-Schleuse und nicht zu übersehen, war die Norwegian Star, ein Kreuzfahrtschiff für bis zu 2.348 Passagiere.

Norwegian_Star

Quelle: ncl.com

In 2018 pendelt dieser Cruiser zwischen Miami und Los Angeles, via Cartagena (Kolumbien), durch den Panama Kanal, Puntarenas (Costa Rica), San Juan del Sur (Guatemala), Puerto Quetzal, Acapulco und Cabo San Lucas (alle Mexico).

Eine tolle Route mit wunderschönen Etappenorten. Dauer 14 Tage und ab nur USD 1.200 pro Person.

Nur 10 Minuten später beim Überqueren der Centenario-Brücke sichten wir ein U-Boot unterwegs in Richtung Pazifik, eingerahmt von 4 Begleitbooten. Ganz bestimmt ein nicht alltägliches Bild, aber wir hatten keine Gelegenheit zum Anhalten und Fotografieren.

Dieses Bild ist vom April 2017 und zeigt die USS Dallas, ein größeres, nuklear-angetriebenes Boot bei der Passage.

submarinodiaadia

Quelle: diaadia.com.pa

Langeweile im Tropenparadies? Nicht die Spur.

 

 

Japanische U-Boote hatten den Kanal im Visier

Glück gehabt.

Spät in 1944 stellte Japan die ersten Modelle der I-400 Klasse fertig, ein mehr als 130 m langes U-Boot, das 3 Bomber transportieren und mit einem 50m-Katapult starten konnte. Die Boote hätten mit vollen Tanks den Globus eineinhalb mal umrunden können.

i-400   catapult   turm

Es gab konkrete Einsatzpläne, den von den USA betriebenen Panamakanal anzugreifen und für Monate außer Betrieb zu setzen. Damit wäre der Schiffsverkehr zwischen US-Ost- und Westküste nachhaltig behindert worden.

Andere Pläne sahen vor, an der US-Westküste mit Krankheitserregern infizierte Ratten auszusetzen, damit Pest, Cholera und Typhus in die Städte zu bringen. Dieser Plan wurde im März 1945 aufgegeben.

Stattdessen nahm man nun die Gatun-Schleusenanlage des Panama-Kanals ins Visier. Die Zerstörung dieser Anlage hätte den Gatun-See zum Auslaufen gebracht und damit den Wasserweg trockengelegt. Das Auffüllen hätte lange Zeit in Anspruch genommen und nur während der Regensaison von April bis November erfolgen können.

Im Juni 1945 waren 4 Boote einsatzbereit, liefen aus nach der Westküste von Honshu und probten dort für die Mission an einem naturgetreuen Modell der Gatun-Schleusen. Inzwischen waren allerdings 3.000 Kriegsschiffe der Allierten im Pazifik Richtung Japan unterwegs, was die japanische Marine so unter Druck setzte, dass der Plan aufgegeben wurde.

Am 15. August 1945, unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki erklärte Kaiser Hirohito dann die Kapitulation Japans. Die I-400 Flotte wurde zerstört.

(Quelle: http://www.panama-guide.com)

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