Von Panama nach Singapore

Innerhalb weniger Tage haben wir auf unserer Reise im Schnelldurchlauf völlig unterschiedliche Welten kennengelernt:

Los Angeles, ein riesiger Flughafen, massive Infrastruktur, traumhafte Immobilien und der Charme der Convenience Stores und des Pacific Coast Highway. Beeindruckend und vertraut, aber nichts Neues.

Dann geht es quer über den Nordpazifik nach Japan. Schon im Anflug wird ersichtlich, dass dies ein traditionelles Industrieland ist, mit alternder Bevölkerung und verhaftet in Traditionen.

Und dann der Sprung nach Singapore, das wir seit mehr als 10 Jahren nicht gesehen haben.

Eine völlig veränderte Stadt mit spektakulärer Architektur, die ihr Wachstum innerhalb der engen geografischen Grenzen meisterhaft organisiert.

Überall junge Menschen auf dem Sprung, man sieht förmlich, dass dieser Stadtstaat in Sachen Bildung weltweit führend ist.

Funktionierender Öffentlicher Nahverkehr, sicher und sauber und ohne Graffitis.

Milliarden werden investiert in die Landgewinnung aus dem Meer und in Wasserversorgung der Insel.

Vorausschauende Sachpolitik, statt Hysterie.

Das Marina Bay Sands Hotel

Singapore ist das perfekte Vorbild für Panama. Ob dies angesichts der mentalen Unterschiedlichkeit der Menschen ein Erfolg versprechender Ansatz ist, muss sich zeigen.

Alle Bilder (C) 2019 besserpanama.com

Japanische U-Boote hatten den Kanal im Visier

Glück gehabt.

Spät in 1944 stellte Japan die ersten Modelle der I-400 Klasse fertig, ein mehr als 130 m langes U-Boot, das 3 Bomber transportieren und mit einem 50m-Katapult starten konnte. Die Boote hätten mit vollen Tanks den Globus eineinhalb mal umrunden können.

i-400   catapult   turm

Es gab konkrete Einsatzpläne, den von den USA betriebenen Panamakanal anzugreifen und für Monate außer Betrieb zu setzen. Damit wäre der Schiffsverkehr zwischen US-Ost- und Westküste nachhaltig behindert worden.

Andere Pläne sahen vor, an der US-Westküste mit Krankheitserregern infizierte Ratten auszusetzen, damit Pest, Cholera und Typhus in die Städte zu bringen. Dieser Plan wurde im März 1945 aufgegeben.

Stattdessen nahm man nun die Gatun-Schleusenanlage des Panama-Kanals ins Visier. Die Zerstörung dieser Anlage hätte den Gatun-See zum Auslaufen gebracht und damit den Wasserweg trockengelegt. Das Auffüllen hätte lange Zeit in Anspruch genommen und nur während der Regensaison von April bis November erfolgen können.

Im Juni 1945 waren 4 Boote einsatzbereit, liefen aus nach der Westküste von Honshu und probten dort für die Mission an einem naturgetreuen Modell der Gatun-Schleusen. Inzwischen waren allerdings 3.000 Kriegsschiffe der Allierten im Pazifik Richtung Japan unterwegs, was die japanische Marine so unter Druck setzte, dass der Plan aufgegeben wurde.

Am 15. August 1945, unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki erklärte Kaiser Hirohito dann die Kapitulation Japans. Die I-400 Flotte wurde zerstört.

(Quelle: http://www.panama-guide.com)

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