Von Panama nach Singapore

Innerhalb weniger Tage haben wir auf unserer Reise im Schnelldurchlauf völlig unterschiedliche Welten kennengelernt:

Los Angeles, ein riesiger Flughafen, massive Infrastruktur, traumhafte Immobilien und der Charme der Convenience Stores und des Pacific Coast Highway. Beeindruckend und vertraut, aber nichts Neues.

Dann geht es quer über den Nordpazifik nach Japan. Schon im Anflug wird ersichtlich, dass dies ein traditionelles Industrieland ist, mit alternder Bevölkerung und verhaftet in Traditionen.

Und dann der Sprung nach Singapore, das wir seit mehr als 10 Jahren nicht gesehen haben.

Eine völlig veränderte Stadt mit spektakulärer Architektur, die ihr Wachstum innerhalb der engen geografischen Grenzen meisterhaft organisiert.

Überall junge Menschen auf dem Sprung, man sieht förmlich, dass dieser Stadtstaat in Sachen Bildung weltweit führend ist.

Funktionierender Öffentlicher Nahverkehr, sicher und sauber und ohne Graffitis.

Milliarden werden investiert in die Landgewinnung aus dem Meer und in Wasserversorgung der Insel.

Vorausschauende Sachpolitik, statt Hysterie.

Das Marina Bay Sands Hotel

Singapore ist das perfekte Vorbild für Panama. Ob dies angesichts der mentalen Unterschiedlichkeit der Menschen ein Erfolg versprechender Ansatz ist, muss sich zeigen.

Alle Bilder (C) 2019 besserpanama.com

Sky of blue and sea of green

… allerdings nicht aus dem Yellow submarine, sondern aus dem weißen Flieger – meine Morgenrunde über dem Golf von Panama, bevor es dann am Donnerstag in Richtung Asien und Indischer Ozean geht.

Wunderschönes Wetter heute und der Las Perlas Archipelago schon aus 45 Seemeilen Entfernung zu erahnen, drei Frachter unter mir, auf dem Weg vom Panamakanal in Richtung Asien, und kurz hinter Isla Pedro Gonzalez spielt ein dicker Buckelwal an der Oberfäche. Aber wie immer, sobald ich Kurs darauf nehme, taucht er ab.

Hier ein paar Eindrücke:

Vom Chame Airport aus waren das 90 Minuten Rundflug und purer Genuss. Mal schauen, ob die Malediven mich noch mehr begeistern können.

Traumwelt und Realität

Regelmäßige Leser wissen, dass ich hier außer „fast alles über Panama als Auswanderungsziel“ auch immer mal wieder über Reisen und Logistik sowie Energie und Klima poste.

Regelmäßig läuft Flightradar24 in einem meiner Desktop-Fenster, was immer eine unerschöpfliche Quelle spannender Information ist.

Aktuell interessiert mich die Pazifikpassage zwischen Nordamerika und Japan, speziell Tokyo mit seinen beiden internationalen Flughäfen Haneda und Narita.

Es gibt eine Menge täglicher Verbindungen, die mit bemerkenswerter Pünktlichkeit abgeflogen werden. Die Streckenlänge liegt zwischen 9.000 und 11.000 km, die Flugzeiten zwischen 10:30 und 13 Stunden. Ab Mittag kommen die Maschinen aus Asien und zwei Stunden später geht es zurück.

Wie viele Menschen mögen da wohl täglich von Nordamerika aus (ohne Hawaii) mit Ziel Tokyo unterwegs sein? Einfach mal schätzen!

Das nachfolgende Bild bringt eine erste Hilfe. Es ist ein Screenshot mit allen Maschinen, die kurz vor Schreiben des Blogs, am Nachmittag meiner Zeit, auf der Strecke sind. Das Bild ist ziemlich vollständig. Wenn ich aufgepasst habe, fehlt nur noch die Singapore Airlines aus Los Angeles, Abflug 15:30 Ortszeit.

Insgesamt sind da 40 (!) Maschinen unterwegs, ausschließlich long-range, wide-body, 2 Turbinen und mit mehr als 300 Plätzen. Also Boeing 777 und 787 sowie Airbus 350, keine einzige A380.

Das sind ca. 13.000 Passagiere, die da jeden Tag unterwegs sind und mehr als 4,7 Mio. im Jahr. Unglaublich, oder?

Laut BUND „ist jeder Flug ein Sargnagel, der mit zur Beerdigung unseres Klimas beiträgt“. Was wären wir alle ohne Klima?

Man kann also nur hoffen, dass das dabei ausgestoßene CO2 von Annalenas „Kobold“ irgendwo schadlos „im Netz gespeichert“ wird.

So ein schöner Anfang und so ein trauriges Ende. Sorry.

Bester Pazifik-Transit

Bei einer RTW-Reiseplanung, also Rund um die Welt, liegt von Panama aus gesehen der Pazifik-Transit als größter Brocken im Weg. Wie kommt man da komfortabel und preiswert hinüber?

Eine Kommunikation mit Airtrek half nicht besonders weiter und inzwischen haben die meisten Gesellschaften ja komfortable Werkzeuge, um selbst optimal planen zu können. Also habe ich mich mal an die Website-Buchung von United gesetzt. United deshalb, weil wir da schon einige Meilen haben und es mit Lufthansa zur Star Alliance gehört.

Von wo aus sollte der Transit starten? Sicher nicht von der Ostküste, weil das die Strecke ja unerträglich verlängert. Ideal von Panama aus zu erreichen und direkt am Pazifik ist LAX, der Internationale Flughafen von Los Angeles.

Nachtrag: AirMexico fliegt mit einer 787 in 14 Stunden nach Tokyo/Narita.

Da in Asien ohnehin einige Stationen geplant sind, soll der beste Preis über den Zielort der Pazifikpassage entscheiden. Und da wir von Flugzeiten um 12 Stunden und mehr reden, sollte es der beste BusinessClass Tarif sein.

Hier ist die Übersicht für einen Wochentag Mitte September:

LAXNRT SGN$2,235
LAXTPE$3,073
LAXHKG$3,300
HNL GUM $2,552
LAXSIN$2,798
LAXICN$2,499

Das sind für Langstrecken-Business-Class-Flüge doch ziemlich akzeptable Preise. Mein absoluter Favorit ist der Trip von Los Angeles (LAX) über Honolulu und Guam nach Hongkong. Natürlich mit mehrtägigen Aufenthalten auf jeder Insel.

Mit Reisezeiten von 5:40, 7:40 und 4:55 Stunden muss es nicht mal unbedingt Business sein, außer man ist Funktionär der Grünen Klimaretter im Deutschen Bundestag, gemäß deren Leitspruch „Do what I say and not what I do!“ . In Economy kostet das nur $600.

Nummer 2 ist der Trip von Los Angeles über Tokyo nach Ho-Chi-Min City (SGN) in Vietnam. Direkt Tokyo ohne Weiterflug kostet übrigens $500 mehr.

Auch der nach Singapore ausgewiesene Preis von $2.798 führt über Tokyo, ist direkt deutlich teurer. Von Los Angeles via Tokyo ist also derzeit mit Abstand die preiswerteste BusinessClass-Verbindung nach Asien.

Unterwegs ist man hier mit United und ANA, sehr gute Carriers mit neuen Maschinen und komfortablen Sitzen.

Wer einfach in Economy von PTY nach LAX nach SIN nach FRA und zurück nach PTY will, ist ab $1500 dabei, in Business ab $5.200 und mit mehrtägigen Aufenthalten an jeder Zwischenstation.

Einmal um die ganze Welt, ohne Taschen voller Geld …

Feierabend am Pazifik

Ein glockenklarer Himmel.

Am Horizont orangerot, nach oben in dunkelblau übergehend, die Venus strahlend und auf ihrer Bahn folgt Jupiter.

Beide werden in den nächsten Stunden langsam zum Horizont sinken und bis morgen abend verschwunden bleiben.

Zeit zum Nachdenken … und für ein Bier.

Kontraste – Fotos zum Wochenende

Zum Wochenende einfach mal ein paar kontrastreiche Bilder:

Die City am Pazifik in der Morgensonne und die Karibikinsel bei Sonnenuntergang.

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Einsamer Strand in der Sonne und Resort-Zufahrt mit Regenbogen.

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Und abschließend ein Aufruf zu mehr Bewegung:

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(C) besserpanama.com

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