Einfach frei – eine Unbanking-Strategie 

Einige Milliarden Menschen haben kein Bankkonto, können weder sparen, noch investieren. Digitales Geld, speziell Bitcoin, ist für diese Menschen die Lösung: es macht die  Bank überflüssig und das Mobiltelefon zur Geldbörse. El Salvador hat diesen Weg gerade eingeschlagen, andere Staaten werden folgen und wieder anderswo werden die Menschen Bitcoin wählen, um den Auswirkungen grassierender Inflation zu entgehen. 

Anders als bei Zentralbank-Geld ist die Geldmenge bei Bitcoin klar begrenzt. Es wird nie mehr als 21 Mio. Bitcoin geben und mehrere Millionen davon sind schon unwiderbringlich verloren. Bitcoin ist ein digitales, dezentrales und deflationäres Zahlungsmittel.

  • Digital bedeutet, dass das Mobiltelefon zugleich Bankkonto und Geldbörse ist
  • Dezentral bedeutet, dass niemand die Macht hat, einseitig die Regeln zu ändern.
  • Deflationär bedeutet, dass die Kaufkraft der Währung mit der Zeit steigt, statt sinkt.

Vor 5 Jahren, Anfang des Jahres 2017, hätte man mit 8 BTC (Bitcoin) einen guten TV ($1.900) kaufen können. Heute bringt die gleiche Anzahl BTC ein 150 m² Apartment mit 2 Schlafzimmern an der Uferpromenade Avenida Balboa in Panama City. ($320.000)

Die herkömmlichen Instrumente, um Vermögen sicher anzulegen und zu vermehren, können angesichts steigender Inflation nicht mithalten, Vermögen verlieren an Wert.

Was bedeutet das für uns alle, die wir mit Banken, Konten, Karten, Krediten und Lebensversicherungen aufgewachsen sind? Macht es Sinn, das alles selbst in die Hand zu nehmen, sich schrittweise zu un-banken? Und wenn ja, wie?

Warum sollte man das wollen? 

Geld empfangen, Geld aufbewahren und mehren, Geld ausgeben. Das sind die Aktivitäten, für die wir Banken und ihre Infrastruktur bisher gebraucht haben.

Wie geht das ohne Bank?

  • Geld empfangen: Transaktion von einer digitalen Geldbörse (wallet) zur anderen oder via Crypto-Exchange von Bankkonto zu Wallet (z.B. simplex.com)
  • Geld aufbewahren: im eigenen mobilen Wallet, also in einer App. Alternativ in einem Hardware-Wallet, getrennt vom Internet oder gar einem Papierdokument. 
  • Vermögen aufbauen: Digitales Geld steigt langfristig im Wert, so dass eine große Kategorie der Besitzer (sog. hodler) es einfach hält (engl.: to hold), um von solcher Wertsteigerung zu profitieren. Trader wiederum handeln Crypto wie Aktien auch, es werden dafür immer mehr Finanzmarktinstrumente geschaffen.
  • Geld ausgeben: wie kann man zugleich digitales Geld halten und trotzdem seinen Lebensunterhalt oder Anschaffungen finanzieren? Das geht mit sog. DeFi Exchanges (z.B. nexo.io), denen man seine Assets oder einen Teil davon gegen ansehnliche Zinsen verleihen  (4 bis 12%) oder sogar als Sicherheit für ein Darlehen nutzen kann. Man wird sein eigener Darlehensgeber, mit allen Vorteilen. Ohne Bonitätsprüfung und mit flexibler Rückzahlung, dafür mit Debit-Karte. Aufgrund der Volatilität dieser Anlageklasse sollte jedoch man nicht mehr als 30 oder 40% des Bestands als Darlehen in Anspruch nehmen.

Wenn die Wertsteigerung des eigenen Digitalen Vermögens über die Jahre die Entnahme übersteigt, kann man damit sein eigenes privates Versorgungswerk aufbauen, ohne die Substanz anrühren zu müssen. Keine Rente, keine Lebensversicherung, keine Bank. Aber das ist Thema für ein separates Posting.

Finanzielle Unabhängigkeit über Grenzen hinweg ist ja ein wichtiger Baustein, um wirklich frei zu sein. Digitales Geld, oder weiter gefasst digitales Vermögen, ist eine unvermeidliche Entwicklung, die sich noch in einer frühen Phase befindet, sich schneller entwickeln wird, als das Internet.

Lachen am Sonntag

„Annalena Baerbock, die für eine Zeitenwende steht“ schreibt Peter Huth in der heutigen Welt Online.

Quelle: Welt Online

Annalena Baerbock verunsichert also „ältere Männer“, wie sie da im hellblauen Bademantel vor dem Capitol steht. Mit ihrem herausragendem Intellekt, ihrer filigranen Sprachgewandtheit, dem beeindruckenden Lebenslauf und ihrem Buch, das ein Bestseller hätte werden können?

Gern kann ich Peter Huth, der zum Status „älterer Mann“ auch nicht mehr viele Jahre hat, aufklären. Die meisten älteren Männer sind wegen ACAB weniger verunsichert, als vielmehr entsetzt.

Das muss nicht lange begründet werden, denn die Dame spricht für sich, wörtlich gemeint. Sie gehört zu einer Kategorie Frauen, die Männer meiner Generation als Neutrum betrachtet und links liegen gelassen hätten. Zum Glück gab es damals jede Menge richtige Frauen, natürlich und selbstbewusst, auch schon beim Aufwachen gut aussehend, nicht erst nach Make-up und Friseur.

John Lennon hat diesen Frauen ein Denkmal gesetzt.

Aber wir Männer sind ja damals auch nicht im Anzug mit Schlips, Fahrradhelm und Umhängetasche auf dem Elektro-Roller daher gekommen. Haha …

Quelle: 123moviesonline.net

Der Autor spricht von Generationenwechsel. Von alt zu jung, was normal und erstrebenswert ist. Aber sollten die Neuen und Jungen mit den heutigen Möglichkeiten sich zu informieren, nicht noch besser gebildet und qualifiziert sein, als ihre Vorgänger?

In meiner Branche, Informationstechnologie, ist das ohne jeden Zweifel so. Wer dort was werden will, muss hart arbeiten und immer wieder gegen Wettbewerb bestehen.

Und jetzt kann jeder selbst mal die Vitae der derzeitigen deutschen Regierungsmitglieder anschauen und ihnen eine Weile zuhören. Abgehoben, anmaßend und hohl, in meinen Augen.

Keine guten Aussichten für das Land meiner Väter.

besserpanama!

Nachtrag: Natürlich gibt es auch heute noch viele richtig gute Frauen in Deutschland. In den Vordergrund drängen sich aber die Baerbocks, Göring-Eckhardts, Roths – und werden gewählt.

Inselparadies aus der Luft

Wie beim Auto, gilt auch beim Flugzeug, dass die „Kisten“ bewegt werden wollen. Und da mein Light Sport Aircraft (LSA) corona-bedingt länger als ein Jahr im Hangar stand, dauerte es einige Monate, kostete viele Stunden und auch ein paar Tausend Dollar, um es wieder flugtauglich zu machen.

Nach einigen Erprobungstouren über Land, ging es vorgestern endlich mal wieder auf Inselkurs: der Las Perlas Archipel, dessen nächstliegende Insel Pedro Gonzalez mit ihrem Flugplatz (MPFE) von meinem Heimatflugplatz Chame (MPCM) nur 47 Seemeilen, also 87 km entfernt ist.

Maschine ist mit 18 Gallonen Superbenzin 95 betankt (82 Liter), wird per Checkliste vorbereitet, dann bei Panama Radio ein Flugplan aufgegeben:

Rufzeichen HP1708L von MPCM nach MPCM, via MPFE, BOMAK, MPRA. Reiseflughöhe ist 4.500 Fuß (1.370 Meter), Geschwindigkeit 90 Knoten (167 km/h), Flugzeit 2 Stunden, Reichweite 3 Stunden.

Es ist 10 Uhr Ortszeit und los geht es. Steigen über Coronado, und einen Meeresabschnitt, in dem vor 2 Wochen eine Piper mit 5 Personen im Wasser notlanden musste. Drei der fünf kamen aus der Maschine, mit 2 weiteren ging sie unter und ist bis heute nicht gefunden, nur wenige Kilometer von der Küste entfernt. Unter anderem wegen solcher Vorkommnisse, wie Maschinenausfall, wird bei Flügen über dem Ozean in einmotorigenMaschinen stets eine Schwimmweste getragen.

Nach ca 20 Minuten tauchen die Inseln im Dunst auf, vorher habe ich schon einen Containerfrachter und ein Kreuzfahrtschiff überflogen, die via Panamakanal aus dem Atlantik kamen.

Und dann tauche ich ein in die Inselwelt …

Man kann so oft über diesen Archipel fliegen, wie man will. Der Gezeitenwechsel, der bis zu 6 Meter beträgt, die Sonneneinstrahlung zu unterschiedlichen Tageszeiten, ergeben immer wieder neue faszinierende Bilder und schillernde Farben.

Willkommen auf der Sonnenseite.

Über Blasen, Preise, Covid-19 und Bitcoin

Immer mal wieder finde ich spannende Artikel zu den Schwerpunkt-Themen dieses Blogs, die für meine Leser wichtige Information enthalten und die ich nicht besser schreiben könnte. Dann übersetze ich sie mit DeepL, publiziere sie mit nur minimalen Anpassungen wegen Lesbarkeit oder Verständlichkeit, mit Link zum Original. Manchmal kommentiere ich, unterscheidbar vom Originaltext.

Vorbemerkung: Panama will in diesem ersten Quartal 50 BTC-ATM, also Bitcoin-Geldautomaten aufstellen.


WIE BLASEN, PREIS UND COVID-19 BITCOIN FÜR MICH VERÄNDERT HABEN (Original)

Autor: Joakim Book


Bitcoin ist keine Blase. Er ist die monetäre Fluchtmöglichkeit, die wir jetzt brauchen, da die COVID-19-Katze aus dem Sack ist.

Ich bin ausgebildeter Finanzhistoriker. Meine akademische Arbeit konzentrierte sich auf Banken und Finanzmärkte in der Vergangenheit, und ich war immer fasziniert von den ikonischen Blasen der Finanzgeschichte – der Tulpenmanie, dem Finanzboom der 1690er Jahre, der South Sea Company und den vielen Finanzpaniken in Großbritannien im 19. Jahrhundert.

Ich habe eine Diplomarbeit über die Handelskrise von 1847 geschrieben. Ich analysierte die Finanzrenditen an der Londoner Börse in der viktorianischen und edwardianischen Ära und zeigte, dass die Renditen damals gut mit der ersten Runde der Faktoranalysen übereinstimmten, die ein Jahrhundert später entwickelt wurden. Ich untersuchte die Rolle der Bank of England bei der Krise von 1857, dem Zusammenbruch von Overend, Gurney & Company 1866 und der Rettungsaktion für Baring Brothers 1890. (Wenn Sie den Eindruck haben, dass Finanzkrisen, staatliches Missmanagement und Rettungsaktionen der Zentralbanken erst in der Ära der modernen Geldentwertung nach 1971 aufgetreten sind, irren Sie sich gewaltig).

In Anlehnung an Ray Dalio könnte man sagen, dass unter unserer Finanzsonne nichts neu ist: Viele dieser vergangenen Krisen lassen sich gut auf neuere Krisen übertragen – vielleicht, weil es nur so viele Möglichkeiten gibt, Verluste zu machen oder Geldsysteme katastrophal zu ruinieren.

Obwohl das Konzept der „Blasen“ in den Chroniken der Finanzgeschichte und bei denjenigen, die sich damit beschäftigen, immer wieder auftaucht, war ich weniger überzeugt. Die händereibende Arroganz, mit der etablierte Finanzhistoriker etwas als Blase, Wahnvorstellung oder finanziellen Wahnsinn anprangern, dürfte den meisten Bitcoin-Lesern, die heute die New York Times oder den Economist lesen, vertraut sein. Meistens wollten diese sonst so scharfsinnigen Akademiker abfällige Bemerkungen über die Art von Menschen machen, die mit Vermögenswerten handeln, und implizierten, dass der reale Pöbel … an den Börsen unmöglich über das überlegene Wissen verfügen kann, mit dem sie in ihren eigenen Universitätsbibliotheken ausgestattet sind. Noch schlimmer ist, dass die Idee der Blasen nie viel mehr zu bedeuten schien als „was hoch steigt, muss auch wieder fallen“.

Was mich an Bitcoin fasziniert, sind die Fragen, die er für die Geldwirtschaft aufwirft – monetäre Regeln, makroökonomische Stabilität, Regressionstheorem, Gresham’s Gesetz und die Klassifizierung von Fiat-Warengeld. Als ich zum ersten Mal von dieser technologischen Lösung zum Sturz des staatlichen Geldmonopols hörte, habe ich es eher als hoffnungsvolles Technogebrabbel abgetan. Meine orangefarbenen Freunde konnten mir nicht erklären, warum es monetär von Bedeutung war und wie es das, was wir hatten (oder mit besseren Zentralbankern hätten haben können), verbessern sollte. Der Gebrauchswert schien völlig überflüssig in einer Fintech-Welt, in der es einfacher denn je war, Werte zu bewegen, und in der die Zentralbanken nicht einmal ihre Inflationsziele erreichen, geschweige denn uns an den Rand einer Hyperinflation treiben konnten.

Dann änderten sich 2 Dinge: der Preis und Covid-19.

Für viele Laien scheint die Schlussfolgerung aus einer Preisänderung von Vermögenswerten ein unsinniger und von einer Blase genährter Grund zu sein, seine Meinung zu ändern – die Quintessenz der Herdenmentalität. Um Sie davon zu überzeugen, dass dem nicht so ist, komme ich auf die Idee von Blasen zurück, bevor ich behaupte, dass Bitcoin die monetäre Notlösung ist, die in einer weniger freien Welt notwendig ist.

PREISE WISSEN MEHR ALS DU

Der Wirtschaft liegt ein Informations- und Berechnungsargument zugrunde: Reale Marktpreise, die im Handel zwischen willigen Teilnehmern entstehen, liefern Informationen über die Welt. Sie ermöglichen es uns, Gewinne und Verluste zu berechnen und festzustellen, ob das, was wir erwirtschaften, mehr wert ist als das, was wir hineinstecken. Sie ermöglichen es den Marktteilnehmern (d. h. uns allen) zu verstehen, was vor sich geht – wohlgemerkt nicht in der Art und Weise, wie Nachrichtenagenturen hochkuratierte Bilder aus der Ferne senden, sondern indem sie uns bei unseren wirtschaftlichen Entscheidungen unterstützen. Knappheit und Preisverfall zeigen uns, was knapper und was reichhaltiger ist, was gefragt ist und was anderswo besser eingesetzt werden kann.

Die Finanzmärkte und Vermögenswerte tun dasselbe für die aktuelle und künftige Verteilung der Ersparnisse der Gesellschaft. Die Preise von Wertpapieren schwanken stärker als die Marktpreise, weil man die (ferne) Zukunft und ihre Bewertung weniger gut kennt als die unmittelbare Gegenwart oder die jüngste Vergangenheit. Das „Problem mit Blasen“ ist, dass niemand die Zukunft kennt.

In die Preise von Vermögenswerten fließt das vorhandene Wissen über die Gegenwart ein, und die Zukunft wird so gut wie möglich vorhergesagt. Wenn die Besitzer von Wertpapieren sich in Bezug auf die Zukunft irren, verlieren sie Geld oder verpassen profitable Investitionen. Scott Sumner vom Mercatus Center an der George Mason University erklärt dies gut für die beiden jüngsten Blasen in der amerikanischen Finanzgeschichte: die Dot-Com-Blase in den späten 90er und frühen 2000er Jahren und die Immobilienblasen einige Jahre danach:

„Ich denke, dass die Preise von Vermögenswerten in der Regel relativ effizient sind, wenn sie auf Fundamentaldaten beruhen. Ich bin sehr skeptisch gegenüber Leuten, die behaupten, dass dieser oder jener Markt offensichtlich überbewertet ist. Ich glaube, die meisten Experten sind der Meinung, dass die Tech-Aktien im Jahr 2000 offensichtlich überbewertet waren, oder dass die Immobilienpreise 2006 offensichtlich überbewertet waren… die Leute [sagten] Dinge wie ‚diese Aktienkurse machen nur Sinn, wenn man glaubt, dass amerikanische Internetfirmen irgendwann die Weltwirtschaft dominieren werden‘.

„Nun, das tun sie jetzt. Oder die Immobilienpreise von 2006 machen nur Sinn, wenn man glaubt, dass die Zinssätze immer niedriger werden und NIMBY [not in my backyard]-Vorschriften den Bau neuer Häuser verhindern werden. Nun, beides ist eingetreten, und wir befinden uns jetzt in einer neuen Normalität mit viel höheren Immobilienpreisen in Amerika. Ich denke, dass wir auf diesen Märkten einige langfristige Trends aufgreifen, die das traditionelle fundamentale Preis-Gewinn-Verhältnis oder das Mietpreisverhältnis im Wohnungsbau wirklich verändert haben.“

Zu wissen, dass etwas „offensichtlich überbewertet“ ist, ist die Art von extremer Hybris, unter der Bitcoin-Gegner in übergroßen Mengen leiden. Der fundamentale Wert ist Null, sagt der Ökonom Steve Hanke; ein so renommierter und scharfsinniger Autor wie Nassim Taleb schrieb einige mathematische Gleichungen und „bewies“, dass der fundamentale Wert von Bitcoin gleich Null ist. Woher konnten sie das wissen?

Vielleicht haben sie ein Modell durchgespielt, gedanklich oder rechnerisch, ein paar Werte eingesetzt, und heraus kam ein Blasenurteil. Könnte sein, aber wenn man die (Irr)rationalität des Marktes testet, testet man implizit auch das Modell: „Irrationale Blasen in Aktienkursen“, schlussfolgerte der Vater der Hypothese des effizienten Marktes, Eugene Fama, in den 1990er Jahren, „sind von rationalen, zeitlich variierenden erwarteten Renditen nicht zu unterscheiden.“

Die Fundamentaldaten und unser Vertrauen in sie ändern sich, was sich in steigenden oder fallenden Vermögenspreisen niederschlägt. Gegen Taleb hatte Nic Carter die prägnanteste Entgegnung: Nein, Sir, es sind 34.500 Dollar – oder was auch immer der Markt zum Zeitpunkt seiner Äußerung gezahlt hat.

Wenn die Preise nach einer Rallye fallen – z. B. bei Internetaktien von 2000 bis 2001, bei Immobilienpreisen von 2007 bis 2009 oder bei Bitcoin im April 2021 – sagen Laien und Fachleute gleichermaßen, dass es sich um eine Blase handelt. Was aber, wenn der Preisanstieg etwas Reales widerspiegelte und durch zukünftige Ereignisse bestätigt wurde?

Die durchschnittlichen Hauspreise in den USA machten ihre Verluste vier Jahre später wieder wett und liegen heute etwa 60 % höher (das ist nominell; deflationiert mit dem Verbraucherpreisindex sind die Hauspreise 2021 etwa 16 % höher als auf dem Höchststand von 2007). Internet-Aktien, darunter einige, die 2001 als hoffnungslos überbewertet verspottet wurden, dominieren den US-Aktienmarkt – ihre Produkte und Dienstleistungen haben die Welt erobert.

Noch vor wenigen Jahren waren die Argumente der Klatschbasen gegen Netflix ähnlich überwältigend: Dieses hoffnungsvolle Technologieunternehmen konnte seine überforderten Dienste unmöglich zu Geld machen. Es müsste die Welt erobern, damit die damalige Bewertung der Aktie Sinn macht… und genau das tat es dann auch. Netflix erweiterte seine Dienste, steigerte seine Gewinnspannen und bot Originalinhalte an. Es gibt nur wenige Analysten, die heute über Netflix als offensichtliche Blase schwadronieren.

Der Umfang und das Versprechen von Bitcoin ist größer als jeder von ihnen. Was ist sein zukünftiger Wert?

Für das nächste Jahr sage ich voraus, dass die Blasenvorwürfe gegen Bitcoin, von denen wir in diesem Jahr viele gesehen haben, abklingen werden. Zum einen, weil wütende Nocoiners es leid sind, solche Vorwürfe zu erheben, wenn sie mit Spott bedacht werden, und zum anderen, weil die Etikette umso weniger Sinn macht, je länger etwas am Leben bleibt, expandiert und floriert. Niemand nennt Amazon mehr eine Blase, ebenso wenig wie Netflix. Selbst die Hasser von Tesla haben weitgehend kapituliert und akzeptieren, dass das, was Tesla zum fünftgrößten US-Unternehmen nach Marktkapitalisierung gemacht hat, etwas anderes ist als blubbernder Wahnsinn.

Kein Bitcoiner nimmt die Blasenattacke ernst. Der Preis ist wichtig, und nur Blasen, die scheitern (d. h. sich nicht erholen), werden als „Blasen“ in den Mülleimer der Geschichte verbannt; die erfolgreichen sind nur vielversprechende Unternehmungen, die von einer Zukunft, die sich an der Rückschau orientiert, als solche angesehen werden.

EINE FLUCHT IN DIE FREIHEIT
In jeder Gesellschaft, die in wirtschaftliche, monetäre, militärische, soziale oder andere Turbulenzen geraten ist, hat der Einzelne darüber nachgedacht, wann er sie verlassen sollte. Es ist keine leichte Entscheidung, wenn man seinem Geburtsland Untergang und Verschlechterung voraussagt. Viele der Migranten können schmerzhafte Geschichten erzählen, wie sie ihr Leben, das durch Behörden, Hunger, Krieg oder Hyperinflation immer unmöglicher wird, für eine ungewisse Existenz anderswo aufgeben mussten.

Angesichts des „unendlichen Weges in die Unfreiheit, mit dem wir heutzutage experimentieren“, wie ich Anfang des Jahres argumentierte, bleibt nur die Flucht. Wenn die Herrschaft des Volkes durch die Herrschaft über das Volk ersetzt wird, sind Fluchtmöglichkeiten von entscheidender Bedeutung. Die COVID-19-Maßnahmen auf der ganzen Welt – und die aufgeregte Hartnäckigkeit, mit der sie von Heerscharen von Menschen umgesetzt wurden – haben mir gezeigt, dass man sich den im Sand gezogenen Grenzlinien von Privatsphäre und Tyrannei nähern, mit ihnen kokettieren und sie dann meilenweit überschreiten kann.

Als ich die Zeichen der Zeit erkannte, wollte ich, wie viele andere auch, einen Ausweg finden. In einer ungewissen Zukunft weiß man nie, welcher Ort zu einem Leuchtturm der Freiheit wird (wer hätte vor zwei Jahren auf Schweden gewettet? Und jetzt, wo es sich ebenfalls anpasst – wohin?) und wer dein Vermögen beschlagnahmen wird. Der Gedanke an eine monetäre Fluchtmöglichkeit hat bei mir Klick gemacht.

„Im Zweifelsfall“, schreibt Ray Dalio in seinem neuen Buch, „steigen Sie aus“:

„Wenn Sie nicht in einen Bürgerkrieg oder einen Krieg verwickelt werden wollen, sollten Sie aussteigen, solange es noch gut geht… Die Geschichte hat gezeigt, dass sich die Türen für Menschen, die aussteigen wollen, in der Regel schließen, wenn die Dinge schlecht werden. Das Gleiche gilt für Investitionen und Geld, wenn Länder Kapitalkontrollen und andere Maßnahmen einführen.

Wenn die Geschichte ein Anhaltspunkt ist, werden Sie nicht in der Lage sein, Ihr Vermögen auf friedliche und organisierte Weise mitzunehmen: „Wenn die Flucht von Vermögenswerten schlimm genug wird“, schlussfolgerte Dalio, „wird das Land sie verbieten.“

Viele Amerikaner haben diesen Rat befolgt, wenn auch bisher nur regional – der Exodus aus Kalifornien spricht Bände. Andere Menschen, die unter repressiven Regimen im Westen und anderswo leben, haben ähnliche Maßnahmen ergriffen und ihren Wohnsitz verlassen, um anderswo freiere Weiden zu finden.

Bitcoin erleichtert die monetäre Komponente dieser Verschiebung, um Werte aus einer unfreien Gerichtsbarkeit in eine freiere zu verschieben. Wenn Sie von einem sinkenden Schiff fliehen, brauchen Sie Ihren Körper, Ihre Gesundheit und Ihre Lieben. Im Idealfall wollen Sie auch Ihre wertvollsten Besitztümer, die Sie dank Bitcoin nun unbemerkt mit sich führen können. Dazu kommt die noch wichtigere Tatsache, dass Sie Ihr Geld außerhalb des Einflussbereichs (und der Kontrolle!) Ihrer invasiven Regierung halten. Die Thanksgiving-Wünsche von Dan Held bringen es am deutlichsten zum Ausdruck:

„Wenn die Regierungen unsere Rechte immer mehr einschränken, was wäre dann unser Licht am Ende des Tunnels? Und mit COVID hat sich dieser Trend noch beschleunigt, da unsere Bewegungsfreiheit und unser Zugang zu Gütern und Ressourcen zum Wohle der öffentlichen Sicherheit eingeschränkt werden.“

Man weiß nie, worauf man sich verlässt, bis es einem plötzlich weggenommen wird. Wenn Ihr Vermögen beschlagnahmt wird, Ihr Geld entwertet wird, Ihre Transaktionen abgelehnt werden und Ihre Bank beschließt, Ihr Konto einzufrieren, aus welchem erfundenen Grund auch immer, ist es zu spät. Backups und Fluchtwege müssen eingerichtet werden, bevor sie gebraucht werden.

Ich habe noch nie die Notwendigkeit einer monetären oder finanziellen Flucht gesehen: Ich hatte Zugang zum Inflationsschutz und zu entwickelten Finanzmärkten. Ich konnte mein Geld bewegen, wohin ich wollte, wann immer ich wollte, und das zu einem Bruchteil dessen, was es noch vor wenigen Jahrzehnten gekostet hätte. Abgesehen von gelegentlichen technischen Pannen oder Missgeschicken in armen Ländern wurden meine Transaktionen nie abgelehnt. Ich hatte, um es ganz offen zu sagen, mein finanzielles Privileg nicht überprüft. Die letzten zehn Jahre, die mit COVID-19 ihren Höhepunkt erreichten, haben mich davon überzeugt, dass das problem- und sorgenfreie Leben, das ich für selbstverständlich gehalten hatte, nicht immer so bleiben könnte.

Maßnahmen gegen diesen öffentlichen Notstand werden wahrscheinlich nicht das sein, was letztlich die Freiheit zerstört, Gesellschaften zum Einsturz bringt und den Autoritarismus der Dystopien einleitet. Aber die COVID-19-Katze ist nun aus dem Sack, und das Machtspiel, mit dem die Herrschenden in diesem und im letzten Jahr experimentiert haben, ist von nun an an jedem politischen Verhandlungstisch verfügbar wie nie zuvor. Mit nur vagen Hinweisen auf die öffentliche Sicherheit und erstaunlich niedrigen Hürden ist das Einsperren von Menschen in ihren Wohnungen nun eine machbare Option.

Die Möglichkeit zu fliehen – zu entkommen – war seit Generationen nicht mehr so wichtig. Diesmal ist es nicht anders, aber dieses Mal haben wir Bitcoin. Vielleicht ist das genug.

Was dieses Blog im Neuen Jahr leisten will

Die besinnliche Zeit zwischen den Feiertagen zum Jahresende ist ja oft eine Zeit des Innehaltens und Bilanzierens. Womit war ich nicht zufrieden und wie verbessere ich das?

Dieses Blog ist vor vielen Jahren in erster Linie begonnen worden, um die Verbindung zu Familie und Freunden zu halten, diese über unser neues Leben zu informieren. Natürlich fanden auch Panama-Interessenten den Weg und allgemein Auswanderungswillige, so dass über die Jahre eine ganz ansehnliche Gruppe an Lesern heranwuchs, persönliche Kontakte, ja sogar Freundschaften entstanden.

Zu den Informationen rund um das Leben in Panama kamen nicht nur Reiseberichte und kritische Anmerkungen zur Entwicklung im Herkunftsland. Der persönliche Kontakt mit Ausgewanderten, Auswanderungswilligen oder die Diskussionen in einschlägigen Foren haben mir gezeigt, dass es große Informationsdefizite gibt.

Solche Defizite führen zu fehlerhafter Planung und Umsetzung von Auswanderungsvorhaben, oft auch zum Scheitern der ganzen Lebensplanung. Deshalb wurden viele Postings bereits dem Thema Auswandern allgemein sowie dem Zielland Panama gewidmet und das Interesse daran ist in 2021 kulminiert.

Ich selbst habe zwei Mal mein eigentlich geordnetes Leben komplett und erfolgreich umgekrempelt, in 1990 infolge der Wende in der DDR und in 2008 mit der Umsiedlung nach Panama. Deshalb kann und will ich einen Beitrag leisten, damit mehr Leute bessere Entscheidungen treffen können, egal ob sie in der Heimat bleiben oder eine neue Heimat suchen wollen.

Das Thema Covid-19 und der Umgang von Regierungen in der selbstgeschaffenen Krise haben vielen gezeigt, an welch dünnem Faden ihre Gesundheit, ihr Lebensstandard und sogar ihre persönliche Freiheit hängen. Und dass ist nur eine Bedrohung.

Die Schuldenpolitik der Zentralbanken entwertet Spareinlagen und Lebensversicherungen, dezimiert damit das Vermögen der Bürger und die unvermeidliche Inflation senkt auch noch die Kaufkraft des bereits reduzierten Kapitals. In einer Zeit, wo jeder Politiker ständig das Wort nachhaltig gebraucht, ist das Weltfinanzsystem genau das nicht. Die globale Verschuldung beträgt bereits das Vierfache des globalen GDP (Bruttosozialprodukt) und damit ist das derzeitige Finanzsystem nicht überlebensfähig. Diesen beunruhigenden Fakt, der Auswirkungen auf jeden haben wird, habe ich gestern einer hochqualifizierten Diskussionsrunde entnommen. Das Video ist hier, allerdings in Englisch.

Freiheit, Gesundheit, Finanzen, Energie und Klima werden aus meiner Sicht die Themen der kommenden Jahre sein, direkten und möglicherweise dramatischen Einfluss auf unser aller tägliches Leben haben. Meine Erfahrung ist, dass es aus den USA dazu deutlich mehr und bessere Information gibt, weswegen ich mich schon seit langer Zeit dort schlau mache.

Gewonnene Erkenntnisse daraus werde ich ab sofort in meine Postings einfließen lassen, dieses Blog damit in eine praktikable Informationsquelle umwandeln, die jedermann zur Optimierung seiner Zukunft nutzen kann.

Und ja, leben unter Palmen kann durchaus ein Ziel persönlicher Zukunftsplanung sein. 12/28/was-dieses-blog-im-neuen-jahr-leisten-will/

Quarantäne-Ende in Südafrika, Panik in Deutschland

Von Anfang an habe ich am Rande Meldungen aus Südafrika zur höheren Übertragbarkeit, aber deutlich niedrigeren Sterblichkeit der Omicron-Variante verfolgt. Das ist nun eine aktuelle Schlagzeile:

Südafrikanische Offizielle schlagen Ende von Kontaktverfolgung und Quarantäne vor, weil die meisten keinerlei Symptome verspüren. Wir schlagen vor, dass mit sofortiger Wirkung Quarantäne ausgesetzt wird für Kontakte mit Covid-19. Dies betrifft gleichermaßen geimpfte und ungeimpfte Kontakte.“

Die Begründung einer solchen Entscheidung liegt in dieser Grafik:

Ein hochansteckendes Virus (Anzahl neuer Fälle, oben) mit niedrigen Todesraten ist der Traum eines jeden Immunologen, sorgt er doch für die sog. Herdenimmunität, damit besseren individuellen Schutz als jede der derzeitigen Experimentalinjektionen und ohne deren Nebenwirkungen.

Zusammengefasst: im Herkunftsland der Omicron-Variante wird Entwarnung gegeben und im fast 9.000 km entfernten Deutschland herrscht Panik. Habe ich das nicht schon mal so beobachtet? Fukushima?

Eigenartigerweise habe ich eine solch aufklärende Grafik in der deutschen Presse nicht gesehen und Freunde vor Ort sind eher besorgt als erleichtert.

Hat es vielleicht damit zu tun, dass die Bill & Melinda Gates Stiftung als Sponsor deutscher Medien mit Impfstoffen ihre profitabelsten Investments tätigt?

„Gates verriet die beste Investition, die er je getätigt hat … Es sind die 10 Milliarden Dollar, die er über die Bill & Melinda Gates Foundation in drei bestimmte Organisationen investiert hat, die den Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten für Menschen, die sie brauchen, auf der ganzen Welt verbessern.“ (Quelle)

Oder hat es einfach nur damit zu tun?

Quelle: Welt Online

Trotzdem: Frohe Weihnachten und danke an alle meine Leser.

Aktueller denn je

Vor mehr als einem Jahr wurde von drei renommierten Professoren die Great Barrington Declaration initiiert. Angesichts aktueller Meldungen aus Deutschland will ich diese hier als Zeugnis gesunden Menschenverstands nochmals veröffentlichen.

Die Initiatoren sind

Dr. Martin Kulldorff, Professor für Medizin an der Harvard University, Biostatistiker und Epidemiologe mit Erfahrung in der Erkennung und Überwachung von Ausbrüchen von Infektionskrankheiten und der Bewertung der Sicherheit von Impfstoffen.

Dr. Sunetra Gupta, Professor an der Universität Oxford, Epidemiologe mit Erfahrung in Immunologie, Impfstoffentwicklung und mathematischer Modellierung von Infektionskrankheiten.

Dr. Jay Bhattacharya, Professor an der Stanford University Medical School, Arzt, Epidemiologe, Gesundheitsökonom und Experte für öffentliche Gesundheitspolitik mit Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten und gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Die Erklärung von Great Barrington

Als Epidemiologen für Infektionskrankheiten und Wissenschaftler des öffentlichen Gesundheitswesens sind wir sehr besorgt über die schädlichen Auswirkungen der vorherrschenden COVID-19-Politik auf die körperliche und geistige Gesundheit und empfehlen einen Ansatz, den wir Focused Protection nennen.

Wir kommen sowohl von der Linken als auch von der Rechten und haben unsere berufliche Laufbahn dem Schutz der Menschen gewidmet. Die derzeitige Abschottungspolitik hat kurz- und langfristig verheerende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Zu den Ergebnissen gehören (um nur einige zu nennen) niedrigere Impfraten bei Kindern, schlechtere Ergebnisse bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen und eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit – was in den kommenden Jahren zu einer höheren Übersterblichkeit führen wird, wobei die Arbeiterklasse und die jüngeren Mitglieder der Gesellschaft die größte Last zu tragen haben. Schüler von der Schule fernzuhalten ist eine große Ungerechtigkeit.

Diese Maßnahmen aufrechtzuerhalten, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, wird irreparablen Schaden anrichten, wobei die Unterprivilegierten unverhältnismäßig stark geschädigt werden.

Glücklicherweise wächst unser Wissen über das Virus. Wir wissen, dass das Risiko, an COVID-19 zu sterben, bei alten und gebrechlichen Menschen mehr als tausendmal höher ist als bei jungen Menschen. Für Kinder ist COVID-19 sogar weniger gefährlich als viele andere Krankheiten, einschließlich der Grippe.

Wenn die Immunität in der Bevölkerung zunimmt, sinkt das Infektionsrisiko für alle – auch für die Schwachen. Wir wissen, dass alle Populationen irgendwann die Herdenimmunität erreichen – d. h. den Punkt, an dem die Rate der Neuinfektionen stabil ist – und dass dies durch einen Impfstoff unterstützt werden kann (aber nicht davon abhängig ist). Unser Ziel sollte daher sein, die Sterblichkeit und den sozialen Schaden zu minimieren, bis wir die Herdenimmunität erreichen.

Der mitfühlendste Ansatz, der die Risiken und Vorteile des Erreichens der Herdenimmunität gegeneinander abwägt, besteht darin, denjenigen, die einem minimalen Todesrisiko ausgesetzt sind, ein normales Leben zu ermöglichen, damit sie durch natürliche Ansteckung eine Immunität gegen das Virus aufbauen können, während diejenigen, die dem höchsten Risiko ausgesetzt sind, besser geschützt werden. Wir nennen dies gezielten Schutz.

Maßnahmen zum Schutz der gefährdeten Personen sollten das zentrale Ziel der Reaktion der öffentlichen Gesundheit auf COVID-19 sein. So sollten Pflegeheime beispielsweise Personal mit erworbener Immunität einsetzen und häufige Tests bei anderem Personal und allen Besuchern durchführen. Die Personalrotation sollte minimiert werden. Zu Hause lebende Rentner sollten sich Lebensmittel und andere lebenswichtige Dinge nach Hause liefern lassen. Wenn möglich, sollten sie ihre Familienangehörigen im Freien und nicht im Haus treffen. Eine umfassende und detaillierte Liste von Maßnahmen, einschließlich Ansätzen für Mehrgenerationenhaushalte, kann umgesetzt werden und liegt durchaus im Rahmen der Möglichkeiten und Fähigkeiten von Fachleuten des öffentlichen Gesundheitswesens.

Diejenigen, die nicht gefährdet sind, sollten sofort die Möglichkeit haben, ihr normales Leben wieder aufzunehmen. Einfache Hygienemaßnahmen, wie Händewaschen und zu Hause bleiben, wenn man krank ist, sollten von allen praktiziert werden, um die Schwelle für die Herdenimmunität zu senken. Schulen und Universitäten sollten für den persönlichen Unterricht geöffnet sein. Außerschulische Aktivitäten, wie z. B. Sport, sollten wieder aufgenommen werden. Junge Erwachsene mit geringem Risiko sollten normal arbeiten und nicht von zu Hause aus. Restaurants und andere Geschäfte sollten wieder öffnen. Kunst, Musik, Sport und andere kulturelle Aktivitäten sollten wieder aufgenommen werden. Menschen, die stärker gefährdet sind, können daran teilnehmen, wenn sie es wünschen, während die Gesellschaft als Ganzes den Schutz genießt, den diejenigen, die eine Herdenimmunität aufgebaut haben, den Gefährdeten gewähren. *** Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version) ***

Diese Email zeigt, wie die Gesundheitsbürokratie auf solche Initiativen reagiert

Quelle: https://www.zerohedge.com/political/emails-expose-fauci-collins-collusion-smear-anti-lockdown-scientists

Der Direktor des Nationalen Gesundheitsinstituts (NIH) schreibt u.a. an Dr. Fauchi:

„Dieser Vorschlag der drei Abweichler, die sich mit dem Minister getroffen haben, scheint viel Aufmerksamkeit zu bekommen – sogar eine Mitunterschrift des Nobelpreisträgers Mike Leavitt aus Stanford. Es muss eine schnelle und vernichtende Veröffentlichung der Prämissen erfolgen. Ich habe noch nichts dergleichen online gesehen – ist es in Arbeit?“

Das ist dann wohl der Moment, wenn die Faktenchecker in die Spur geschickt werden.

Hysterie und neue Forschung zu Covid-19

Parallel zur unsäglichen Panikmache in Deutschland zeigt eine aktuelle Studie aus Schweden Besorgniserregendes. Der Titel lautet

Spike-Protein wandert in den Zellkern und beeinträchtigt die DNA-Reparatur (In-vitro-Studie)

In dieser wichtigen In-vitro-Studie zeigen die Forscher, wie das SARS-COV-2-Spike-Protein und andere Proteine in den Zellkern wandern und dort die DNA-Reparatur und die Immunreaktionen der Zellen beeinträchtigen.

Weiter heisst es dort: „Unsere Ergebnisse zeigen einen möglichen molekularen Mechanismus auf, durch den das Spike-Protein die adaptive Immunität behindern könnte, und unterstreichen die potenziellen Nebenwirkungen von Impfstoffen auf Spike-Basis in voller Länge.“

Herkunft der Studie:

Department of Molecular Biosciences, The Wenner–Gren Institute, Stockholm University, SE-10691 Stockholm, Sweden Department of Clinical Microbiology, Virology, Umeå University, SE-90185 Umeå, Sweden

Aus der Ergebnisdiskussion: „Darüber hinaus deuten unsere Ergebnisse auch auf eine mögliche Nebenwirkung des Impfstoffs auf Basis von Spikes in voller Länge hin. Diese Arbeit wird das Verständnis der Pathogenese von COVID-19 verbessern und neue Strategien für die Entwicklung effizienterer und sichererer Impfstoffe liefern.“

Meine Interpretation lautet, dass nicht nur die Spike-Proteine des Covid-19-Virus die Immunreaktion unserer Körperzellen behindern, sondern dass dies dann auch die durch Impfung eingebrachten Spike-Proteine voller Länge tun. Die Empfehlung der Forscher lautet deshalb nur Impfstoffe mit Bruchteilen der Spike-Proteine zu entwickeln.

Wie viele solcher Spike-Proteine werden im Verlauf einer Covid-19-Infektion in den Körper gebracht und wie viele durch eine erste, zweite sowie nachfolgenden Booster-Impfungen?

Das Video zur Studie ist hier.

Quelle: Welt Online

Natürlich habe ich keine Ahnung, ob die Ergebnisse dieser in-vitro-Studie auf die Zellen im menschlichen Körper übertragbar sind. Falls ich aber gerade in der Schlange stünde, um endlich meine Booster-Impfung zu bekommen, würde mich diese Nachricht zumindest einhalten und abwarten lassen.

Ausblick: Mit Novavax befindet sich ein konventioneller Impfstoff in der Phase-3-Erprobung, mit guten Ergebnissen.

Rarität: Gesunder Menschenverstand

Die Bildungspolitik seinerzeit wollte es, dass unser Jahrgang parallel zum Abitur auch eine Ausbildung zum Facharbeiter absolvierte und abschloss. Unter den wenigen Optionen kam die Ausbildung zum Elektromonteur meinem Studienwunsch Elektronik am nächsten. Und so traten wir jede letzte Woche im Monat in der lokalen Werkzeugfabrik zur Berufsausbildung an.

Neben dem theoretischen Unterricht nahm die praktische Arbeit den größeren Teil der Ausbildung ein. Da hatten wir es mit Männern zu tun, die jeden Tag irgendwelche Probleme zu lösen hatten und von deren Qualifikation letztlich der Fortgang der Produktion abhing. Wenn diese Leute Feierabend machten, war die Arbeit auch getan. Dafür gab es Freitag ab 13 Uhr, nachdem die Werkstatt blitzsauber aufgeräumt war, auch eine Runde Bier und belegte Brötchen. Kleindarsteller und Nichtskönner hielten es in dieser Umgebung nicht lange aus. Sie passten sich schnellstens an oder verschwanden bald wieder.

Wenn ein Schlipsträger in die Werkstatt kam, merkte man sofort, was die Männer von ihm hielten. Vor manchen hatten sie Respekt, weil die bewiesen hatten, dass sie die Ärmel hochkrempeln und selbst hart arbeiten konnten, ihresgleichen sozusagen.

Und dann gab es die Funktionärskaste, Regierung, Partei und Gewerkschaft, die zutiefst verachtet wurde und sich demzufolge auch selten blicken ließen. Für uns als künftige Diplomingenieure war das eine wichtige Lektion.

Zeitsprung ins Deutschland des Jahres 2021. Und da lasse ich mal den Prof. Dr. Knut Löschke an meiner Stelle sprechen. Lest es, lasst mal in Gedanken die Gestalten Revue passieren, die Euer Land heute und morgen regieren und macht euch Gedanken, ob das gut gehen kann.

Prof. Dr. Knut Löschke schreibt am 28. September 2021 via Facebook:

Ich habe es satt, oder, um es noch klarer auszudrücken: ich habe die Schnauze voll vom permanenten und immer religiöser werdenden Klima-Geschwafel, von Energie-Wende-Phantasien, von Elektroauto-Anbetungen, von Gruselgeschichten über Weltuntergangs-Szenarien von Corona über Feuersbrünste bis Wetterkatastrophen. Ich kann die Leute nicht mehr ertragen, die das täglich in Mikrofone und Kameras schreien oder in Zeitungen drucken. Ich leide darunter miterleben zu müssen, wie aus der Naturwissenschaft eine Hure der Politik gemacht wird. 

Ich habe es satt, mir von missbrauchten, pubertierenden Kindern vorschreiben zu lassen, wofür ich mich zu schämen habe. Ich habe es satt, mir von irgendwelchen Gestörten erklären zu lassen, dass ich Schuld habe an Allem und an Jedem – vor allem aber als Deutscher für das frühere, heutige und zukünftige Elend der ganzen Welt.

Ich habe es satt, dass mir religiöse und sexuelle Minderheiten, die ihre wohl verbrieften Minderheitenrechte mit pausenloser medialer Unterstützung schamlos ausnutzen, vorschreiben wollen, was ich tun und sagen darf und was nicht.

Ich habe es satt, wenn völlig Übergeschnappte meine deutsche Muttersprache verhunzen und mir glauben beibringen zu müssen, wie ich mainstream-gerecht zu schreiben und zu sprechen habe.
Ich habe es satt mitzuerleben, wie völlig Ungebildete, die in ihrem Leben nichts weiter geleistet haben als das Tragen einer fremden Aktentasche, glauben Deutschland regieren zu können.

Ich kann es nicht mehr ertragen, wenn unter dem Vorwand einer „bunten Gesellschaft“ Recht und Sicherheit dahinschwinden und man abends aus dem Hauptbahnhof kommend, über Dreck, Schmutz, Obdachlose, Drogensüchtige und Beschaffungskriminelle steigen muss, vorbei an vollgekrakelten Wänden.

Ich möchte, dass in meinem Land die Menschen, gleich welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe und gleich welcher Herkunft wertgeschätzt und unterstützt werden, die täglich mit ihrer fleißigen, produktiven und wertschöpfenden Arbeit den Reichtum der ganzen Gesellschaft hervorbringen: die Mitarbeiter in den Unternehmen, die Handwerker, die Freiberufler, die vielen engagierten und sozial handelnden Unternehmer der kleinen und mittelständischen Wirtschaft.

Ich möchte, dass die Lehrer unserer Kinder, die Ärzte und Pfleger unserer Kranken und Hilfebedürftigen die Anerkennung, die Wertschätzung und die Unterstützung erhalten, die sie täglich verdienen. Ich möchte, dass sich die Jungen und Ungestümen in den wohlgesetzten Grenzen unseres Rechtsraumes austoben aber sich auch vor ihren Eltern und Großeltern, vor den Alten und Erfahrenen verneigen, weil sie die Erschaffer ihres Wohlstandes und ihrer Freiheit sind.

Was für ein Unterschied zum Geschwafel diverser Vorstandsvorsitzender der deutschen Industrie, die verzweifelt dem Zeitgeist hinterherhecheln und damit ein katastrophales Beispiel geben. Ich hoffe sehr, dass einige sich den Beitrag von Professor Löschke zu Herzen nehmen und umsteuern. Glauben tue ich es nicht mehr.

Herzlichen Dank für die klaren Worte, Knut Löschke.

Steueroasen sind Schurkenstaaten

La Prensa schreibt heute auf der Titelseite „Die Europäische Union hat Anguilla, Dominica und die Seychellen am Dienstag, den 5. Oktober 2021, von ihrer schwarzen Liste der Steueroasen gestrichen, nur zwei Tage nach der Veröffentlichung der Pandora Papers über Steuervermeidungspraktiken.

Die schwarze Liste der EU beschränkt sich derzeit auf Amerikanisch-Samoa, Fidschi, Guam, Palau, Panama, Samoa, Trinidad und Tobago, die US-Jungferninseln und Vanuatu.

Diese Entscheidung wurde von den EU-Finanzministern am Dienstag in Luxemburg getroffen.

Nicht anwesend war der niederländische Minister Wopke Hoekstra, der in den Pandora-Papieren als Investor in einem Unternehmen mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln genannt wird.

Dieses europäische Instrument zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung durch multinationale Unternehmen und große Vermögen wurde im Dezember 2017 nach zahlreichen Skandalen, wie den Panama Papers und LuxLeaks, geschaffen.

Sanktionen gegen die betreffenden Länder können dazu führen, dass europäische Gelder eingefroren werden.

Die Liste „sollte Steuerparadiese bestrafen. Stattdessen kommen sie damit durch“, empörte sich Chiara Putaturo, europäische Steuerexpertin bei Oxfam, in einer Stellungnahme.“Die Entscheidung, Anguilla, das letzte Land mit einem Steuersatz von 0 %, und die Seychellen, die im Mittelpunkt des jüngsten Steuerskandals stehen, zu streichen, macht die schwarze Liste der EU zu einem Witz“, fügte sie hinzu.

Die am Sonntag veröffentlichte Untersuchung Pandora’s Papers, an der 600 internationale Journalisten mitgewirkt haben, stellt Verbindungen zwischen Unternehmen in Steueroasen und 336 hochrangigen Politikern fest.

Von den fast 1.000 aufgedeckten Unternehmen befanden sich zwei Drittel auf den Britischen Jungferninseln, aber auch auf den Seychellen wurden sie entdeckt.

Im Gegensatz dazu wurde die Türkei, die beschuldigt wird, die internationalen Regeln zum automatischen Austausch von Steuerinformationen nicht einzuhalten, trotz der Drohungen aus Brüssel in den letzten Monaten nicht auf die schwarze Liste gesetzt.

Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) hat scon vorab dazu Stellung genommen:

Das Wirtschafts- und Finanzministerium (MEF) erklärte gestern über die Nationale Kommission zur Bekämpfung der Geldwäsche (CNBC) und die Direktion für internationale Finanz- und Steuerstrategie, dass das panamaische Steuersystem für andere Länder der Welt nicht schädlich sei.

Nächste Woche werden die Finanzminister der Europäischen Union (EU) die Liste der in Steuerangelegenheiten nicht kooperativen Gebiete aktualisieren, und in Ermangelung einer Formalisierung wird Panama auf dieser Liste bleiben.

Dies, nachdem sich die Regierung nicht dazu verpflichtet hat, die von der Europäischen Union als schädlich erachtete Regelung zur Befreiung von Auslandseinkünften zu ändern.

Das Land stand bereits auf dieser schwarzen Liste, weil es in der Bewertung des Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes als „teilweise konform“ eingestuft wurde.

Dani Kuzniecky, technischer Sekretär der CNBC, erklärte, dass zusätzlich zu den Bewertungskriterien für den Informationsaustausch die Berücksichtigung der Steuerregelung in die Liste aufgenommen wurde.

Das MEF erläuterte, dass die EU der Republik seit Juni 2021 mitgeteilt habe, dass sie ihr territoriales Steuersystem für schädlich halte, wobei sie mehrere Kriterien berücksichtige, wie z.B. das niedrige Besteuerungsniveau, die unterschiedliche Behandlung von Einkünften je nach ihrer Herkunft, die Anforderungen an die „Substanz“, die u.a. mit dem Grad der Präsenz eines Unternehmens in einem bestimmten Gebiet zu tun haben.

Unter Berücksichtigung dieser Kriterien wird Panama durch seinen Status als territoriales Steuersystem benachteiligt, da es das im Ausland erzielte Einkommen nicht besteuert.

Jorge Luis Castillero, Jurist in der Direktion für Finanz- und internationale Steuerstrategie, sagte, dass „das panamaische territoriale Steuersystem nur Einkünfte aus panamaischen Quellen berücksichtigt und seiner Natur nach keine Einkünfte aus ausländischen Quellen umfasst, daher betrachten wir unser territoriales Steuersystem nicht als schädlich. Es gibt keine Ausnahme für eine Einkommensart je nach Herkunft, da in einem territorialen Steuersystem Einkünfte aus ausländischen Quellen natürlich nicht zur Steuerbemessungsgrundlage gehören“.

Das MEF wies darauf hin, dass Panama seit Jahren Mechanismen eingeführt hat, um die Risiken zu mindern, die sich aus der Beziehung zwischen zwei unterschiedlichen Steuersystemen ergeben können.

Zu den angenommenen Maßnahmen gehören die Umsetzung von Standards für den automatischen und bedarfsorientierten Steuerinformationsaustausch, die Umsetzung internationaler Standards für die Anwendung von Verrechnungspreisregeln, die Einhaltung und Umsetzung der Mindeststandards des BEPS-Projekts (Base Erosion and Profit Shifting), einer Initiative zur Bekämpfung der Verlagerung von Gewinnen in Niedrigsteuergebiete, sowie wesentliche Änderungen von Sonderregelungen, wie z. B. bei den Zentralen für multinationale Unternehmen.

Diese Maßnahmen „zeigen Panamas Bereitschaft, sich an internationale Steuerstandards anzupassen, um zu vermeiden, dass das Ergebnis der Interaktion zwischen seinem territorialen Steuersystem und anderen Steuersystemen Nichtbesteuerung oder Doppelbesteuerung ist“, so das MEF.

Die EU hätte die panamaischen Behörden aufgefordert, sich zu verpflichten, die erforderlichen Änderungen bis zum 31. Dezember 2022 vorzunehmen und sie bis zum 1. Januar 2023 umzusetzen.

Das MEF stellte klar, dass „in dem Antrag auf Mittelbindung nur die Elemente genannt wurden, die unser System als schädlich einstufen, aber es gab keine umfassende und detaillierte Analyse, um genau zu verstehen, was die festgestellten Mängel sind, und verhinderte daher eine angemessene Analyse durch die Regierung“.

Den Vertretern des MEF zufolge gab es keinen ausdrücklichen Antrag auf Änderung der territorialen Steuerregelung in eine weltweite Einkommenssteuerregelung.

Auf die Frage, welche konkreten Änderungen vorgenommen werden müssten, antworteten die Vertreter des MEF, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Klarheit bestehe und eine eingehende Analyse erforderlich sei.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass es dem Kompromiss mit der EU nicht zugestimmt habe, „da jede Änderung der territorialen Steuerregelung das Ergebnis einer umfassenden Studie sein muss, die die Auswirkungen für das Land berücksichtigt“.

Was bedeutet das alles?

Die Europäische Zentralbank ECB erhöht die Geldmenge im Euro-Raum nahezu unbegrenzt, treibt damit die Verschuldung der Mitgiedsstaaten und schafft ein hochinflationäres Umfeld.

Zeitgleich wird duch eine geradezu blindwütige Klima-, Energie-, Corona- und Migrationspolitik die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der EU dramatisch verschlechtert. Das kann anhand einer Vielzahl Statistiken nachvollzogen werden.

Kein Unternehmen und kein Unternehmer kann dieser Entwicklung tatenlos zusehen. Deshalb werden seit Jahren Unternehmen verlagert, wandern Unternehmer ab, oder geben ihr Geschäft einfach auf.

Ein Teufelskreis: immer mehr Ausgaben und immer weniger Steuerzahler. Natürlich wissen das die Politiker und ihre Bürokraten. Und genau deshalb wird an allen Fronten versucht, die Situation zu retten:

  • wer als Unternehmer auswandern will, wird ab 1.1.2022 sofort zur Kasse gebeten, so, als ob er seine Unternehmensanteile verkauft hätte. Keine Stundung.
  • Länder, die wie Panama, halbwegs vernünftige Steueregelungen haben, werden auf Schwarze Listen gesetzt und mit Nachteilen bedroht. Panama hat eine Territorialbesteuerung, was bedeutet, dass nur inländische Einkünfte besteuert werden. Die EU mischt sich nun massiv in die Souveränität dieses Landes ein und verlangt die Abschaffung dieser und anderer Regelungen. Klingt wie Erpressung.

Schauen wir uns nochmal die auf die Liste gesetzten Länder an: Amerikanisch-Samoa, Fidschi, Guam, Palau, Panama, Samoa, Trinidad und Tobago, die US-Jungferninseln und Vanuatu.

Zuerst muss man ja nüchtern festhalten, dass Offshore-Firmenkonstrukte für alle möglichen legalen Einsatzfälle zur Anwendung kommen. So sind allein 8.200 Schiffe der Welthandelsflotte mit 81 Mio. Tonnen Kapazität in einer Panama Corporation registriert, dazu Immobilien, Finanzinstrumente und natürlich Handelsgeschäfte. Globale Unternehmen, wie auch die UN und demnächst der IWF, haben aus gutem Grund ihre Lateinamerika-Zentralen hier eingerichtet. Und so wie Schweizer Banken seit Jahrhunderten bis heute ein Ort zur Aufbewahrung von Vermögen, auch zweifelhafter Herkunft sind, so werden u.a. auch Panama Corporations für illegale Zwecke genutzt. Nicht anders als deutsche GmbHs.

Möglicherweise sind ja sogar betrügerisch erlangte Einnahmen aus Umsatzsteuer-Karussells, Wirecard-Manipulation und Cum-Ex-Geschäften hier und anderswo gelandet. Sollte man doch aber besser an der Quelle vermeiden, oder? Weil dass jedoch im bestorganierten Deutschland ever nicht funktioniert, muss man jetzt die Haltet-den-Dieb-Methode anwenden und solche ausgemachten Schurkenstaaten wie Amerikanisch-Samoa, Fidschi, Guam, Palau, Panama, Samoa, Trinidad und Tobago, die US-Jungferninseln und Vanuatu an den Pranger stellen. Wie billig ist das denn?

Lesen sich die Namen der obigen Inselstaaten sowie Panama nicht wie eine Empfehlungsliste, wenn man sein Business im unternehmensfreundlichen Umfeld mit akzeptablen Steuersätzen betreiben will?


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