Halali essen

Immer mehr Fremdworte beim Essen bestellen: vegetarisch, vegan, glutenfrei, kosher.

Alles nichts für mich, außer halali. Wild schmeckt mir eben. Hier ist die Musik dazu.

 

alamycom

Energiepreise in Panama

Gute Nachrichten sind ja immer willkommen.

Die Zeitung kündigt an, dass die Preise für 95er Benzin morgen um 4 Cent auf $ 0,71 gesenkt werden, also € 0,64. Dieser Preis schwankt je nach Region und Anbieter um wenige Cent, gilt ansonsten bis 7.7.

Nicht schlecht, oder?

Dann liegt die Stromrechnung für die Wohnung in der Inbox und da kommen wir diesen Monat auf knapp $ 50, was ziemlich durchschnittlich ist und für Kühlschrank, TV und Computer, die nächtliche Klimaanlage und gelegentlich Beleuchtung anfällt.

Die Kilowattstunde kostet $0,17 was in Deutschland wiederum € 0,15 wären. Und das bringt mich zu diesem Bild (Stand 2015):

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Quelle: Eschenbach/WUWT

Es zeigt auf der vertikalen Achse den Preis für Elektroenergie pro KWh in US-Dollar und auf der horizontalen Achse die Summe aus installierter Wind- und Solarenergie pro Kopf. Der Korrelation ist ziemlich linear und die Aussage ist eindeutig:

Je mehr Solar- und Windenergie pro Kopf installiert ist, umso höher die Preise für den Verbraucher. Deutschland und Dänemark als Spitzenreiter.

Je mehr „Erneuerbare“ desto teurer? Wie geht denn das, wo wir doch gelernt haben: „Sonne und Wind schreiben keine Rechnung“?

 

 

 

Goldenes Handwerk

Meine letzten 4 Autos sind „Japaner“ gewesen und ich habe damit insgesamt 400.000 km zurückgelegt. Die ersten drei hatten nicht ein einziges Problem und auch der aktuelle Toyota 4Runner ist so robust, wie ein Auto eben sein muss, wenn man gelegentlich zu sechst und mit Ausrüstung an den Strand oder auf unbefestigten Wegen in die Berge fährt.

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Bei Kilometerstand 80.000 fiel die Klimaanlage aus, keine gute Idee in den Tropen.

Ab in die Toyota Werkstatt in Penonome. Nachdem der jugendliche Meister flüchtig unter die Haube geschaut hat, will er einen Termin in der Hauptstadt vereinbaren, da man vor Ort solche Reparaturen nicht machen kann. Der nächste freie Termin ist in 4 Wochen. Wie bitte?

Ich rede mit einem Bekannten , der mir eine spezialisierte Werkstatt in Chame empfiehlt. Aber schon vorher erwacht unsere Klimaanlage wieder zum Leben, für ein paar Stunden, ehe sie wieder aussteigt. Also hin zu diesem neuen Service.

Der Mechaniker kommt mit seiner Ausrüstung und weiß nach 5 Minuten, dass der klimatechnische Teil in Ordnung ist. Elektromechanik, sagt er.

Ich besinne mich meiner weit zurückliegenden Ausbildung zum Elektromonteur und beschließe mal, nach einem möglichen Wackelkontakt im Sicherungskasten zu suchen. Hmm, was da als für die Klimaanlage zuständig markiert ist, hat 5 Beine statt 2. Und mir fällt tatsächlich ein, dass es sich dabei wohl um ein Relais handeln muss.

Was für ein Langzeitgedächtnis.

Hin zum nächsten Autoteilehändler, die alle Chinesen sind und so gut wie alles im Lager verfügbar haben. Und so eine 5-beinige kleine Schachtel hat er natürlich auch. Reinstecken, anlassen, geht. Für $2,50 repariert. Mein Auto mag mich wieder … und umgekehrt.

Vor ein paar Wochen öffne ich die Heckklappe und habe eine Gummiabdeckung in der Hand. Die hat sich einfach teilweise aufgelöst und damit liegt die Öffnungselektrik frei, was wiederum in der Regenzeit keine gute Idee ist.

Wenn ich wüsste, wie man sowas ersetzt, wäre ich gleich wieder zum Chinesen gegangen. Kann ich aber nicht. Also wieder zu Toyota nach Penonome. Ungern.

Der Spezialist schaut sich das an, wackelt verständnisvoll mit dem Kopf. Ich schöpfe Hoffnung und zeige meiner Frau Daumen hoch. Zu früh.

Der Spezialist konsultiert ganze 10 Minuten seinen Computer und am Ende kommt ein Angebot aus dem Drucker:  Auswechseln der kompletten Baugruppe für $345. Das Gummiteil allein gibt es nicht. Ich lächele ihn freundlich an und schüttele mit dem Kopf.

Ende vom Lied: Mein privater Ölwechsel- und Lackschaden-Reparateur Tony repariert das Ding fachmännisch für $20.

Ich denke mal, dass ich ca. $1.000 gespart habe, indem ich mich nicht auf die Toyota Werkstatt verlassen habe. Lektion gelernt, ohne Lehrgeld. Goldig.

Quintessenz: Die Bilanz der Japaner verschlechtert sich, schon 2 Schäden für insgesamt $22,50 bei nur 400.000 km.

 

 

 

Betrug: Banistmo-Geldautomat in Tocumen

Viele, die in Tocumen International Airport ankommen, führt ihr erster Weg zu einem Geldautomaten (ATM) um sich mit US-Dollar einzudecken. So auch ich, als wir am 15. Mai gelandet waren.

Gleich rechts in der Ankunftshalle stehen bequemerweise 2 solche „Geldspucker“. Ich nehme den ersten, der Banistmo gehört, schiebe meine Karte ein und gebe nach Aufforderung Pin und Wunschbetrag ein. Schon beginnt das vertraute Geräusch des Scheineabzählens in der Kiste, aber es klingt irgendwie anders, leer. Und dauert deutlich länger als sonst.

Die Meldung lautet dann sinngemäß: „Wir können Ihren Auszahlungswunsch derzeit nicht erfüllen.“

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Karte entnehmen, den Nachbar-ATM von Davivienda benutzen und die gewünschten $500 in Empfang nehmen. Alles in Ordnung. Bis ich zu Hause bin und mein Konto checke.

Dort stehen $500 von Bansistmo und $500 von Davivienda zu Buche, zuzüglich Gebühren. Und das macht mich natürlich wütend. Wie kann dieser Automat mir erzählen, dass er mich nicht bedienen kann und trotzdem abbuchen?

Zwei Wochen später sitzen wir mit Besuchern aus Deutschland beim Bier. Günter und Maike erzählen uns, dass sie 2 Jahre zuvor in Tocumen International Airport auf einen manipulierten Geldautomaten hereingefallen waren.

Ich muss schon grinsen. War es der erste von 2 ATM, die da in der Ankunftshalle standen? Ja, der war es. Und damit können wir den Verdacht des manipulierten Geldautomaten ad acta legen. Es ist schlicht der erste ATM, den jedermann zuerst nutzt und der deshalb zuerst leer ist und offensichtlich nicht ausreichend oft gefüllt wird.

Die eigentliche Schweinerei ist jedoch, dass auch zwei Jahre später in schöner Regelmäßigkeit von Banistmo die Karten belastet werden, obwohl kein Geld ausgezahlt wurde. Ich möchte nicht wissen, wie viele Ausländer ohne Banistmo-Karte das nicht korrigiert bekommen und Banistmo damit ein nettes Zusatzgeschäft ermöglichen.

Moral der Geschichte: an frequentierten öffentlichen Orten und speziell in Tocumen niemals den ersten ATM benutzen. Und in ganz Panama möglichst keinen von Banistmo.

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Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

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Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

 

Spanisch für Anfänger: mañana

Es ist Freitag und der Wasserhahn in der Küche muss dringend ausgetauscht werden. Ein geeignetes Modell habe ich schon gekauft, aber soll ich Nicht-Handwerker mir wirklich, unter der Spüle liegend, den halben Tag versauen?

Natürlich will ich das nicht und wozu haben wir denn unseren stets freundlichen und handwerklich begabten Nachbarn Javier? Er hat schon öfter geholfen und kann das Geld für seine vielköpfige Familie immer gut gebrauchen.

Ein Anruf und er steht vor der Tür. Schaut sich an, was zu tun ist und meint, dass er das mañana, um 10 Uhr morgens erledigen wird. Klasse.

Am Samstag morgen ist alles bereit, wer nicht kommt ist Javier. Auch nicht am Sonntag morgen und ich beschließe zähneknirschend es doch selbst zu tun. Ist eigentlich auch gar nicht so schlimm und schon bald erledigt.

Vier Tage später, genau um 10 Uhr, steht Javier vor der Tür, mit Werkzeugkasten.

Sorry, kann ich da nur sagen, zu spät. Kein Problem.

Und erst jetzt denke ich daran, was ich spaßhalber schon immer erzähle:

mañana heißt laut Wörterbuch „morgen“ (oder auch „am Morgen“), im panamesischen Alltag und speziell im Umgang mit Handwerkern heißt es allerdings eher „nicht heute“. Und so gesehen war Javier eigentlich pünktlich.

Ich muss noch ruhiger werden.

Der perfekte Start

Aus Europa kommend landet man in Panama City’s Tocumen International Airport am späten Nachmittag, egal ob mit Air France, Iberia, KLM oder Lufthansa. Wer nun nach Immigration, Gepäck und Zoll seinen Mietwagen abholt und zur Unterkunft ins Landesinnere startet, muss wissen, dass er zuerst durch die Stadt muß, dann in der Feierabendschlange Richtung Westen steht und dass es zwischen 18:30 und 19:00 stockdunkel wird. Keine gute Idee nach einem 12-Stunden-Flug, schon gar nicht für Erstbesucher.

Stattdessen sollte man in Ruhe den Hotelshuttle zum Riande Aeropuerto Hotel nehmen (5 Minuten entfernt), dort einchecken, duschen und am Pool im Innengarten entspannen, bei einem ersten Drink und Abendessen.

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Ausgeschlafen am nächsten Morgen nach inklusive-Frühstück mit Shuttle zurück zum Flugplatz, Mietauto übernehmen und zu einer Citytour starten, bevor es entspannt und ohne Stau zum Strandquartier geht.

So beginnt der perfekte Panama-Urlaub.

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