Glück gehabt – mit United Airlines

In den Jahren ab 2008, lange bevor Condor oder Lufthansa sich nach Panama trauten, war United die Airline unserer Wahl und noch im Dezember 2015 sind wir wegen der neuen Boeing 787 mit ihnen über Houston nach Frankfurt geflogen.

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Nach dem Vorkommnis vor 2 Tagen, als man einen regulär eingecheckten Passagier mit Gewalt aus dem Sitz zerrt und wie ein Stück Vieh über den Boden nach draußen schleift, hat United nun ein dickes Problem.

Der Mann war kein potentieller Terrorist, sondern man machte auf diese Weise Platz für Angestellte der Fluggesellschaft. Was für eine unglaubliche Vorgehensweise.

Ein Kommentator im Web hat „Wir behandeln Sie wie Ihr Gepäck“ als neuen Slogan für United vorgeschlagen. Sehr passend.

Es ist schon lange untragbar, exakt seit 9/11, wie im zivilen Luftverkehr zahlende Kunden vor Sicherheitsbeamten, Zollangestellten oder Mitarbeitern der Fluglinien zu kuschen haben.

Natürlich gibt es ein massives Sicherheitsrisiko beim Fliegen, aber das minimiert man nicht, indem man vor lauter politischer Korrektheit die schwedische Großmutter dem gleichen Verfahren unterzieht, wie den 20-jährigen Araber.

Generalverdacht gegen alle ist wahrscheinlich akzeptabel – wie lächerlich.

Und dann zerrt man bei United einen Passagier asiatischer Abstammung aus dem Flieger … Glückwunsch zu so viel Feingefühl. Hier ist der Bericht: Video

Noch ein guter Vorschlag:

 (Quelle: usatoday.com)

Typisch Dritte Welt

Ja, ich muss jetzt mal einräumen, dass Panama gegenüber Ländern wie Deutschland weit zurück ist. Ungern, aber es führt kein Weg daran vorbei.

  • Hier gibt es offiziell nur Männlein (caballeros) und Weiblein (damas).
  • Es gibt keine (!) Unisex-Toiletten.
  • Es gibt vermutlich wenige Leute, die ihr gefühltes Geschlecht von Tag zu Tag wechseln wollen und die erwarten nicht, dass die Gesellschaft dafür umgebaut wird.

Und auch in Sachen Demokratie sieht es hier nicht gut aus:

Anders als ihr da drüben haben wir hier keinerlei Modellprojekte zu ausgewählten Phänomen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und zur Demokratiestärkung … (Quelle: bee emm eff ess jott) .

Oder es steht hier besser, weil wir solch drakonische Maßnahmen nicht brauchen? Dann strengt euch an. Ihr schafft das mit der Demokratiestärkung und Menschenfeindlichkeit. Also nicht-Menschenfeindlichkeit natürlich.

Im Ernst, wenn man nicht täglich mit dieser Art von Neusprech berieselt wird, klingt das richtig ungewohnt, freundlich ausgedrückt. Hirnrissig wenn man ehrlich ist.

Auch deshalb bleibe wohl ich besser hier.

Übrigens, hätte nicht Stasi-Chef Mielke perfekt in diese neue supertolerante Welt gepasst, mit seinem Bekenntnis: „Ich liebe doch alle Menschen“? /sarc off

 

Hysterie vom Feinsten – und was bedeutet 507?

Als Kurzwellen-Funkamateur nutzt man beim Morsen regelmäßig international vereinbarte Abkürzungen. 73 steht für best regards und 88 für love & kisses.

Wie naiv wir doch waren.

Deutsche Extremismusforscher blicken endlich hinter die vermeintlich unschuldigen Zahlen und decken Nazi-Geheimcodes auf. Die 8 steht für H als achten Buchstaben im Alphabet und 88 bedeutet demnach nichts anderes als Heil Hitler.

Hinter 73 verbergen sich G und C, was sicher auf die vermeintliche Überlegenheit von German culture hinweisen soll. Pfui Teufel.

Übrigens, wann bekommt endlich die Hansestadt Hamburg (HH) ein neues, unfaschistisches Kennzeichen? Oder Dresden, denn DD steht auf sächsisch für TT und wird insgeheim wohl Tod der Toleranz bedeuten. Ein versteckter Mordaufruf.

Und selbst vor Panama machen die Nazis nicht Halt: Die Landesvorwahl ist 507, davon die Quersumme ist 12, also 1 und 2, was AB bedeutet … und welcher Nazicode dahinter steckt, werden diese Forscher auch noch entschlüsseln.

Sie glauben, ich spinne? Dann mal hier im Manager-Magazin weiterlesen.

„Es ist erschütternd.“

 

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Quelle: youtube/Edeka

Es gilt wohl der alte Spruch: Wer als einziges Werkzeug einen Hammer hat, sieht überall nur Nägel.

Satire bei n-tv, nur ein Beispiel

„Donald Trump verachtet … den politischen Diskurs, der geprägt sein sollte vom gegenseitigen Zuhören und vom Respekt vor der Meinung Anderer“, lese ich gerade auf n-tv. Ernsthaft.

President Elect sollte sich doch mal ein Beispiel nehmen an Deutschland, wo

  • die Euro-Rettungspolitik
  • die Energiewende
  • die Migrationspolitik

in einem breiten langanhaltenden Diskurs, geprägt vom gegenseitigen Zuhören und vom Respekt vor der Meinung Anderer ungeachtet deren Rasse, Hautfarbe, politischer Überzeugung, Geschlecht, sexueller Orientierung usw. besprochen und alternativlos beschlossen worden sind. Und nicht ohne Einbeziehung einer Ethik-Kommission.

Gut, dass die Bundeskanzlerin ihm diesbezüglich schon ein paar Hinweise gegeben hat.

Nun kann man sich bei Youtube in den letzten Tagen ein Bild machen, wie einige Leute das Zuhören und den Respekt einfach vergessen, stattdessen erkannte Trump-Anhänger auf offener Straße tätlich angreifen und unter wehenden mexikanischen (!) Fahnen durch US-amerikanische Städte jagen. Mob in Aktion.

 

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Quelle: nbcbayarea.com

Hier in Panama ist gerade der „Monat des Vaterlandes“. Alles erstrahlt in Blau-Weiss-Rot. Keine mexikanischen, keine türkischen und keine IS-Flaggen weit und breit.

Paradiesisch.

 

Integration auf deutsch

Videobeitrag auf n-tv: In einem deutschen Krankenhaus arbeitet seit einem Jahr ein syrischer Arzt, spricht sehr gut deutsch und wird von seinen Kollegen gelobt. Zur Anerkennung seiner Qualifikation fehlen jedoch ein paar Unterlagen, die er derzeit aus seiner Heimatstadt Aleppo verständlicherweise nicht bekommt.

 

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Screenshot n-tv

Um dem abzuhelfen, soll er an einer 9 Monate dauernden Qualifizierung teilnehmen. Die Kosten dafür übernimmt die Arbeitsagentur jedoch nur, wenn er mindestens 3 Monate arbeitslos gemeldet war. Und das wird jetzt so gemacht.

Der offensichtlich hochqualifizierte Mann meldet sich also nach einem Jahr guter Arbeit in die Arbeitslosigkeit ab, besucht nach 3 Monaten ALG den gewünschten Kurs, um dann nach insgesamt 12 Monaten wieder an gleiche Stelle zurückzukehren.

Kann man von einer Bürokratie, die solche Leute nicht nahtlos integrieren kann, ernsthaft erwarten, dass sie das mit hunderttausenden Unqualifizierten schafft?

P.S. Keine Ahnung warum nicht das Krankenhaus diesen Schildbürgerstreich beendet, indem es die Qualifizierungskosten übernimmt.

Mit voller (Wind)Kraft zurück

Manchmal fehlen mir wirklich die Worte.

Nachdem ich vor wenigen Tagen mal wieder die Windkraftanlagen bei Penonome

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Quelle: Panaviacion

von oben gesehen habe, stolpere ich wenig später über einen Artikel, der sich mit selbstgebauten Windrädern auf dem Tempelhofer Feld befasst. Kinderspielerei?

Nein: Klimaretter. Holzgeschnitzt und selbstgewickelt.

 

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Kommt aber noch besser: „Einen entscheidenden Schub brachte schließlich die TU Berlin, die das Projekt zum Thema in ihrem Energieseminar machte.“  

Klasse. Ich habe in meiner Kinderzeit mal mit einem Apfel einen Detektor betrieben. Könnte das nicht auch eine Lösung für die Energiewende sein?

Don Quijote lässt grüßen.

lenguaprimaria6_blogspot

Quelle: linguaprimera6.blogspot.com

Zu meinen üblichen Informationsquellen gehören Diamandis und Kurzweil. Es ist danach ein wirklich tolles Gefühl, bei deutschen Eliteuniversitäten und Klimarettern wieder zurück auf den Boden geholt zu werden. Wirklich. Oder?

Ich verkneife mir hier einen ehrlichen Kommentar. Es ist offensichtlich nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis Made in Germany überall als Lachnummer verstanden wird.

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