Zurück in Panama

Tocumen International Airport am Montag abend, dem 14. September 2020: Die KLM-Maschine aus Amsterdam landet planmäßig und ca. 100 Passagiere steigen aus. Alle haben vorher einen offiziellen Fragebogen ausgefüllt, über Abflugort, mögliche Symptome, Adresse in Panama und Telefonnummer.

Empfangen werden wir von medizinischem Personal, das uns in einen abgetrennten Bereich dirigiert, wo jeder einen weiteren Fragebogen in die Hand gedrückt bekommt. Inhaltlich ähnlich, verschiedene Versionen, in Spanisch und inhaltlich konfus. Alle versuchen, das so schnell wie möglich auszufüllen, um nach Hause zu kommen. Nach Komplettierung wird es vom Personal auf Vollständigkeit überprüft, der Inhalt teilweise auf einen weiteren kleinen gelben Zettel übertragen, den wir dann bei der Immigration vorzeigen müssen.

Freunde holen uns ab, die gerade ihren ersten Tag mit Ausgang genossen haben, wir kommen nach 20 Stunden Reisezeit zu Hause an und sind froh. Keine weiteren Tests, keine sonstigen Instruktionen oder gar Restriktionen.

Am Dienstag fahren wir einkaufen, um den Kühlschrank aufzufüllen und am Mittwoch nachmittag klingelt das Telefon.

Irgendjemand von der Gesundheitsbehörde erklärt uns, das wir ab sofort einer strikten 14-tägigen Quarantäne unterliegen würden. Meine Frage, ob es denn unter den Mitreisenden einen Infektionsfall gegeben habe, wird klar verneint, dies sei das normale Protokoll. Auf meine Rückfrage, wie wir uns denn versorgen sollen, verspricht er, uns am Folgetag, also heute zu informieren. Ortszeit 16:00. Kein Anruf.

Natürlich macht das keinen Sinn. Wir kommen aus Deutschland, einer Region, die pro Kopf nur 15% der Infektionswerte hat, wie Panama. Uns in Daheim-Quarantäne zu schicken, schützt uns, nicht die Bewohner Panamas. Außerdem sind wir mit einem Negativtest eingereist. Was soll der Quatsch?

Also telefonieren wir erstmal mit Anwalt und sachkundigen Freunden. Die Gesetzeslage ist so, dass man tatsächlich nach Einreise, egal woher, für 14 Tage in heimische Quarantäne muss. Das wird im Polizeicomputer hinterlegt, so dass bei jeder Straßenkontrolle der Beamte sofort sieht, falls jemand dagegen verstößt.

Die Folge: Vorführung beim örtlichen Friedensrichter und eine erhebliche Geldstrafe. Das braucht kein Mensch und unser Spanisch ist definitiv nicht geeignet, dort eine eindrucksvolle Verteidigungsrede zu halten.

Unschönes Ende eines schönen Ausflugs. Mehr dazu im nächsten Post.

Die positive Nachricht: am 28.9. soll der Spuk vorbei sein, das Land wieder öffnen für Tourismus. Ohne Quarantäne.

Nachtrag: Wir hätten den kleinen gelben Zettel lesen sollen. Er sagt deutlich, dass wir uns zu Hause für 14 Tage in Quarantäne zu begeben haben und dass die Einhaltung von den Gesundheitsbehörden kontrolliert wird

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Neu: #asocialmedia

Fast 2 Stunden habe ich mir gestern den Stream einer Veranstaltung angeschaut, bei der aktiv praktizierende Ärzte über ihre Erfahrungen in der Behandlung von CoVid-19 berichtet haben.

https://lbry.tv/@GeekforTruth:c/American-Doctors-Address-COVID-19-Misinformation:4

Die Ergebnisse beim Einsatz von Hydroxychloroquine (HCQ), selbst bei fragilen Patienten in Pflegeheimen, sind absolut beeindruckend. Wie einer dieser Praktiker treffend bemerkt: der frühzeitige und breite Einsatz dieses Medikaments hätte allein in den USA zehntausende Leben gerettet. Zur Situation in Panama habe ich hier schon geschrieben.

Die Politisierung solcher rein medizinischen Sachverhalte ist erschreckend: den derart erfolgreich praktizierenden Ärzten wird von den verschiedenen Gesundheitsbürokratien mit Ermittlungen und sogar dem Entzug der Zulassung gedroht.

Das führt zu der perversen Situation, dass viele Mediziner diese Medikamente für sich selbst und ihre Familie beschaffen, nicht aber ihren Patienten verabreichen dürfen.

Wird aber noch besser: heute früh konnte man feststellen, dass die Videos der Veranstaltung bei Facebook und Youtube gelöscht sind, in Google nicht mehr gefunden werden und dass darauf Bezug nehmende Twitter-Feeds blockiert sind.

Anmaßung und Zensur im ganz großen Stil.

Selbsternannte Faktenchecker der Social Media Unternehmen wissen anscheinend besser, was für CoVid-19-Patienten hilfreich ist, als die täglich damit befassten Ärzte! Sie sollten in #AsocialMedia umbenannt werden.

Auf diese Weise wird potentiell lebensrettende Information unterdrückt, alle damit befassten Unternehmen und Personen haben Blut an ihren Händen.

Wer ist schuld? President Trump natürlich. Hätte er im März HCQ verdammt, statt es zu empfehlen, hätte es einen Run auf dieses Medikament gegeben, Erfolgsmeldungen allerorten.

Ich hoffe und wünsche, dass in nachfolgenden Sammelklagen Facebook, Google und Twitter dafür in Grund und Boden prozessiert werden.

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Maskenball

Während in der Hauptstadt und der benachbarten Provinz Panana West wegen hoher Infektionszahlen immer noch erhebliche Beschränkungen herrschen, geht es in unserer Provinz Cocle schon seit Wochen entspannt zu. Wir kaufen ein, wann wir wollen, fahren innerhalb der Provinz herum, wo wir wollen und haben auch schon wieder freitägliche Treffen im Restaurant. Das allerdings ist eigentlich nicht erlaubt.

Nun kommt der eine oder andere Provinzfürst aber doch auf eigenartige Ideen. Der Bürgermeister unseres „Landkreises“ Anton hat mit einigen seiner Amtsbrüder beschlossen, dass man am Wochenende den Alkoholverkauf einschränken sollte und hat das auch umgesetzt. Heute und morgen gibt es in den Supermärkten der Region keinen Alkohol zu kaufen.

Da das jeder wusste, konnte gestern ordentlich vorgesorgt werden und am Montag ist sowieso alles wieder normal. Was für eine sinnlose Aktion.

Geht aber noch dümmer.

Gegen 16 Uhr machen wir uns auf den Weg zu einem Strandspaziergang. Ganz am Anfang badet eine Familie im Meer, dann sind wir allein. Wir zwei, 1 km vor uns nichts, 1 km hinter uns nichts. Und da kommt der Polizeiwagen die Strandzufahrt heruntergefahren. Ehe die Officer aussteigen, ziehen wir unsere Masken aus der Tasche und setzen sie auf.

Zu spät, denn nun wird uns ausführlich erklärt, dass man unbedingt mit Maske unterwegs sein muss, weil das Dekret #keineAhnung es so vorschreibt. Ich frage nach, ob das ernst gemeint ist: zwei Leute einsam am Strand und sollen eine Maske tragen? Wirklich?

Ja, wirklich, das Dekret will es so. Wir sollen eine Strafe zahlen und der Quittungsblock wird schon aus der Tasche gezogen. Identifikation bitte. Haben wir am Strand nicht dabei. Geld auch nicht.

Wo wir wohnen und aus welchem Land wir kommen. Ah, Alemania. Schon mal besser, als ein nordamerikanischer Gringo zu sein.

In aller Ruhe erkläre ich den Senores Officiales dann noch, dass ich einen deutschsprachigen Blog betreibe, der Panama bisher immer im besten Licht geschildert hat.

Inzwischen reden die drei schon mehr miteinander, als mit uns. Ob wir jetzt auch direkt nach Hause gehen würden. Machen wir, und mit Maske. Na gut.

Wir sind entlassen und behalten die Maske auf der Nase, bis das Auto den Strand verlassen hat. Das macht jetzt wirklich keinen Spaß mehr.

P.S. Es ist ziemlich unstrittig, dass frische Luft das beste Gegenmittel bei allen möglichen Atembeschwerden ist, dass Viren nicht kilometerweit am Strand herumfliegen und man dort demzufolge eher keine Maske braucht. Wenn eine Administration trotzdem darauf besteht, dass die Bewohner über Monate in ihren Wohnungen verbleiben, muss man sich über wachsende Infektionszahlen nicht wundern.

Revolution!

Eigentlich ist das, was da gerade in einigen US-Städten passiert, nicht lustig. Aber es gibt immer ein paar Episoden, die einfach zum Lachen sind.

Die Revoluzzer der 60er konnte man an der unvermeidlichen Harley und den langen Haaren erkennen. Die Revoluzzer von heute kommen eher auf dem eScooter und tragen Fahrradhelme. Leider finde ich das Bild dazu nicht mehr in meiner Sammlung. So lachhaft.

Kommt aber noch besser:

Die „Helden“ in der Seattle Autonomen Zone geben hier gerade zu, dass sie sich von ein paar Obdachlosen die ganze Verpflegung haben klauen lassen. Und betteln mit diesem Tweet um Nachschub … und jetzt kommt das Beste:

Sie wünschen sich veganen Fleischersatz und Soya-Produkte.

Damit es nicht allzu lächerlich aussieht, haben sie ein Mädchen, die Laura, den Tweet machen lassen. OMG.

Und wenn ich schon mal bei Tweets zum Thema bin, hier ist die Lori, gleich mit Übersetzung:

Das nächste Posting wird wieder ernsthaft, versprochen.

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Gezielte Tötung

Panama hat aufgrund einer Lancet-Studie und darauffolgender WHO-Empfehlung vor 2 Wochen die Verabreichung von Hydroxy/Chloroquin eingestellt. Hier ist der Hintergrund:

Vor Monaten schon hat Präsident Trump auf Grundlage erster positiver Ergebnisse das bewährte Malariamittel Hydroxy/Chloroquin gegen den Chinavirus empfohlen und die FDA als zuständige Behörde angewiesen, eine Ausnahmegenehmigung für diesen ursprünglich nicht vorgesehenen Einsatzfall zu erteilen.

Und sofort meldeten sich Mediziner, warnten vor ernsthaften gesundheitlichen Risiken – bei einem Medikament das seit Jahrzehnten in Milliarden Stück in den Malariagebieten der Welt verabreicht und von Tropenreisenden prophylaktisch eingenommen wird. Das war nur der erste Versuch, etwas offensichtlich deshalb zu diskreditieren, weil Trump es erwähnt hatte.

Ungeachtet desssen wurden in aller Welt Testreihen gestartet, bis vor einigen Tagen im ehemals renommierten Fachjournal Lancet eine umfassende Studie erschien, die wiederum vor dem Einsatz von Hydroxy/Chloroquin warnt, dieses Mal also auf wissenschaftlicher Basis.

Die Mainstreammedien konnten sich kaum einkriegen, darauf hinzuweisen, was für eine lebensgefährliche Empfehlung der ungeliebte US-Präsident da ausgesprochen hatte. Typisch Trump eben.

Prompt schloss sich auch die WHO den Schlussfolgerungen der Studie an, Großbritannien und Frankreich unterbrachen eigene laufende Studien.

Bis vor wenigen Tagen drei der Autoren der Studie zurückzogen, aufgrund fragwürdiger Datenbasis. Quellen zufolge kamen die wesentlichen Daten alle aus einer Analytikfirma, die sie mit Hilfe von maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz aufbereitet hat. Bei diesen Begriffen schlägt mein Bullshit-Meter schon immer weit aus. Genauer hinschauen ist angesagt.

Surgisphere ist ein Einmann-Unternehmen mit Sitz in einem Wohnhaus nahe Chicago. Die klinischen Quellen der Zahlen werden nicht genannt, und da, wo solche Daten abgerufen werden können, ist das Unternehmen unbekannt.

Betrug? Das weiß ich nicht und das interessiert mich auch wenig. Was auffällt ist, wie leichtfertig eine solche Studie akzeptiert (peer review?) und wie blitzschnell die Ergebnisse von allen Massenmedien widergekäut werden. Offensichtlich doch deshalb, weil sie, wie die Spiegel-Artikel des Herrn Relotius, in das Framing vom unqualifizierten Präsidenten passen, den man dem leichtgläubigen Konsumenten seit Jahr und Tag einhämmert und der dafür auch noch bezahlt.

Und es funktioniert.

Die Autorität des Lancet und der WHO haben nicht nur zum Abbruch von Studien geführt. Hier in Panama, und sicher auch anderswo, hat man sofort die Behandlung mit diesen Mitteln ausgesetzt.

Wie viele Menschenleben mag diese skandalöse Aktion gekostet haben und noch kosten?

An was sonst erinnert mich das? Richtig, wissenschaftliche Studien zum Thema Klimawandel …

P.S. Wer Corona überlebt hat, hat gute Chancen, 100 zu werden. Hier ist mein Plan.

Das Recht des Volkes …

„Als die Abriegelungen in ganz Amerika begannen, taten die Texaner das, was die Texaner am besten können. Sie leerten die Regale aller Schusswaffenläden des Staates.“

So beginnt ein interessanter Artikel des Spectator darüber was mancherorts passiert, wenn der Staat die Freiheit seiner Bürger einzuschränken beginnt.

In Deutschland sind es Hygiene- und Grundgesetzdemos, wo Bürger ihren Unmut ausdrücken und in Panama passiert – nichts.

Wir haben hier einen sehr erfreulichen Rückgang bei Neuinfizierten und Intensivpatienten, aber die Gesundheitspolitiker führen ein strenges Regiment.

Ab heute darf ich zu meiner festgelegten Ausgangszeit, also dienstags, donnerstags und samstags von 11 Uhr bis 13 Uhr ausser Einkaufen auch noch allein um den Block spazieren. Meine Frau hat natürlich andere Ausgangstage. Lächerlich.

Und wenn ich bisher einiges Verständnis für die Politik im Land hatte, kann ich solches Mikromanagement nur noch als groben Unfug bezeichnen. Zum Glück können wir hier im Ressort außerhalb solcher Regeln agieren, bei Bedarf zum Strand wandern und auch im Meer baden. Aber eben illegal, sozusagen.

Die bewaffneten texanischen Milizen haben zwischenzeitlich den Tatoo-Shop von Jamie Williams und den Salon von Shelley Luther vor der Staatsmacht beschützt, die entgegen den Regeln geöffnet und damit sogar Änderungen der Politik befördert hatten.

Will ich bewaffnete Milizen hier in Panama haben? Eher nicht.

In Deutschland? Grundgesetz hochhalten scheint eher kontraproduktiv zu sein.

Quelle: bmi-bund.de

Bin ich ein Waffennarr? Kein bisschen, auch wenn ich eine AK-47 immer noch mit geschlossenen Augen auseinandernehmen und zusammensetzen kann.

Aber ernsthaft: ich habe heute mal das Dokument des Herrn Kohn aus dem BMI quergelesen. Beeindruckend professionelle Arbeit und deutlicher Beleg dafür, dass es in der Ministerialbürokratie qualifizierte und pflichtbewusste Leute gibt, an der Spitze der Ministerien und anderswo längst nur noch unqualifizierte Laiendarsteller sitzen, die im Ernstfall einer Bedrohung nichts anderes beherrschen als CYA – den eigenen Arsch zu retten.

Das sollte den Bürgern Angst machen.

Deutschland hatte mit Corona bisher viel Glück, und das ist gut so. Ein ziemlich gut aufgestelltes Gesundheitssystem und keine hunderttausende einreisender Chinesen. Ob es auch gelingt, die nachfolgende ökonomische und soziale Krise halbwegs erfolgreich zu bewältigen, hoffe ich.

Mit Rückblick auf Euro, Klima, Migration und Energie bin ich alles andere als optimistisch. Man meinte eben andere Prioritäten setzen zu müssen: Radwege, Gendersprech und Unisex-Toiletten sind nur wenige Beispiele.

Der Berichterstatter aus Texas war sich auch nicht sicher, ob das mit den Milizen weiter gutgeht. Ziemlich zufrieden konstatierte er aber, dass er in Houston schon wieder im Straßencafe Margarita schlürfen konnte, anders als seine Kollegen in NYC und Washington D.C.

Quelle: liquor.com

Unerwünschte Nebenwirkungen

Die Coronastatistik Panama sieht vernünftig aus und es gibt einen Plan zur Wiedereröffnung des Landes. Die Etappen sind bis auf eine noch nicht terminiert und man kann nur hoffen, dass diese schüchternen ersten Schritte nicht gleich zu einer Verschlechterung und damit zum Zurückrudern führen.

Gestern wurde ja ein wichtiger erster Schritt gemacht: es darf wieder Alkohol gekauft werden. Neues Wort: Ich gehe alkoholen©

In einigen Regionen machen die Bürgermeister nicht mit und bleiben beim sog. Trockengesetz, was einige unserer Freunde, die in und um Coronado wohnen, dann auch weiter auf dem Trockenen sitzen lässt. Tut mir echt leid, aber besser ihr als wir.

In unserer Provinz sind die betreffenden Supermarktregale wieder frei und man kann nach Herzenslust auswählen, alles da. Allerdings darf man nur ein Sixpack oder eine Flasche von was auch immer kaufen. Zum Glück haben wir jeden Tag zwei Stunden Einkaufszeit und da kann schon mal mehr als ein Laden aufgesucht werden.

Im Sinne der Nichtverbreitung des Virus ist diese Mengenbeschränkung allerdings reines Gift. Wir hatten beschlossen, nur einmal pro Woche einzukaufen und damit die potentiellen Virenquellen, Supermarkt und seine Besucher, weitgehend zu meiden.

Die nun ausgesprochene Alkoholeinkaufsmengenlimitierung (AEKML) macht unsere Vorbildliche Virenvermeidungsstrategie (VVVMS) nun schlagartig obsolet, denn natürlich muss jetzt jeden Tag Alkohol eingekauft und die Vorräte wieder aufgefüllt werden. Ob die Strategen im Gesundheitsminsterium das bedacht haben? Mit unerwünschten Nebenwirkungen sollte man sich dort doch auskennen.

Beim Schlangestehen vor dem Supermarkt stolperte ich auf Twitter über einen Link zu Spiegel Online, den ich seit ca. 15 Jahren nicht mehr freiwillig lese. Der Artikel setzte sich irgendwie kritisch mit F4F auseinander, glaube ich. Mir reichte schon die Einleitung:

Quelle: spiegel.de

Einleitend entschuldigt sich der Herr Blome gleich mal. Also in etwa: „ich werde jetzt was gegen die Klimahysterie sagen, aber ich möchte trotzdem einer von den Guten bleiben.“

Übrigens gibt es ja inzwischen auch schon Coronaleugner. Wirklich schlimm da drüben.

Dann kommt es knallhart:

  1. Erderwärmung ist ein Fakt.
  2. menschengemacht

Ich glaube das schon mal fast genau so von Frau Dr. Merkel gehört zu haben – was es nicht besser macht.

Das Bild zeigt 4.540 Jahre globale Temperaturentwicklung. Muss man das kommentieren? Haben Journalisten, wie Herr Blohme, die jeden Quatsch nachplappern, in ihrer Schulzeit auch pausenlos für oder gegen irgend etwas protestiert, statt Unterricht?

Es gibt außer den historischen Aufzeichnungen (s.o.) inzwischen unzählige wissenschaftliche Arbeiten aus neuerer Zeit, die gravierende Fehler der bisherigen Klimamodelle aufzeigen und deren Erkenntnisse in die nächste Modellgeneration einfließen werden. Die EU muss sich deshalb beeilen, ihren Green Deal noch rechtzeitig unter Dach und Fach zu bekommen.

Man kann nur hoffen, dass die Coronakrise die dafür geplanten Mittel aufbraucht.

Das böse Erwachen

Ein passionierter Umweltschützer besucht ein solar-gespeistes Freiluftkonzert. Als Regenwolken aufziehen, wird ein Dieselaggregat angeworfen, damit es weitergehen kann. In diesem Moment fragt er sich zum ersten Mal, wie das denn mit 100% regenerativer Energie funktionieren soll und er beginnt Fragen zu stellen.

Das ist der Auftakt zu „Planet der Menschen“, produziert von Michael Moore, bis zu diesem Film ein Idol der linken Bewegung in Amerika und der Welt. Frau Merkel wird wohl sagen, dass der Film „nicht hilfreich“ ist.

Es geht um ganz einfache Fragen. „Woraus werden Solarpanels gefertigt?“ Nun, nicht einfach so aus Sand, der in der Wüste im Überfluss herumliegt, sondern aus Quarz, der bergmännisch abgebaut, transportiert und verarbeitet wird, sowie aus Kohle.

Wie werden denn die unzähligen Tonnen Stahl und Beton gewonnen, die zur Herstellung hunderttausender gewaltiger Windkraftanlagen benötigt werden, wie die Fiberglas-Verbundwerkstoffe der Rotoren, wie wird das alles transportiert und kann es recycelt werden und wieviel Energie verschlingen all diese Prozesse und die Schwertransporte, wie viel CO2 und wirkliche Schadstoffe werden dabei erzeugt und wie sehen Lithium- und Kobalt(!)abbau aus und wer arbeitet dort?

Dieser Film sollte Pflichtprogramm für die ahnungslosen Barböcke und all ihre Wähler sein.

Im Rolling Stone wird zusammengefasst: “die Umweltbewegung hat die Schlacht verloren, durch gutgemeinte, aber katastrophale Entscheidungen, einschließlich des Glaubens, dass Solarpanele und Windmühlen uns retten können . . .“

Fakt ist, dass die frühere Umweltbewegung längst von radikalen Linken gekapert ist und der Zerschlagung des Kapitalismus dienen soll, ohne jede Rücksicht auf Umwelt. Grünen-Politiker sind dabei nur nützliche Idioten.

Der Film läuft hier, kostenlos auf Youtube für 30 Tage, derzeit nur in Englisch. Er sollte schnellstmöglich in vielen Sprachen verfügbar, in Schulen gezeigt und diskutiert werden. Am besten freitags. Als Vorgeschmack reicht schon ein Auszug, von Minute 36:50 bis 39:06, selbsterklärend, auch ohne Englischkenntnisse.

Panama am 29.3. – positiv überrascht

Langsam wird der Blick auf die aktualisierten Zahlen mein tägliches Ritual, gleich nach Sonnenuntergang und Feierabendbier.

Für heute hatte meine Projektion 1.039 Infektionsfälle errechnet und ich hatte gehofft, dass es nicht mehr werden würden. Hier sind die Zahlen:

Quelle: panamaamerica.com.pa

Das sind nunmehr nur noch 10% Zuwachs und deutlich unter meiner Vorhersage. Fast schon to good to be true … aber das werden wir morgen herausfinden.

Heute nachmittag habe ich ein spannendes Interview von Rudy Giuliani mit Dr. Vladimir Zelenko, einem Arzt in New York State gesehen, der auf Basis neuer Studien aus Frankreich und Südkorea einen Medikamentencocktail kreiert und bereits knapp 500 Patienten über 5 Tage verabreicht hat. Seine Methode, kurz zusammengefasst, ist wie folgt:

Wer jung, also unter 60, und gesund ist, steht es ohne Medikamente durch. Wer kurzatmig ist oder Immunschwäche hat, bekommt die Mischung, die nur ca. $20 kostet und jahrzehntelang erprobte Medikamente enthält.

Seine Patienten haben sich innerhalb weniger Tage erholt und kein einziger ist verstorben.

Bemerkenswert, wie der Doktor ausdrücklich Präsident Trump lobt, der wohl den Weg frei gemacht hat, diese Medikamente entgegen bestehender Regulierung in der aktuellen Situation einsetzen zu dürfen. In deutschen Medien sieht man das allerdings völlig anders.

Man muss kein Trump-Fan sein, um diesen entarteten „Journalismus“ einfach widerlich zu finden. Sind nicht extra Regeln gegen Hassrede in Deutschland implementiert worden? Dann fangt mal an.

Coronavirus – zwei Welten

Inzwischen sind weltweit so viele Menschen am Coronavirus gestorben, dass ich darüber und über passende Medizin keine Scherze mehr machen mag. Also ganz im Ernst:

Heute früh habe ich online ca. 10 Minuten einer Pressekonferenz des Gesundheitsministers Spahn (erst Banklehre, dann Parteikarriere, begleitend Politik- und Jurastudium) zugehört.

Auf eine konkrete Frage nach Bereitstellung von Test- und Schutzmaterial schilderte er ausführlich und in aller Ernsthaftigkeit, dass sich nunmehr das Bundesgesundheitsministerium direkt in die Beschaffung solcher Materialien eingeschaltet habe. Ja und?, war meine Reaktion.

Dann fasste einer der Journalisten nach, weil die eigentliche Frage ja offensichtlich nicht beantwortet war. Spahn hob nun an, den gleichen Sachverhalt nochmals auszuführen. Er schien nicht zu verstehen, dass es für seine nichtssagende Auskunft keine stehenden Ovationen gab. Mir hat das dann gereicht und man kann sich über solche Vorbereitung nur wundern.

Von Spahn direkt zu Bannon, der seit 37 Tagen einen WarRoom Pandemic betreibt. Dort wird das Thema vom Tag 1 an als das behandelt, was es ist: eine weltweite Pandemie deren gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen noch nicht abzusehen sind.

Täglich berichten dort Journalisten aus den betroffenen oder benachbarten Gebieten, werden Experten zugeschaltet, die den letzten Stand in Sachen Epidemologie und praktische Maßnahmen für den Einzelnen wie auch Politikempfehlungen geben.

Hier kommen Leute zu Wort, die an der Spitze ihrer Fachgebiete stehen und genau wissen, wovon sie reden. Eine knappe Stunde voll komprimierter Information und nicht das laienhafte Gelaber eines Karrierepolitikers.

Logischerweise wird dieser Podcast auch auf einer Vielzahl Kanäle global Welt gestreamt und verzeichnete allein heute 3.5 Millionen Downloads.

Man darf gespannt sein, wie sich das alles noch entwickeln wird.

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