Ich bin ein Klimaflüchtling

Graupelschauer (!) Ende April auf der A71, in unserer früheren Heimat. Schwer- und Leichtverletzte.

Als Klimaflüchtlinge schauen wir uns das mit Mitgefühl, ansonsten aber ziemlich entspannt aus der Ferne an.

Früher, also lange vor der menschgemachten globalen Erwärmung, gab es nur temporäre Klimaflüchtlinge, 2 Wochen Mallorca, und die wussten noch nicht mal, dass sie welche sind.

Heute ist das Bewusstsein dafür gestiegen, dank meiner Freunde von den Grünen. Immer mehr packen ihre Koffer, nachdem die durchschnittliche Umgebungstemperatur in Deutschland in den letzten 100 Jahren schon um 0,5C (!) gestiegen ist und ziehen flugs nach Mexiko, Costa Rica, Panama, Ecuador, Thailand – also dahin, wo es im Jahresdurchschnitt 15C mehr sind. Wenn schon Klimawandel, dann richtig und kurz bevor die Erde verbrennt, wenigstens nicht mehr Schnee, oder wie heute, Graupel schippen müssen.

Wir haben also alles richtig gemacht und liegen damit auch voll im Trend: Die UNO hat über Jahre an einem Migrationspakt gearbeitet und den endlich auch durchgesetzt. Dieser erlaubt es Klimaflüchtlingen wie uns, sich überall auf der Welt ohne bürokratische Umstände niederzulassen und voll versorgt zu werden. Vielen Dank, liebe UNO, liebe EU und liebe Angela.

Möglicherweise hat das Ganze aber auch unerwünschte Nebenwirkungen:

Wenn nämlich die Bewohner der gemäßigten Zonen (u.a. alte weiße Männer) sich in den Tropen niederlassen und die Tropenbewohner, in Unkenntnis der bevorstehenden Klimakatastrophe nach Norden wandern, führt das zu einem neuen Kolonialismus und die UNO muss sich dann ein neues Völker-Rückaustauschprogramm (ups, darf man das so sagen?) ausdenken.

Ich denke, die schaffen das. Hoffe allerdings, dass bis dahin die von den Zeugen Gretas angekündigte Katastrophe („wir haben nur noch 12 Jahre Zeit!“) sich noch ein bißchen verschiebt. Das hat ja bei den Zeugen Jehovas auch ganz gut geklappt.

Panama, Weltraumwetter und Schulkinder

Heute habe ich eine Menge gelernt, außerhalb meiner Kernkompetenzen Strand und Margaritas.

Zum Beispiel, dass ein Mensch jährlich 58,6 t CO2 ausstößt und man deshalb besser keine Kinder mehr in die Welt setzen soll. Und wenn schon, dann da wo sie den geringsten ökologischen Fußabdruck hinterlassen. „Kinder sind schlecht für die Umwelt.“

Steht so im Manifest einer deutschen Lehrerin, wird in diversen Foren ernsthaft (!) diskutiert. und scheint mir (Achtung: Deutschland-kritisch) der aktuelle Höhepunkt der grünen Volksverblödung in der alten Heimat zu sein.

Das wesentlich ergiebigere Thema heißt Weltraumwetter oder space weather und hat mir, der sich seit vielen Jahren mit Klimawandel befasst, eine Menge neue und nützliche Information gegeben.

Die US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat extra dafür eine Website.

Viel spannender ist aber eine Präsentation aus 2018, die hier zu finden ist (englisch). Und vorher war ich schon von diesem Titel magisch angezogen worden: „Fatal flaw in climate change science“. Also „Tödlicher Fehler in der Klimawandel-Wissenschaft“. Hier ist das Video.

Die wichtigsten Thesen daraus, meine Worte und meine Wertung:

  • die aus dem Weltraum und bei immer wiederkehrenden Sonnenausbrüchen in das Erde-System eingespeisten Energiemengen werden von der aktuellen Klimadiskussion nicht diesen Quellen zugeordnet, sondern zu Lasten des menschlichen Einflusses gebucht. Offensichtlich Pustekuchen mit „the science is settled“ (Al Gore) oder „97% aller Klimawissenschaftler sind sich einig …“
  • schon relativ schwache Sonneneruptionen haben in den letzten Jahren immer wieder zu regionalen temporären Ausfällen der Stromversorgung, des Flugverkehrs und anderer lebenswichtiger Systeme geführt. Es gibt die fundierte Aussage, dass ein starker und auf die Erde gerichteter Ausbruch unsere Zivilisation um Jahrzehnte zurückwerfen kann.

Und wenn ich jetzt an großflächige Solaranlagen denke oder an das ohnehin strapazierte deutsche EV-Netz, dann bin ich sicher, dass es nicht the big one braucht, um Deutschland ernsthaft Probleme zu bescheren.

„It’s not CO2, stupid“.

Statt also alles zu tun, um die Stromversorgung eines Industrielandes widerstandsfähig zu gestalten, macht Deutschland das genaue Gegenteil. Und die Verantwortlichen applaudieren dazu fröhlich fehlgeleiteten Schulkindern. Kaum zu glauben, was da abläuft.

Was das mit Panama zu tun hat?

Einfach mal ein paar Wintertage in Deutschland ohne Strom aus der Steckdose vorstellen …

Panama im Globalen Innovationsindex

Als Resident Panamas ist man immer auf der Suche nach guten Nachrichten und in den letzten Jahren z.B. bei Wachstum und Kreditrating auch verwöhnt worden.

Heute mal nicht:

Im Globalen Innovationsindix 2018 der WIPO ist das Land vom 63. auf den 70. Platz abgerutscht, bei 126 Teilnehmern. Selbst in Lateinamerika belegt man nur noch den 7. Platz wohingegen Costa Rica und Kolumbien für ihren Fortschritt lobend erwähnt wurden.

Das gefällt mir überhaupt nicht, weil Innovation ein Land fit für die Zukunft, wirtschaftlich und gesellschaftlich erfolgreich macht.

WIPO meint, dass man sich, wegen Klimawandel, auf Innovation bei erneuerbaren Energien konzentrieren sollte. Wirklich? Fällt diesen Leuten nichts anderes ein? Landschaft mit WKA und Solarfeldern zuzubauen ist alles andere als innovativ.

 

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Quelle: La Prensa

 

Am Stand der Technik orientiert, ist für mich klar, dass Energieinnovation bei kleinen und inhärent sicheren Kernkraftanlagen stattfinden wird.

Und dann beginnt in einem Land in der Mitte Europas der Rückbau eines ebenso kostspieligen wie völlig überflüssigen Kraftwerkparks (Solar & Wind), der seinerzeit auch als Innovation angepriesen wurde und pro Familie nicht mehr als eine Kugel Eis pro Monat extra kosten sollte.

 

 

 

 

 

San Francisco verklagt Ölfirmen, Benzin in Panama 12 Cent teurer

Im Großraum Houston, entlang der texanischen Golfküste, waren 20 Raffinerien wegen Hurricane Harvey ganz oder teilweise außer Betrieb. Die Auswirkungen merken wir bis Panama, wo 95er Benzin jetzt fast 90 Cent kostet, ein deutlicher Preissprung von 75 Cent.

3 Wochen nach der Katastrophe sind laut Houston Chronicle 15 davon schon wieder in Betrieb. Wir können also davon ausgehen, dass sich die hiesigen Benzinpreise bald wieder normalisieren.

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Exxon Raffinerie in Baytown, Texas. (Quelle: houstonchronicle.com)

 

In diesem Zusammenhang gab es heute eine weitere interessante Zeitungsmeldung:

San Francisco and Oakland sue top five oil and gas companies over costs of climate change

Companies knew for decades that their products caused climate change and posed ‚catastrophic‘ risk, but misled the public and continued to make enormous profits

Die Städte San Francisco und Oakland in Kalifornien verklagen die 5 größten Ölfirmen (Chevron, ConocoPhilips, Exxon Mobil, BP und Shell). Man will erreichen, dass diese Firmen die sich aus dem Klimawandel für die Städte ergebenden Kosten für Wälle, Deiche und sonstige Infrastrukturmaßnahmen zum Schutz vor dem Anstieg des Meeresspiegels derzeit und in Zukunft übernehmen müssen.

Begründung: Diese Firmen haben lange von der Gefährlichkeit des Klimawandels gewusst, trotzdem Erdöl und Erdgas aggressiv gefördert, angepriesen und diese Produkte in großen Mengen verkauft.

Eigentlich sollten die Chefs der verklagten Firmen schon morgen eine gemeinsame Erklärung herausgeben und wie folgt argumentieren:

„Liebe BürgerX und PolitikerX von San Francisco und Oakland.

Mit Bedauern haben wir eure Klage zur Kenntnis genommen. Obwohl wir sie für völlig unsubstantiiert oder präziser gesagt für Bullshit halten, wollen wir eurem Willen nachkommen und alles tun, um künftige Schäden vorsorglich und möglichst vollständig zu verhindern.

Wir stellen deshalb ab sofort alle Lieferungen von Erdöl- und erdöl/gas-basierten Produkten in eure Region komplett ein und werden dafür Sorge tragen, dass keiner unserer Vertragspartner in Treibstoff-, Chemie-, Pharma-, Textil- und anderen Industrien diese unsere goodwill-Aktion unterlaufen und damit weitere Schäden verursachen kann.

Wir wünschen euch eine wunderschöne karbonfreie Zukunft.“  

 

Mehr Artenvielfalt in den Tropen

Nichts als Überraschungen.

In den letzten Tagen bin ich über zwei Berichte gestolpert, in denen Wissenschaftler nach langjähriger Feldarbeit herausgefunden haben, dass höhere Temperaturen mehr Artenvielfalt bedeuten. Wer hätte das gedacht? Und wenn ich in Gedanken mal Panama mit Grönland vergleiche, scheint das glaubwürdig zu sein.

 

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Das Bedeutsame daran ist eher, dass es veröffentlicht wurde, denn diese Aussage steht der Mär vom Massensterben aller möglicher Arten wegen Klimawandel diametral entgegen.

Ich habe da so einen Verdacht: Andere Wissenschaftler werden demnächst auch herausfinden, dass der gestiegene CO2-Gehalt der Atmosphäre unsere Erde grüner gemacht hat. Was dann?

Ich danke allen meinen Lesern für ihre Treue zu diesem Blog und wünsche ein glückliches 2017. Bleiben Sie schön neugierig.

 

 

„Best time to be alive“

Hier am Panamakanal sehen wir immer mehr Flüssiggastanker gen Asien fahren, ein Rohstoff, exportiert von dem Land, das noch vor wenigen Jahren größter Importeur von Erdöl und Erdgas war.

 

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Quelle: Maran Gas Maritime

 

„Best time to be alive“ – so lautet der Titel eines Artikels von US-Präsident Obama im Wired Magazin. Bezüglich Titelzeile und der Betonung der Rolle technischen Fortschritts stimme ich mit ihm überein.

Ideologisch und lachhaft wird es dort, wo er beispielhaft einen Dad aus North Dakota erwähnt, der sich neue Kenntnisse aneignet, um die grüne Revolution voranzubringen.

North Dakota ist #3 im Ranking der US-Staaten bezüglich ihrer ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit  und eher dafür bekannt, mit neuen Fördertechnologien die USA auf den Weg zu Energie-Autarkie gebracht zu haben.

In diesem Feld hat eine wahre Energie- und keine grüne Revolution stattgefunden. Und wenn die USA als eines von wenigen Länder ihren CO2-Ausstoß in den letzten Jahren deutlich reduziert haben, dann ist das im wesentlichen dem Umstieg vom Energieträger Kohle auf Erdgas zu verdanken, gewonnen mit unkonventionellen Fördermethoden.

Was für eine un-präsidiale Ansprache, die diesen wichtigen Fakt nicht einmal erwähnt, weil es eben nicht zur grünen Agenda passt. Und all das aus dem Munde eines Präsidenten, in dessen Amtszeit „Klimawandel“ zur größten Bedrohung aufgebauscht, Kritik daran massiv unterdrückt und die wissenschaftliche Debatte für beendet erklärt, sozusagen ein Denkverbot verhängt wird.

Für mich bedenklich ist, wie die meisten Technologie-Unternehmer dies hinnehmen und einstimmen. Kein Wunder bei Elon Musk, der als Hersteller von Solarmodulen, Elektroautos und demnächst Batterien massiv an den grünen Subventionen partizipiert, seine Geschäftsmodelle darauf aufgebaut hat. Befremdend bei Apple und anderen, die lauthals und wider besseres Wissen davon reden, dass ihre Datencenter zu 100% von erneuerbaren Energien gespeist werden.

Keine einzige Industrie kann heute mit der wetterabhängigen Energieerzeugung aus Sonne und Wind existieren. Alle Industrien und unser Alltag funktionieren, weil ein kompletter zweiter Kraftwerkspark basierend auf Uran, Öl, Gas und Kohle jederzeit einspringen kann, wenn die Energiequellen der Traumtänzer wegen Dunkelheit, Schlechtwetter, Windstille oder Sturm nichts liefern.

 

 

Wem Klimawandel nützt

Ein interner Audit der George-Mason-University im US-Bundesstaat Virginia hat ergeben, dass einer ihrer Professoren nebst Gattin in 2014 ca. $500.000 aus Bundesmitteln für Klimaforschung über seine non-profit Gesellschaft IGES abzweigte. Das addierte sich zu seinem Professorengehalt in Höhe von mindestens $250.000. Double-dipping ist der eingängige Begriff dafür. Eine notwendige Genehmigung der Universität lag wohl nicht vor.

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Wer sagt da, dass man nicht prächtig am Klimawandel verdienen kann? Kommt aber noch besser: In meinem Post  “Ein Todesurteil für die Wissenschaft”* taucht genau dieser Professor Shukla auf, als Initiator der RICO-20 Gruppe, die vom Generalbundesanwalt fordert, das „Klimaskeptiker“ nach Gesetzen zur organisierten Kriminalität behandelt werden sollen. Also z.B. seine Kollegen, die fachlich anderer Meinung sind …

Mit seiner fragwürdigen Initiative hat sich der Professor nun selbst in das Rampenlicht befördert und ein dickes Eigentor geschossen. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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