Wie weit kann Bitcoin steigen? Und warum sollte es?

„Was braucht es für einen Milliarden-Dollar-Bitcoin?“ fragt der Autor Peter St. Onge. Hier ist sein Original-Artikel.

Ohne zu versuchen, einen zukünftigen Bitcoin-Wert zu quantifizieren, ist die zugrunde liegende Frage, unter welchen Umständen Bitcoin in extreme Höhen steigen würde, in der Tat eine sehr interessante Frage.

Der Autor stellt fest, dass ein Zusammenbruch des US-Dollars unweigerlich zu einem solchen Ereignis führen würde, und es stellt sich die Frage, wie dies geschehen könnte.

In dem Artikel wird das exzessive Drucken von Geld als eine Möglichkeit genannt, aber der zweite Punkt ist für mich der offensichtlichste und überzeugendste:

Der Preis des Dollars könnte zusammenbrechen … einfach weil ihn niemand mehr benutzen will.

Warum sollte das passieren, dass niemand mehr den US-Dollar benutzen will?
Nun, hier sind die Gründe:

  1. Globale Transaktionen werden nicht mehr exklusiv in USD abgewickelt. (China, Russland, Iran)
  2. Übermäßiges Drucken führt zu Inflation und wir können erwarten, dass es noch schlimmer wird.
  3. Weitere staatliche Restriktionen wie die Einschränkung von Bargeldzahlungen sind zu erwarten
  4. Kosten der Geldversorgung (drucken, verwalten, verteilen, sichern)
  5. Transaktionsschwierigkeiten und -kosten.

Die Einführung einer FED-CBDC würde den letzten Punkt lösen, keinen der anderen, und öffnet die Büchse der Pandora für noch mehr Manipulation. (CBDC Cryptowährungen der Zentralbanken)

Einfach gesagt: USD ist das altmodische Taxigewerbe und BTC ist UBER, autonom fahrend und ohne sexuelle Belästigung.

Quelle: coinmod.com

Wenn die Menschen also Schritt für Schritt entscheiden, dass BTC für Transaktionen besser geeignet ist, werden sie umsteigen. Das bedeutet, dass immer weniger Menschen Papiergeld verwenden wollen und sogar eine Prämie für solche Zahlungen verlangen. Denken Sie an die Kreditkartengebühren.

Schon heute wollen viele Angestellte in Kryptowährungen bezahlt werden, nicht in irgendwelchen Fiat-Währungen.

Schon heute führen Unternehmen Kryptowährungen als Aktivposten in ihrer Bilanz.
Siehe http://www.microstrategy.com.

El Salvador hat BTC zum gesetzlichen Zahlungsmittel gemacht und jedes Unternehmen muss sie akzeptieren. Weitere Länder erwägen einen solchen Schritt. Für einige, wie Panama, ist es schlicht Fortschritt, für andere, wie Argentinien, ein Mittel, um die galoppierende Inflation in den Griff zu bekommen.

Aber, sagen Sie, Kryptowährungen werden für kriminelle Transaktionen verwendet.

Kann sein, aber in allen Narco-Filmen, die ich gesehen habe, waren die Koffer mit Bündeln von Dollarscheinen gefüllt.

Aber, sagen Sie, wenn BTC so ein großartiges Wertaufbewahrungsmittel ist, warum sollten die Leute es dann ausgeben, anstatt es zu halten?

Nun, das müssen sie gar nicht. Sie können es einfach behalten und als Sicherheit für Kredite in Stablecoins oder sogar CBDC für Transaktionen verwenden.

Aber Sie sagen, wenn ein EMP oder CME die Erde trifft und die Energieversorgung zusammenbricht, ist alles verloren.

Nun, das ist es nicht, denn als dezentrales System wird es immer irgendwo lebendige Netzwerkknoten geben, die das System zusammenhalten. (EMP und CME, siehe Wikipedia)

Und falls doch im schlimmsten Fall die gesamte Stromversorgung der Welt zusammenbricht, haben wir ohnehin andere Probleme. Dann geht es nur noch ums Überleben, nicht mehr ums Geld.

Schauen wir also zu, wie der USD fällt und profitieren wir vom Wertzuwachs des Bitcoin.

Permanente Residenz für 3 Bitcoin

Anlässlich der Bitcoin Conference 2021 in Miami am vergangenen Wochenende verkündete Präsident Nayib Bukele von El Salvador, dass sein Land ab sofort Bitcoin als legales Zahlungsmittel einführen würde, neben dem US-Dollar, der seit 2001 den heimischen Colon ersetzt hat. Das Parlament stimmte seinem Vorschlag mit großer Mehrheit zu.

Warum?

  • 20% des Bruttosozialprodukts kommen aus Überweisungen seiner Bürger, die im Ausland arbeiten. Bitcoin-Transfer wird wesentlich billiger sein, als die bisher genutzten Services, wie Western Union.
  • 60% der Energieerzeugung kommt aus Hydro- und Geothermie. Preisgünstig und Null CO2. Beide Faktoren sind wichtig für Cryptomining-Unternehmen.
  • Ohne Kapitalertragssteuer auf Cryptogewinne werden Crypto-Unternehmen (Technologie und Finanzen) magisch angezogen.

Was ich davon halte

  • Währungstechnisch sind in Lateinamerika all die Länder schlecht dran, deren schwache Landeswährung ständig auf- und meist abgewertet wird. Das große Argentinien ist dafür ein Musterbeispiel, ganz zu schweigen von Venezuela.
  • Wer also den US-Dollar exklusiv oder parallel nutzt, ist damit stets besser bedient gewesen.
  • Die hemmungslose Geldvermehrung der US-Notenbank, wie auch der EZB, kann nicht folgenlos bleiben und es ist an der Zeit für einen Plan B. Das gilt für Länder ebenso wie für Unternehmen und Privatpersonen.
  • Der Bitcoin ist trotz aller Schwankungen derzeit und in der überschaubaren Zukunft wohl die Anlageklasse mit den besten Wertentwicklungsprognosen. Dafür sorgt die fixe Begrenzung der Umlaufmenge auf 21 Mio. BTC.
  • Die US-Zentralbank (FED) betreibt naturgemäß Geldpolitik im Interesse der US-Wirtschaft, was für die anderen Länder mit USD als Landeswährung suboptimal sein kann.
  • Dem Idealfall, ein von der Politik völlig unabhängiges und inflationsfreies Geldsystem zu haben, kommt eine Bitcoin-basierte digitale Währung sehr nahe. Die Digital-Projekte einiger Zentralbanken (CBDC) erfüllen dieses Ideal in keiner Weise.

Zusammengefasst: Nichts zu verlieren und alles zu gewinnen. Ich hoffe, dass das Vorpreschen von El Salvador seine Nachahmer in ganz Lateinamerika, insbesondere auch in Panama, findet.

Zur Überschrift: Um Cryptounternehmen schnell ins Land zu holen, soll die Permanente Residenz für El Salvador bereits zum Preis von 3 BTC angeboten werden.

Der 1-Million-Euro-Irrtum

1 Million Euro hat ein Mitglied der Grünen diese Woche seiner Partei gespendet. Nobel.

Damit könnte man der Parteiführung diverse Weiterbildungskurse finanzieren, für Habeck in Volkswirtschaft, für Baerbock in Physik. Nur so als Anregung …

Wo aber kommt das Geld her und was ist die Motivation? Der Big Spender, ein Programmierer aus Greifswald, hat laut Pressemeldungen seit Jahren an Bitcoin-Projekten gearbeitet und dabei eben auch Bitcoin verdient. Der spektakuläre Kursanstieg hat nun dazu geführt, dass der junge Mann auf einmal den Gegenwert von mindesten 1 Million Euro in seiner Cryptobörse hatte.

Photo by David McBee on Pexels.com

Vorbildlich bucht er damit keinen Langstreckenflug, um in Los Angeles eine große Eisportion im Plastikbecher zu futtern, sondern er bekommt ein schlechtes Gewissen. Das ist unverdienter Wohlstand, sagt er, und dann noch mit den höchst klimaschädlichen Bitcoin verdient. Jeder weiß ja, dass Bitcoin in großen Datencentern „geschürft“ wird, was exorbitante Mengen an Energie verbraucht. Das bedeutet viel CO2, exponentieller Klimawandel und Apokalypse. Genau.

Oder doch nicht?

Natürlich ist es weniger energieaufwändig, eine oder auch 60.000 Dollarnoten zu drucken, als 1 Bitcoin zu schürfen. Das ist ja aber nicht alles.

  • Die Dollarnoten müssen verteilt und gezählt und eingesammelt werden.
  • Die Geldautomaten, 470.000 allein in den USA, müssen gebaut, bestückt und betrieben werden.
  • In den USA gibt es 80.000 Bankfilialen, weltweit Hunderttausende

Diese komplette Bankeninfrastruktur braucht Bitcoin nicht und schneidet schon deswegen energetisch viel besser ab.

Und jetzt betrachten wir außerdem einmal die regelmäßig wiederkehrenden Finanzkrisen mit ihrer massiven Wert- und Existenzvernichtung. Jeder Dollar, Euro, Yen Wirtschaftswachstum kostet Energie.

Dazu hat Dr. Peter St. Onge vom Mises Institut einen ausführlichen Artikel geschrieben, der hier als pdf in Deutsch abgerufen werden kann. Die Quintessenz ist, dass Zentralbanken weitaus umweltschädlicher sind als Bitcoin, sogar umweltschädlicher als der schlimmste industrielle Übeltäter, den man sich vorstellen kann.

Die legendäre TV-Figur Alfred Tetzlaff hat ja mal gesagt, es wäre nicht so dass die Sozis dumm seien, sie hätten nur immer Pech beim Denken. Gilt dann eben auch für Grüne, die meinen dass ein Zentralbank-unabhängiges digitales Geldsystem wie Bitcoin klimaschädlich wäre.

Millionäre vom Fließband

Unser aller Leben wird von Zyklen bestimmt, sich in bestimmten Abständen wiederholenden Vorgängen. In der Natur ist die Rotation von Planeten um ihre Sonne eine Ursache. Die wiederum daraus entstehenden Wechselwirkungen sind vielgestaltig und nicht einfach zu erkennen. Die Menschen auf der Erde werden daran erinnert werden, wenn die derzeitige interglaciale Periode der Erdgeschichte, also der Abschnitt zwischen zwei Eiszeiten zu Ende geht, egal wie karbonfrei wir unseren Alltag, in Verkennung der wirklichen Ursachen für Klimawandel, gemacht haben.

Nicht nur in der Natur gibt es Zyklen, sondern, wie jeder weiß, auch in der Wirtschaft. Immer wieder wechseln Konjunktur und Rezession einander ab. Die Einflussfaktoren sind dabei extrem vielschichtig, von natürlichen Einflüssen bis hin zu Mode und Zeitgeist. Und das alles noch gemixt mit dem unvorhersehbaren Handeln der Menschen.

Und darin eingebettet gibt es die Zyklen, die Millionäre machen.

Natürlich muss man nicht Millionär sein, um wie ein solcher zu leben. Es ist jedoch immer wieder spannend und erfreulich zu sehen, wie nicht nur Politiker und Erben einen Zugang zum sorgenfreien Leben bekommen, sondern dass sich smarte, nicht notwendigerweise harte, Arbeit auszahlt.

Ende der 70er Jahre, mit dem Aufkommen der Personalcomputer wuchs der Bedarf an Software, um diese bestmöglich nutzen zu können. Bill Gates mit Microsoft, Steve Jobs mit Apple, Larry Ellison mit Oracle waren unter den ersten Nerds, die aus der Garage heraus dominierende Unternehmen gründeten, selbst Milliardäre wurden und mittels Beteiligung viele ihrer Mitarbeiter zu Millionären werden ließen.

Das war die PC-Welle der 80er Jahre.

Knappe 20 Jahre später begann sich das Internet zu etablieren und die Geldgeber konnten es kaum erwarten, scheinbar aussichtsreiche Konzepte zu finanzieren.

Produktidee –> Finanzierung –> Funktionsnachweis –> Akquisition –> alles von vorn.

Viele Seriengründer hatten schon abgesahnt, bevor die Blase um die Jahrtausendwende zunächst platzte. Das war aber kein Ende, sondern notwendige Konsolidierung und dann ging es erst richtig los: Google, Facebook, Amazon und schon wieder Apple waren die Pioniere, ihre Mitarbeiter nicht nur fürstlich entlohnt, sondern Anteilseigner, deren Vermögen sich mit den explosionsartig steigenden Aktienkursen automatisch vermehrte.

Das war die Internet-Welle zur Jahrtausendwende.

Schneller Vorlauf, 20 Jahre weiter, im Heute. Innerhalb eines Jahres hat sich der Wert von Bitcoin verzehnfacht, innerhalb der letzten 6 Jahre ist der Wert um das 200-fache gestiegen.

Noch weiter zurück: Am 9 Februar 2011 war Dollar-Parität erreicht, d.h. dass damals ein Bitcoin 1 US-Dollar kostete. Wer für $1.000 gekauft und sicher verwahrt hatte, kann sich heute über ein Portfolio von $57 Mio. freuen. Und mit den Wincklevoss Brüdern gibt es mindestens schon zwei Bitcoin-Milliardäre.

Wer Bitcoin mittels Mining selbst „schürfte“, wurde immer schon in BTC bezahlt und so werden viele der frühen Mineure die Profiteure von heute sein. Verdientermaßen, und ihr Vorteil ist, dass sie mit dieser digitalen Währung von Anfang an umzugehen wussten. Andere Käufer waren nicht so glücklich , verloren die zugehörigen Daten und damit den Zugriff auf ihr Geld. Wer das damals als kleines Missgeschick betrachtet hat, bekommt heute und in Zukunft öfter feuchte Augen, beim Betrachten der Kursentwicklung.

Das war die Crypto-Welle der 2020er Jahre.

Bei welcher bist Du dabei gewesen?

BREAKINGNEWS: Bitcoin, Paypal, Panama

Vor einigen Tagen hat der Zahlungsdienstleister Paypal angekündigt, dass man demnächst auch Transaktionen in Bitcoin und einigen anderen Cryptowährungen unterstützen wird. Das ist ein ziemlich bedeutsamer Schritt, für Paypal und für die Gemeinschaft der Cryptoinvestoren, bringt er doch Bitcoin & Co. näher an alltägliche Zahlungsvorgänge, befördert deren Akzeptanz.

Nachdem es schon seit 2016 in Panama City eine Bitcoin Academy gab, werden wir hier demnächst ein schwimmendes Crypto-Technologie- und Geschäftszentrum haben.

La Estrella schreibt dazu (übersetzt mit DeepL):

Ein neues Geschäftskonzept wird nach Panama kommen und das Land als Vorreiter bei der Einführung von Leasing für „digitale Nomaden“ positionieren. Die MS Satoshi, ein 12-stöckiges, 245 Meter langes Wohnkreuzfahrtschiff, wird Anfang Dezember im Golf von Panama vor Anker gehen und befindet sich im Besitz der Ocean Builder, die über eine Kapazität von 2.020 Einwohnern verfügt. Dieses Luxusschiff wird am 4. November vom Hafen von Piräus in Athen, Griechenland, nach Panama abfahren, wo es 22 Kilometer vor der Küste vor Anker liegen wird. Mietverträge werden ab dem 5. November angeboten, um Anfang 2021 nach Biosicherheitsmaßnahmen wegen Covid-19 besetzt zu werden.

Quelle: oceanbuilder.com

Die Wohnungen richten sich an Unternehmer der neuen Technologien, Beeinflusser und Manager der Krypto-Währung, also an Fachleute, die ihre Aufgaben über das Internet und aus der Ferne erledigen. Die Tourismus- behörde Panamas (ATP) berichtete am Sonntag in einer Pressemitteilung, dass das Schiff vor Anker liegen und die Kommunikation mit dem Festland über ein Fährsystem erfolgen wird, wobei die geschätzte Fahrzeit zwischen dem Schiff und der Stadt 30 Minuten beträgt.

In der Erklärung sagte der Generalverwalter der ATP, Ivan Eskildsen, dass „dieses innovative Projekt dazu beiträgt, Panama international zu positionieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Reiseziels zu stärken“.

Der Betriebsdirektor von Ocean Builder, der Amerikaner Tschad Elwartowski und ebenfalls anerkannter Bitcoin-Investor sagte: „Wir hoffen, hier in Panama ein Zentrum für Innovation zu schaffen, unser Ziel ist es, zu entdecken, wie man nachhaltig im Meer leben kann.“

Quelle: http://www.oceanbuilders.com

Das sind spannende Neuigkeiten und es ist gut zu wissen, dass Panama offen für solche Projekte ist. Vom Ankerplatz der MS Satoshi werden ihre Bewohner einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline der Hauptstadt haben. Sie haben unzählige Bars und Restaurants, Diskos und Museen, Banken und internationale Unternehmen vor ihrer Haustür, ebenso wie die nur 40 km entfernten Inseln des Las Perlas Archipels.

Wer nun Panama wegen mehr Netto vom Brutto in seiner Planung hat, muss keine teure Kabine auf der Satoshi kaufen. Die hier praktizierte Territorialbesteuerung sorgt ganz legal dafür, dass keinerlei ausländische Einkünfte zu deklarieren sind oder besteuert werden. Dazu habe ich in meinem eBook „Sonnig, sorglos, steuerfrei“ ausführlich geschrieben und ein mögliches nicht-digitales Geschäftskonzept als Beispiel vorgestellt. (hier ist der pdf-Download)

Wer für sein Panama-Business dann ein temporäres Headquarter braucht, wird hier oder hier fündig.

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