Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

PTY_von_Osten_aerial

Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

 

GM_LS-BIT-Banners_640x100px

Interessiert an Bitcoin Mining? Hier!              Promocode G9kBL7

 

 

 

San Francisco verklagt Ölfirmen, Benzin in Panama 12 Cent teurer

Im Großraum Houston, entlang der texanischen Golfküste, waren 20 Raffinerien wegen Hurricane Harvey ganz oder teilweise außer Betrieb. Die Auswirkungen merken wir bis Panama, wo 95er Benzin jetzt fast 90 Cent kostet, ein deutlicher Preissprung von 75 Cent.

3 Wochen nach der Katastrophe sind laut Houston Chronicle 15 davon schon wieder in Betrieb. Wir können also davon ausgehen, dass sich die hiesigen Benzinpreise bald wieder normalisieren.

exxonbaytown

Exxon Raffinerie in Baytown, Texas. (Quelle: houstonchronicle.com)

 

In diesem Zusammenhang gab es heute eine weitere interessante Zeitungsmeldung:

San Francisco and Oakland sue top five oil and gas companies over costs of climate change

Companies knew for decades that their products caused climate change and posed ‚catastrophic‘ risk, but misled the public and continued to make enormous profits

Die Städte San Francisco und Oakland in Kalifornien verklagen die 5 größten Ölfirmen (Chevron, ConocoPhilips, Exxon Mobil, BP und Shell). Man will erreichen, dass diese Firmen die sich aus dem Klimawandel für die Städte ergebenden Kosten für Wälle, Deiche und sonstige Infrastrukturmaßnahmen zum Schutz vor dem Anstieg des Meeresspiegels derzeit und in Zukunft übernehmen müssen.

Begründung: Diese Firmen haben lange von der Gefährlichkeit des Klimawandels gewusst, trotzdem Erdöl und Erdgas aggressiv gefördert, angepriesen und diese Produkte in großen Mengen verkauft.

Eigentlich sollten die Chefs der verklagten Firmen schon morgen eine gemeinsame Erklärung herausgeben und wie folgt argumentieren:

„Liebe BürgerX und PolitikerX von San Francisco und Oakland.

Mit Bedauern haben wir eure Klage zur Kenntnis genommen. Obwohl wir sie für völlig unsubstantiiert oder präziser gesagt für Bullshit halten, wollen wir eurem Willen nachkommen und alles tun, um künftige Schäden vorsorglich und möglichst vollständig zu verhindern.

Wir stellen deshalb ab sofort alle Lieferungen von Erdöl- und erdöl/gas-basierten Produkten in eure Region komplett ein und werden dafür Sorge tragen, dass keiner unserer Vertragspartner in Treibstoff-, Chemie-, Pharma-, Textil- und anderen Industrien diese unsere goodwill-Aktion unterlaufen und damit weitere Schäden verursachen kann.

Wir wünschen euch eine wunderschöne karbonfreie Zukunft.“  

 

Realitätsverlust?

Während Panama’s Ex-Präsident Ricardo Martinelli in US-Auslieferungshaft sitzt, hat eine aktuelle Emnid-Umfrage ergeben, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel bei fast allen Themen als die fähigste deutsche Politikerin angesehen wird.

Tu feliz Alemania.

Aus der Ferne betrachtet, würde ich sagen, dass ihre Kompetenz in der Energiepolitik nur noch von der in Sachen Sicherheitspolitik übertroffen wird:

1 Mio. muslimische Männer im besten Kampfesalter, darunter eine Vielzahl „Gefährder“ (lies: potentielle Terroristen) und Kriminelle, wurden ohne jede Kontrolle ins Land geholt, werden dauerhaft untergebracht und verköstigt.

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sie auf dem Saalfelder Bahnhof mit „Insch Allah“ oder so ähnlich begrüßt und mit Tränen in den Augen bekannt, dass dies der glücklichste Tag seines Lebens (!) sei und Katrin Göring-Eckhardt meint, dass es ohne diese neuen Mitbürger „langweilig“ sei. Polizei und Kriminalstatistik bestätigen letzteres.

Ist es nicht atemberaubend, wenn wegen eines Tsunami in Japan die Energiewirtschaft eines mitteleuropäischen Industrielandes vorsorglich auf den Kopf gestellt wird, aber eine islamische Reservearmee, deren Anzahl die von Bundeswehr und Polizei um ein Vielfaches übersteigt, ohne jede Kontrolle einwandern kann?

Wenn es denen langweilig wird oder sie mehr Geld brauchen, dann ist Schluss mit lustig.

Ich habe in den letzten Monaten einige Reisende getroffen, die genau deshalb eine neue Heimat suchen. Qualifizierte und erfahrene Leute, die das Land aus Sorge um die Sicherheit ihrer Familien verlassen.

Völlig grundlos, oder?

 

 

 

 

ESTA widersprüchlich

Trotz Lufthansa-Direktflug nach Panama werden wir zum Jahresende auf dem Weg von Frankfurt nach Panama City wieder einmal über San Juan/Puerto Rico fliegen. Und da das U.S. Territorium ist, muss man bei der Einreise eine gültige ESTA haben.

Und genau heute flattert eine Email von Homeland Security ins Haus. Man teilt uns mit, dass eine unserer ESTA Genehmigungen in den nächsten 30 Tagen ungültig wird.  Kein großes Problem, ein Antrag ist in 10 Minuten ausgefüllt.

 

DHS

 

Ich stolpere aber schon beim ersten Schritt.

Da steht:

Folgende Informationen werden von jedem (1) nicht-einwandernden Besucher (2) ohne Besuchervisum verlangt, der (3) kein Staatsbürger eines der Länder in der Auflistung von 8 CFR 217.2 ist.  

In der genannten Auflistung finden sich alle normalen Länder, inklusive Deutschland, aber nach der Anleitung gilt das nicht für uns, weil wir EIN und nicht KEIN Staatsbürger eines dieser Länder sind. Also nicht für uns. Sehr komisch.

Umschalten auf Englisch und hier ist der Originaltext:

The following information is required of every (1) non-immigrant visitor (2) not in possession of a visitor’s visa (3) who is a national of one of the countries [1] listed in 8 CFR 217.2.

Da steht also „who IS a national of …“ und im Deutschen „der KEIN Staatsbürger von … ist“. Das genaue Gegenteil also. Nicht witzig.

Da kann man nur inständig hoffen, dass das Department of Homeland Security anderswo sorgfältiger arbeitet.

Glückliches Panama

Was für eine Woche: Harvey trifft auf die texanische Golfküste, Irma verwüstet die nördliche Karibik und nun Florida, Mexico erlebt das schwerste Erdbeben.

Alles keine 2 Flugstunden von hier entfernt und Panama merkt davon … nichts.

irma-x3-halfdisk2

Das regelmäßige Auftreten von Naturkatastrophen war für uns bezüglich Auswanderungsziel vor 10 Jahren ein klares KO-Kriterium. Auch wenn es selten passiert, das muss man nicht mitmachen.

Zwei unserer nordamerikanischen Nachbarn haben erst letztes Jahr jeder ein Condo in Boca Raton an der Atlantikküste von Florida gekauft, sind jetzt hier und müssen warten, was passiert und wie ihr Eigentum und die Umgebung nach Durchzug von Irma aussehen wird.

Weitgehend unbemerkt in der Öffentlichkeit hat es in diesen Tagen auch drei schwere Ausbrüche auf der Sonne gegeben, die falls genau zur Erde gerichtet, großen Schaden an Energie- und Kommunikationsnetzen hätten anrichten können.

Und natürlich sind nach diesen Monsterstürmen auch die Klimawandel-Alarmisten zur Stelle.  Ihnen sei gesagt, wenn diese Unwetter „menschgemacht“ sind, dann war es die vorausgegangene Flaute ebenfalls. Mehr als 4.000 Tage hatte nämlich kein schwerer Sturm mehr das US-Festland getroffen, eine bis dahin nicht erlebte Ruhepause.

Und das stellte das IPCC in 2013 fest:

clip_image0122

 

 

Im Golf von Chiriqui Nationalpark

Wale haben wir jedes Jahr im Las Perlas Archipel und letztes Jahr auch vor der Isla Iguana (Azuero) gesehen. Immer wieder eindrucksvoll. In diesem Jahr habe ich sie erstmals vom Flieger aus beobachtet und kürzlich warb dann eines unserer Lieblingshotels mit diesem Banner:

avistamiento_ballenas

 

Das Hotel Bocas del Mar liegt direkt am Golfo de Chriqui National Park, der sich über 15.000 ha erstreckt und eine Vielzahl Inseln und Felsriffe umfasst.

Das Hotel besuchen wir regelmäßig. Die Zimmer sind im Bungalowstil, geräumig und komfortabel, direkt am Pool befindet sich ein feines Restaurant, alles in einer tropischen Gartenanlage mit Blick auf das Meer.

 

IMG_4725

 

Für die Wal-Tour steht ein geräumiges Boot bereit und um 9 Uhr geht es los. Wir sind nur 4 Passagiere, der Guide und der Käpt’n.  Da es bis gegen 15 Uhr dauern soll, haben wir ein Lunchpaket mit Sandwich und Bier an Bord, Wasser sowieso.

Hier ein paar Eindrücke:

 

Außer Walen und Delphinen gibt es auf einer kleinen Insel einen Tümpel, in dem 5 oder 6 Krokodile hausen. Unser Guide füttert sie mit lebenden Krabben, das Knacken der Schalen hallt über die Insel. Die mehr als 1 Meter langen Krokodile sind Feinschmecker.

Der Golfo de Chiriqui National Park ist einer von 16 Nationalparks in Panama.

 

National_parks_of_Panama_map

Die Region liegt südlich von David, Panamas zweitgrößter Stadt und ist, weniger als 100 km vom Vulkan Baru entfernt, ein beliebtes Ziel für die Bewohner der Region, Touristen und Investoren.

Für letztere sollen Isla Boca Brava und Coco Beach als Beispiel stehen.

 

Atlantikbrücke Panamakanal

Ein weiteres bedeutendes Infrastruktur-Projekt nimmt Gestalt an: nur 3 Kilometer vor den Kanalschleusen auf der Atlantikseite entsteht gerade eine neue spektakuläre Brücke. 530 Meter Spannweite, 212 Meter hohe Pylonen und 75 Meter Durchfahrthöhe, völlig ausreichend auch für die Schiffe der Neopanamax-Klasse.

Begonnen hat die französische VINCI Gruppe im Januar 2013 und die Bauzeit war auf 3,5 Jahre veranschlagt. Ich habe sie heute, nach 4,5 Jahren, mal inspiziert:

 

atlantic_canal_4586

(C) 2017 Panaviacion Corp.

Wenn diese Brücke fertiggestellt ist, wird das nicht nur das Tor zum Kanal, sondern auch zu 250 km bisher völlig unerschlossene Karibikküste bis nach Bocas del Toro an der Grenze zu Costa Rica sein. Das bedeutet Ansiedlungs- und Tourismusentwicklung für die nächsten 20 Jahre und darüber hinaus.

atlantic_west_4581

(C) 2017 Panaviacion Corp.

In den Bildern sieht man außer der Brückenbaustelle die Atlantikschleusen, rechts die alten, links die neuen mit ihren riesigen Wassersparbecken. Dahinter schließt sich der Lake Gatun an, der Wasserweg zum Pazifik.

gatun_4590 (1)

(C) 2017 Panaviacion Corp.

Und für alle Luftfahrt-Interessenten hier noch die Streckenführung:

foreflight_0572

Screenshot Foreflight

Start war um 1335 UTC in Scarlett Martinez (MPSM), dann hoch zur Karibikküste (VUMAN als Navigationspunkt), nach Osten drehen und an der Küste entlang bis Colon, von da in Richtung Pazifik, über den Navigationspunkt SAMSU und von dort zum Flugplatz in Chame (MP24).  Beim Fliegen nach Sichtflugregeln, sind die Navigationspunkte nur zur groben Orientierung gedacht, zumal man ja gelegentlich Wolken ausweichen muss. Ab MPSM wurden diese auf 4500 ft überflogen, zur Karibik hin und ab VUMAN konnte dann auf 2500 ft weitergeflogen werden. Die Fotos wurden also aus ca. 850 Meter Höhe aufgenommen. Landung in Chame gegen 1505 UTC.

 

Ocean Reef Panama City

Künstliche Inseln aufschütten und mit hochwertigen Immobilien bebauen kann man nicht nur in Dubai.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Panama City hat nun Ocean Reef, direkt vor und verbunden mit dem Stadtzentrum – ein extravagantes und teures Quartier. Zwei Inseln und eine Marina dazwischen, was alles einem Gezeitenhub von 6 Metern widerstehen muss. Von der Idee, dem Entwurf und der Wohnqualität her ein erstklassiges Projekt.

Hier ist die Website.

Während Venezuela, ein Land mit riesigen Ressourcen, im Bürgerkrieg versinkt, geht es hier in Panama unaufhaltsam vorwärts (Beispiele unsortiert und ungewichtet):

  • neuer Stadtteil und Sonderzone Panama Pacifico (neu)
  • Internationaler Airport Rio Hato (neu)
  • Metro Linie 1 (neu)
  • Biomuseum (neu)
  • Erweiterung Amador Causeway
  • Metrolinie 2 (neu)
  • Süd-Terminal Tocumen International Airport (neu)
  • Erweiterung Panamericana zwischen Santiago und David auf 6 Spuren
  • Atlantikbrücke Colon (neu)
  • Kongresszentrum Panama City (neu)
  • Kreuzfahrtterminal Panama City (neu)
  • neue Kanalbrücke Pazifik-Einfahrt (neu)
  • Metrolinie 3 mit Anbindung der westlichen Vorstädte (bis La Chorrera)
  • Erweiterung Ausfallstraße Amerikabrücke bis Arrajan auf 6 Spuren
  • Erweiterung Panamericana von La Chorrera bis San Carlos auf 6 Spuren
  • uvm.

 

 

 

 

%d Bloggern gefällt das: