Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

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Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

 

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Energy Highway

Dieses Bild zeigt den LNG Tanker KITA LNG bei der Durchfahrt unter der noch im Bau befindlichen Atlantikbrücke über die Panamakanal-Einfahrt und zeigt symbolisch neue Entwicklungen im Welthandel.

Gas im Überfluss dank hydraulic fracturing und der erweiterte Panamakanal sorgen dafür, dass Asien ausreichend und bezahlbare Energie bekommt.

Die Wirtschaftsmacht Japan hat keinerlei Öl- oder Gasvorkommen, sondern ist komplett auf Importe angewiesen. Flüssiggas von der US-Golfküste vermindert die Abhängigkeit von arabischen und russischen Lieferanten.

 

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Der Tanker hat Liquified Natural Gas, auf 25 kPa komprimiert und bei -162°C, nach Japan gebracht und ist auf dem Heimweg von Oita nach Beaumont-Port Arthur, Texas.  Mit seiner Breite 44 m bei einer Länge 294,2 m passt das Schiff nur durch die neuen Schleusen und ist auch genau dafür ausgelegt.

Details zu der im Bau befindlichen Brücke habe ich hier und hier gegeben.

 

 

Die 30-Stunden-Geburtstagsfeier

Leben in den Tropen hat eine ganze Menge Vorteile, wie man leicht sehen kann:

 

 

(Quellen: presseportal.de, interest.com)

 

 

Der größte Vorteil jedoch ist weitgehend unbekannt: der 30-Stunden-Geburtstag

Wer hier in Lateinamerika lebt und z.B. 6 Stunden hinter MEZ, dessen Geburtstag beginnt ja um 0 Uhr MEZ, was hier allerdings 18 Uhr am Vortag ist.

Und zu Ende geht der Geburtstag natürlich um 24 Uhr Ortszeit.

Das sind 30 Stunden Geburtstagsfeier! 6 Stunden mehr als in Deutschland!

 

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Panamakanal Atlantik-Einfahrt

Es ist Faschingssonntag in Panama, ein Großereignis. Seit Freitagnachmittag sind zehntausende Autos und hunderttausende Passagiere auf dem Weg westwärts, aus der Hauptstadt in die närrische Provinz, vorzugsweise um Las Tablas.  Als Faschingsmuffel bleiben wir da meist zu Hause … oder agieren gegen den Strom.

Für diesen Sonntag haben wir beschlossen, mal wieder in Richtung Colon zu fahren, den Betrieb der Agua-Clara-Schleuse und den Fortgang der Arbeiten an der Atlantikbrücke zu erkunden. Und verkehrstechnisch sollte das funktionieren, da alle immer in die andere Richtung wollen.

Sonntag früh um 9 Uhr, nach kurzem Frühstück geht es auf die Inter-Americana in Richtung Feuerland. Und es passt: die Gegenrichtung ist voll und immer wieder kommt es zu Staus, wohingegen wir freie Fahrt haben. Über die Centenario-Brücke geht es zum Corridor Norte und von dort auf die Schnellstraße nach Colon, also Richtung Norden. Und auch da ist kaum Verkehr, ganz anders als an Wochentagen.

Wir steuern direkt das Besucherzentrum der Agua-Clara-Schleuse an und sehen schon von weitem, dass da ein großer Fisch im Netz ist: die Caribbean Princess, ein Kreuzfahrtschiff mit 209 m Länge, unglaublichen 19 Decks und bis zu 3.142 Passagieren an Bord.

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Kaum hat die Prinzessin die „Badewanne“ (lies: Schleusenkammer) verlassen, wird das „Badewasser“ sogleich für den nächsten Transit genutzt. Die Ever Liberal der Evergreen Reederei liegt schon bereit und wird nun von drei Schleppern sorgfältig in die Schleuse bugsiert.

Mit knapp 335 m Länge und 46 m Breite und 8.432 TEU (20-Fuß-Container-Äquivalent) ist auch das ein Schiff, welches nur durch die neuen Schleusen passieren kann. Es ist auf dem Weg von Asien nach Savannah /Georgia an der US-Atlantikküste.

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Sieht so aus, als ob wir für unseren heutigen Besuch genau den richtigen Zeitpunkt erwischt haben. Wir verlassen das Besucherzentrum und beschließen zum Fort Sherman zu fahren, auch das eine ehemalige US-Militäreinrichtung zum Schutz des Kanals.

Unterwegs gelingt dieses Bild von einem Autotransporter, der Glovis Chorus, auf dem Weg nach Santo Domingo, bei der Durchfahrt unter der halbfertigen Atlantikbrücke. Den Baufortschritt kann man gut hier sehen, als ich diese Baustelle im August 2017 überflogen hatte.

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Auf dem Weg nach Fort Sherman müssen wir dieses Mal noch die Fähre nehmen, um die Kanaleinfahrt zu passieren. Die dortige Shelter Bay Marina (Video) ist ziemlich voll ausgelastet und wir betrachten das Treiben von der Terrasse des Restaurants „The Dock“. Die Speisekarte sieht verlockend aus und während meine Frau sich mit Fish & Chips zufrieden gibt, entscheide ich mich für Seebarsch mit reichlich Knoblauch- und Shrimpsauce, sowie das obligatorische Glas Weißwein. Superlecker.

Wir beschließen, beim nächsten Besuch eine Übernachtung zu buchen, die Gegend und die Colon Free Zone mal ausführlich zu erkunden.

Die 200 km lange Heimfahrt verläuft wiederum unspektakulär, allerdings mit einer Menge Verkehr – in der Gegenrichtung.

Ein wirklich cooler Faschingssonntag.

 

Photos (C) besserpanama.com

 

Time to say good-bye

Gestern hat SpaceX mit der Falcon Heavy das derzeit leistungsfähigste Trägersystem erfolgreich auf Testflug geschickt. Ein großartiger Erfolg.

 

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Bei Welt Online meint Kathrin Spoerr, dass es doch nicht angehe, dass eine Privatperson jetzt Raketen ins All schickt und nicht ein Staat:

„Elon Musk hat sich den Traum der Menschheit erfüllt, zu den Sternen zu fliegen, und das Erste, was er tat: Er machte das All zur Ware. Aber das Weltall sollte nicht dem Mann mit dem meisten Geld und dem geilsten Auto gehören.“

Gähn.

Und dazu höre ich aus Angela Merkel’s neuestem Gruselkabinett, dass Martin Schulz es als angehender Außenminister nicht erwarten kann, noch mehr Geld an die EU zu überweisen, dass Herr Altmeier sich um Wirtschaft, Energie und natürlich um das globale Klima kümmern soll …

Erinnert mich an ausgebrannte Raketenstufen, aber nicht die wiederverwendbaren von SpaceX.

 

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Time to say good-bye …

Deutschland mag noch Export-Weltmeister sein, dank der Target2-Salden, aber das Momentum führt seit geraumer Zeit bergab und wird kaum aufzuhalten, geschweige denn umzukehren sein. Schade um dieses wunderbare Land.

Was es braucht, ist ein Plan B und Panama ist dafür ziemlich perfekt. Wie man das am besten in die Realität umsetzt, habe ich schon in einigen Posts beschrieben.

Nur ein Beispiel wie man ganz schnell in Panama ankommen kann: Mein Freund Peter von Woodart Panama baut hochklassige Möbel, hat mehr Aufträge als er schaffen kann und sucht einen aktiven Teilhaber.

Junge Leute, digitale Nomaden, die ihren Job von überall machen können und Einnahmen aus aller Welt haben, können sich hier legal niederlassen ohne jemals mit der Steuerbürokratie in Berührung zu kommen.

Man kann ab $1.500/m² in erstklassige Strand- und Großstadtimmobilien investieren oder für wenige $/m² Grundstücke in den schönsten Gegenden erwerben.

Teileigentum und jährlich 2 Monate Nutzung an einem Meerblick-Apartment gibt es ab $50.000.

Ein luxuriöses Original Bali-Haus mit 120 m², Terasse und Pool, nur 300 m vom Strand, mit traumhaften Sonnenuntergängen  gibt es ab $300.000.

 

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Jedermann genießt hier ganzjährig ein traumhaftes Klima, ein funktionierendes Gesundheitssystem und deutlich niedrigere Lebenshaltungskosten in einem entspannten, stabilen und sicheren Umfeld.

Bienvenido.

 

 

 

 

 

Gestern im Panamakanal …

Auf dem Rückweg aus der Hauptstadt gab es gestern gleich 2 ungewöhnliche Objekte zu beobachten: Eines davon, in der Miraflores-Schleuse und nicht zu übersehen, war die Norwegian Star, ein Kreuzfahrtschiff für bis zu 2.348 Passagiere.

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Quelle: ncl.com

In 2018 pendelt dieser Cruiser zwischen Miami und Los Angeles, via Cartagena (Kolumbien), durch den Panama Kanal, Puntarenas (Costa Rica), San Juan del Sur (Guatemala), Puerto Quetzal, Acapulco und Cabo San Lucas (alle Mexico).

Eine tolle Route mit wunderschönen Etappenorten. Dauer 14 Tage und ab nur USD 1.200 pro Person.

Nur 10 Minuten später beim Überqueren der Centenario-Brücke sichten wir ein U-Boot unterwegs in Richtung Pazifik, eingerahmt von 4 Begleitbooten. Ganz bestimmt ein nicht alltägliches Bild, aber wir hatten keine Gelegenheit zum Anhalten und Fotografieren.

Dieses Bild ist vom April 2017 und zeigt die USS Dallas, ein größeres, nuklear-angetriebenes Boot bei der Passage.

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Quelle: diaadia.com.pa

Langeweile im Tropenparadies? Nicht die Spur.

 

 

Motivation Auswandern

Ein Youtube-Interview zum Thema Perpetual Traveller und die sehr kontroversen Kommentare veranlassen mich, die Motivation zum Auswandern nochmal anzusprechen.

Perpetual Traveller war ursprünglich eine Steuervermeidungsstrategie wohlhabender Leute. Das Internet hat nun dazu geführt, dass auch immer mehr Normalos in aller Welt ihren Lebensunterhalt nicht mehr von 9 bis 5 verdienen müssen, sondern das zu einer Zeit ihrer Wahl und an fast jedem Ort tun können. Globalisierung in Aktion und ein Schritt hin zu mehr persönlicher Freiheit.

Und wer so erstmal Freiheit gekostet hat, will mehr davon, will möglichst viel Ballast abwerfen. Ein leicht nachvollziehbares Bedürfnis, angesichts fortschreitender Bürokratisierung, Bevormundung, Gesetzlosigkeit und Steuerverschwendung vielerorts. Und nicht länger ist Bürokratie ja ein Garant für funktionierende Strukturen und Prozesse.

Wer auswandert will nicht Steuern minimieren, sondern sein Glück maximieren, sein Leben optimieren. Das bedeutet für die meisten ohne Ballast, ohne Druck in einer freundlichen Umgebung leben.

Und da gehen die Ansichten weit auseinander. Jeder hat unterschiedliche Sichtweisen darauf was Glück für ihn und die Seinen bedeutet und wie man das umsetzt. Diese Sichtweisen ändern sich, mit den Jahren und mit den Umständen.

Der eine will sein Heimatland um keinen Preis verlassen. Ein anderer sucht eine neue Heimat, ohne seine Herkunft abzulegen. Und ein Dritter sieht sich als Weltbürger für den Grenzen nur soziale Konstrukte sind … oder so ähnlich.

Ganz daneben sind dabei Äußerungen wie „Der hat seine Ausbildung hier bekommen und die Infrastruktur genutzt, da kann man nicht einfach abhauen“.

Doch, kann man. Und immer mehr Leute die ich hier treffe sind der Meinung, dass ihr Herkunftsstaat seine Verpflichtungen gegenüber den Bürgern nicht einhält.

Das eingangs erwähnte Video enthält ziemlich am Ende noch einen Spruch, den ich hier sinngemäß bringen muss.

„Jedes Land hat seine Stärken. Deutschland zum Beispiel ist stark darin, großzügig Sozialleistungen an Menschen zu verteilen, die nie Beiträge geleistet haben.“ 

Köstlich, oder?

 

 

 

 

Schwarze Liste ohne Panama

Es ist einfach lächerlich. Noch im Dezember hatte eine Arbeitsgruppe des EU-Rates eine neue Schwarze Liste der Steueroasen veröffentlicht, siehe mein Beitrag hier. Nun meldet Welt Online, dass Panama, Südkorea, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Mongolei und ein paar andere wieder aus der Liste gestrichen werden.

10 Monate hat die Erstellung der Liste gedauert, sie war von Anfang an wertlos und wird nach nur 2 Monaten de facto wieder zurückgezogen.

 

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Banken und Unternehmen treffen wichtige Entscheidungen mit Blick auf solche Listings, ebenso wie Privatpersonen bei Auswanderung oder Investment-Vorhaben. Über die unverantwortliche Vorgehensweise der Brüsseler Monsterbürokratie kann man deshalb nur den Kopf schütteln.

Finanz-, Immigrations-, Klima-und Energiepolitik … gibt es eigentlich ein einziges Feld in dem diese EU positiv wirkt?

 

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