Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

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Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

 

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Schwarze Liste ohne Panama

Es ist einfach lächerlich. Noch im Dezember hatte eine Arbeitsgruppe des EU-Rates eine neue Schwarze Liste der Steueroasen veröffentlicht, siehe mein Beitrag hier. Nun meldet Welt Online, dass Panama, Südkorea, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Mongolei und ein paar andere wieder aus der Liste gestrichen werden.

10 Monate hat die Erstellung der Liste gedauert, sie war von Anfang an wertlos und wird nach nur 2 Monaten de facto wieder zurückgezogen.

 

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Banken und Unternehmen treffen wichtige Entscheidungen mit Blick auf solche Listings, ebenso wie Privatpersonen bei Auswanderung oder Investment-Vorhaben. Über die unverantwortliche Vorgehensweise der Brüsseler Monsterbürokratie kann man deshalb nur den Kopf schütteln.

Finanz-, Immigrations-, Klima-und Energiepolitik … gibt es eigentlich ein einziges Feld in dem diese EU positiv wirkt?

 

Weihnachtstrip und Ehrenrettung

Alle Jahre wieder bringen uns die familiären Weihnachtsfeierlichkeiten ab Mitte Dezember in die alte Heimat. Und nachdem ich mich in einem vorigen Blog schon mal negativ über die Bratwürste auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt geäußert hatte, will ich nun gern einräumen, dass es auch anders geht. Keine Ahnung wie der Fleischer im Rhönstädtchen Dermbach heißt, aber was da jedes Jahr zum Heiligabend auf den familiären Tisch kommt, ist allerbeste Qualität. Fast freue ich mich darauf schon mehr als auf die Geschenke.

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Da wir Anfang Januar noch einen Termin wahrzunehmen hatten, fiel der Weihnachtstrip diesmal länger aus als üblich. Und deshalb wurde auch ein längerer Ausflug eingeplant.

Von Erfurt über Dresden und Prag nach Bratislava, von da nach Budapest, wo wir drei Tage blieben und auch Silvester verbrachten, von da nach Passau und dann quer durch den Sturm Brunhild in Richtung Frankfurt.

In Bratislava waren wir nur eine Nacht, was aber für den Besuch des Pilsner Urquell  Pubs ausreichte. Wie gut so ein süffiges Bier nach 500 km Fahrt doch tut! Und dann das:

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Budapest kenne ich von meinen beruflichen Anfängen her noch ziemlich gut und liebe es. Immer noch ein ordentlich organisiertes Land, wo man für die Maut keinen Aufkleber ins Fenster pappen muss, sondern wo einfach das Kennzeichen gescannt wird. Wir hatten für drei Nächte ein Hotelzimmer direkt neben Fischerbastei und Matthiaskirche, mit dem perfekten Blick über die Donau auf Parlament und den Stadtteil Pest. Und mit vielen Cafes und Restaurants rundum.

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Wir waren oft mit dem Auto unterwegs und kehrten abseits der Touristenpfade ein. Immer ausgezeichnet, wenn auch nicht mehr so eredeti magyar wie ich es in Erinnerung habe. Anpassung an den Geschmack der Touristen? Wenn ja, ist das ein großer Fehler.

Zurück über Passau und dann Richtung Frankfurt. Insgesamt sind in den 3 Wochen Aufenthalt so mehr als 5.000 km zusammengekommen.

Richtung Heimat ging es dann mit Condor via San Juan, Puerto Rico. Und nachdem ich infolge unseres Kofferverlustes und der gerichtlichen Auseinandersetzungen ja nicht mehr gut auf diese Airline zu sprechen war, muss ich nun mal wieder Abbitte tun.

Die Kofferentschädigung hatte u.a. auch einen Condor-Gutschein eingebracht, der uns wieder mal in der Premium Economy platzierte:

Bequeme Sitze, üppiger Platz, hochwertiger Bildschirm und vielseitiges Programm, ziemlich exzellentes Essen, genug Alkohol, freundlicher und professioneller Service.

Gesamturteil: Sehr gut.

Apropos Kofferverlust. Das habe ich heute gerade entdeckt: Travelmate

Und jetzt sind wir wieder zurück in Panama, bereits wieder akklimatisiert und genießen den immerwährenden Sommer.

Schon schön 😉

Frohe Weihnachten und Guten Rutsch …

in ein glückliches 2018 für all meine Leser.

Die Besucherzahlen dieses Blogs sind auch im abgelaufenen Jahr wieder deutlich gestiegen und über das Interesse freue ich mich natürlich.

Vielen Dank und bis bald an dieser Stelle.

Weihnachtsmarkt und andere Enttäuschungen

Um dem panamesischen Sonnenschein mal für ein paar Tage zu entfliehen, zieht es uns jedes Jahr zur Weihnachtszeit in die alte Heimat. Und der Erfurter Weihnachtsmarkt ist immer einen Besuch wert.

Wegen der historischen Szenerie … und dem Glühwein. In der Vergangenheit war die Thüringer Rostbratwurst immer noch ein kulinarisches Hochlicht, aber das ist leider vorbei. Aus hygienischen oder sonstigen Gründen, werden diese nur noch gebrüht auf den Rost gelegt und das ist dann wirklich keine Thüringer Rostbratwurst mehr.

Ich kann mich nur wundern, dass die Leute nicht wutschnaubend protestieren, sondern das trotzdem essen. Ohne mich.

Der Mietwagen für die Weihnachtszeit ist ein MB GLC. Nettes Auto mit einem Problem: die Heckklappe öffnet sich elektrisch … genau bis auf Kopfhöhe. Und nachdem ich an einem Tag mir drei Mal den Schädel angeschlagen habe, frage ich mich, was dieser elektrische Komfort nützt, wenn man das Ding dann trotzdem manuell in die Endposition bringen muss.

Hallo Mercedes, könnt ihr das bitte mal richtig machen? Mir brummt der Kopf schon wieder, wenn ich nur daran denke.

Geht doch …

möchte man angesichts der Fertigstellung des Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 sagen, das Berlin nun mit München verbindet und Erfurt zum zentralen deutschen Bahnknoten macht, wo täglich 80 ICE halten. Unvorstellbar.

Und natürlich ist das die einzig sinnvolle Streckenführung.

 

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Also ehrlicher Glückwunsch in die alte Heimat. Allzeit Gute Fahrt, und pünktlich.

In Panama, wo es, außer der Panama Canal Railway mit ca. 80 km Länge, keine weiteren Eisenbahnstrecken gibt, wird demnächst mit China über eine Expressverbindung zwischen der Hauptstadt und David im Westen des Landes gesprochen. Da wäre wohl ein Hyperloop die bessere Variante.

 

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Quelle: dailamail.co.uk

 

Gibt also immer was zu meckern.

Schon wieder schwarze Liste

Eine neue Schwarze Liste der EU zu Steuerparadiesen nennt überraschend wiederum Panama. In den vergangenen Jahren hat das Land eine Vielzahl Maßnahmen ergriffen und bilaterale Vereinbarungen abgeschlossen, infolgedessen es von der OECD ausdrücklich gelobt und von allen möglichen Listen entfernt worden war.

Nichts hat sich geändert seitdem und so ist es rätselhaft, was der Rat der EU-Kommission zu diesem ziemlich drastischen Schritt bewogen hat.  Aufschluss dazu erhält man allerdings, wenn man  die besagte Liste daraufhin durchsieht, welche Länder und Regionen nicht genannt werden.

Kein einziges europäisches Land taucht auf. Die Realität sieht anders aus:

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Stattdessen hat man nach 10-monatiger Arbeit diese Länder herausgepickt:

Bahrain, Barbados, Grenada, Guam, Macau, die Marschall-Inseln, die Mongolei, Namibia, Palau, Panama, Samoa und Amerikanisch-Samoa, St. Lucia, Südkorea, Trinidad und Tobago, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Meine Meinung:

Das klar auf den Schutz der eigenen Interessen angelegte Vorgehen ist völlig inakzeptabel, macht die Liste wertlos und disqualifiziert die Urheber. Es ist nicht einfach eine Liste, sondern die Diskriminierung von Staaten. Die EU als Lehrmeister? Lächerlich.

Wer leichtfertig solchen Unfug verzapft, will um jeden Preis von eigenen Schwächen oder in diesem Fall von eigenen umstrittenen Vorhaben ablenken: „Keine Sorge, das Budget für den neuen EU-Finanzminister holen wir uns einfach bei den Steuersündern. Die Bevölkerung kostet das nicht mehr als eine Kugel Eis im Jahr.“

Steuerwettbewerb zwischen den Staaten ist wichtig, weil ansonsten der Gier nach Mehreinnahmen keine Grenzen mehr gesetzt sind. Auch wenn es natürlich immer nur um mehr Geld für Schulen und Kindergärten und Infrastruktur geht, beispielsweise um dieses Projekt im märkischen Sand bei Berlin.

 

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Quelle: aerotelegraph.com

 

Steuern sparen beim NDR

Ein Schiff liegt im Hamburger Hafen. „The World – Residences at Sea“ und das zieht Reporter des NDR magisch an. Hier.

„Warum wohnen die Passagiere auf dem Schiff? Vielleicht aus Steuergründen?“ und „Wer sich mehr als 183 Tage auf See aufhält … braucht in keinem Land der Welt Steuern zu zahlen“ und „Ist das Schiff vielleicht eine schwimmende Steueroase?“ – so beginnt eine NDR-Dokumentation, die an Peinlichkeit schwer zu toppen ist. Zwei Journalisten beschließen bei Steuern zu „Tricksen wie die Großen“ und offenbaren 45 Minuten lang ihre völlige Ahnungslosigkeit.

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Quelle: cruisemapper.com

Es ist der übliche Lieschen-Müller-Ansatz:

  • Warum muss ein Großkonzern prozentual weniger Steuern zahlen als mein Mini-Unternehmen?
  • Und warum helfen dem Konzern bei der Ausarbeitung von länderübergreifender Steueroptimierungskonzepten die großen Beratungsunternehmen und wenn mein Mini-Unternehmen anfragt, kommt nicht einmal eine Antwort?
  • Und warum sagt der Finanzbeamte am Telefon „O mein Gott“ wenn ich frage, ob ich für meine Minifirma mit 10.000 Euro Vorsteuergewinn eine Sonderregelung aushandeln kann, wie ein Großkonzern?

Um solche Fragen zu beantworten, braucht es natürlich Spezialisten. Der LINKE EU-Abgeordnete Fabio de Masi findet das ebenso ungerecht und argumentiert im Film ernsthaft, dass die Klofrau im EU-Parlament ja auch keine Forderung nach steuerlicher Sonderbehandlung aufmachen kann.

Es ist noch viel schlimmer, Herr EU-Abgeordneter: anders als Sie bekommt diese ehrenwerte Frau nicht einmal 300 Euro steuerfinanziertes Sitzungsgeld zusätzlich zu ihrem Gehalt nur dafür, dass sie sich einmal am Tag als anwesend in eine Liste einträgt.  #aufschrei

Schwer vorstellbar, aber wenn dieser NDR-Beitrag so etwas wie investigativer Journalismus gewesen sein soll, etwa so wie hier beschrieben, dann lasst euch das Lehrgeld zurückgeben. Ernsthaft.

 

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