Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

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Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

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(C) 2014 – 2020 by Jürgen Schlenzig
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Panama am 28.3. – Anstieg weiter verlangsamt

Meine optimistische Projektion für den heutigen Tag lag bei 920, verkündet wurden stattdessen 901 Infektionsfälle insgesamt, 17 leider Verstorbene und 4 Genesene. Auf der Intensivstation befinden sich heute 32 Personen, im Krankenhaus sind es 108. Keine Ahnung, ob die Intensivpatienten in den 108 enthalten sind, aber für die Betrachtung der täglichen Entwicklung ist es unerheblich.

Damit können wir eine weitere Verlangsamung des Anstiegs und Verbesserung der Situation feststellen.

In den sozialen Medien werden immer mal wieder Bilder und Videos von kleineren Unruhen gezeigt, aber die Polizei reagiert unmittelbar und zeigt, dass einiges davon entweder Jahre zurückliegt, oder sogar aus anderen Ländern stammt.

Gute Nachrichten am 27. März

Fangen wir sogleich mit den guten Nachrichten an:

Die aktuellen Zahlen liegen heute bei insgesamt 786 Infektionsfällen, 14 leider Verstorbenen und unverändert 2 Genesenen. Auf Intensivstation befinden sich heute 28 Personen, im Krankenhaus sind es 108. Alle anderen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Infektionsfälle sind über alle Altersgruppen verteilt, mehr Männer als Frauen sind betroffen.

Quelle: panamaamerica.com

Die tägliche Zuwachsrate ist von anfangs 30% auf unter 17% zurückgegangen. Das bedeutet, dass wir am 31.3. nicht mehr als 3.000 sondern weniger als 1.500 Infektionsfälle haben könnten. Das wäre eine großartige Bestätigung der Eindämmungsstrategie.

Ansonsten war heute Einkaufstag. Im großen Supermarkt waren nicht mehr als ca. 10 Kunden unterwegs. Das Warenangebot war vollständig, die Mitarbeiter agieren mit Mundschutz und Handschuhen, auch die meisten Kunden sind irgendwie geschützt.

Das landesweite Alkoholverbot gilt übrigens nicht nur für Verkauf und Kauf, sondern ausdrücklich auch für Konsum!

Da müsste unser Vorrat ja eigentlich ewig halten, was er aber leider nicht tut. Schade.

Panama am 26. März 2020

So eintönig kann Ausgangssperre sein. Jeden Morgen das gleiche Bild.

Gut dass wir uns heute nochmal die Spielregeln der Ausgangssperre angeschaut haben. Da steht nämlich, dass während der Einkaufszeiten nur eine Person pro Familie unterwegs sein kann.

Unser gestriger Ausflug war schon ein Verstoß gegen diese Regeln und für morgen hatten wir geplant, gemeinsam quietschvergnügt die 40 km nach Coronado zu fahren, weil wir dort 4 Supermärkte zur Auswahl hätten. Allein macht das aber keinen Spaß. Also Einkauf morgen mittag im hiesigen Super99 und im Fischmarkt.

Die aktuellen Zahlen liegen heute bei insgesamt 674 Infektionsfällen, 9 leider Verstorbenen und 2 Genesenen. In Intensivpflege befinden sich heute 23 Personen.

Das sind wiederum weniger Infektionsfälle, als meine gestern schon nach unten korrigierte Hochrechnung auf Basis der Zahlen seit dem 20. März ermittelt hatte. Die erste Prognose ging per 31.3. noch von über 3.000 Infektionsfällen aus, jetzt sieht es aber nach weniger als 2.000 aus.

Das wäre gut und wenn es so weitergeht kann man vielleicht schon wieder erste Verabredungen a la Schwejk treffen:

„Nach dem Krieg um sechs.“

Panama am 25. März 2020

Wenn ich im Titel schreibe „Panama“ dann ist gemeint, dass die Zahlen sich auf das ganze Land beziehen. Die Eindrücke von der Situation auf der Straße beziehen sich nur auf die Region um Rio Hato, wo wir leben und uns bewegen. Es bedeutet, dass es in Wohngebieten der Hauptstadt nicht so friedlich sein muss wie hier.

Heute ist der erste Tag der landesweiten ganztägigen Ausgangssperre. Unsere vorgeschriebene Zeit zum Einkaufen geht von 11 bis 13 Uhr. Wir haben beschlossen, nur einmal pro Woche einkaufen zu gehen und deshalb heute nur eine kleine Inspektionsrunde gedreht: der große Super99, der lokale Fischmarkt und ein kleineres Lebensmittelgeschäft. Alles geöffnet, keine Schlangen, friedlich. Über den Umfang des Sortiments werden wir am Freiag Bescheid wissen, wenn wir einkaufen gehen.

Die aktuellen Zahlen liegen heute bei 558 Infektionsfällen, 8 Toten und 2 Genesenen. In Intensivpflege befinden sich 19 Personen.

Das sind weniger Infektionsfälle, als meine eigene Hochrechnung auf Basis der Zahlen seit dem 20. März ermittelt hatte. Wäre gut, wenn dieser Trend anhalten würde.

Quelle: Panama America

Rückholungen im Gange

Flightradar24 zeigt derzeit gerade einmal 7.100 aktive Flugbewegungen weltweit an, wo es sonst um diese Tageszeit 12.000 bis 14.000 waren. Darunter sind außerplanmäßige Flüge, um Urlauber und andere Personen zurückzuführen, die gestrandet sind.

So hat Copa dieser Tage schon mehr als 400 Argentinier nach Haus gebracht und gerade jetzt ist eine Boeing 747 der Lufthansa von Frankfurt unterwegs nach Panama City.

Wir wünschen allen eine gute Reise und hoffen, dass auch ein Teil unserer Familie morgen gesund aus down under zurückkommt.

Panama am 23. März 2020

Wer Familie oder Freunde in Panama hat oder selbst das Land als potentielles Auswanderungsziel in Betracht zieht, wird genau wissen wollen, wie es dort aussieht und wie die Lage sich entwickelt.

Wir, die wir hier leben, schauen erst recht mit Spannung darauf, wie unsere neue Heimat mit dieser Herausforderung umgeht.

Gleich zu den Fakten: Panama meldet heute 345 bestätigte Infektionsfälle, 5 Tote und eine genesene Person. Das ist seit dem 20.3. eine durchschnittliche tägliche Steigerungsrate von ca. 30%, was aber angesichts der kurzen Zeit noch nicht relevant sein kann.

Seit einer Woche sind Flüge aus Europa und Asien gestoppt, seit dem Wochenende haben ausländische Touristen und auch viele Residenten das Land verlassen.

Restaurants, Bars, Strände sind ebenso geschlossen, wie Unternehmen, die nicht für die Versorgung mit Lebensmitteln und Dienstleistungen wichtig sind. Ebenso wurde ein Cordon Sanitaire um die Hauptstadt eingerichtet.

Ab morgen gilt zunächst landesweit eine Ausgangssperre von 17 Uhr bis 5 Uhr und es wurde schon bekanntgegeben, wie Lebensmitteleinkäufe während einer totalen Ausgangssperre ablaufen sollen.

Zwischenbilanz: Bis jetzt sieht das alles geordnet und professionell aus. Wir hoffen, dass die Maßnahmen greifen und die Zahlen nicht aus dem Ruder laufen. Gemessen werden muss der Erfolg in Panama City und angrenzenden Orten (San Miguelito, Arraijan, La Chorrera), wo sich die Hälfte der Bevölkerung des Landes ballt.

Wir haben am heutigen Sonnentag wieder eine Runde gedreht: über Rio Hato und Anton in die Berge bis El Valle, über die Panamericana zurück nach Hause. Ruhig, friedlich, tranquilo eben.

Geruhsame Rundfahrt

Heute sind von unserem lokalen Flugplatz in Rio Hato die letzten Urlauber in Richtung Kanada ausgeflogen worden. Hotels schließen und es wird ruhig hier.

Wir beschließen eine Erkundungsfahrt in Richtung Hauptstadt zumindest bis zum ersten Kontrollpunkt zu unternehmen. Also los.

Die Panamericana in Richtung Osten ist ungefähr so belebt, wie nachts um 3 Uhr. Was für ein Unterschied. Wir passieren San Carlos, Coronado und Chame, fahren meine Lieblingsrennstrecke mit ihren Kurven hinauf, aber es sind kaum Wettbewerber unterwegs. Wie langweilig.

Und dann geht es nur noch ein paar Kilometer: kurz vor Capira befindet sich der erwartete Kontrollpunkt. Frei in Richtung Panama City, aber ein langer Stau in Richtung Westen. Da werden Temperaturen gemessen und Papiere kontrolliert, wohl um die Badeorte an der Küste vor den versifften Hauptstädtern zu schützen … nur ein Scherz.

Wir haben genug gesehen und drehen um. Morgen werden noch einige Kontrollpunkte hinzukommen und unseren Bewegungsspielraum weiter einschränken. Ab Montag sind alle internationalen Flüge ausgesetzt und Betriebe werden geschlossen, wobei es eine lange Liste von Ausnahmen gibt, um das Land am Laufen zu halten.

Panama meldet heute abend ca. 200 Infektionen und wir hoffen, dass all diese Maßnahmen zur Verlangsamung beitragen.

Corona Sunset anstatt Tequila Sunrise.

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