Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

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Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

In der edition besserpanama sind in Band 1 ausgewählte bebilderte Blogposts zum Land zusammengestellt. Band 2 beschreibt ein Konzept, das nicht im Blog steht.

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(C) 2014 – 2018 by Jürgen Schlenzig
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Drogenjagd im Golf von Panama


Kolumbien hat in 2016 geschätzte 700 t Kokain produziert und versandt. (Quelle)

Der Straßenpreis in New York City liegt wohl um die $30 pro Gramm (!), ein lohnendes Geschäft entlang der gesamten Logistikkette.

Panama hat aufgrund seiner geografischen Lage nicht nur für den Welthandel eine herausgehobene Position, sondern ist auch Transitland für diese spezielle Ware und das damit verdiente Geld.

Das führt zu einem permanenten Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Spediteuren und ihren Jägern.

In diesem speziell konstruierten und schnellen low-profile Boot haben kolumbianische und panamesische Grenzsicherungskräfte mit US-Unterstützung vor wenigen Tagen 920 Pakete „verdächtiger Substanzen“ gefunden, sichergestellt und die 3 Besatzungsmitglieder verhaftet.

Quelle: SENAN

Man kann annehmen, dass es sich um 1-lb-Pakete handelt, ca. 414 kg, was im New Yorker Straßenhandel mehr als 12 Mio. USD einbringen würde.

Der Verlust dieser Ladung ist also kein Pappenstiel, sondern durchaus schmerzhaft.

Kulinarisches

Bei 30C im Schatten sitzen und eine eiskalte Erfrischung genießen – was gibt es Besseres? Und dieser Caballero hat das perfekte Produkt:

Mit einer Art Hobel wird Eis vom Block direkt in einen Styropor-Behälter geraspelt, mit Fruchtsaft und Kondensmilch, auf Wunsch auch mit Rum kombiniert, Trinkröhrchen und Teelöffel dazu und fertig ist die $1-Erfrischung. Das ist zumindest der Preis am Eingang des Buenaventura, in den Straßen von Panama City eher nur die Hälfte.

In der EU müsste er sich mit seinem Einweg-Geschirr schon langsam nach einem anderen Job umsehen oder die Kunden müssten ihre eigenen Trinkgefäße mitbringen, weil ja die Welt gerettet werden muss. Zum Glück nicht hier.

Einer ganz anderen kulinarischen Angelegenheit sind wir bei Ebbe am Strand von Punta Chame begegnet.

Mit Luftpumpen werden hier aal-ähnliche Kreaturen von 10 bis 20 cm Länge aus dem Sand gesaugt und in Wasser-gefüllte Eimer verladen.

Hier als Bewegtbild.

Was nicht gerade appetitlich aussieht, ist auch nicht für den Mittagstisch bestimmt, jedenfalls nicht direkt:

Es wird zerhackt und an Krabben verfüttert.

Mahlzeit.

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Panama’s Alcatraz

Ein Hochsicherheitsgefängnis für die ganz schweren Jungs, direkt in der San Francisco Bay – das war Alcatraz. Und wer den Film „Escape from Alcatraz“ gesehen hat oder selbst die Insel besichtigen konnte, weiß, dass dies kein lauschiges Plätzchen war.

Ganz anders ist da Punta Coco, am Südzipfel der Isla del Rey, umgeben vom warmen Wasser des Äquatorialpazifik, nur 100 km von Panama City entfernt – und seit einiger Zeit ein Hochsicherheitsgefängnis.

Isla del Rey, Punta Coco, ganz rechts das Flugfeld

Manche nennen es Panamas Guantanamo und vermuten Menschenrechts- verletzungen, begünstigt durch die Lage.

Vor zwei Wochen gab es in einem Wohnkomplex am Amador Causeway in Panama City eine kurze Schießerei und Spezialeinsatzkommandos nahmen dabei den Chef einer hiesigen Narcortransit-Gruppe fest. Sein Revier war der Hafen von Colon, einer der Verladepunkte kolumbianischen Kokains auf dem Weg nach Europa und Nordamerika.

http://www.prensa.com

Er sitzt jetzt mit seinem Komplizen in Punta Coco. Ich kann mir weniger erfreuliche Orte vorstellen, wenn es denn schon Knast in Panama sein muss.

http://www.prensa.com

Als ich vor einiger Zeit mal Isla del Rey umrundete, teilte mir die Flugsicherung mit, dass ich mich Punta Coco nicht weiter als 5 Nautische Meilen nähern dürfte. Das kam etwas spät, weil ich es gerade schon überflogen hatte. Auch da hatte man wohl einen wichtigen Mann in Verwahrung und wollte keine Überraschungen, nicht aus der Luft und nicht von See.

Der Ausbau dieser Einrichtung wird einigen Leuten nicht passen, von denen ich weiß, dass sie vor Jahren direkt angrenzend Land erworben haben und aufwändige Resorts bauen wollten.

Ist Panama sicher, fragt sich jetzt der eine oder andere besorgt. Keine Angst. Es gibt hier wie in allen Großstädten der Welt ein paar Viertel, die man nachts meidet und es gibt die Narco-Industrie, von der man sich besser fernhält.

Transformation

In diesem Beitrag war ja schon eine Einführung zum Thema LiBERTADO Simply Free gegeben worden. Heute geht es weiter.

Auswandern ist ja nicht einfach eine Ortsveränderung, möglicherweise noch aus einer Laune heraus, sondern eine ziemlich einschneidende Entscheidung. In der Geschäftswelt würde man das business critical nennen. Oder kriegsentscheidend. Oder einfach verdammt wichtig.

Ich nenne es Transformation und hier sind ein paar Aspekte:

Transformiere Dein alltägliches Leben

Befreie Dich von Politik, Bürokratie und einem stressigen Umfeld, lasse Dich stattdessen in einer freien Gemeinschaft Deiner Wahl nieder, entspanne und genieße das Leben.

Transformiere Deinen persönlichen und sozialen Status

Fokussiere die gewonnne Energie auf Gesundheit von Geist und Körper, verbinde Dich mit inspirierenden Menschen und entwickle Dich weiter

Transformiere Deine Ziele

Leite aus Deiner Erfahrung eine Methodik ab, um jegliche vor Dir liegenden Herausforderungen zu meistern und teile es mit anderen. Viele Menschen, ganze Gesellschaften werden nämlich nicht ohne weiteres mit der exponentiellen Technologieentwicklung Schritt halten können.

Klingt das herausfordernd? Dann finde Deine eigene Interpretation.

Voriger Beitrag zu LiBERTADO Simply Free

Energie – Segen und Fluch

Es sind nicht die großen Öltanker, die den Panamakanal in Richtung Asien passieren, aber seit Eröffnung der neuen Schleusen kann man immer wieder die gewaltigen LNG-Tanker beobachten. Manchmal scheinen sie überdimensionale Ostereier zu befördern. In jedem Fall sorgt ihr Inhalt dafür, dass in Asien nicht die Lichter ausgehen, die Autos stehenbleiben, die Montagebänder anhalten und die Chipfabriken ihre Belegschaft nach Hause schicken.

Quelle: ACP

Gerade eben, in diesem Monat, ist die US-Erdölindustrie entlang der Golfküste zum Netto-Exporteur geworden. Gerade dort wird ja nicht nur texanischen Rohöl verschifft, sondern auch Rohöl aus anderen Ländern in großen Raffinerien veredelt. Wer die Highways rund um Houston befährt, bekommt schnell einen Eindruck vom Umfang.

Mit dem massiven Anstieg der Fördermengen im Permian Basin in West-Texas kommt man mit dem Transport, lagern, verarbeiten und verschiffen von Rohöl, Erdgas, Kondensat sowie verarbeiteten Produkten kaum hinterher. Es braucht an allen Ecken neue Infrastruktur.

Diese Situation führt zu Problemen und so brennen seit Tagen in Deer Park, südöstlich von Houston, Tanks der Intercontinental Terminals Co.

Die Rauchwolke ist problematisch für Anwohner und zieht weit über das Land.

Quelle: houstonchronicle.com
Quelle: Google Earth

Hut ab vor den Leuten, die bei einem solchen Ereignis in der ersten Reihe stehen, das Feuer bekämpfen, die Anwohner betreuen und am Ende alles wieder aufbauen.

Das Boeing-Debakel

Neben anderen Airlines hat gestern auch Copa seine Flotte aus 6 Boeing 737 MAX9 temporär stillgelegt. Diese Maschinen hatten seit Herbst 2018 insgesamt 1400 Flüge mit 7.700 Flugstunden problemlos absolviert, waren überwiegend zwischen Panama City und San Francisco, Los Angeles und Miami eingesetzt.

Die Katastrophen von Lion Air und Ethiopean haben einiges geändert.

Quelle: copaair.com

Als Freizeit-Pilot und ohne Vorliegen abschließender Untersuchungen werde ich kein vorschnelles Urteil abgeben. Nach Lektüre einschlägiger Blogs spricht aber einiges dafür, dass aerodynamische Probleme mit Elektronik (MCAS) korrigiert werden sollten. Nicht gut.

Nach dem Absturz der Air France 447 vor einigen Jahren war ich skeptisch was das Airbus-Konzept betraf. Da bemerkte ja der zweite Pilot nicht, dass der pilot flying die Maschine lange Zeit versehentlich steil angestellt hatte. Bei Boeing, mit seinen konventionellen Steuerknüppeln, konnte das nicht passieren. Übrigens auch nicht bei den Sidesticks der Cirrus 20/22, die ich selbst eine Woche im überfüllten Luftraum von NYC geflogen bin.

Nun sieht es eher aus, als ob Boeing in Sachen Sicherheit ins Hintertreffen gerät.

Ohne Zweifel ist das was hier passiert ist, ein Riesenproblem für Boeing und gibt neben Airbus 320neo auch der bisher kaum sichtbaren Konkurrenz aus China mit der Comac C919 eine gute Chance international zu verkaufen.

Schauen wir wie es weitergeht und hoffen, dass keine weiteren Katastrophen dieser Art passieren.

Panama, Weltraumwetter und Schulkinder

Heute habe ich eine Menge gelernt, außerhalb meiner Kernkompetenzen Strand und Margaritas.

Zum Beispiel, dass ein Mensch jährlich 58,6 t CO2 ausstößt und man deshalb besser keine Kinder mehr in die Welt setzen soll. Und wenn schon, dann da wo sie den geringsten ökologischen Fußabdruck hinterlassen. „Kinder sind schlecht für die Umwelt.“

Steht so im Manifest einer deutschen Lehrerin, wird in diversen Foren ernsthaft (!) diskutiert. und scheint mir (Achtung: Deutschland-kritisch) der aktuelle Höhepunkt der grünen Volksverblödung in der alten Heimat zu sein.

Das wesentlich ergiebigere Thema heißt Weltraumwetter oder space weather und hat mir, der sich seit vielen Jahren mit Klimawandel befasst, eine Menge neue und nützliche Information gegeben.

Die US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat extra dafür eine Website.

Viel spannender ist aber eine Präsentation aus 2018, die hier zu finden ist (englisch). Und vorher war ich schon von diesem Titel magisch angezogen worden: „Fatal flaw in climate change science“. Also „Tödlicher Fehler in der Klimawandel-Wissenschaft“. Hier ist das Video.

Die wichtigsten Thesen daraus, meine Worte und meine Wertung:

  • die aus dem Weltraum und bei immer wiederkehrenden Sonnenausbrüchen in das Erde-System eingespeisten Energiemengen werden von der aktuellen Klimadiskussion nicht diesen Quellen zugeordnet, sondern zu Lasten des menschlichen Einflusses gebucht. Offensichtlich Pustekuchen mit „the science is settled“ (Al Gore) oder „97% aller Klimawissenschaftler sind sich einig …“
  • schon relativ schwache Sonneneruptionen haben in den letzten Jahren immer wieder zu regionalen temporären Ausfällen der Stromversorgung, des Flugverkehrs und anderer lebenswichtiger Systeme geführt. Es gibt die fundierte Aussage, dass ein starker und auf die Erde gerichteter Ausbruch unsere Zivilisation um Jahrzehnte zurückwerfen kann.

Und wenn ich jetzt an großflächige Solaranlagen denke oder an das ohnehin strapazierte deutsche EV-Netz, dann bin ich sicher, dass es nicht the big one braucht, um Deutschland ernsthaft Probleme zu bescheren.

„It’s not CO2, stupid“.

Statt also alles zu tun, um die Stromversorgung eines Industrielandes widerstandsfähig zu gestalten, macht Deutschland das genaue Gegenteil. Und die Verantwortlichen applaudieren dazu fröhlich fehlgeleiteten Schulkindern. Kaum zu glauben, was da abläuft.

Was das mit Panama zu tun hat?

Einfach mal ein paar Wintertage in Deutschland ohne Strom aus der Steckdose vorstellen …

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