Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

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Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

Wer die Inhalte thematisch und in Buchform haben möchte, hier ist es bei Amazon.

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(C) 2014 – 2018 by Jürgen Schlenzig
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“Innenstadt-Versicherung”

Die Deutschen sind schon ein geduldiges Volk. Ich stelle mir jetzt mal vor, dass der Ford-Händler irgendwo im US-Mittelwesten seinen Kunden sagt

„Wenn ihr einen unserer Pickups kauft, gebe ich euch eine Citygarantie kostenlos dazu, weil es sein kann, dass die Regierung demnächst verbietet mit solchen Autos innerhalb von Stadtgrenzen zu verkehren. Aber keine Sorge, in einem solchen Fall lassen wir uns dann eine Lösung einfallen.“

Undenkbar? In den USA sicherlich, in Deutschland ist so etwas die aktuelle Nissan-Werbung.

Manchmal denke ich, hier läuft seit Jahren ein Großversuch unter der Überschrift „Wie lange kann ich ein ganzes Volk ungestraft verarschen?“

Oh wie schön ist Panama, das Land wo jeder das Auto fahren kann, was ihm passt, jeder sagen kann, was er will, wo es weder Innenstadtgarantie noch „Nazis“ oder Genderprofessuren gibt. Wo stattdessen die Menschen lächelnd durch die Straßen gehen …

Sixt sucht Streit

Nach etwas mehr als 10 Stunden landet unser Flieger gegen 13 Uhr in Frankfurt. Koffer dauern etwas länger und dann geht es zur Abholung Mietwagen bei Sixt.

Die junge Frau am Schalter schaut in den Computer und meint: „Sie hatten das Auto für 12 Uhr bestellt und nach einer Stunde haben wir es weggegeben. Wir haben ganz große Nachfrage und keine Autos mehr.“

Das ist ein ganz schlechter Scherz, erwidere ich und sie bekräftigt „Nein, im Ernst. Aber ich will mal sehen, ob wir noch ein Auto für Sie finden.“

Oh, wie gnädig. Als sie nach gefühlten 10 Minuten zurückkommt, sieht es nicht gut aus. Man warte auf Wagen die zurückkommen und dann fertig gemacht würden. Da platzt mir der Kragen.

„Wir haben den vollen Mietpreis vor 7 Wochen bezahlt und Sixt gibt unser reserviertes Fahrzeug nach 1 Stunde weg? An einer Flugplatzstation, wo niemand seine Ankunft auf die Stunde genau vorhersagen kann?“

Sie verschwindet wieder im Büro und ich versuche zwischenzeitlich bei Hertz ein Auto zu finden. Das sieht gut aus, aber bevor ich mich entschieden habe, hat man bei Sixt gute Nachrichten: „Wir haben einen A4 Automatik und der ist auch abholbereit.“

So nimmt das Ganze noch ein versöhnliches Ende, aber das Image von Sixt hat erheblichen Schaden erlitten.

Wie kann man ein bereits bezahltes Fahrzeug nach einer Stunde anderweitig vergeben?

Und wie kann man dem Kunden solchen Blödsinn erzählen, statt ihm einen Kaffee anzubieten und im Hintergrund alle Hebel in Bewegung setzen um ein passendes und möglichst noch besseres Auto herbeizuzaubern?

Kurz nach dieser Einlage sind wir auf der Autobahn und ich erfreue mich an Speedpilot und automatischer Abstandsregelung. Geht doch.

Bestpreis mit Lufthansa

Wow – öfter schon habe ich mal die Lufthansa Website nach guten Preisen durchsucht und kopfschüttelnd wieder verlassen. Nicht so am 14. Februar.

Ticketpreis $84, dazu $420 für Steuern, Gebühren und Aufschläge, gesamt $504 für ein Ticket von Panama City nach Frankfurt und zurück. Pro Person.

Da fiel es leicht, nochmal für $115 pro Strecke und Person die Plätze am Notausgang mit üppiger Beinfreiheit zu buchen. Wirklich attraktiv.

Das bedeutet, dass Panama nur 11Stunden und $252 von Deutschland entfernt ist. Oder €204 …

Nicht die Welt, oder?

Kosten eines Strandapartments

In Panama eine Wohnung zu besitzen, ist eine ziemlich erschwingliche Angelegenheit.

Ein ca. 125 m² großes Apartment in einem der Strandressorts am Pazifik, mit 2 Schlafzimmern und 2 Badezimmern, kostet in der Anschaffung derzeit um $200.000, also ca. €164.000. Das sind ziemlich unschlagbare €1.300 pro m². Meerblick inklusive.

 

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Ja, wird mancher Interessent sagen, aber was sind dann die Folgekosten?

Dazu ein reales Beispiel:

monatliche Unterhaltskosten (Wartung & Reparaturen, Gärtner, Pool, Sicherheit, Müll, Wasser, Gas, Parkplätze) sind $200. Elektrizität ca. $50 und Internet (60 MB/s) für $60.

Grundsteuern?

Gebäude, die vor 2014 bezogen wurden, sind für 20 Jahre befreit, danach bzw. neuere Gebäude zahlen wie folgt:

Die ersten $120.000 sind bei selbstgenutzten Wohnungen steuerfrei, der darüber hinausgehende Betrag von $80.000, wie im Beispiel, kostet 0,5%, also $400 pro Jahr. (Details hier)

Dazu kommt bei Apartmenthäusern eine anteilige Grundsteuer auf das Gelände, die im Beispiel $15 pro Jahr beträgt.

Auf Neudeutsch würde man sagen, die total costs of ownership betragen monatlich $350.

Thema Unternehmensnachfolge im Unternehmer-Radio

Was hat Unternehmensnachfolge mit Panama zu tun?

Ganz klar, viele Unternehmer können sich erst ein neues Domizil suchen, wenn sie ihr Unternehmen, und manchmal ihr Lebenswerk, in gute Hände gegeben haben.

Das Unternehmen attraktiv machen und geeignete Nachfolger finden, ist aber genau so schwer wie es sich anhört und wird in vielen Fällen nicht optimal gelöst.

Kernproblem ist, dass viele Unternehmer sich nur ungern und zu spät mit dem Thema Nachfolge befassen, nicht erkennen dass dieser zentrale Bestandteil ihres Vermögens entsprechend entwickelt und zum Verkauf nochmals extra aufgehübscht werden muss.

Deshalb haben sich Philipp und Danilo vom Unternehmer-Radio des Themas in professioneller Weise angenommen. Bisher sind schon mehr als 70 Interviews mit Unternehmern, Nachfolgern und Experten als Podcast verfügbar.

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Mehr als 70 Interviews – das ist eine beeindruckende Sammlung sehr persönlicher Erfahrungen und perfekt geeignet, den eigenen Nachfolge-/Übernahmeprozess zu optimieren.

Viele dieser Interviews habe ich mir angehört. Außerdem haben Danilo Manca und Philipp Degen eines mit mir geführt. Das hat Spaß gemacht und ich teile es gern.

Hier.

Wer sein Unternehmen in Europa erfolgreich verkauft hat, weiß wie es geht und kann sich in Panama etwas Neues aufbauen.

Viel Erfolg.

besserpanama als Buch bei Amazon

Irgendwie wollte ich schon immer mal ein Buch schreiben, bin aber nie über die ersten Seiten hinausgekommen. Jetzt hat es geklappt.

Mit diesem Blog gibt es inzwischen eine solide Grundlage für ein oder sogar mehrere Bücher über mein bevorzugtes Land. Mit „besserpanama – ein Land zum Leben“ liegt jetzt der erste Teil mit ausgewählten Blogposts im deutschen Amazon-Shop.

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Noch vor dem Sommer gedenke ich den zweiten Teil „besserpanama – Ein Land für Unternehmer“ zu publizieren.

Später wird auf jeden Fall noch folgen „besserpanama – Ein Land mit Historie“ und möglicherweise der letzte Teil „besserpanama – ein Land mit Zukunft“.

Während das eBook nur €9,95 kostet, sind die Produktionskosten für ein Taschenbuch ziemlich hoch, was den Preis von €24.45 erklärt.

Beide Versionen haben ca. 140 Seiten, viele schöne Bilder und wer alles schon im Blog gelesen hat, will es vielleicht verschenken. Hier ist der Link und danke für das Interesse.

Abenteuer in der Karibik

Unwiderstehliche Überschrift, obwohl wir erst heute hier auf Isla Bastimentos angekommen sind und es so abenteuerlich nicht werden wird.

Losgefahren sind wir heute früh von Boca Chica, nordwärts zur Panamericana, dort Richtung David. Im Ort Chiriqui biegt die Strecke dann von der Panamericana ab und es geht in die Berge, Richtung Karibik. Ca. 70 km bis Almirante.

Wir haben traumhaftes Wetter und der Vulkan Barú grüßt aus der Ferne.

Die Temperatur ist inzwischen von 30 auf 19°C gefallen und wir kommen am Fortuna-Stausee vorbei, der einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung Panamas leistet. Dann haben wir den höchsten Punkt des Gebirges und die Wasserscheide zwischen Pazifik und Karibik passiert, es geht bergab.

Wir fahren zuerst bis Chiriqui Grande. Nicht gerade ein Traumziel, aber hier beginnt die Trans-Panama-Pipeline, ursprünglich für den Transport des Erdöls aus Alaska gebaut, derzeit für Erdöl aus Venezuela genutzt, das an die Pazifikküste bei Puerto Armuelles transportiert und von dort in Richtung China verschifft wird. Gegenleistung für Milliardenkredite um den „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ so lange wie möglich am Leben zu halten.

In Almirante wird das Auto bei Leiza abgegegeben, die auf ihrem Grundstück unmittelbar vor dem Fährhafen bestimmt 30 bis 40 PKW dicht gedrängt unterbringt, dafür je $3 kassiert. Schlüssel bleibt auch da, weil immer wieder umrangiert werden muss.

Im Hafen von Almirante stapeln sich die Kühlcontainer mit Chiquita-Logo. Und das ist auch schon alles, wofür Almirante bekannt und wichtig ist. Für wenige Dollar buchen wir das nächste Boot zur Isla Colon, der Hauptinsel des Bocas del Toro Archipels. Die Überfahrt dauert eine knappe halbe Stunde und wir steigen dann sofort in ein Boot zur Isla Bastimentos, wo wir in Tio Tom’s Guest House gebucht haben.

Onkel Tom ist Preuße, wie man leicht hören kann und einer unserer Freunde vom deutschsprachigen Stammtisch. Mit seiner Frau Ina hat er über die Jahre aus einem Schrottgebäude ein ansehnliches Gästehaus über dem Wasser gemacht. Der ganze Komplex ist aus Holz gebaut, teils mit Brettern die aus aufgegebenen Projekten stammen. Mit acht Zimmern,  überdachtem Biergarten, Anlegestelle mit Hängematten, Tauch-Stützpunkt und Tom’s Kochkünsten ist das ein beliebter und gut gebuchter Anlaufpunkt nicht nur für deutsche Gäste.

Wir haben Zimmer #5. Geräumig, mit großem Bett, privatem Bad und zwei großen Fenstern, die wir auch nachts offen lassen. In der ersten Nacht zieht ein heftiger Wind auf und lässt die leichten Vorhänge waagerecht ins Zimmer stehen. Eine willkommene Erfrischung. Und dann geht ein tropischer Regen los, es schüttet. Das weit überstehende Dach und die schräg hochgeklappten Fensterläden verhindern eine Überschwemmung im Zimmer. Klasse. Nach 10 Minuten ist das Spektakel vorbei, wiederholt sich später in der Nacht noch zwei Mal.

Nach dem ausgezeichneten Frühstück besichtigen wir zuerst Tom’s Froschsammlung und sehen zum ersten Mal die winzigen Pfeilgift-Frösche. Halb so groß wie die Kuppe meines kleinen Fingers und bunt gefärbt.

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So eingestimmt, nehmen wir ein Wassertaxi zum bekannten Red Frog Beach. Der ist 15 Minuten entfernt, auf dem Weg umfahren wir weitläufige Mangrovenwälder, die hier typisch sind.

Eingangs liegt eine Marina mit einer Vielzahl Yachten. Von der Anlegestelle geht es über einen Holzsteg durch die Mangroven zur Lobby des Red Frog Resorts und von dort quer über die Insel zur Nord- und Seeseite: ein karibischer Traumstrand erwartet uns, der beim letzten Sturm allerdings einiges an Ausdehnung an das Meer verloren hat.

Von Tom wissen wir, dass es entlang dieser Küste einige Strände gibt und wir machen uns sinnbildlich auf die Socken, um sie zu erkunden. Das ist nicht so einfach, weil die Strände schmal sind, es immer wieder natürliche Hindernisse, wie Felsnasen oder angeschwemmte Bäume gibt. Und der Fußweg durch den Wald steht weitgehend unter Wasser. An einer Stelle versinke ich bis über die Knöchel und habe Probleme meine Crocs anzubehalten. Meine Frau hat weniger Glück und die Brandung entreißt ihr die Sonnenbrille. Normaler Verschleiß für Küsten-Bewohner und Strand-Wanderer.

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Meer, Strand und der tropische Regenwald geben eine wirklich wildromantische Stimmung, allerdings ist es nicht einfach, in der heftigen Brandung ruhige Badebuchten zu finden. Klappt aber und wir halten es stundenlang aus.

Am späten Nachmittag kehren wir noch im La Rosa Beach Club ein, um etwas zu essen und einen Drink zu nehmen, dann geht unser Boot wieder zurück. Insgesamt sind wir fast 8 km gelaufen, genug Fitness für ein paar Tage.

Wir haben Glück und von Ankunft am Dienstag bis Abfahrt am Donnerstag nur schönes Wetter. Selbst die Tour über die Berge, in beiden Richtungen, beschert uns großartige Ausblicke. Auf dem Weg zurück nach Almirante sehen wir übrigens die Fram wieder, das Hurtigruten-Schiff, das vor knapp einer Woche im Kanal direkt an uns vorbei gezogen ist.

Unser Auto steht ohne Kratzer in Leiza’s prall gefülltem Autopark und wir machen uns auf den Rückweg. Am Donnerstag nachmittag kommen wir zu Hause an, haben insgesamt ca. 1100 km zurückgelegt und viel Spaß gehabt.

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