Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

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Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

 

Atlantikbrücke Panamakanal

Ein weiteres bedeutendes Infrastruktur-Projekt nimmt Gestalt an: nur 3 Kilometer vor den Kanalschleusen auf der Atlantikseite entsteht gerade eine neue spektakuläre Brücke. 530 Meter Spannweite, 212 Meter hohe Pylonen und 75 Meter Durchfahrthöhe, völlig ausreichend auch für die Schiffe der Neopanamax-Klasse.

Begonnen hat die französische VINCI Gruppe im Januar 2013 und die Bauzeit war auf 3,5 Jahre veranschlagt. Ich habe sie heute, nach 4,5 Jahren, mal inspiziert:

 

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(C) 2017 Panaviacion Corp.

Wenn diese Brücke fertiggestellt ist, wird das nicht nur das Tor zum Kanal, sondern auch zu 250 km bisher völlig unerschlossene Karibikküste bis nach Bocas del Toro an der Grenze zu Costa Rica sein. Das bedeutet Ansiedlungs- und Tourismusentwicklung für die nächsten 20 Jahre und darüber hinaus.

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(C) 2017 Panaviacion Corp.

In den Bildern sieht man außer der Brückenbaustelle die Atlantikschleusen, rechts die alten, links die neuen mit ihren riesigen Wassersparbecken. Dahinter schließt sich der Lake Gatun an, der Wasserweg zum Pazifik.

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(C) 2017 Panaviacion Corp.

Und für alle Luftfahrt-Interessenten hier noch die Streckenführung:

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Screenshot Foreflight

Start war um 1335 UTC in Scarlett Martinez (MPSM), dann hoch zur Karibikküste (VUMAN als Navigationspunkt), nach Osten drehen und an der Küste entlang bis Colon, von da in Richtung Pazifik, über den Navigationspunkt SAMSU und von dort zum Flugplatz in Chame (MP24).  Beim Fliegen nach Sichtflugregeln, sind die Navigationspunkte nur zur groben Orientierung gedacht, zumal man ja gelegentlich Wolken ausweichen muss. Ab MPSM wurden diese auf 4500 ft überflogen, zur Karibik hin und ab VUMAN konnte dann auf 2500 ft weitergeflogen werden. Die Fotos wurden also aus ca. 850 Meter Höhe aufgenommen. Landung in Chame gegen 1505 UTC.

 

Ocean Reef Panama City

Künstliche Inseln aufschütten und mit hochwertigen Immobilien bebauen kann man nicht nur in Dubai.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Panama City hat nun Ocean Reef, direkt vor und verbunden mit dem Stadtzentrum – ein extravagantes und teures Quartier. Zwei Inseln und eine Marina dazwischen, was alles einem Gezeitenhub von 6 Metern widerstehen muss. Von der Idee, dem Entwurf und der Wohnqualität her ein erstklassiges Projekt.

Hier ist die Website.

Während Venezuela, ein Land mit riesigen Ressourcen, im Bürgerkrieg versinkt, geht es hier in Panama unaufhaltsam vorwärts (Beispiele unsortiert und ungewichtet):

  • neuer Stadtteil und Sonderzone Panama Pacifico (neu)
  • Internationaler Airport Rio Hato (neu)
  • Metro Linie 1 (neu)
  • Biomuseum (neu)
  • Erweiterung Amador Causeway
  • Metrolinie 2 (neu)
  • Süd-Terminal Tocumen International Airport (neu)
  • Erweiterung Panamericana zwischen Santiago und David auf 6 Spuren
  • Atlantikbrücke Colon (neu)
  • Kongresszentrum Panama City (neu)
  • Kreuzfahrtterminal Panama City (neu)
  • neue Kanalbrücke Pazifik-Einfahrt (neu)
  • Metrolinie 3 mit Anbindung der westlichen Vorstädte (bis La Chorrera)
  • Erweiterung Ausfallstraße Amerikabrücke bis Arrajan auf 6 Spuren
  • Erweiterung Panamericana von La Chorrera bis San Carlos auf 6 Spuren
  • uvm.

 

 

 

 

Vorsorge – Brückenkopf in Panama

Es gibt einen neuen Typ von Auswanderern.

Bisher waren das immer Leute, die einfach neugierig auf die Welt sind oder solche denen es im Urlaub irgendwo so gut gefallen hat, dass sie da dauerhaft leben wollen. Dazu kamen die, denen das regulierte und vorgeplante Leben einfach zu langweilig wurde, die echten Aussteiger.

Seit ca. 2 Jahren erkunden auch Leute das Thema Auswanderung, die mit den politischen Verhältnissen in Europa nicht mehr zufrieden sind, es nicht mehr als ihre Heimat erkennen und bestimmte unerwünschte Entwicklungen für unumkehrbar halten. Wie Frau Merkel sagen sie „Das ist dann nicht mehr mein Land“, meinen damit aber etwas ganz anderes. Und es sind durchweg gestandene Leute mit gesundem Menschenverstand.

Auswanderer aus politischen Gründen – eine ziemlich neue Erscheinung.

Die klassischen Zielländer außerhalb Europas sind Kanada, USA, Australien. Panama ist aus Mangel an Information für die meisten nicht auf dem Radarschirm. Und genau deswegen wurde ja dieses Blog erfunden.

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Quelle: Panaviacion 


Wir haben gerade erst Leute hier gehabt, die genau dieser Kategorie entstammen, schon Kanada erkundet haben und Paraguay als weitere Option. Nach ihren 4 Wochen in Panama dürften diese Alternativen wohl vom Tisch sein und ich hoffe, dass sie darüber selbst mal in einem Post berichten werden. Die kurze und knackige Antwort auf die Frage „Wie war Panama?“ lautete „Alles positiv.“

  • Paraguay? Klar doch, wenn man Landwirt werden will, oder sich verstecken muss.
  • Kanada? Gute Wahl, wenn man die menschenleere Weite liebt oder Multikulti-Städte wie Toronto und Vancouver.
  • USA? Warum nicht, wenn man HighTech-Unternehmer ist und die Firma mehr abwirft als man ausgeben kann.
  • Australien? Wer wirklich alle Brücken abbrechen will, ist downunder gut bedient.

Warum Panama die bessere Wahl ist, wird in diesem Blog seit langer Zeit behandelt, bessere Bilder gibt es hier und mehr zu Investments hier.

Wenn ich von Brückenkopf rede, meine ich folgendes:

Sie kommen für 2 Wochen Urlaub nach Panama und finden heraus, ob das für Sie ein Ziel sein kann. Ich weiß die Antwort schon 😉

Während der Zeit oder beim nächsten Besuch sind 3 Dinge zu tun:

  • Firma gründen und Bankkonto eröffnen.
  • Daueraufenthaltsgenehmigung beantragen
  • Teileigentum an einem Strand-Apartment erwerben (8 Wochen Nutzung pro Jahr)

Im Paket kostet Ihre neue Homebase in den Tropen $50.000. Sie können beliebig oft ein- und ausreisen, Auto und Führerschein oder ein Boot erwerben, ihren evtl. endgültigen Umzug in Ruhe, gern auch über Jahre, vorbereiten. Oder Panama einfach als Ausgangspunkt zur Erkundung Lateinamerikas nutzen.

Das Teileigentum kann wieder verkauft und stattdessen gegen ein komplett eigenes Haus oder Apartment in der City, am Strand, in den Bergen oder gegen eine zünftige Farm eingetauscht werden.

Wenn das interessant ist, dann hier anschauen und Kontakt per Email aufnehmen: office(at)luckxus.com

 

 

Sauber!

Die Natur hat uns mittels Sonne, Biomasse, Druck und hohen Temperaturen über Hunderte Millionen Jahre eine Energieform beschert, die in geradezu idealer Weise erschlossen, veredelt, transportiert, gespeichert und genutzt werden kann.

Wir tun all das jeden Tag und die Rede ist von fossilen Energieträgern, wie Kohle, Erdöl und Erdgas.

Nun ist einigen Leuten ohne naturwissenschaftliche Ausbildung eingefallen, Energie aus Sonne und Wind zu gewinnen, die ja keine Rechnung schreiben. Allerdings fallen sie nicht so zuverlässig an, wie sie in einer entwickelten Gesellschaft benötigt werden. Es braucht Speicher.

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Dieses Bild, das nicht so herzerwärmend aussieht, wie Windmühlen in einem Sonnenblumenfeld oder Solarzellen auf einem lauschigen Bauernhaus, zeigt Australiens größte Lithium-Mine, 200 km südlich der Stadt Perth gelegen. Dort wird der Rohstoff abgebaut, der dann für mehrere Aufbereitungs- und Verarbeitungsschritte nach Korea oder Japan verschifft wird und irgendwann als komplette Lithium-Ionen-Batterie in Deutschland oder anderswo ein Elektroauto antreibt.

Im Klartext heißt das, dass auch für die umweltfreundlichen erneuerbaren Energien irgendwo die Erde aufgerissen wird, Diesel-betriebene Bagger und Lastwagen Tag für Tag einen Rohstoff gewinnen, der energetisch aufwändig über die Weltmeere transportiert, in Fabriken verarbeitet werden muss, und nichts davon mit Solar- und Windenergie erledigt werden kann. Soweit zum Thema Batterien.

Für die Herstellung von Windanlagen und Solarzellen braucht es Silizium, seltene Erden, Kupfer sowie Beton und Stahl in Massen – alles Dinge die direkt oder deren Ausgangsprodukte aus der Erdkruste heraus gebrochen und in aufwändigen Prozessen verarbeitet und danach transportiert werden müssen.

Eine neuzeitliche Windkraftanlage wiegt 7.000 Tonnen, Beton und Stahl, also etwa so viel wie 3.500 SUV. (Quelle)

In Deutschland standen Ende 2016 insgesamt 27.270 Windkraftanlagen (Quelle), grob geschätzt wurden also ca. 190 Mio. Tonnen Beton und Stahl für saubere Energie verbraucht. Was bedeutet das?

Die Herstellung einer Tonne Zement braucht 1 MWh, die einer Tonne Stahl bis zu 5,6 MWh Energie (Quelle) und nicht eine einzige kWh davon kann mittels Wind oder Solar gewonnen werden.

Und all diese Windkraft- und Solaranlagen brauchen jetzt noch Batterien, wenn man denn eines Tages das Land de-karbonisiert haben will, was ja der Plan ist. Und die meisten dieser Rohstoffe sind eben nicht so im Überfluss vorhanden, wie fossile Energieträger.

Macht das alles Sinn? Schon lange nicht mehr und für mich sind die Propagandisten solcher Politik Naturfeinde, nicht -schützer.

Wie konnte es soweit kommen?

Meine ganz persönliche Meinung ist, dass die Manager der großen Industriekonzerne sich schon früh einem grünen Diktat unterworfen haben, weil es ja der Zeitgeist war. Die hochbezahlten Manager der Energie und Autobranche haben die Krokodile jahrelang in der Erwartung gefüttert, ungeschoren davon zu kommen oder doch wenigstens als letzte gefressen zu werden. Die Energiekonzerne haben für ihre schleimige Politik schon bezahlt, derzeit sind die Autokonzerne an der Reihe.

Keiner dieser „Führunsgkräfte“ hat wohl jemals Ayn Rand’s „Atlas shrugged“ („Der Streik“) gelesen, oder es jedenfalls nicht verstanden. Versagen auf ganzer Linie.

Ich fürchte und hoffe zugleich, dass Deutschland anderen Ländern wie z.B. Panama bald schon in diversen Bereichen als abschreckendes Beispiel dienen wird.

 

 

Überall Neuland

„Die Amerikaner haben eine neue Methode erfunden“ sagte Frau Widmann, Volkswirtin der Deka-Bank heute bei n-tv.

Ich will mal etwas nachhelfen mit diesem Bild:

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Quelle: USPTO

Schon 1866 wurden Bohrlöcher mit Explosivstoffen behandelt und damit die Fördermenge dramatisch gesteigert. Diese „neue Methode“ ist seit 150 Jahren patentiert. Mehr zur Historie hier.

Mit 3D-Radar wird inzwischen treffsicher erkundet und mit horizontal drilling derzeit bis 40 km horizontal gebohrt.  High-Tech vom Feinsten.

Dank dieser „neuen Methode“ passieren den Panamakanal heute 100% der LPG Tanker, die bis voriges Jahr um Kap Horn nach Asien fahren mussten.


Und heute habe ich gelesen, dass die Abu Dhabi National Oil Company einen ersten Tanker mit 2 Mio. Barrel Rohöl in Texas bestellt hat. Das ist etwa so, wie Bier nach Pilsen bringen.

Während hydraulic fracturing den Welt-Energiemarkt umkrempelt, wird der Methode in Deutschland bei jeglicher Erwähnung immer noch das Wort „umstritten“ vorangestellt. Wie ignorant.

Wochenende in der City

Ein kleines Jubiläum bringt uns von Sonntag bis Dienstag in die Hauptstadt. Einfach mal was anderes sehen und ausprobieren.

Sonntag mittag, bevor die allgemeine Rückreise aus der Provinz beginnt, sind wir auf der Panamericana. Erstes Ziel ist Gamboa, da wo Rio Chagres, Lake Gatun und Gaillard bzw. Culebra Cut zusammenkommen. Das ist die engste Stelle in der Kanalpassage und da brummeln die Schiffe keine 100 Meter entfernt vorbei. Machen wir öfter mal und nach einer Stunde haben wir 4 oder 5 in Richtung Pazifik fahren sehen.

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Weiter in die Stadt, vorbei an Pedro-Gonzalez– und Miraflores-Schleusen, am Flughafen Marco A. Gelabert (MPMG) und an der Albrook Mall, der größten Shopping Mall außerhalb Asiens. Unser Ziel ist der Amador Causeway, der drei kleine Inseln entlang der Kanaleinfahrt verbindet und gerade erst 4-spurig ausgebaut wurde.  Immer wieder erholsam, dort ein paar Schritte zu gehen und über einen der Yachthäfen zur Skyline zu schauen.

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Normalerweise buchen wir hier das Country Inn & Suites am Panamakanal, die haben uns aber vor wenigen Wochen enttäuscht und so haben wir dieses Mal das Riu Plaza mitten im Zentrum gebucht. Ein moderater Aufpreis bringt uns in den Executive floor, 32. Etage mit Blick über das Häusermeer und auf den Pazifik. Im Blickfeld finden sich schon wieder sieben neue Hochhäuser im Bau.

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Ein sehr schönes und geräumiges Zimmer, Parken, Frühstück, WiFi alles inklusive und es ist offensichtlich auch das bevorzugte Hotel der Airline-Crews. Wir sehen die gelben Halstücher der Lufthansa, die blassblauen Kostüme der zumeist blonden KLM-Stewardessen ( war das jetzt sexistisch?) und noch zwei weitere Gesellschaften. Lobby, Restaurants, Pool, Bars – alles sehr gediegen.

Für den Sonntagabend haben wir uns ein Dachterassen-Restaurant in der Altstadt ausgesucht. Das Lazotea hält was es verspricht: nette Atmosphäre, Blick über die Bucht zur Skyline und exzellentes Essen bei einer Flasche Rose. Hin und zurück kommen wir anstandslos per Uber. Alles neue Privatautos  und freundliche Fahrer* (* dieser Sammelbegriff schließt bei mir sämtliche autofahrenden Geschlechter ein). Was für ein Unterschied zu den vielen vergammelten Taxen, deren Betreiber auch massiv aber erfolglos dagegen protestieren.

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Am Montagmorgen wird in Ruhe gefrühstückt und dann mit eigenem Auto wieder zum Amador gefahren. Wir sind früh und bestaunen ein Schiff mit auffälliger Fracht in Richtung Kanal.  Ein Mitarbeiter der Kanalbehörde klärt uns auf: die Ladung sind Containerkräne für den Rodman Port, der sich direkt hinter der Brücke der Amerikas befindet und von der Singapore Ports Authority (PSA) ausgebaut wird. Um unter der Brücke passieren zu können, sind die Kräne eingefahren und Niedrigwasser gewählt worden.

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Dann ist es Zeit, an Bord der Taboga-Expressfähre zu gehen, die uns in knapp 30 Minuten über ca. 8 Seemeilen zur Isla Taboga bringt. Dort haben wir im Restaurant La Vista für Mittag gebucht: Seelachs und medium-rare gebratener Tuna – schwer zu toppen das Essen. Man hat uns extra avisiert und so bekommen wir noch eine kleine Tour durch die Villa Caprichosa, ein erst 10 Jahre altes und exklusives Anwesen im italienischen Stil. Sehr luxuriös und geschmackvoll.

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Zu Fuß gehen wir nun in Richtung Strand, vorbei an den Häusern in denen der Pirat Francisco Pizarro und der Maler Paul Gaughin gewohnt haben, nicht ohne der im Jahr 1524 erbauten Kirche einen Besuch abzustatten. Wir dürfen uns sogar auf den Turm quälen, was wirklich nicht einfach ist. Nicht hoch, aber sehr eng und die Treppen sind heftig abgelatscht im Laufe der fast 500 Jahre. Egal, wo kann man das schon wieder?

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Nach Schwimmen und Sonnenbaden am Strand geht es um 16 Uhr mit der Fähre zurück ins Hotel, duschen, Kaffee trinken. Und jetzt wollen wir die 32. Hoteletage noch toppen und fahren, wieder per Uber, zum Trump Ocean Club, dort in die 66. Etage des Ocean Sun Casino.

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Das Panaviera hat die beste Aussicht der Stadt, insbesondere zu dieser Tageszeit, und einen kleinen Infinity-Pool, direkt an der Kante. Dazu passen Corona-Bier, Chips und Guacamole. Ein angenehmer Tagesausklang.

Dienstag früh, Frühstück am Hotel-Pool, noch zwei Wege in der Stadt erledigt und gegen 13 Uhr sind wir wieder zu Hause. Ein sehr angenehmer Ausflug ist zu Ende.

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Unter Wind nach Venezuela

Am 22. Januar 2008 setzte die Beluga SkySails im wahrsten Sinne des Wortes Segel und schipperte von Bremen nach Venezuela. Die Presse überschlug sich vor Begeisterung, konnte man doch jetzt mit Windkraft-Nutzung Schweröl sparen, massiv die Kosten senken und nebenbei noch das Weltklima retten.

 

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Aus Umweltschützer-Sicht klingt das toll, aus dem Blickwinkel eines Ingenieurs eher nicht so sehr.

Die Berichterstattung über die Jungfernfahrt war begeisternd, aber seitdem habe ich nichts mehr von dieser wegweisenden Idee gehört und im Panamakanal habe ich auch noch kein einziges Frachtschiff hinter einem Kite-Segel gesehen.

Heute nun lese ich bei n-tv etwas über Beluga und ich erinnere  mich dass da was war. Keine Erfolgsmeldung dieses Mal:

 

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Die Reederei ist seit 2011 insolvent: Scheinumsätze, Bilanzfälschung etc.

Mir egal.

Nicht egal ist, dass es wohl keinen einzigen Journalisten mehr gibt, der sich solche aufgeblasenen Klimaretter-Geschichten mal auf „Wiedervorlage in 5 Jahren“ legt und berichtet, wie es weiterging. Klar gab es in 2011 überwiegend regionale Zeitungsmeldungen zur Insolvenz und in 2016 im Zusammenhang mit dem Prozess gegen Beluga-Manager auch überregional. Kein einziger der Artikel die ich diesbezüglich gesichtet habe, erwähnt das SkySail-Thema auch nur am Rande.

Wer als Journalist damals Jubelmeldungen geschrieben und später nicht über das Scheitern berichtet hat, hat einfach seinen Beruf verfehlt.

Mir persönlich ist die Begeisterung für Retro-Energiegewinnung mittels Segel und Windmühlen, ob am Boden, auf See oder in der Luft verankert, von Anfang an völlig unverständlich gewesen. All diese Konzepte sind nichts anderes als Verbrennen von Geld, das anderswo nützlich angelegt werden könnte und Verschwendung von F/E-Kapazität. Wer es nicht weiß, das Zauberwort zum Verständnis heißt „Energiedichte“.

Während man in Deutschland Segel zum Kraftstoffsparen entwickelt, hat man in den USA die Öl- und Gasgewinnung zum Hightech-Verfahren gemacht, die Weltmarktpreise halbiert und ganz nebenbei dank dem verstärkten Einsatz von Erdgas den CO²-Ausstoß reduziert.

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