Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

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Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

 

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Geht doch …

möchte man angesichts der Fertigstellung des Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 sagen, das Berlin nun mit München verbindet und Erfurt zum zentralen deutschen Bahnknoten macht, wo täglich 80 ICE halten. Unvorstellbar.

Und natürlich ist das die einzig sinnvolle Streckenführung.

 

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Also ehrlicher Glückwunsch in die alte Heimat. Allzeit Gute Fahrt, und pünktlich.

In Panama, wo es, außer der Panama Canal Railway mit ca. 80 km Länge, keine weiteren Eisenbahnstrecken gibt, wird demnächst mit China über eine Expressverbindung zwischen der Hauptstadt und David im Westen des Landes gesprochen. Da wäre wohl ein Hyperloop die bessere Variante.

 

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Quelle: dailamail.co.uk

 

Gibt also immer was zu meckern.

Schon wieder schwarze Liste

Eine neue Schwarze Liste der EU zu Steuerparadiesen nennt überraschend wiederum Panama. In den vergangenen Jahren hat das Land eine Vielzahl Maßnahmen ergriffen und bilaterale Vereinbarungen abgeschlossen, infolgedessen es von der OECD ausdrücklich gelobt und von allen möglichen Listen entfernt worden war.

Nichts hat sich geändert seitdem und so ist es rätselhaft, was der Rat der EU-Kommission zu diesem ziemlich drastischen Schritt bewogen hat.  Aufschluss dazu erhält man allerdings, wenn man  die besagte Liste daraufhin durchsieht, welche Länder und Regionen nicht genannt werden.

Kein einziges europäisches Land taucht auf. Die Realität sieht anders aus:

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Stattdessen hat man nach 10-monatiger Arbeit diese Länder herausgepickt:

Bahrain, Barbados, Grenada, Guam, Macau, die Marschall-Inseln, die Mongolei, Namibia, Palau, Panama, Samoa und Amerikanisch-Samoa, St. Lucia, Südkorea, Trinidad und Tobago, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Meine Meinung:

Das klar auf den Schutz der eigenen Interessen angelegte Vorgehen ist völlig inakzeptabel, macht die Liste wertlos und disqualifiziert die Urheber. Es ist nicht einfach eine Liste, sondern die Diskriminierung von Staaten. Die EU als Lehrmeister? Lächerlich.

Wer leichtfertig solchen Unfug verzapft, will um jeden Preis von eigenen Schwächen oder in diesem Fall von eigenen umstrittenen Vorhaben ablenken: „Keine Sorge, das Budget für den neuen EU-Finanzminister holen wir uns einfach bei den Steuersündern. Die Bevölkerung kostet das nicht mehr als eine Kugel Eis im Jahr.“

Steuerwettbewerb zwischen den Staaten ist wichtig, weil ansonsten der Gier nach Mehreinnahmen keine Grenzen mehr gesetzt sind. Auch wenn es natürlich immer nur um mehr Geld für Schulen und Kindergärten und Infrastruktur geht, beispielsweise um dieses Projekt im märkischen Sand bei Berlin.

 

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Quelle: aerotelegraph.com

 

Steuern sparen beim NDR

Ein Schiff liegt im Hamburger Hafen. „The World – Residences at Sea“ und das zieht Reporter des NDR magisch an. Hier.

„Warum wohnen die Passagiere auf dem Schiff? Vielleicht aus Steuergründen?“ und „Wer sich mehr als 183 Tage auf See aufhält … braucht in keinem Land der Welt Steuern zu zahlen“ und „Ist das Schiff vielleicht eine schwimmende Steueroase?“ – so beginnt eine NDR-Dokumentation, die an Peinlichkeit schwer zu toppen ist. Zwei Journalisten beschließen bei Steuern zu „Tricksen wie die Großen“ und offenbaren 45 Minuten lang ihre völlige Ahnungslosigkeit.

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Quelle: cruisemapper.com

Es ist der übliche Lieschen-Müller-Ansatz:

  • Warum muss ein Großkonzern prozentual weniger Steuern zahlen als mein Mini-Unternehmen?
  • Und warum helfen dem Konzern bei der Ausarbeitung von länderübergreifender Steueroptimierungskonzepten die großen Beratungsunternehmen und wenn mein Mini-Unternehmen anfragt, kommt nicht einmal eine Antwort?
  • Und warum sagt der Finanzbeamte am Telefon „O mein Gott“ wenn ich frage, ob ich für meine Minifirma mit 10.000 Euro Vorsteuergewinn eine Sonderregelung aushandeln kann, wie ein Großkonzern?

Um solche Fragen zu beantworten, braucht es natürlich Spezialisten. Der LINKE EU-Abgeordnete Fabio de Masi findet das ebenso ungerecht und argumentiert im Film ernsthaft, dass die Klofrau im EU-Parlament ja auch keine Forderung nach steuerlicher Sonderbehandlung aufmachen kann.

Es ist noch viel schlimmer, Herr EU-Abgeordneter: anders als Sie bekommt diese ehrenwerte Frau nicht einmal 300 Euro steuerfinanziertes Sitzungsgeld zusätzlich zu ihrem Gehalt nur dafür, dass sie sich einmal am Tag als anwesend in eine Liste einträgt.  #aufschrei

Schwer vorstellbar, aber wenn dieser NDR-Beitrag so etwas wie investigativer Journalismus gewesen sein soll, etwa so wie hier beschrieben, dann lasst euch das Lehrgeld zurückgeben. Ernsthaft.

 

„Warum ich das Silicon Valley verlassen habe …“

Keine Sorge, geht nicht um mich, sondern um ein paar Anmerkungen für junge Leute.

Gerade lese ich eine Story in Medium mit dem obigen Titel, bin noch nicht einmal durch und da kribbelt es schon in den Fingern.  Ein weiblicher Software-Ingenieur, die bei solch eindrucksvollen Firmen wie Goldman Sachs angefangen und dann bei Andreesen Horowitz gearbeitet hat, beschließt selbst wieder Software zu entwickeln.

Was mir gefällt ist ihre Motivation und wie sie es angeht. Hut ab.

Als Hintergrund muss man sehen, dass Software heute alle Branchen erfasst hat, man als Software-Entwickler sozusagen in allen Branchen tätig sein kann.

Preethi, die Autorin des Beitrags, gibt diesen Rat:

  • entscheide was du am liebsten entwickeln möchtest
  • werde richtig gut darin
  • nutze deinen Einfluss für eine bessere Welt.

Der letztere Punkt klingt nach Windräder bauen und Karl den Käfer vor Glyphosat retten, aber seid einfach etwas anspruchsvoller:

Go for moonshots würde man im Valley wohl sagen.

Und jetzt kommt Preethis zweiter Punkt, den ich schon vor 3 Jahren in meinem Vortrag in Panama’s Sonderzone Knowledge City angesprochen habe: man muss längst nicht mehr im Silicon Valley sitzen, um Spitzentechnologie zu entwickeln und ein erfolgreiches Business zu betreiben.

Immigration, Steuern, Lebenshaltungskosten, Investitionsmöglichkeiten, Klima und last but not least The Big One … all das spricht gegen San Francisco und Umgebung.

Eine der besten Alternativen ist Panama, das in jedem dieser Punkte besser abschneidet. Siehe hier und hier und hier und hier …   und jetzt lese ich mal den Artikel zu Ende.

 

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Breaking News: Air China kommt nach Panama

Breaking but not surprising: Beim Staatsbesuch von Präsident Varela in der letzen Woche sind eine Vielzahl Verträge geschlossen worden. Darunter nun auch einer zwischen den Zivilen Luftverkehrsbehörden beider Länder. Im Ergebnis wird Air China ab März 2018 zweimal wöchentlich von Peking aus Panama City anfliegen.

Das scheint eine Verlängerung der schon lange täglich betriebenen Route zwischen Peking und Houston zu sein, mit einer Boeing 777-300ER und einer Flugzeit von ca. 13:40 Stunden. Von Houston George Bush Intercontinental (IAH) dauert der Abstecher nach Panama City nochmals 3:45 Stunden.

 

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Quelle: timesofmalta.com

 

Die Vereinbarung ist die logische Folge aus der kürzlich erfolgten Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern und untermauert die Annahme, dass Panama zum Brückenkopf für die Volksrepublik in Lateinamerika entwickelt wird.

Wirtschaftlich sind das exzellente Aussichten für Panama.

Chinesische Reedereien zählen mit zu den größten Kunden des Kanals und haben nun auch Interesse an einem 1200 Hektar großen Gelände signalisiert, auf dem westlich der neuen Cocoli-Schleuse ein Logistikzentrum entstehen soll.

Wir werden verfolgen, wann die erste Maschine der Air China von Houston kommend hier landet. Und ich gehe davon aus, dass bald ein non-stop Flug von Shanghai folgen und die lange angekündigte Route Dubai – Panama den Betrieb aufnehmen wird. Trotz der deutlich längeren Flugzeit ist letztere mit Stopover in Dubai eine interessante Alternative.

Und wenn dann noch Air France von hier aus nach Papeete in Französisch Polynesien verlängert, wird Panama vom kontinentalen zum globalen Drehkreuz.

Ich bin dafür!

 

Von Panama nach … Chile

Auch wer am Pazifikstrand lebt braucht mal Urlaub und in Chile ist gerade Frühling. Also nix wie hin. Mit Copa gibt es täglich mehrere Direktflüge nach Santiago.

6 Stunden von Panama nach Santiago vergehen ziemlich schnell. Uns fällt nur auf, dass Copa keinen Kaffee mehr serviert – und das als Airline des Kaffeelandes Panama.

In Santiago sind wir am Abend, checken in eines der Flughafenhotels ein und am nächsten Morgen geht es um 7 Uhr früh mit Sky in 3 Stunden bis hinunter nach Punta Arenas. Das Fluggerät ist ein Airbus 320, Sitze mit nicht verstellbarer Rückenlehne. Viel Platz für die Beine, weil am Notausgang, aber ansonsten ungemütlich.

Egal, die Aussichten am frühen Morgen machen das wett. Und wir haben natürlich die Sitze A/C mit Blick auf die Anden ausgewählt. Sehr beeindruckend, was da an vereisten Bergen, Felstürmen, Gletschern und Seen aufgebaut ist.

 

Dann kommen die Magellanstraße und Feuerland ins Bild. Optisch jetzt nicht so toll, aber was für eine Historie:

Portugal und Spanien waren um 1500 die großen Weltmächte und hatten sich in einem Vertrag darauf geeinigt, dass Portugal sozusagen die östliche Hemisphäre ab den Kanaren zustand, Spanien die westliche Hemisphäre. Und damit schien Spanien der Weg zu den Gewürzinseln und damit zu wichtigen Handelsgütern abgeschnitten.

Der Portugiese Magellan vertrat die These, dass man, wegen der Kugelform der Erde, auch über West dorthin gelangen könnte. Für sein Heimatland war das nicht interessant, für die Spanier schon.  Und so wurde er angeheuert und bekam eine kleine Flotte. Dann ging es quer über den Atlantik, an der südamerikanischen Küste entlang nach Süden – alles mit Sextant statt GPS. Und mit dem italienischen Blogger Bigafetta, der alles minutiös niederschrieb. Kann man heute noch nachlesen.

Irgendwie konnten die Leute damals schon den Rio de la Plata als Fluss und die spätere Magellanstraße als etwas anderes identifizieren. Denn da fuhren sie hinein, pausierten auf Höhe des heutigen Punta Arenas und sandten ein Schiff zur Erkundung aus. Kurz vorher hatte es noch eine Meuterei gegeben und eines der Schiffe war nach Spanien zurückgesegelt.  Die Victoria allerdings erreichte den Pazifik, kehrte nach Punta Arenas zurück und überbrachte die sensationelle und erlösende Nachricht.

Für die Siedlung Punta Arenas begann damit ein steiler wirtschaftlicher Aufstieg, der bis zur Eröffnung des Panamakanals anhielt. Von da an ging es bergab – und das sieht man heute noch.

Ein kleiner Verein hat die Victoria, das Flagschiff der Magellan Flottille weitgehend original nachgebaut und am Ufer aufgestellt. Unbedingt einen Besuch wert. Man kann in alle Ecken kriechen und bekommt einen guten Eindruck, wie die Seeleute damals gelebt haben müssen.

Zwei Tage später fliegen wir 1000 km nach Norden, nach Puerto Montt, wo wir einen Mietwagen übernehmen. Quartier beziehen wir im „Bellavista“ in Puerto Varas.  Das Hotel liegt direkt am Llanquihue-See und dahinter ragen zwei Vulkane, Osorno und Calbuco, in den Himmel. Ein herrliches Bild.

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Der Osorno (links im Bild) wird gleich am ersten Tag erkundet, bis hoch zur Schneegrenze auf ca. 1500 Meter. Und von da oben ist der Ausblick über den See wiederum großartig.

Am nächsten Tag fahren wir an einem Fjord entlang südwärts und sehen wo die chilenischen Lachse gezüchtet werden. Klar, dass die auch sofort verkostet werden. Wirklich gut, besonders in Kombination mit einem chilenischen Wein.

Nächste Etappe: 300 km weiter liegt Pucon, ein Touristenstädtchen am Villarrica-See und mit dem gleichnamigen Vulkan (2.847 m) im Hintergrund. Der gibt Lebenszeichen in Form von weißem Rauch, aber die Vulkan-Ampel im Ort steht auf grün. Also fahren wir auch dort bis auf 1500 Meter hinauf.

Von hier unternehmen wir eine größere Tour, bis zum Vulkan Lanin (3.747 m), den sich Chile und Argentinien teilen. Dazwischen liegt noch der unscheinbare Quetropillan.

 

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Quelle: tripadvisor.co.uk

Am nächsten Tag fahren wir mehr als 400 km bis in die Nevados de Chillan, wovon wir uns in einem Thermalbad in den Bergen schnell erholt haben. Bis Valparaiso ist es uns am Stück zu lang, deshalb machen wir auf dem Weg spontan Pause in Rancagua, eine ziemlich große Stadt, umgeben von Bergen und Weinfeldern.

Die Ruta 5/Interamericana ist eine Autobahn-ähnliche Schnellstraße, auf der man 120 km/h fahren kann. Die Carabinieri kontrollieren das immer mal. Im Süden geht es gemütlich zu, wenig Verkehr. Je näher man der Hauptstadt kommt, umso mehr und schnellere Fahrer sind unterwegs. Benzin kostet um CLP79,000 was ca. 1,20 USD sind.

Wir sind früh in Valparaiso und ich habe von dem lauschigen Fischerort Vina del Mar gehört, gleich um die Ecke. Also zuerst dorthin.

„Lauschig“ und „Fischerort“ war mal vor 100 Jahren. Heute stehen dort unzählige Apartmentblocks und der Übergang nach Valparaiso ist fließend. Insgesamt wohnen dort wohl 1 Mio. Menschen. Und wir haben unseren Pazifik wieder.

Valparaiso ist am Hang gebaut, es geht steil auf und abwärts. An manchen Stellen helfen uralte Aufzüge. Und es ist die Welthauptstadt der Graffitimaler. Das sind hier aber keine Schmierereien, sondern richtige Kunstwerke.

 

Für die letzten zwei Tage haben wir das Maipo-Tal südöstlich von Santiago ausgewählt – eine bekannte Weingegend. Statt Hotel dieses Mal Airbnb und ein sehr schönes Ferienhaus. Die freundliche Gastgeberin gibt sogleich einen Tip und wir machen uns am frühen Freitagnachmittag auf den Weg: Immer weiter im Maipo-Tal nach Süden, am Rio Maipo. Die halbe Strecke ist asphaltiert, dann wird es Schotterpiste, die wir uns mit Schwerlastern teilen müssen. Dort in den Bergen wird Kupfer und alles mögliche andere abgebaut. Wir erreichen nach mehr als 2 Stunden das Ziel:

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Kochheiße Quellen in provisorische Becken geleitet, auf 2.700m, mitten in der Wildnis, umgeben von bis zu 6.000 m hohen Vulkanen.

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Das war wohl der Höhepunkt der Reise, neben der Magellanstraße und dem Wildschwein-Steak in einem urigen Landgasthof in Pirque am nächsten Tag.

Wir hatten auf der Reise keinen einzigen Regentag, die Temperaturen im Süden lagen bei 10°C, um Santiago und Valparaiso bei ca. 20°C. Sehr angenehm.

Und beim Abflug steht auf dem Flughafen von Santiago eine Qantas 747 – vielleicht ein dezenter Hinweis auf den nächsten Trip?

 

Schlafender Vulkan in Panama, nicht so auf Bali

Boquete, ein Bergdorf in der panamesischen Provinz Chiriqui hat sich zum beliebten Ziel für Auswanderer entwickelt, denen es am Meer zu heiß ist. Dort oben, auf fast 2000 Meter, wird mit ganzjährig Frühling geworben. Der Ort liegt unweit von Panamas zweitgrößter Stadt David und der Grenze zu Costa Rica. Noch näher liegt jedoch der 3.475m hohe Vulkan Baru. Genauer gesagt, liegt Boquete am Südhang des Baru.

Im Titel habe ich den Baru als schlafend bezeichnet, aber die Auskunft bei Wikipedia klingt nicht so gut:  Er ist aktiv und gehört zum Zentralamerikanischen Vulkanbogen, der sich von Guatemala über Honduras, El Salvador, Nikaragua und Costa Rica bis in den Westen Panamas erstreckt.

In den Jahren 1930, 1965, 1985 und zuletzt in 2006 wurden in der Region Schwarmbeben registriert, die ja klare Zeichen von Aktivität sind. Der letzte Ausbruch liegt allerdings weit zurück, im 16. Jahrhundert.  Nichtsdestotrotz gibt es Alarmpläne und ziemlich beunruhigende Vorstellungen davon, wie ein nächster Ausbruch aussehen könnte.

Mehr … 

18,386 km entfernt …

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Während die Bevölkerung der Provinz Chiriqui ruhig schläft, sieht das am anderen Ende des Pazifik anders aus. Ein Geschäftspartner, der wunderschöne Original Bali-Häuser für den Export produziert, wohnt nur 35 km entfernt vom Gunung Arung, einem stets aktiven Vulkan, wo sich seit Wochen ein größerer Ausbruch, so wie in 1963/64 anzukündigen scheint. Heutzutage können wir live dabei sein.

Will ich in Boquete wohnen? Nein. Erstens ist es dort zu kalt und zweitens habe ich gern ein paar hundert Kilometer Abstand. Nur vorsichtshalber.

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