Steueroasen sind Schurkenstaaten

La Prensa schreibt heute auf der Titelseite „Die Europäische Union hat Anguilla, Dominica und die Seychellen am Dienstag, den 5. Oktober 2021, von ihrer schwarzen Liste der Steueroasen gestrichen, nur zwei Tage nach der Veröffentlichung der Pandora Papers über Steuervermeidungspraktiken.

Die schwarze Liste der EU beschränkt sich derzeit auf Amerikanisch-Samoa, Fidschi, Guam, Palau, Panama, Samoa, Trinidad und Tobago, die US-Jungferninseln und Vanuatu.

Diese Entscheidung wurde von den EU-Finanzministern am Dienstag in Luxemburg getroffen.

Nicht anwesend war der niederländische Minister Wopke Hoekstra, der in den Pandora-Papieren als Investor in einem Unternehmen mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln genannt wird.

Dieses europäische Instrument zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung durch multinationale Unternehmen und große Vermögen wurde im Dezember 2017 nach zahlreichen Skandalen, wie den Panama Papers und LuxLeaks, geschaffen.

Sanktionen gegen die betreffenden Länder können dazu führen, dass europäische Gelder eingefroren werden.

Die Liste „sollte Steuerparadiese bestrafen. Stattdessen kommen sie damit durch“, empörte sich Chiara Putaturo, europäische Steuerexpertin bei Oxfam, in einer Stellungnahme.“Die Entscheidung, Anguilla, das letzte Land mit einem Steuersatz von 0 %, und die Seychellen, die im Mittelpunkt des jüngsten Steuerskandals stehen, zu streichen, macht die schwarze Liste der EU zu einem Witz“, fügte sie hinzu.

Die am Sonntag veröffentlichte Untersuchung Pandora’s Papers, an der 600 internationale Journalisten mitgewirkt haben, stellt Verbindungen zwischen Unternehmen in Steueroasen und 336 hochrangigen Politikern fest.

Von den fast 1.000 aufgedeckten Unternehmen befanden sich zwei Drittel auf den Britischen Jungferninseln, aber auch auf den Seychellen wurden sie entdeckt.

Im Gegensatz dazu wurde die Türkei, die beschuldigt wird, die internationalen Regeln zum automatischen Austausch von Steuerinformationen nicht einzuhalten, trotz der Drohungen aus Brüssel in den letzten Monaten nicht auf die schwarze Liste gesetzt.

Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) hat scon vorab dazu Stellung genommen:

Das Wirtschafts- und Finanzministerium (MEF) erklärte gestern über die Nationale Kommission zur Bekämpfung der Geldwäsche (CNBC) und die Direktion für internationale Finanz- und Steuerstrategie, dass das panamaische Steuersystem für andere Länder der Welt nicht schädlich sei.

Nächste Woche werden die Finanzminister der Europäischen Union (EU) die Liste der in Steuerangelegenheiten nicht kooperativen Gebiete aktualisieren, und in Ermangelung einer Formalisierung wird Panama auf dieser Liste bleiben.

Dies, nachdem sich die Regierung nicht dazu verpflichtet hat, die von der Europäischen Union als schädlich erachtete Regelung zur Befreiung von Auslandseinkünften zu ändern.

Das Land stand bereits auf dieser schwarzen Liste, weil es in der Bewertung des Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes als „teilweise konform“ eingestuft wurde.

Dani Kuzniecky, technischer Sekretär der CNBC, erklärte, dass zusätzlich zu den Bewertungskriterien für den Informationsaustausch die Berücksichtigung der Steuerregelung in die Liste aufgenommen wurde.

Das MEF erläuterte, dass die EU der Republik seit Juni 2021 mitgeteilt habe, dass sie ihr territoriales Steuersystem für schädlich halte, wobei sie mehrere Kriterien berücksichtige, wie z.B. das niedrige Besteuerungsniveau, die unterschiedliche Behandlung von Einkünften je nach ihrer Herkunft, die Anforderungen an die „Substanz“, die u.a. mit dem Grad der Präsenz eines Unternehmens in einem bestimmten Gebiet zu tun haben.

Unter Berücksichtigung dieser Kriterien wird Panama durch seinen Status als territoriales Steuersystem benachteiligt, da es das im Ausland erzielte Einkommen nicht besteuert.

Jorge Luis Castillero, Jurist in der Direktion für Finanz- und internationale Steuerstrategie, sagte, dass „das panamaische territoriale Steuersystem nur Einkünfte aus panamaischen Quellen berücksichtigt und seiner Natur nach keine Einkünfte aus ausländischen Quellen umfasst, daher betrachten wir unser territoriales Steuersystem nicht als schädlich. Es gibt keine Ausnahme für eine Einkommensart je nach Herkunft, da in einem territorialen Steuersystem Einkünfte aus ausländischen Quellen natürlich nicht zur Steuerbemessungsgrundlage gehören“.

Das MEF wies darauf hin, dass Panama seit Jahren Mechanismen eingeführt hat, um die Risiken zu mindern, die sich aus der Beziehung zwischen zwei unterschiedlichen Steuersystemen ergeben können.

Zu den angenommenen Maßnahmen gehören die Umsetzung von Standards für den automatischen und bedarfsorientierten Steuerinformationsaustausch, die Umsetzung internationaler Standards für die Anwendung von Verrechnungspreisregeln, die Einhaltung und Umsetzung der Mindeststandards des BEPS-Projekts (Base Erosion and Profit Shifting), einer Initiative zur Bekämpfung der Verlagerung von Gewinnen in Niedrigsteuergebiete, sowie wesentliche Änderungen von Sonderregelungen, wie z. B. bei den Zentralen für multinationale Unternehmen.

Diese Maßnahmen „zeigen Panamas Bereitschaft, sich an internationale Steuerstandards anzupassen, um zu vermeiden, dass das Ergebnis der Interaktion zwischen seinem territorialen Steuersystem und anderen Steuersystemen Nichtbesteuerung oder Doppelbesteuerung ist“, so das MEF.

Die EU hätte die panamaischen Behörden aufgefordert, sich zu verpflichten, die erforderlichen Änderungen bis zum 31. Dezember 2022 vorzunehmen und sie bis zum 1. Januar 2023 umzusetzen.

Das MEF stellte klar, dass „in dem Antrag auf Mittelbindung nur die Elemente genannt wurden, die unser System als schädlich einstufen, aber es gab keine umfassende und detaillierte Analyse, um genau zu verstehen, was die festgestellten Mängel sind, und verhinderte daher eine angemessene Analyse durch die Regierung“.

Den Vertretern des MEF zufolge gab es keinen ausdrücklichen Antrag auf Änderung der territorialen Steuerregelung in eine weltweite Einkommenssteuerregelung.

Auf die Frage, welche konkreten Änderungen vorgenommen werden müssten, antworteten die Vertreter des MEF, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Klarheit bestehe und eine eingehende Analyse erforderlich sei.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass es dem Kompromiss mit der EU nicht zugestimmt habe, „da jede Änderung der territorialen Steuerregelung das Ergebnis einer umfassenden Studie sein muss, die die Auswirkungen für das Land berücksichtigt“.

Was bedeutet das alles?

Die Europäische Zentralbank ECB erhöht die Geldmenge im Euro-Raum nahezu unbegrenzt, treibt damit die Verschuldung der Mitgiedsstaaten und schafft ein hochinflationäres Umfeld.

Zeitgleich wird duch eine geradezu blindwütige Klima-, Energie-, Corona- und Migrationspolitik die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der EU dramatisch verschlechtert. Das kann anhand einer Vielzahl Statistiken nachvollzogen werden.

Kein Unternehmen und kein Unternehmer kann dieser Entwicklung tatenlos zusehen. Deshalb werden seit Jahren Unternehmen verlagert, wandern Unternehmer ab, oder geben ihr Geschäft einfach auf.

Ein Teufelskreis: immer mehr Ausgaben und immer weniger Steuerzahler. Natürlich wissen das die Politiker und ihre Bürokraten. Und genau deshalb wird an allen Fronten versucht, die Situation zu retten:

  • wer als Unternehmer auswandern will, wird ab 1.1.2022 sofort zur Kasse gebeten, so, als ob er seine Unternehmensanteile verkauft hätte. Keine Stundung.
  • Länder, die wie Panama, halbwegs vernünftige Steueregelungen haben, werden auf Schwarze Listen gesetzt und mit Nachteilen bedroht. Panama hat eine Territorialbesteuerung, was bedeutet, dass nur inländische Einkünfte besteuert werden. Die EU mischt sich nun massiv in die Souveränität dieses Landes ein und verlangt die Abschaffung dieser und anderer Regelungen. Klingt wie Erpressung.

Schauen wir uns nochmal die auf die Liste gesetzten Länder an: Amerikanisch-Samoa, Fidschi, Guam, Palau, Panama, Samoa, Trinidad und Tobago, die US-Jungferninseln und Vanuatu.

Zuerst muss man ja nüchtern festhalten, dass Offshore-Firmenkonstrukte für alle möglichen legalen Einsatzfälle zur Anwendung kommen. So sind allein 8.200 Schiffe der Welthandelsflotte mit 81 Mio. Tonnen Kapazität in einer Panama Corporation registriert, dazu Immobilien, Finanzinstrumente und natürlich Handelsgeschäfte. Globale Unternehmen, wie auch die UN und demnächst der IWF, haben aus gutem Grund ihre Lateinamerika-Zentralen hier eingerichtet. Und so wie Schweizer Banken seit Jahrhunderten bis heute ein Ort zur Aufbewahrung von Vermögen, auch zweifelhafter Herkunft sind, so werden u.a. auch Panama Corporations für illegale Zwecke genutzt. Nicht anders als deutsche GmbHs.

Möglicherweise sind ja sogar betrügerisch erlangte Einnahmen aus Umsatzsteuer-Karussells, Wirecard-Manipulation und Cum-Ex-Geschäften hier und anderswo gelandet. Sollte man doch aber besser an der Quelle vermeiden, oder? Weil dass jedoch im bestorganierten Deutschland ever nicht funktioniert, muss man jetzt die Haltet-den-Dieb-Methode anwenden und solche ausgemachten Schurkenstaaten wie Amerikanisch-Samoa, Fidschi, Guam, Palau, Panama, Samoa, Trinidad und Tobago, die US-Jungferninseln und Vanuatu an den Pranger stellen. Wie billig ist das denn?

Lesen sich die Namen der obigen Inselstaaten sowie Panama nicht wie eine Empfehlungsliste, wenn man sein Business im unternehmensfreundlichen Umfeld mit akzeptablen Steuersätzen betreiben will?


Konfusion bei DHL Express

Dokumente und Waren empfangen und versenden gehört auch zum Expat-Alltag. Und da das Postsystem in Panama außerhalb der Hauptstadt nicht ganz toll ist, wurde vor Jahren schon Mailboxes Etc. als Service ausgewählt, der eingehende Warensendungen aus aller Welt auch zuverlässig abwickelt. Da es ein Franchisesystem ist, hängt das natürlich auch immer ein wenig vom Unternehmer vor Ort ab.

MBE in Coronado war perfekt, mit dem Wohnortwechsel in die Hauptstadt wurde dann zu MBE Albrook gewechselt, was ein Alptraum war und deshalb nach wenigen Wochen durch MBE San Francisco, ein Stadtteil von Panama City, ersetzt wurde. Alles gut dort.

Für ausgehende Sendungen nutzt man am besten die großen Logistiker, wie DHL, UPS und FedEx, Und so haben wir am 9. September ein kleineres Paket bei DHL in Panama City aufgegeben und für $63 nach Seattle im US-Bundesstaat Washington schicken lassen. Kein Problem und ausserdem gibt es ja noch Sendungsverfolgung.

Nachdem mir in der Vergangenheit die Autovermieter Hertz und Sixt immer mal wieder Vorlagen für lustige Posts geliefert haben, ist es dieses Mal DHL.

Unser Paket traf am 20. September, nach 11 Tagen, beim Adressaten ein. Dazwischen lag ein Besuch in der DHL Niederlassung Panama City sowie 2 Telefonate mit DHL irgendwo in den USA.

Und hier ist der Irrweg, den unsere Sendung genommen hat:

Der einfache Weg wäre gewesen von Panama City nach Cincinnati, nach Los Angeles, nach Seattle.

Stattdessen hat man es von Cincinnati aus erst einmal mit Miami versucht, kam zurück.

Dann mit San Jose, von dort schickte man es nach Miami. Dort blieb es ein paar Tage liegen, um es dann wieder zuständigkeitshalber nach Cincinnati zu schicken.

Dort checkte man dann noch einmal („wo liegt denn eigentlich Seatlle und wie kommt es in unserem Netzwerk denn dahin?“) und fand endlich heraus, dass es via Los Angeles gehen musste. Und das klappte dann auch.

Unser Päckchen hätte gut und gern am 12.9. statt am 20.9. in Seattle eintreffen müssen.

Vielleicht sollte ich mal Frischfisch via DHL verschicken.

„Deutschland rät von Geschäften mit Panama ab, weil …

… das Land auf der Liste der Steueroasen steht.“

So eine Überschrift in der heutigen Ausgabe von La Prensa. Weiter heisst es dort: „Ein im vergangenen Juni von Deutschland verabschiedetes Gesetz sieht ab 2022 strengere Steuermaßnahmen in den Beziehungen zwischen Deutschland und den Ländern vor, die auf der schwarzen Liste der Europäischen Union für nicht kooperative Steuergebiete stehen, zu denen auch Panama gehört.

Diese Maßnahmen würden Panama als Empfänger deutscher Investitionen und als Exporteur in das europäische Land teurer und damit weniger wettbewerbsfähig machen. Nach Angaben von Propanama beliefen sich die deutschen Investitionen im Jahr 2019 auf 767,2 Millionen US-Dollar in Sektoren wie Automobil, Finanzen, Gastronomie, Marketing und Hotels.

Dani Kuzniecky, Sekretär der Nationalen Kommission zur Bekämpfung der Geldwäsche, sagte, dass zwei Probleme in Bezug auf Investitionen entstehen könnten: Deutsche Unternehmen, die sich bereits niedergelassen haben, könnten sich entscheiden, das Land zu verlassen, und diejenigen, die an einer Ansiedlung interessiert sind, könnten dies nicht tun. Fortschritte bei der Bewertung des Austauschs von Steuerinformationen wären der Schlüssel zur Vermeidung von Maßnahmen.

Sieht so aus, als ob sich zum Thema Schwarzgraue Listen ein eigener Blog lohnen würde:

  • 7. Dezember 2017 „Schon wieder Schwarze Liste“ hier
  • 20. Januar 2018 „Schwarze Liste ohne Panama“ hier
  • 2. März 2019 „Breaking News: Schwarze Liste abgelehnt“ hier

Ja genau, die Leute, die bei Cum-Ex weggeschaut und damit mehr als 50 Mrd. EUR Steuerausfälle in der EU, mehr als 31 Mrd. davon in Deutschland zu verantworten haben, spielen jetzt gegenüber Panama den starken Mann.

Ein Land, das sich laut OECD gerade aus dem Kreis der bedürftigen Empfängerländer für Entwicklungshilfe aus eigener Kraft herausgearbeitet hat und in 2019 ungefähr so viel an Direktinvestitionen deutscher Unternehmen anziehen konnte, wie die deutsche Politik der kommunistischen VR China jährlich als „Entwicklungshilfe“ überweist.

Ein Land, das sich gerade auf den Weg macht, die desaströsen Folgen der Covid-19-Krise zu überwinden – und genau jetzt meint man in Brüssel und Berlin, dass das doch ein guter Zeitpunkt wäre, wirtschaftlichen Druck auszuüben.

Was für eine menschenverachtende Politik ist das denn?

Grundrechte?

Seit geraumer Zeit werden im besten Deutschland aller Zeiten Bürger, die von der Einheitspartei-Linie abweichende Meinungen äußern, systematisch als Menschen zweiter Klasse betrachtet und jetzt auch so behandelt.

Angefangen hat das in meiner Erinnerung, als der damalige SPD-Chef Gabriel die Pegida-Demonstranten öffentlich als Pack bezeichnete. Noch nicht so lange her ist es, dass eine Frau Eskens, übrigens aus der gleichen Partei, Mitmenschen als Covidioten bezeichnete, die fragwürdige Massnahmen der Bundesregierung zu Covid-19 kritisierten.

Diese Sicht der Oberen spiegelt sich dann natürlich in den Staatsmedien wider und verstärkt die Abneigung der „guten Staatsbürger“ gegenüber Abweichlern. Zu sehen gestern im Livestream des Journalisten Boris Reitschuster, nach dem tatsächlich ein Blumentopf aus dem zweiten Stock eines Mietshauses geworfen wurde, ihn selbst zum Glück knapp verfehlte.

Jährlich verbreitet der Internationale Journalistenverband Zahlen, wie viele Journalisten im Laufe des Jahres bei Ausübung ihres Berufs ums Leben gekommen sind und gestern wäre beinahe Boris Reitschuster in diese Statistik eingegangen. Nicht in Afghanistan, nicht in Somalia, sondern im besten Deutschland aller Zeiten.

Kein Einzelfall. Dieses unglaubliche Video zeigt nur einen der brutalen Einsätze der Berliner Polizei am letzten Sonntag. Ja, solche Vorgehensweise habe ich hier in Panama auch schon einmal gesehen – bei der Festnahme eines bewaffneten Drogenbosses.

Gelten denn überhaupt noch die unantastbare Würde des Menschen (Artikel 1 GG) wie auch die Meinungsfreiheit (Artikel 5 GG) als unveräußerliche Grundrechte jedes Bürgers?

Zur Erinnerung weiter aus Artikel 1: „Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“

Haben wir das im Video gesehen? Ich nicht. Stattdessen sehe ich darin einen gezielt brutalen Verstoß gegen die Menschenwürde und schlimmer noch, in der Reaktion vieler „guter Staatsbürger“ die stillschweigende Akzeptanz der Demontage von Grundrechten, weil es ins eigene Weltbild passt.

Muss man daran erinnern, dass die bürgerlichen Grundrechte nicht vom Himmel gefallen sind, sondern vom Bürgertum über Jahrhunderte erkämpft wurden? Voltaire hat es in Questions sur les miracles unmissverständlich zum Ausdruck gebracht:

Das Recht zu sagen und zu drucken, was wir denken, ist eines jeden freien Menschen Recht, welches man ihm nicht nehmen könnte, ohne die widerwärtigste Tyrannei auszuüben. Dieses Vorrecht kommt uns von Grund auf zu und es wäre abscheulich, dass jene, bei denen die Souveränität liegt, ihre Meinung nicht schriftlich sagen dürften.

Die deutsche Community in Panama, wie auch anderswo, bekommt angesichts solcher Entwicklungen stetigen Zulauf. Eurokrise, Migration, Energiepolitik, Covid-19 – genug Gründe für Selberdenker, alternative Positionen einzunehmen. Und der Umgang von Politik, Medien und Mehrheitsgesellschaft mit denselben bringt dann für viele das Fass zum Überlaufen.

Willkommen in der Freiheit, willkommen in Panama.

Versprechen oder Drohung?

PANAMAX ist ein jährlich stattfindendes multinationales Militärmanöver zur Sicherung des Panamakanals im Krisenfall. Vereinfacht gesagt, wenn hier im Lande etwas wie in Venzuela passieren würde, greifen die USA militärisch ein.

Nach dem Fall von Kabul und dem kopflosen Agieren der USA und mancher Verbündeter muss man sich jetzt fragen, ob eine solche Sicherheitsgarantie das Papier wert ist, auf dem sie geschrieben steht.

Dieser Krieg hat 20 Jahre gedauert und 2 Billionen gekostet, bis heute. Kreditfinanziert, so dass noch über Jahrzehnte Zinszahlungen zu leisten sind. War es das wert? Natürlich, für den militärisch-industriellen Komplex.

Und für die anderen?

  • US-Militärangehörige 2.248 Tote
  • US Servicekräfte 3.846 Tote
  • Afghanisches Militär und Polizei 66.000 Tote
  • Nato und andere Verbündete 1.144 Tote
  • Afghanische Zivilisten 47.245 Tote
  • Taliban und andere feindliche Kämpfer 51.191 Tote
  • Entwicklungshelfer 444 Tote
  • Journalisten 52 Tote

Quelle: https://abcnews.go.com/Politics/wireStory/cost-afghanistan-war-lives-dollars-78802965

Zur Historie: Der Krieg begann unter Präsident Busch im Herbst 2001 als Konsequenz auf den Anschlag auf das World Trade Center, um Al Qaida als den vermuteten Drahtzieher auszumerzen.

Von 2008 bis 2016 waren Präsident Barack Obama und als Vice President Joseph Biden am Ruder, genug Zeit ein Ende anzustreben.

Erst Präsident Donald Trump vereinbarte mit dem Abkommen von Doha im Februar 2020 konkrete Schritte. Wer das damals als Aufwertung der Taliban charakterisiert hatte, musste sich spätestens in den letzten Wochen eines Besseren belehren lassen.

Hoffen wir, dass dieses Abenteuer ohne weitere Opfer endet und dass Panama den Schutzschirm niemals brauchen wird.

Aktuell: Von Panama nach Deutschland

Alles ändert sich, nicht zuletzt auch die Reiseregelungen in Coronazeiten.

Wir sind am 5. 7. mit KLM von Panama City in Richtung Frankfurt aufgebrochen. Bedingungen waren negativer PCR-Test maximal 72 Stunden zuvor oder Antigentest, der nur 48 Stunden alt sein darf.

Wir haben uns für den PCR-Spucktest entschieden, also ohne das lästige Nasebohren. Termin online gebucht und eine Stunde früher per drive-through als einzige Kunden absolviert.

Dieser Test wurde beim Check-in in Panama City verlangt, dann nicht wieder.

Für die Einreise in Deutschland braucht es eine Digitale Einreiseanmeldung. Das funktioniert gut.

Wir haben diese Einreiseanmeldung erst gemacht, als auch die Testergebnisse vorlagen und dies gemeinsam eingereicht. Während des Aufenthalts in Amsterdam ging dann schon eine Nachricht des zuständigen Gesundheitsamtes ein und teilte mit, dass unsere “Quarantäne” beendet sei.

Einreise in Amsterdam und in Frankfurt völlig unkompliziert, ohne jede Nachfrage. Im Nachhinein kann man sagen, dass die Einreiseanmeldung überflüssig war. Wer aus dem Schengenraum in Frankfurt ankommt, hat keinerlei Kontrolle zu passieren.

Nach dem Sommer 2020 war dies unsere zweite Reise unter Coronabedingungen. Wenn man sich gründlich informiert und entsprechend handelt, ist alles relativ einfach.

Das Vermeiden der Quarantäne schien mir zunächst problematisch zu sein. Test für Flug, Ankunft, Quarantänebeginn und dann frei-testen – so sah es aus. Erst beim Durchlesen der Bedingungen ergab sich, dass man mit sorgfältiger zeitlicher Planung den für das Einchecken notwendigen Test auch noch für die Vermeidung jeglicher Quarantäne nutzen kann.

Der KLM Service an Bord einer Boeing 787 war besser als im Vorjahr, man hat gelernt, mit dem Thema umzugehen. Maskenpflicht während des Fluges erleichtert man sich, indem man immer ein Getränk oder was zu knabbern bereit hat, beim Schlafen die Decke über den Kopf zieht.

Inselwelt

Immer wenn ich, vom Festland kommend, meinen Fuß auf eine der Inseln im Las Perlas Archipel setze, zieht eine innere Ruhe ein, die ich so im Alltag nicht kenne. Sofort umgibt einen eine andere Atmosphäre, man taucht geradezu in eine andere Welt ein. Klingt übertrieben? Ist es nicht.

Vor wenigen Tagen war es wieder einmal so weit und statt auf die der Hauptstadt nächstgelegene Isla Contadora, im Norden der Inselgruppe gelegen, ging es in den Süden, immerhin 120 km statt nur 60 km entfernt.

Es war ein guter Tag: der Himmel war zart verschleiert, so dass die Sonne nicht mit voller Kraft auf uns hernieder prasselte. Das Meer machte seinem Namen alle Ehre, der Stille Ozean. Und unser Boot lief durchgängig mit 27,5 Knoten, was 50 km/h sind.

Vorbei an Isla Pedro Gonzalez mit dem Pearl Island Ressort und einer Ritz Carlton Reserve im Bau, vorbei an Isla San Jose erreichten wir die größte Insel des Archipels, den Süden von Isla del Rey. Von hier bis zum Äquator sind es nur wenig mehr als 900 km. 90 km weiter südlich fällt der Kontinentalsockel innerhalb von nur 25 km von 100 Meter auf 3.000 Meter Wassertiefe ab.

Der mehr als zweistündige Weg über die sanften Wellen des Pazifik lässt einen geradezu andächtig werden. Und wenn ich meine Vorstellungen vom Paradies beschreiben müsste, würde mir nicht viel mehr einfallen, als den aktuellen Zustand: über das tropische Meer gleiten, mit gutgelaunten Freunden die längst vertraute Küche genießen und über das richtige Leben reden. Dabei sein, wo es voran geht.

Unser Boot landet auf der Westseite der hier weniger als 2 km breiten Halbinsel, in einer natürlichen Bucht.

Quelle: Frank Jänisch

Am rechten Rand der Bucht kommt ein derzeit trockenes Flussbett aus dem Dickicht, alte knorrige Bäume überall.

Kokosnüsse werden vom Baum geholt (nicht von diesem hier), aufgeschlagen und ausgetrunken. Wie Robinson Crusoe eben. Nachdem wir die Gegend ausführlich erkundet haben, geht es auf die andere Seite, an die Ostküste. Wir treffen die Fischer der Siedlung La Esmeralda, ein kurzer Plausch und Adios.

Nachdem wir am Morgen um 7 Uhr losgefahren waren, kommen wir gegen 17 Uhr wieder in der Marina Isla Flamenco in der Hauptstadt an, nur 5 Minuten von zu Hause entfernt.

Was für ein Tag.

„Panama schafft es, die Übertragung von SARS-CoV-2 zu verlangsamen“

LaPrensa schreibt am 12. April 2021:

Berichte des Gesundheitsministeriums (Minsa) zeigen, dass die epidemiologische Woche, die am Samstag endete – vom 4. bis 10. April – mit 2.304 neuen Infektionen der Covid-19-Krankheit abgeschlossen wurde, was 272 weniger als in der Vorwoche bedeutet, als 2.576 Fälle registriert wurden.

Darüber hinaus gab es 28 Todesfälle, 13 weniger als in der vorangegangenen epidemiologischen Woche – 28. März bis 3. April – als es 41 waren.

Panama hat 12 aufeinanderfolgende Wochen mit einem Abwärtstrend bei den Todesfällen, und in den letzten 13 Wochen ist die Zahl der gemeldeten Fälle rückläufig.

Die Daten, die diese Woche die Aufmerksamkeit auf sich zogen, sind, dass die Anzahl der hospitalisierten Patienten höher war als letzte Woche, da es 10 Patienten mehr auf der Station und 3 mehr auf der Intensivstation (ICU) gab. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 506 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert, verglichen mit 493 in der letzten Woche.

Der Epidemiologe und Spezialist für öffentliche Gesundheit Arturo Rebollon sagte, dass diese Daten zeigen, dass einige Menschen lange brauchen, um die Krankenhäuser zu verlassen, aber es gibt keine offensichtliche Zunahme.

Er fügte hinzu, dass nach Altersgruppen Fälle und Todesfälle in Hochrisikopopulationen zurückgingen, meinte aber, dass es noch zu früh sei, um den Effekt der Impfung in der Bevölkerung zu messen.

Der Epidemiologe und Spezialist wies darauf hin, dass es eine Verlangsamung der Übertragung des SARS-CoV-2-Virus im ganzen Land gibt, was sehr positiv ist.

Der letzte Bericht der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) vom 6. April zeigte bereits eine Verlangsamung der Übertragung der Krankheit, mit einer Tendenz zur Stabilisierung bei der Bestätigung der täglichen Fälle. Das bedeutet, dass nach dem Höhepunkt in der letzten Woche des Jahres 2020 und der ersten Woche des Jahres 2021 – als 23,40 bzw. 25,8 Tausend Fälle gemeldet wurden – für die Woche vom 28. März bis zum 3. April 2.576 Fälle bestätigt wurden, mit einem Rückgang von 89,7 % der Fälle, verglichen mit der ersten Woche im Januar.

Trotz des ermutigenden Szenarios, das Panama präsentiert, betont das Ministerium für Gesundheit (Minsa) gegenüber der Bevölkerung, dass sie Biosicherheitsmaßnahmen beibehalten sollte, da im Land Fälle mit den vier Varianten von SARS-CoV-2 festgestellt wurden, die als besorgniserregend gelten, weil sie ansteckender sind.“

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Persönliche Optimierung? Länger besser leben? #Langbesserlebigkeit

Hier ist Der 120-Jahre-Plan (Gratis pdf-download)

Die perfekte Kombination, oder?

Mit dem Blogtitel besserpanama und dem zugehörigen Slogan „Besser leben, sicher investieren“ habe ich ja den Rahmen für die Posts in diesem Blog, die eBooks der edition besserpanama und einige Flyer zu Immobilienobjekten deutlich gemacht.

Ich freue mich natürlich, wenn all diese Information zur Zukunftsplanung meiner Leser beitragen kann. Dass dies gelingt, zeigt mir die Liste der Follower und das bestätigen viele persönliche Kontakte, hier vor Ort.

Jetzt habe ich gestern mit dem Post „Nach den Sternen greifen“ einen ersten Beitrag zum Projekt CAMPO CARIBE geschrieben. „Lebenslang Karibik“ ist ein Slogan im Text des zugehörigen Flyers (download). Das klingt doch verlockend, zumal die Karibikküste Panamas ausserhalb des Hurricane-Gürtels liegt.

Quelle: panaviacion.com

Im Beitrag habe ich zu einem Musikvideo mit dem Titel „So far, so good“ von Phyno verlinkt. Warum das denn? Nun, wir planen beim Upgrade unseres über-dem-Wasser-Objekts auch eine Sail-by Bar zu integrieren, eine Bar also, wo die Segler und Surfer mal kurz anlegen, einen der signature drinks genießen oder ihre Vorräte auffüllen.

„SO BAR, SO GOOD“ soll das dann heissen und ein echter Anziehungspunkt werden. Hier nochmal die Musik, der signature song, und eigentlich klingt das schon genau so. Augen schließen, zuhören, träumen.

Wenn schon „Lebenslang Karibik“ für Dich erstrebenswert ist, dann sollte dieses Karibikleben ja möglichst lange dauern. Und da kommt mein eBook „Der 120 Jahre-Plan“ zum Thema #Langbesserlebigkeit ins Spiel. Einfach lesen. Hier ist der Gratis-Download.

Bienvenido.

Nachtrag am 16.3.2021: Leider hat es mit dem Verkäufer des Objekts wider Erwarten keine Einigung gegeben, so dass CAMPO CARIBE nicht realisiert werden kann. Ich hoffe trotzdem, dem einen oder anderen Lust auf das entspannte Leben in den Tropen gemacht zu haben. In der edition besserpanama gibt es hier einige hilfreiche Beiträge dazu.

Wer konkrete Hilfe bei Immigration, Grundstücks- oder Wohnungssuche und Investments braucht, findet diese bei Michael Jähne und seiner Website.

Nach den Sternen greifen

Noch nie zuvor habe ich den Sternenhimmel so klar und die Milchstraße so deutlich gesehen, wie vor einigen Tagen abends auf dem über-Wasser-Sonnendeck des künftigen CAMPO CARIBE auf Isla Bastimentos im Bocas del Toro Archipel. Das war ein überwältigendes Bild und ich beneide jetzt schon die künftigen Bewohner.

Und das hier ist der Sonnenaufgang am nächsten Morgen:

„Nach den Sternen greifen“ ist es wohl auch die passende Beschreibung, wenn jemand aus dem kühlen und zunehmend überregulierten Europa ins tropisch-entspannte CAMPO CARIBE wechselt.

CAMPO CARIBE ist bis vor kurzem ein Hostel gewesen, das die Gäste im Schnitt mit 4.5 von 5 möglichen Punkten bewertet haben, nicht für Luxus und Komfort, sondern für Lage, Konzept und Liebenswürdigkeit.

Nach mehr als 20 Jahren Leben auf dem Wasser sind die Besitzer nun in die Berge gewechselt und möchten es nicht von Pächtern betreiben lassen. Stattdessen soll das Haus an junge Leute vergeben werden, die selbst dort wohnen und gern auch geschäftlich aktiv sein wollen.

CAMPO CARIBE ist perfekt für Leute, die einen Mittelpunkt brauchen, dessen backyard Mittelamerika und die Karibik darstellen, deren Quartier bei Abwesenheit vermietet werden und bescheidene Einnahmen generieren kann.

Er oder sie erwirbt damit nicht nur einen lebenslangen Wohnsitz in diesem karibischen Paradies zum Schnäppchenpreis, Karibik lebenslang, sondern ist zugleich Teilhaber am Vermietungs- und Bewirtungsgeschäft des Objektes sowie Verpächter einer PADI-lizenzierten Tauchbasis. Die Einnahmen dieser Geschäfte tragen zur Finanzierung der Betriebskosten, wie auch künftiger Verbesserungen bei.

Das Wohnkonzept kombiniert die Privatsphäre eines kleinen rustikalen Zimmers (ca. 15 m² inkl. eigenes Bad, stabiles Doppelbett) mit üppigen 100 m² Freifläche, teils überdacht, teils Sonnenterasse, viel Grün. Da ist genug Platz für jeden, um in Ruhe zu entspannen, zu kommunizieren oder zu arbeiten. Was man sonst in einem solchen karibischen Paradies alles unternehmen kann, muss hier nicht extra aufgeführt werden.

Und, wer mehr Platz braucht, kann die einzige 40 m² große Suite erwerben.

CAMPO CARIBE ist der einfache und erschwingliche Weg für Dich, einen Lebenstraum wahr zu machen:

Informieren, reservieren, packen, umziehen, leben. Nicht vergessen: weitersagen und Freunde mtbringen.

Mehr Information gibt es im aktuellen Flyer (Download) und hier ist die passende Musik.

Nachtrag am 16.3.2021: Leider hat es mit dem Verkäufer des Objekts wider Erwarten keine Einigung gegeben, so dass CAMPO CARIBE nicht realisiert werden kann. Ich hoffe trotzdem, dem einen oder anderen Lust auf das entspannte Leben in den Tropen gemacht zu haben. In der edition besserpanama gibt es hier einige hilfreiche Beiträge dazu.

Wer konkrete Hilfe bei Immigration, Grundstücks- oder Wohnungssuche und Investments braucht, findet diese bei Michael Jähne und seiner Website.

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