Amador Causeway – der Magnet der Hauptstadt

Wer demnächst wieder Panama City anfliegt, bekommt im Endanflug dieses beeindruckende Bild zu sehen, aus deutlich geringerer Höhe. Hier sind einige Details:

Quelle: Google Earth

Was wir hier in Bildmitte sehen, ist die Pazifik-Einfahrt des Panamakanals. Sie beginnt am unteren Bildrand, dann folgt die Brücke der Amerikas, Teil der Panamericana, unmittelbar dahinter in Richtung links oben schließen sich die Hafenanlagen von Balboa sowie Rodman an. Kurz dahinter fahren die Schiffe rechterhand in die alte Miraflores-Schleuse ein, während man links deutlich die riesigen Wassersparbecken der neuen Cocoli-Schleusen sehen kann.

Über die Brücke gelangt man im weitesten Sinn von Nord- nach Südamerika und der Kanal verbindet den Pazifik mit dem Atlantik. Was für ein geografisch und strategisch bedeutsamer Punkt.

Die strategische Bedeutung wird untermauert durch die auf beiden Seiten des Kanals sichtbaren Flugplätze, Albrook und Howard, die ursprünglich zum Schutz des Kanals angelegt wurden, heute ausschließlich zivil genutzt werden. Aus der Howard Airbase auf der westlichen Kanalseite wurde Panama Pacifico (MPPA), zugleich Kern einer ökonomischen Sonderzone.

Auf dem östlichen Kanalufer wurde aus der Albrook AFB (Air Force Base) der Aeropuerto Marcos A Gelabert (MPMG), wo sich der Großteil des Inland- und geschäftlichen Flugverkehrs sowie Wartungseinrichtungen und Flugschulen konzentriert.

Wer die meistgenutzte Piste 01 anfliegt, schwebt direkt und in niedriger Höhe über Kanaleinfahrt, Amerikabrücke, Containerhafen und vorbei am historischen Gebäude der Kanalverwaltung. Nicht selten überfliegt man die Brücke, wenn zeitgleich ein Schiff unter derselben entlangzieht.

Strategische Bedeutung hat im 21. Jahrhundert noch eine weitere Komponente: Unterwasserkabel, die beide Ozeane kreuzen und globale Internetkommunikation ermöglichen. Kopfstationen befinden sich auf beiden Seiten des Kanals.

Quelle: submarinecablemap.com

Die Albrook Mall, direkt rechts neben dem Flugfeld, beherbergt mehr als 700 Läden, ein Hotel, viele Restaurants und Imbissstände, sowie Unterhaltungseinrichtungen.

Der rechte obere Teil des Bildes zeigt den Stadtkern von Panama City, mit seiner beeindruckenden Skyline, der historischen Altstadt und den zwei künstlichen Inseln des Ocean Reef.

Historisch wird es wieder, wenn wir von der Kanaleinfahrt zum unteren Bildrand gehen. Dort finden sich die kleinen Inseln Naos, Perico und Flamenco. Sie sind untereinander und mit dem Festland durch den Amador Causeway verbunden. Ein kleiner Teil der gewaltigen Aushubmengen beim Kanalbau sind nämlich vor mehr als 100 Jahren dort als Wellenbrecher zum Schutz der Kanaleinfahrt aufgeschüttet worden. Nicht so einfach, bei bis zu 6 Meter Gezeitenhub.

Heute ist es eine 3 km lange vierspurige Straße, mit Minikreiseln und Aufpflasterungen, sowie mit breiten Rad- und Spazierwegen entlang der Kanaleinfahrt und mit Blick hinüber zur Stadt. Unzählige gastronomische Einrichtungen, Rad- und Stand-Up-Paddle-Verleih machen den Amador zum Besuchermagnet für die Hauptstädter und ihre Gäste, besonders natürlich am Wochenende.

Hier liegen eine Vielzahl Yachten aller Preisklassen geschützt vor Anker und von hier aus fahren die Fähren hinüber zur Isla Taboga sowie zu den Inseln des Las Perlas Archipels.

Auch wohnen kann man am oder auf dem Amador, allerdings gibt es nur einige wenige Quartiere. Dieses hier befindet sich auf Isla Naos, zwei weitere auf Isla Perico. Leben in der City und doch nicht in der City, sozusagen.

Quelle: unbekannt

Am Eingang des Amador befindet sich das Biodiversity Museum, in einem von Sir Frank Foster gestalteten spektakulären Gebäude, sowie das architektonisch eher einfallslose, dafür riesengroße neue Kongresszentrum.

Ab morgen, dem 12. Oktober 2020, ist Panama Tocumen als Hub of the Americas wieder geöffnet für den regulären internationalen Flugverkehr, werden Touristen erwartet, wenn auch zunächst noch mit einigen Unbequemlichkeiten. Man muss wohl Politiker von Beruf sein, um ein Land für Touristen zu öffnen, seine Strände als Hauptanziehungspunkte aber weiterhin geschlossen zu halten.

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Vor Anker

Nach 6 Monaten vor Anker hat sich soeben die CARNIVAL MIRACLE auf den Weg gemacht. Die noch größere CARNIVAL PANORAMA und die STAR PRINCESS liegen noch vor der Pazifik-Einfahrt des Panama-Kanals.

Quelle: MarineTraffic app

So wie hunderte Airliner wegen COVID-19 auf den Flugplätzen weltweit abgestellt waren und überwiegend noch sind, so war auch das big business der Kreuzfahrtschiffe komplett eingestellt.

Ursprünglich bis zum 1. Oktober verordnet, hat die Cruise Lines International Association (CLIA) das nun freiwilig bis zum 31.10.2020 verlängert, natürlich auch aufgrund der Situation in den Häfen und wegen fehlender Zubringerflüge.

Quelle: MarineTraffic app /Titelbild prensa.com

Bisher waren von Panama abgehende Kreuzfahrten weitgehend auf Karibikstrecken von Colon aus beschränkt. Nun wird aber in Sichtweite der ankernden Kolosse das neue Kreuzfahrt-Terminal von Panama City fertiggestellt und kann hoffentlich bald in Betrieb genommen werden.

Dann wird es früher oder später von hier aus attraktive Pazifik-Touren geben: Acapulco und Cabo San Luca, San Diego und Los Angeles, San Francisco und Vancouver im Norden, die Galapagos-Inseln und Guayaquil, Lima und Valparaiso, Puerto Montt und Punta Arenas mit Feuerland im Süden, oder gar Hawaii und Polynesien.

Noch ein guter Grund, Panama als Lebensmittelpunkt zu haben.

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Panama öffnet ab 12. Oktober, anderswo Verschärfungen in Sicht

Wird aus Panamas Umgang mit der CoVid19-Krise eine Erfolgsgeschichte?

Mit einer Infektionsrate um 10%, einem Rt-Wert deutlich unter 1, mit stetig abnehmender Zahl an täglichen Todesfällen, mit weniger Patienten in Hospitälern und auf Intensivstationen ist Panama auf einem guten Weg.

Die erfolgte schrittweise Öffnung von Wirtschaftssektoren und weitgehende Aufhebung von Restriktionen hat bisher keine Gegenbewegung erkennen lassen.

Mit dieser positiven Entwicklung steigt zugleich auch das Vertrauen der Verbraucher, wie eine soeben veröffentlichte Umfrage von Industrie-, Handels- und Landwirtschaftskammer deutlich veranschaulicht.

Der Index des Verbrauchervertrauens lag im September mit 95 um ganze 30 Punkte über dem Wert vom Juni dieses Jahres. Die Erwartungen für die wirtschaftlichen Aussichten des eigenen Haushalts stiegen in diesem Zeitraum von 89 auf 113. Eine positive Sicht der Verbraucher ist essentiell für eine Erholung der Wirtschaft.

Nachdem schon in den letzten Monaten Bürger und Residenten Panamas ziemlich unkompliziert ein- und ausreisen konnten, wird das Land ab 12. Oktober generell geöffnet. Einzige temporäre Einschränkung ist die Notwendigkeit der Vorlage eines aktuellen Testzertifikats oder das Absolvieren eines Schnelltests direkt bei Einreise.

In vielen anderen Regionen der Welt, einschließlich Europa, werden hingegen ansteigende Infektionszahlen registriert und entsprechende Massnahmen angeordnet.

„Maskenpflicht in München“, „Lockdown in Madrid“, „Zahlen in London schießen in die Höhe“ – alles Orte, wo man unlängst noch den Kopf geschüttelt hat, wenn man so etwas zum Beispiel aus Panama gehört hat. Und überall dort kommt demnächst noch die alljährliche Grippe hinzu.

Gemäß einem desinformativen Youtube-Beitrag, den ich mir gestern teilweise angeschaut habe, waren die hiesigen Infektionszahlen im Juli und August darauf zurückzuführen, dass wir hier ja kalendarischen Winter haben, also ohnehin Grippezeit herrscht. Der gleiche Sprecher empfand es auch als „Wahnsinn“, dass bei der Einfahrt in eine Großmarkthalle die Fahrzeuge desinfiziert und die Temperatur der Insassen gemessen wurde.

Höchste Zeit, dass die Hysterie auf allen Seiten zu Ende geht und Normalität einzieht.

Willkommen in Panama.

Pandemie überlebt? Dann ist es Zeit, meinem „120-Jahre-Plan“ zu folgen. Hier ist der Gratis-pdf-Abruf. #Langbesserlebigkeit

Reisen in Coronazeiten

Am 24. August sind wir von Panama via Amsterdam nach Frankfurt geflogen und haben 3 Wochen in Deutschland mit family & friends verbracht. Am 14. September ging es auf dem gleichen Weg zurück.

Was waren unsere Eindrücke?

Mit KLM haben wir vor einigen Wochen den Trip PTY – AMS mit einer Boeing 777, AMS – FRA auf einer Embraer, und genauso zurück gebucht. Alle Segmente auf den gleichen Plätzen: 1A und 1C. Alle Abflug- und Ankunftszeiten wurden planmäßig eingehalten.

Panama City – Tocumen. Das war ein sehr ungewohntes Bild: wir waren ziemlich früh in die Stadt gefahren und außer uns saß genau ein Reisender ganz verloren in einem völlig geleertem Flughafen. Die ca. 15 sichtbaren Angestellten waren mit Temperaturcheck und Ermahnungen zum Maskentragen beschäftigt. Keinerlei Gastronomie oder Verkauf, keine Lounges. Zwei Stunden vor Abflug trudelten insgesam ca. 100 weitere Passagiere ein und der normale Check-in begann.

Nicht normal war die Ausrüstung einiger chinesischer Passagiere, die wohl zuerst nach Amsterdam und von dort, in einem weiteren 10-Stunden-Flug nach Hause wollten. Solche Ausstattung kannte ich nur von Filmen wie Outbreak oder aus meiner kurzen Militärzeit, als es um Schutz vor ABC-Waffen ging (atomar/biologisch/chemisch). Nicht umsonst haben die Chinesen persönliche Schutzausrüstung in aller Welt aufgekauft, bevor die WHO eine Pandemie verkünden durfte.

Amsterdam Schiphol. Beinahe business as usual. Alle Shops und Imbiss-stände geöffnet, Hinweise zum Maskentragen und Abstand halten. Wir hatten 4 Stunden Zeit für Essen, Trinken und Shoppen. Normale Immigration, keinerlei Fragen, keine besonderen Massnahmen.

Mit 1100 km/h über den Atlantik

Im Flieger nach Frankfurt wird ein Papier ausgehändigt, dass uns mehr oder weniger unverbindlich auf Test und Quarantäne hinweist. Einreise aus Amsterdam, Schengen-Raum, ohne jede Kontrolle. Durchmarsch zum Gepäckkarussell. Hinweise auf CoVid-19-Testzentren am Fernbahnhof haben wir ignoriert.

Stattdessen zum Sixt-Schalter und das vorbestellte Auto abholen. Ich buche regelmäßig die Audi A3/BMW 3er/ Mercedes C-Kategorie und versuche dann ein Upgrade zu kriegen. Spätestens mit moderatem Aufpreis klappt das dann meist. So auch dieses Mal und wir machten uns in einem A6 mit Diesel V6 auf die Autobahn. Gute Maschine!

Unterwegs setzte dann gelegentlich das MMI komplett aus, also Navigation und Musik, kam nach einigen Minuten zurück. 200 km weiter wurde das Nachfüllen von 1 l Motorenöl angefordert, was ich schon nicht mehr lustig fand.

Am nächsten Tag schnurstracks zu Sixt in Erfurt und reklamiert. „Das Öl können wir nachfüllen“, aber ich wollte nicht auf unseren Touren ohne Navigation und Musik unterwegs sein. Also Auto wechseln, in der Hoffnung noch ein besseres zu bekommen. Klappte nicht, ein anderer A6 stand zur Verfügung. Na gut.

Wenige Ampelkreuzungen später war klar, dass mir jetzt ca. 100 PS fehlten und der Blick unter die Haube bestätigte, dass ich von V6 auf vier Zylinder abgestiegen war. Nicht mit mir.

Am nächsten Tag wieder bei Sixt angeklopft. Natürlich war mir klar, dass ich eine Fahrzeugkategorie und nicht ein spezielles Triebwerk gebucht hatte. Die Leute hinter dem Tresen verstanden aber mein Problem und versprachen, am Nachmittag wieder einen V6 für mich zu haben. Genau so kam es und deshalb werde ich auch nicht beklagen, dass kein Waschwasser im Vorratsbehälter war und ich nach 2.000 km selbst Öl nachfüllen musste. Alles gut und Dank an Sixt in Erfurt.

Bestes Sommerwetter, alle Restaurats in der wunderschönen Erfurter Altstadt hatten ihre Sitzmöbel auf dem Bürgersteig platziert und alles war voll besetzt. Frohe Menschen, gutes Essen ud beste Laune.

In Kaufhäusern, Supermärkten und sonstigen öffentlichen Einrichtungen war Maskentragen vorgeschrieben, ansonsten keinerlei Stress.

Alltag mit family & friends, alles fast wie immer.

Ein Ausflug nach Potsdam zum Treffen mit ehemaligen Kommilitonen verlief ebenso unangestrengt: Dampferfahrt, Bustour mit Besichtigung der historischen Stätten. Maske in der Hosentasche und bei Anforderung aufgesetzt. Kein Problem.

Gegen 23 Uhr kam unsere Gruppe ehemaliger Studenten ins Hotel zurück, das erste Haus am Platz. Alle hatten noch Durst, aber Restaurant und Bar waren geschlossen. Ein freundliches Gespräch mit der Rezeption ergab, dass es in deren Kühlschrank noch einen Vorrat an Bier gab und wir in der Lobby Platz nehmen durften. Nach weiteren 2 Stunden hatten dann alle die nötige Bettschwere.

Kompliment an das hilfreiche und professionell agierende Personal im Mercure.

Wenige Tage vor dem geplanten Rückflug absolvierten wir einen PCR-Test und der wurde in Frankfurt dann auch benötigt, um unseren Zubringer nach Amsterdam besteigen zu können. Von da an lief alles planmäßig.

Da wir schon früh um 6 Uhr am Frankfurter Flughafen waren, kann man die Situation nicht einschätzen. Wir fanden in Halle B genau einen guten Kaffeestand und freundlichen Service.

Das Kabinenpersonal der KLM tat sein Bestes, um trotz der Restriktionen akzeptablen Service zu bieten und das gelang auch. Im Gespräch merkte man, wie diese Profis es bedauern, nicht den vollen Service bieten zu können. Hoffentlich bald wieder.

Bilanz:

Fernreisen in Coronazeiten sind möglich, wenn auch nicht so vergnüglich, wie vorher.

Der Alltag in Deutschland war aufgrund der Infektionszahlen deutlich entspannter, als in Panama.

Seit unserer Abreise hat sich die Situation hier im Land deutlich verbessert. Es bleibt abzuwarten, wie sich die aktuelle weitgehende Öffnung auswirkt und ob tatsächlich ab 28. September der normale Flugverkehr und Tourismus wieder starten kann. Ich bin optimistisch.

#LangbesserlebigkeitDu bist Ü40 oder nahe dran? Dann unbedingt hier meinen erweiterten „120-Jahre-Plan“ gratis abrufen. (pdf-Download)

Zurück in Panama

Tocumen International Airport am Montag abend, dem 14. September 2020: Die KLM-Maschine aus Amsterdam landet planmäßig und ca. 100 Passagiere steigen aus. Alle haben vorher einen offiziellen Fragebogen ausgefüllt, über Abflugort, mögliche Symptome, Adresse in Panama und Telefonnummer.

Empfangen werden wir von medizinischem Personal, das uns in einen abgetrennten Bereich dirigiert, wo jeder einen weiteren Fragebogen in die Hand gedrückt bekommt. Inhaltlich ähnlich, verschiedene Versionen, in Spanisch und inhaltlich konfus. Alle versuchen, das so schnell wie möglich auszufüllen, um nach Hause zu kommen. Nach Komplettierung wird es vom Personal auf Vollständigkeit überprüft, der Inhalt teilweise auf einen weiteren kleinen gelben Zettel übertragen, den wir dann bei der Immigration vorzeigen müssen.

Freunde holen uns ab, die gerade ihren ersten Tag mit Ausgang genossen haben, wir kommen nach 20 Stunden Reisezeit zu Hause an und sind froh. Keine weiteren Tests, keine sonstigen Instruktionen oder gar Restriktionen.

Am Dienstag fahren wir einkaufen, um den Kühlschrank aufzufüllen und am Mittwoch nachmittag klingelt das Telefon.

Irgendjemand von der Gesundheitsbehörde erklärt uns, das wir ab sofort einer strikten 14-tägigen Quarantäne unterliegen würden. Meine Frage, ob es denn unter den Mitreisenden einen Infektionsfall gegeben habe, wird klar verneint, dies sei das normale Protokoll. Auf meine Rückfrage, wie wir uns denn versorgen sollen, verspricht er, uns am Folgetag, also heute zu informieren. Ortszeit 16:00. Kein Anruf.

Natürlich macht das keinen Sinn. Wir kommen aus Deutschland, einer Region, die pro Kopf nur 15% der Infektionswerte hat, wie Panama. Uns in Daheim-Quarantäne zu schicken, schützt uns, nicht die Bewohner Panamas. Außerdem sind wir mit einem Negativtest eingereist. Was soll der Quatsch?

Also telefonieren wir erstmal mit Anwalt und sachkundigen Freunden. Die Gesetzeslage ist so, dass man tatsächlich nach Einreise, egal woher, für 14 Tage in heimische Quarantäne muss. Das wird im Polizeicomputer hinterlegt, so dass bei jeder Straßenkontrolle der Beamte sofort sieht, falls jemand dagegen verstößt.

Die Folge: Vorführung beim örtlichen Friedensrichter und eine erhebliche Geldstrafe. Das braucht kein Mensch und unser Spanisch ist definitiv nicht geeignet, dort eine eindrucksvolle Verteidigungsrede zu halten.

Unschönes Ende eines schönen Ausflugs. Mehr dazu im nächsten Post.

Die positive Nachricht: am 28.9. soll der Spuk vorbei sein, das Land wieder öffnen für Tourismus. Ohne Quarantäne.

Nachtrag: Wir hätten den kleinen gelben Zettel lesen sollen. Er sagt deutlich, dass wir uns zu Hause für 14 Tage in Quarantäne zu begeben haben und dass die Einhaltung von den Gesundheitsbehörden kontrolliert wird

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LaPrensa-Artikel zur Verbesserung der Situation und der HCQ-Skandal

Gestern hat La Prensa unter dem Titel „Weniger Tote und Fälle“ und basierend auf aktuellen Zahlen einen optimistischen Statusbericht zur CoVid-19-Situation im Land gegeben.

Im Artikel wird zweimal das Medikament Hydroxychloroquine (HCQ) erwähnt. Auch wenn die Zunahme der Todesfälle im Mai mit der Quarantänelockerung in Verbindung gebracht wird, so ist ein anderer Zusammenhang ganz offensichtlich: Mit dem Aussetzen der HCQ-Anwendung, aufgrund WHO-Empfehlung, sind die Todeszahlen unmittelbar gestiegen und zeitgleich mit der Wiedereinsetzung deutlich zurückgegangen.

Genau das hatte ich in diesem Post schon prognostiziert. Man muss kein spezialisierter Mediziner sein, um solche Zusammenhänge zu erkennen. Gesunder Menschenverstand reicht aus.

Der informative Originalartikel ist hier. Die deutsche Übersetzung kann hier als pdf abgerufen werden.

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EILMELDUNG: Lufthansa plant, Panama ab März 2021 wieder direkt anzufliegen, Copa Update

Brasilien, Costa Rica und Mexiko sind für die Lufthansa derzeit Ziele in Lateinamerika, Panama nicht. Das meldet La Prensa soeben, basierend auf einer offiziellen Mitteilung der Gesellschaft.

Alternativen gibt es mit KLM auf einer Boeing B777 und Air France mit einer Boeing B787 , die schon jetzt mehrmals wöchentlich von Amsterdam bzw. Paris direkt nach Panama City fliegen.

Auf dem Weg nach Frankfurt werden wir 4 Stunden Aufenthalt in Amsterdam haben, auf dem Rückweg nur 1,5 Stunden. Klar ist das etwas umständlicher, als direkt zu fliegen, aber kein wirkliches Problem.

Die Lufthansa hat, soweit bekannt, ihre bisher auf dieser Strecke geflogenen 20 Jahre alten Airbus A340 ausgemustert. Es wird also interessant werden zu sehen, welches Gerät dann ab März 2021 zum Einsatz kommt.

Update: Panama hat die Aussetzung des kommerziellen Flugverkehrs bis 21. September verlängert.

„Ausgenommen sind alle humanitären Flüge und Flüge mit Ausrüstungen oder Hilfsgütern, die für die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie erforderlich sind, sowie Flüge, die nach den im Ausführungserlass Nr. 300 vom 31. Juli 2020 festgelegten Verfahren durchgeführt werden, mit dem ein „kontrolliertes Betriebszentrum für die Zusammenschaltung der internationalen kommerziellen Luftfahrt am internationalen Flughafen Tocumen“ geschaffen wird.

Die Vorschriften des Gesundheitsministeriums (Minsa) sehen vor, dass sich Personen, die nach Panama reisen möchten, 48 Stunden vor der Zeit des Fluges, der sie in das Land bringt, einem PCR-Test unterziehen müssen. Darüber hinaus müssen die Passagiere 14 Tage lang in Quarantäne bleiben.“

Copa-Meldung: Ausgenommen von dieser Maßnahme sind jedoch Flüge der internationalen kommerziellen Passagierluftfahrt und der allgemeinen Passagierluftfahrt, die nach den Regeln, Bedingungen und Verfahren des Erlasses Nr. 300 vom 31. Juli 2020 durchgeführt werden, mit dem das Center for Controlled Operations für die Zusammenschaltung der internationalen kommerziellen Luftfahrt eingerichtet wird. Zunächst ist geplant, dass Copa Airlines am 10., 12., 14., 15., 21., 22., 28. und 29. August über den Tocumen International Airport 11 Ziele in acht Ländern der Welt anfliegen wird, darunter die Städte Miami, New York und Washington in den Vereinigten Staaten, Mexiko-Stadt in Mexiko, San José in Costa Rica, Santo Domingo in der Dominikanischen Republik, Quito und Guayaquil in Ecuador, Sao Paulo in Brasilien und Santiago in Chile. In diesem Dokument hat die Exekutive die Beschränkungen für die Einreise von Panamaern und in Panama ansässigen Ausländern in das Staatsgebiet mit zuvor vom Gesundheitsministerium genehmigten Flügen festgelegt. Er wies darauf hin, dass gemäss der Resolution die folgenden sanitären Massnahmen festgelegt sind, die bei der Einreise von Panamaern und ausländischen Einwohnern in die Republik Panama eingehalten werden müssen: der Fluggesellschaft die Bescheinigung über einen Abstrich/PCR-Test oder negative Antigene bis spätestens achtundvierzig (48) Stunden vor dem Einsteigen in den Flug aus dem Herkunftsland vorzulegen; in der von der Fluggesellschaft vorgelegten eidesstattlichen Erklärung eine Annahme zu unterzeichnen, mit der sich der Fluggast verpflichtet die von der nationalen Regierung über das Gesundheitsministerium festgelegten Gesundheitskontrollmaßnahmen und Gesundheitsprotokolle einhalten; den Antrag für die Überwachung des Auftretens von Symptomen und die Bestätigung der Quarantäne oder andere von der MINSA festgelegte Maßnahmen zur ordnungsgemäßen Rückverfolgbarkeit des Passagiers verwenden; und die feste Telefonnummer des Wohnorts angeben, in dem die Quarantäne durchgeführt wird.

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Zahlen werden besser – Lage entspannt sich

In den letzten Tagen waren die Neuinfektionen deutlich unter 1.000, was nicht auf weniger Tests, sondern eine niedrigere Infektionstrate zurückzuführen war, 16% statt 38. Ist dies das langersehnte Ende der Epidemie hier im Land und wie schnell wird die Wirtschaft wieder hochfahren können?

In Sachen Korruption hat die spanische Ermittlungsbehörde sich eine in Panama aktive Baufirma vorgenommen und herausgefunden, dass während der Amtszeit von Präsident Martinelli von allen staatlichen Aufträgen 10% über einen Rechtsanwalt und Scheinfirmen abzugeben waren. Selbst noch nicht abgeschlossene oder abgerechnete Aufträge aus der Zeit der vorhergegangenen Präsidentschaft von Martin Torrijos wurden mit einem solchen Zuschlag beauflagt. Insgesamt hat die spanische FCC demnach wohl 43 Mio. USD mehr gezahlt, als die Volumina der Staatsaufträge betrug.

Mehr dazu: https://www.prensa.com/impresa/panorama/dinero-de-la-coima-gastado-en-lujosos-inmuebles-en-panama/

Um einen Eindruck vom Gesamtvolumen der in der Ära Martinelli vereinnahmten Bestechungsgelder zu bekommen, muss man zu dieser Zahl noch die der brasilianischen Firma Odebrecht addieren, eines Großauftragnehmers, dessen Geschäftsleitung schon in Brasilien einsitzt.

Wir werden am Montag für 3 Wochen nach Deutschland reisen und sind gespannt, wie der Alltag dort aussieht.

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Es geht vorwärts – zurück zur Normalität

Die Regierung Panamas hat für kommenden Montag die Wiedereröffnung diverser Handels-, Dienstleistungs- und Bauaktivitäten verkündet.

Das macht aber nur Sinn, wenn endlich auch die noch bestehenden Ausgangsbeschränkungen in der Hauptstadt und einigen angrenzenden Provinzen beendet werden. Dazu habe ich noch nichts Neues gehört. Allerdings hat mir heute die Botschaft auf Nachfrage versichert, dass für die Fahrt zum hauptstädtischen Flughafen an den checkpoints nur noch die Tickets vorzuzeigen sind, keine gesonderten Genehmigungen benötigt werden. Das sieht aus wie die lange erwartete Normalisierung.

La Prensa teilt heute mit, dass die Anleihen von drei panamesischen Unternehmen am Kapitalmarkt mehrfach überzeichnet waren und wertet das als Vertrauensbeweis für das Land und seine Wirtschaftspolitik.

Quelle: La Prensa

„Welche Wirtschaftspolitik?“ frage ich mich da und ein Artikel in La Estrella bestätigt meine Skepsis:

Einer Umfrage des Dachverbandes der Handelskammern zufolge glauben 91% der befragten Unternehmen, dass das Land auf eine Klippe zusteuert und fordern schnelle Massnahmen zur wirtschaftlichen Belebung. Das ist ein dramatischer Appell und wird hoffentlich von der Regierung auch so verstanden.

Jetzt kommt die Stunde der Bewährung für die Regierung Cortizo.

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Dickes Lob für United & KLM

Timing ist alles: kurz vor Ausbruch der Coronakrise hatten wir einen Deutschlandtrip für Mitte August gebucht, ein familiärer Anlass, den wir nicht missen wollten.

Panama City nach Houston und weiter nach Frankfurt mit United Airlines, von Frankfurt nach Panama City mit Lufthansa.

Von Corona haben wir uns erstmal nicht aus der Ruhe bringen lassen, es war ja noch viel Zeit. Bis jetzt.

United hatte schon mal unseren Flug von via Houston auf via Chicago umgebucht und bei Lufthansa finden wir den Rückflug nicht. Nicht toll.

Quelle: united.com

Was verlässlicher aussieht, ist die Tatsache, dass mehrmals die Woche Air France und KLM mit ihren regulären Flugnummern in Panama ankommen. Freunde von uns, zwei Paare, haben unabhängig voneinander letzten Mittwoch auf KLM gebucht und sind nicht nur problemlos, sondern planmäßig und geradezu begeistert via Amsterdam nach Frankfurt gekommen. Einige Reisende waren übrigens mehr als perfekt vorbereitet:

Dank an Maria

Also haben wir beschlossen, KLM zu buchen und United zu stornieren. Neugierig war ich schon, wie das alles funktionieren sollte.

Erster Akt: KLM. Anruf im hiesigen Callcenter, gebucht, bestätigt. Erledigt. Der Agent hiess Juan und hat seinen Job toll gemacht. Lob an ihn und KLM.

Quelle: klm.com

Jetzt musste nur noch das Geld von United wiedergeholt werden. Das war mein Plan für heute und die Konstellation war nicht günstig. Wir hatten nämlich nicht direkt gebucht, sondern über ein Reisebüro.

Von diesem Reisebüro gab es weder telefonisch noch per Email eine Antwort. Und die United Website sagte bezüglich Stornierung: „Nicht direkt bei uns gebucht, wende Dich an Dein Reisebüro.“

Also wurde schon mal erwogen, die Rückzahlung bei Mastercard zu erwirken, eine Belastung von Mitte Februar. Nicht gut.

Also doch zuerst mal die United MileagePlus Hotline anfragen, wo ich seit vielen Jahren guter Kunde bin.

Erste Überraschung: ein perfekter Sprachcomputer, der schon mal die Buchungsdaten abfragt und auch weitergibt. Dann habe ich eine weibliche Agentin am Apparat, die mir freundlich mitteilt, dass ich einen Voucher über den Reisewert bekommen kann, der zwei Jahre gültig sein wird. Ja, das klingt vernünftig.

Kurz nachdem ich zugestimmt habe, frage ich doch nochmal, ob denn auch Rückzahlung auf meine Kreditkarte möglich wäre. „Yes, no problem.“

Meine Verwunderung lasse ich mir nicht anmerken. United ist, wie alle Airlines heute, faktisch pleite und zahlt trotzdem Geld zurück?

Anstandslos und ohne langes Suchen verständigen wir uns über die Beträge und sogar Upgrade-Meilen werden rückverrechnet. Es soll 5 bis 7 Tage dauern und dann auf meiner Karte erscheinen. Das Lufthansa-Segment der Reise war Bestandteil der United Buchung (beide Star Alliance) und lediglich ein Sitzplatz-Aufpreis war von Lufthansa eingezogen worden. Peanuts, die ich noch separat holen muss.

Das ganze Prozedere hat nur 10 oder 15 Minuten gedauert und war wirklich beeindruckend professionell.

Also Danke und Daumen hoch für KLM und United.

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