Dickes Lob für United & KLM

Timing ist alles: kurz vor Ausbruch der Coronakrise hatten wir einen Deutschlandtrip für Mitte August gebucht, ein familiärer Anlass, den wir nicht missen wollten.

Panama City nach Houston und weiter nach Frankfurt mit United Airlines, von Frankfurt nach Panama City mit Lufthansa.

Von Corona haben wir uns erstmal nicht aus der Ruhe bringen lassen, es war ja noch viel Zeit. Bis jetzt.

United hatte schon mal unseren Flug von via Houston auf via Chicago umgebucht und bei Lufthansa finden wir den Rückflug nicht. Nicht toll.

Quelle: united.com

Was verlässlicher aussieht, ist die Tatsache, dass mehrmals die Woche Air France und KLM mit ihren regulären Flugnummern in Panama ankommen. Freunde von uns, zwei Paare, haben unabhängig voneinander letzten Mittwoch auf KLM gebucht und sind nicht nur problemlos, sondern planmäßig und geradezu begeistert via Amsterdam nach Frankfurt gekommen. Einige Reisende waren übrigens mehr als perfekt vorbereitet:

Dank an Maria

Also haben wir beschlossen, KLM zu buchen und United zu stornieren. Neugierig war ich schon, wie das alles funktionieren sollte.

Erster Akt: KLM. Anruf im hiesigen Callcenter, gebucht, bestätigt. Erledigt. Der Agent hiess Juan und hat seinen Job toll gemacht. Lob an ihn und KLM.

Quelle: klm.com

Jetzt musste nur noch das Geld von United wiedergeholt werden. Das war mein Plan für heute und die Konstellation war nicht günstig. Wir hatten nämlich nicht direkt gebucht, sondern über ein Reisebüro.

Von diesem Reisebüro gab es weder telefonisch noch per Email eine Antwort. Und die United Website sagte bezüglich Stornierung: „Nicht direkt bei uns gebucht, wende Dich an Dein Reisebüro.“

Also wurde schon mal erwogen, die Rückzahlung bei Mastercard zu erwirken, eine Belastung von Mitte Februar. Nicht gut.

Also doch zuerst mal die United MileagePlus Hotline anfragen, wo ich seit vielen Jahren guter Kunde bin.

Erste Überraschung: ein perfekter Sprachcomputer, der schon mal die Buchungsdaten abfragt und auch weitergibt. Dann habe ich eine weibliche Agentin am Apparat, die mir freundlich mitteilt, dass ich einen Voucher über den Reisewert bekommen kann, der zwei Jahre gültig sein wird. Ja, das klingt vernünftig.

Kurz nachdem ich zugestimmt habe, frage ich doch nochmal, ob denn auch Rückzahlung auf meine Kreditkarte möglich wäre. „Yes, no problem.“

Meine Verwunderung lasse ich mir nicht anmerken. United ist, wie alle Airlines heute, faktisch pleite und zahlt trotzdem Geld zurück?

Anstandslos und ohne langes Suchen verständigen wir uns über die Beträge und sogar Upgrade-Meilen werden rückverrechnet. Es soll 5 bis 7 Tage dauern und dann auf meiner Karte erscheinen. Das Lufthansa-Segment der Reise war Bestandteil der United Buchung (beide Star Alliance) und lediglich ein Sitzplatz-Aufpreis war von Lufthansa eingezogen worden. Peanuts, die ich noch separat holen muss.

Das ganze Prozedere hat nur 10 oder 15 Minuten gedauert und war wirklich beeindruckend professionell.

Also Danke und Daumen hoch für KLM und United.

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Ein Stück erschwinglicher Luxus

Nicht nur meine Lieblingsregion in Panama ist die Inselgruppe der Las Perlas, die Perleninseln, im Golf von Panana und nur 30 Minuten per Flugzeug, 90 Minuten per Expressfähre und wenige Stunden per Segelboot von der quirligen Hauptstadt entfernt. Was sich dort auftut, ist eine ganz andere, eine maritime Welt.

Quelle: paoloruffini.com

Nur wenige der mehr als 200 Inseln sind bewohnt, deren Bewohner leben von Fischfang und Tourismus. Einige Sandbänke tauchen nur bei Ebbe auf, verschwinden wieder mit dem Ansteigen der Gezeiten.

Ganzjährig ein Paradies für Segler und Schnorchler, tummeln sich von Juli bis Oktober hier ein paar Hundert Buckelwale, bringen ihre Jungen zur Welt, ziehen sie auf, machen sie fit für die Rückreise in Richtung Antarktis.

Quelle: pinterest.com

Die beliebteste und belebteste Insel der Gruppe ist Isla Contadora, wo die Spanier im 16. Jahrhundert die von Einheimischen aus der Tiefe geholten Perlen für den Transport ins Mutterland verpackten und der Buchhalter, el contador, genau Buch über die Schätze führte.

Im 20. Jahrhundert ließen sich wohlhabende Hauptstädter ihr Wochenend-Refugium auf Isla Contadora bauen und auch ausländische Prominente kamen hinzu. Immer wieder war die Insel Treffpunkt von Staatsmännern für mehr oder weniger geheime Treffen und Absprachen.

Isla Contadora hat sieben traumhafte Strände, einer davon ist der einzige offizielle Nudistenstrand im katholischen Panama.

Unmittelbar hinter der ersten Grundstücksreihe und 30 Meter über dem Meer entsteht derzeit Cacique Village, ein kleines Ressort zwischen alten Bäumen, mit 11 Duplexgebäuden, die aus je einer 2- und 3-geschossigen Villa mit 200 m² Wohnfläche bestehen.

Einige der 3-geschossigen Villas werden nun in einem Teileigentumsmodell unter der Marke LiBERTADO507 vermarktet. Neben drei Schlafräumen mit Bädern im Erdgeschoss nimmt ein großzügiger Wohnbereich mit Küche und Freifläche die gesamte obere Etage ein. Im Untergeschoss (90 m²) verfügt jede der voll ausgestatteten LiBERTADO507 Villen über 6 belüftete Depositboxen, damit die Besitzer persönliche Dinge, wie Sportgeräte oder Kunst während ihrer Abwesenheit sicher unterbringen können.

Quelle: Cacique Village

Krönung ist jedoch die geräumige Dachterasse im Grünen, mit 96 m² Fläche, Blick auf Meer und Nachbarinseln, unverbaubar natürlich. Der feinsandige Strand ist weniger als 100 Meter entfernt. Im Bild fehlt die Dachterrasse.

Ein solches Objekt auf Panamas nachgefragtester Pazifikinsel wird in einem Teileigentumsmodell für 6 Besitzer angeboten, stellt ein überaus attraktives Investment mit Wertsteigerungspotential dar. Als Dividende gibt es Jahr für Jahr 8 Wochen Nutzung für family & friends.

Alle Details sind hier: www.libertado507.com

56 Nächte in einer bezüglich Lage, Größe und Komfort vergleichbaren Hotelsuite dürften mit über $1.000 pro Nacht zu Buche schlagen, was einer Dividende von ca. 30% auf den Einsatz in Höhe von $165.000 entspricht.

Wer seine Teilzeit-Villa als Hauptquartier einer Panama Corporation nutzt, kann das Investment in wenigen Jahren aus legaler Steuereinsparung refinanzieren. Wie das geht, steht hier. (pdf download)

Auch wer nur einige Wochen im Jahr die Tropen genießen will, hat damit ein komfortables Dauerquartier und den perfekten Ausgangspunkt, um Lateinamerika und die Karibik zu bereisen. Oder es ist der erste Schritt zur späteren Auswanderung.

Bauherr des Ressorts ist ein deutscher Unternehmer der seit 20 Jahren in Panama lebt und auf Isla Contadora ein populäres Hotel und Restaurant betreibt.

Kauf der Villa wird über Keller Williams, eine der großen internationalen Immobilienfirmen und deren deutschen Makler realisiert.

Das Teileigentumsprojekt wird von der Luckxus Promotions S.A. mit einer spezialisierten Anwaltskanzlei umgesetzt.

Ausführliche Information findest Du hier: www.libertado507.com

Bis bald, auf Isla Contadora, Panama Pazifik.

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„Ein Bier, das nicht getrunken wird, …

… hat seinen Beruf verfehlt“, ebenso wie ein Blog, das nicht gelesen wird.

Seit 2012 sind knapp 600 Posts sowie 4 eBooks entstanden und es hat sich eine ansehnliche Gruppe von Stammlesern gebildet, von denen einige schon hier leben, erste Schritte getan, oder einfach ihre Sicht erweitert haben. Damit bin ich zufrieden, danke allen Stamm- und Gelegenheitslesern. Nicht ganz zufrieden bin ich mit der Wachstumsrate von Besuchern und Followern. Dafür bitte ich um Eure Unterstützung.

Teilt den Link http://www.besserpanama.com mit Euren Lesern, Followern, Freunden und Bekannten. Insbesondere natürlich mit denen, die affin sind für andere Länder, für Reisen, für Auswandern, für mehr persönliche Freiheit, Geopolitik oder diversifiziertes Investieren.

Teilt diese Ressource mit Euren Freunden und Bekannten, profiliert Euch damit selbst als jemand, der nützliche Empfehlungen gibt.

Ich verspreche im Gegenzug noch mehr aktuelle Artikel und stets gratis Zugriff auf die eBooks der edition besserpanama.

Außer authentischen Einblicken in den Alltag eines Expats und seines Gastlandes gibt es hier grundsätzliche Beiträge zum Thema Auswandern, die auch für andere Destinationen gültig sind. Dabei setze ich auf einige bewährte Grundregeln, deren Befolgung viel Geld und Nerven spart.

Nicht neutral bin ich sicherlich in meiner Sicht auf Panama, als ziemlich perfekte Destination für Leute die ihre Heimat mit unterschiedlichster Motivation verlassen wollen, sei es, um sich zur Ruhe zu setzen oder einen Neustart zu wagen. Wenn es konkrete Anforderungen gibt, empfehle ich Unternehmer, die darauf spezialisiert sind.

Nicht neutral bin ich auch bei der Vorstellung von Projekten, die unter

  • LUCKXUS, für hochwertige Villas und Luxusressorts
  • OCEANVIEW42, für Teileigentum an Strandapartments
  • LiBERTADO, für ein Leben frei von Steuerbürokratie

vermarktet werden. Information zu allen Themen gibt es hier, für Dich und Deine Freunde.

Und jetzt schon mal Danke für Deine Loyalität zu meinem Blog und Deine Unterstützung bei der Ausweitung des Leserkreises.

Von Kolumbien nach Mexiko

Während der grenzüberschreitende Personenverkehr stark eingeschränkt ist, funktionieren Frachttransporte ganz gut.

Und eine Branche scheint geradezu Hochkonjunktur zu haben, denn selten habe ich so viele Erfolgsmeldungen der hiesigen Grenzschützer gesehen, wie in diesen letzten Monaten.

Aeronaval via Twitter

Jedes dieser Pakete beinhaltet ein Kilogramm reines Kokain, was in den Zentren zwischen 20 und 30 Tausend USD kostet. Aufgeteilt und gestreckt kostet der Stoff pro Gramm im US-Straßenverkauf dann ca. $100.

Da lohnt es sich offensichtlich auch Spezialtransporter zu bauen, so wie dieses Semi-Submarine, das von Kolumbien nach Mexiko unterwegs war, bevor es in Panama mit 3 Mann Besatzung aufgegriffen wurde.

Aeronaval via Twitter

Mit ca. 600 Paketen an Bord, ist das ein Umsatzausfall von $60 Millionen, entlang der Wertschöpfungskette, nur ca. $1 Million für den Produzenten.

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Noch mehr zu lesen gibt es in der edition besserpanama

„0% Steuern zahlen finde ich superschwierig“

Diese Aussage fiel in einem Gespräch zweier Steuerberater, die sich in einem youtube-Video über den staatenlosen Lebensstil ausgetauscht und die steuerlichen Konsequenzen für Auswanderer diskutiert haben.

Eine interessante und informative, teils aber auch abschreckende Darbietung, die meinen Grundsatz bestätigt, Berater aller Art ausschließlich als letzte Instanz zur Bestätigung meines eigenen Konzepts zu nutzen.

Das habe ich in 2008 so gemacht, mich über die Jahre immer mal wieder mit dem Thema befasst, mit Interessenten geredet und in diesem Blog auch darüber geschrieben.

Ich will deshalb noch einmal die wenigen, aus meiner Sicht wichtigen, Grundregeln darstellen:

  • Auswandern ist optimieren, nicht davonlaufen
  • Steueroptimierung heisst ultimativ, legal keiner Finanzverwaltung mehr berichten zu müssen. Das bedeutet
    • sich wirksam vollständig abzumelden
    • anderswo eine Basis aufzubauen (Residenz, Wohnung, Bank)
    • ein offshore-Business (Territorialbesteuerung) zu betreiben.
  • Keep it simple.

Zurück zur Überschrift. Wer sein Konzept auf diesen wenigen Punkten aufbaut, der zahlt 0% Steuern. Legal und einfach, statt „superschwierig“.

Ich habe das unter „Sonnig, sorglos, steuerfrei“ ausführlich aufgeschrieben, ein Geschäftsmodell vorgestellt und hier zum Gratis-Download bereitgestellt. Der Link darf geteilt werden.

Das ursprüngliche Multiflaggenkonzept (Leben in Land A, Geschäft in Land B, Vermögen in Land C usw.) mag ja ganz nett und für Milliardäre auch unverzichtbar sein. Für den durchschnittlichen Auswanderer oder Geschäftsverlagerer ist es wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Je komplexer ein Modell ist, desto kostspieliger und fehleranfälliger ist es. Du willst Deine kostbare Zeit mit Geldverdienen und Margaritas verbringen, nicht mit der Verwaltung einer komplizierten Struktur.

Gut essen gehört dazu

Das aktuelle Beispiel Hongkong zeigt, wie schnell ein Standort obsolet werden kann, was bei komplexen Verschachtelungen den Domino-Effekt auslösen kann. Dann wird es möglicherweise „superschwierig“. Ohne komplexe Strukturen kann relativ schnell gewechselt werden.

Zur Standortwahl ist generell zu sagen, dass es die klassischen Zielländer gibt, wo die wichtigen Regeln seit Jahrzehnten unverändert gelten. Und dann gibt es die Newcomer mit temporär verlockenden Angeboten für Auslandsinvestitionen, wo aber die politische Situation jederzeit zu gravierenden Änderungen führen kann.

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Panama erhält WTTC-Reisesicherheitssiegel

Ab 22. Juli wird Panama für kommerziellen Flugverkehr wiedereröffnet.

Ungeachtet der aktuellen Infektionszahlen hat der Welt-Reise-und-Tourismus-Verband an Panama das Siegel für Reisesicherheit vergeben. Damit wird bestätigt, dass die implementierten Hygiene- und Sanitärprotokolle den Schutz der Reisenden in der aktuellen Pandemie gewährleisten.

Ein wichtiger Schritt vorwärts!

Quelle: laestrella.com

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Panamas eigener Virus

Es ist bekannt, dass das Coronavirus mutiert, verschiedenste Varianten entstehen. Jetzt haben wir unsere eigene Version.

Eine Drehscheibe des Flugverkehrs zu sein, ist der Stolz von Tocumen International Airport in Panama City. Aber alles hat eben zwei Seiten. So wurde jetzt herausgefunden, dass in Panama vier verschiedene Linien des Virus aus den Vereinigten Staaten, drei aus Europa (Frankreich, Italien und Spanien) und eine aus Asien (vermutlich via Air China) eintrafen.

Dieses zeitgleiche Aufeinandertreffen mehrerer Linien hat nun zu einer neuen, für Panama typischen Abstammungslinie geführt, die als A2 PAN bezeichnet wird, wie gestern der Direktor des Gorgas Memorial Institute gegenüber der Zeitung LaEstrella erklärt.

Das Institut ist benannt nach William C. Gorgas, einem US-General, unter dessen medizinischer Führung Malaria und Gelbfieber in der Kanalzone erfolgreich bekämpft und der Kanalbau erst ermöglicht wurde.

Der Artikel beschreibt, dass 4 der tradionellen Coronavirusstämme nur Grippe verursachen, wohingegen drei weitere aggressiver und tödlicher sind. Dazu gehört das aktuelle Sars-CoV-2 Virus, dessen weltweite Infektionszahlen die anderen beiden (Sars-CoV-1 und Mers-CoV) weit überstiegen hat. Es sieht so aus, als ob die Letalitätsrate geringer sein wird, aber das wird verlässlich erst zum Ende der Pandemie festzustellen ein.

Der Artikel vermittelt mir den Eindruck, dass es regional unterschiedliche Versionen des Virus in großer Zahl gibt und von einem generellen Abflauen noch nicht die Rede sein kann.

Als wir am 10. Februar aus Deutschland hier ankamen, waren am Flughafen Tocumen schon flächendeckende Kontrollen der Einreisenden eingerichtet. Das hat, zusammen mit dem Stopp der AirChina-Flüge aus Houston, sicher zum beherrschbaren Verlauf im Land geführt.

Die aktuellen Zahlen lassen eine schnelle Reaktivierung allerdings eher nicht erwarten.

Eine deutsche Übersetzung des LaEstrella-Artikels kann hier abgerufen werden.

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Gezielte Tötung

Panama hat aufgrund einer Lancet-Studie und darauffolgender WHO-Empfehlung vor 2 Wochen die Verabreichung von Hydroxy/Chloroquin eingestellt. Hier ist der Hintergrund:

Vor Monaten schon hat Präsident Trump auf Grundlage erster positiver Ergebnisse das bewährte Malariamittel Hydroxy/Chloroquin gegen den Chinavirus empfohlen und die FDA als zuständige Behörde angewiesen, eine Ausnahmegenehmigung für diesen ursprünglich nicht vorgesehenen Einsatzfall zu erteilen.

Und sofort meldeten sich Mediziner, warnten vor ernsthaften gesundheitlichen Risiken – bei einem Medikament das seit Jahrzehnten in Milliarden Stück in den Malariagebieten der Welt verabreicht und von Tropenreisenden prophylaktisch eingenommen wird. Das war nur der erste Versuch, etwas offensichtlich deshalb zu diskreditieren, weil Trump es erwähnt hatte.

Ungeachtet desssen wurden in aller Welt Testreihen gestartet, bis vor einigen Tagen im ehemals renommierten Fachjournal Lancet eine umfassende Studie erschien, die wiederum vor dem Einsatz von Hydroxy/Chloroquin warnt, dieses Mal also auf wissenschaftlicher Basis.

Die Mainstreammedien konnten sich kaum einkriegen, darauf hinzuweisen, was für eine lebensgefährliche Empfehlung der ungeliebte US-Präsident da ausgesprochen hatte. Typisch Trump eben.

Prompt schloss sich auch die WHO den Schlussfolgerungen der Studie an, Großbritannien und Frankreich unterbrachen eigene laufende Studien.

Bis vor wenigen Tagen drei der Autoren der Studie zurückzogen, aufgrund fragwürdiger Datenbasis. Quellen zufolge kamen die wesentlichen Daten alle aus einer Analytikfirma, die sie mit Hilfe von maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz aufbereitet hat. Bei diesen Begriffen schlägt mein Bullshit-Meter schon immer weit aus. Genauer hinschauen ist angesagt.

Surgisphere ist eine Einmann-Unternehmen mit Sitz in einem Wohnhaus nahe Chicago. Die klinischen Quellen der Zahlen werden nicht genannt, und da, wo solche Daten abgerufen werden können, ist das Unternehmen unbekannt.

Betrug? Das weiß ich nicht und das interessiert mich auch wenig. Was auffällt ist. wie leichtfertig eine solche Studie akzeptiert (peer review?) und wie blitzschnell die Ergebnisse von allen Massenmedien widergekäut werden. Offensichtlich doch deshalb, weil sie, wie die Spiegel-Artikel des Herrn Relotius, in den vorfabrizierten Kontext vom unqualifizierten Präsidenten passen, den man dem leichtgläubigen Konsumenten seit Jahr und Tag einhämmert und der dafür auch noch bezahlt.

Und es funktioniert.

Die Autorität des Lancet und der WHO haben nicht nur zum Abbruch von Studien geführt. Hier in Panama, und sicher auch anderswo, hat man sofort die Behandlung mit diesen Mitteln ausgesetzt.

Wie viele Menschenleben mag diese skandalöse Aktion gekostet haben und noch kosten?

An was sonst erinnert mich das? Richtig, wissenschaftliche Studien zum Thema Klimawandel …

P.S. Wer Corona überlebt hat, hat gute Chancen, 100 zu werden. Hier ist mein Plan.

Ausblick: Panama nach der Krise

Ja, die Coronakrise fordert nicht nur Menschenleben, sondern bringt manche auch um den Verstand, ganz ohne infiziert zu sein. Und so sieht das aus:

Ganz zu Beginn der Corona-Pandemie gab es Hochrechnungen ehemals renommierter epidemiologischer Institutionen, Imperial College London, die für die USA 2,2 Mio. und für Großbritannien 500.000 Todesopfer prognostizierten.

Quelle: motherjones.com

Auf Basis dieser Zahlen musste Panama mit ca. 25.000 Toten rechnen. Das ist mehr, als sonst in einem ganzen Jahr versterben und das innerhalb weniger Monate. Mit massiven, langandauernden Einschränkungen hätte man das bestenfalls auf ca. 2.000 bringen können. Und selbst dafür ist das Land, insbesondere was die notwendige Intensivmedizin betrifft, nicht gerüstet. Kein Land ist in der Lage, solche Zahlen verträglich zu meistern.

Was war zu tun? Panama entschied sich, diese Warnungen ernst zu nehmen und setzte zügig einen Katalog von strikten Massnahmen in Kraft, so wie ich das von einer funktionierenden Administration auch erwarte. Und genau so habe ich das in diesem Blog bewertet und kommuniziert.

Natürlich sind strikte Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbot usw. keine Spaßveranstaltungen. Und natürlich kann man alle möglichen Dinge dabei auch kritisieren. Wie beim Fußball, wo es ja auch Tausende Schiedsrichter auf der Tribüne gibt, die natürlich alles ganz anders gepfiffen hätten.

Geschenkt. Was mich jedoch massiv stört, ist diese leider typisch deutsche Großkotzigkeit mit der einige Expats, also Leute, die gut und gern hier gelebt haben, das Land sofort und für alle Zeit lauthals als Polizeistaat disqualifizieren.

Auf die Frage, wohin man denn jetzt mit dem vermeintlichen Ausfall von Panama als Ziel ausweichen könnte, werden dann Länder vorgeschlagen, die jedermann mit Verstand schon vor der Krise aus guten Gründen nicht auf seiner Liste hatte. Glaubt jemand, dass sich die Lage dort, infolge der Coronakrise verbessern würde? Das Gegenteil wird der Fall sein.

Wo steht Panama heute?

Das Imperial College hatte seine Prognose inzwischen auf 1/10 korrigiert, was für Panama immer noch 2.500 Opfer wären. In der Realität sind wir gerade bei 400.

Panama hat 95 Tote pro 1 Million Einwohner. Schweden, Vorbild aller Freiheitsfanatiker, hat 460 Tote. Musterschüler Deutschland hat 105.

Profi-Tipp: Freiheit nützt nichts wenn man mausetot ist. Vor der nächsten Pandemie also besser nach Panama auswandern.

Übrigens, ein Polizeistaat ist in meinen Augen, wenn man beim Hochhalten des Grundgesetzes abtransportiert und erkennungsdienstlich behandelt wird.

Zurück nach Panama: Wir sind in Phase 2 des Wiederanlaufs und das geht mit einigen Problemen einher, nicht unerwartet.

Im Gegensatz zu den eingangs erwähnten „Polizeistaat“-Flüchtlingen gibt es genug Großinvestoren, die es nicht erwarten können, ihre Panama-Projekte zu starten. Gute Aussichten also.

P.S. Wer Corona überlebt hat, hat gute Chancen, 100 zu werden. Hier ist mein Plan.

Situationsbericht

Seit Montag, dem 1. Juni, hatte Panama die wochenlange Ausgangssperre gelockert und man konnte endlich wieder ganztägig zu zweit im Auto spazieren fahren oder Wege erledigen. Zwischen den Provinzen sollten allerdings sanitäre Kontrollpunkte bestehen bleiben.

Sanitärkontrolle

Das mussten wir ausprobieren. Also machen wir uns am Dienstag auf den Weg in Richtung Panama City und wollten unseren bevorzugten Supermarkt besuchen: Riba Smith oder Rübenschmidt, wie ich ihn liebevoll ins Deutsche übersetze. Gibt genug Supermärkte, die nicht 80 km entfernt sind, aber es gibt dort eine große Auswahl an besseren Produkten.

In unsere Richtung ist freie Fahrt, Richtung heimwärts mehr Verkehr, aber das hatte sich dann aufgelöst. Vor dem Supermarkt ca. 20 Personen, mit Abstand und Maske natürlich. Am Eingang Temperaturmessung, Desinfektionsmatte und Alkoholgel, nur für die Hände. Es geht trotzdem zügig vorwärts, alles eingekauft und in Ruhe nach Hause gefahren.

Antizyklisches Fahren

Ende des Jahres werden wir einen großen Rübenschmidt auch in Coronado haben, also nur noch 30 Minuten von Zuhause entfernt.

Unterwegs besuchen wir noch Freunde in Chame und es gibt fast nur ein Thema.

Weil es so schön war und weil schönes Wetter ist, machen wir die gleiche Tour nochmal am Donnerstag. Gibt nicht mehr viel einzukaufen, nach nur 2 Tagen, und wir fahren für ein schnelles Mittagessen bei NacionSushi vorbei, mit hervorragender asiatischer Küche und viel Auswahl. Alle Restauants sind in dieser Phase, dem Bloque 2, noch geschlossen, bieten aber Abholung und Hauslieferung an. Wir bekommen am Eingang die normale und sehr umfangreiche Karte, wählen und bestellen. Dann werden im Auto die Vordersitze ganz nach vorn gefahren, Musik eingestellt, auf den Hintersitzen die Mittelkonsole als Tisch heruntergeklappt und nach zehn Minuten kommt der Anruf in Whatsapp: Essen fertig. Wir haben Salat und Sashimi bestellt und alles schmeckt sehr gut. Allerdings haben wir den sonst obligatorischen Wein vergessen.

Wir fahren zurück und hoffen, dass auch heute der Stau in unserer Richtung sich aufgelöst oder zumindest verkleinert hat. Falsch.

Mittendrin statt nur dabei

Nach 10 Minuten freier Fahrt sind wir schon am Stauende angekommen und 4 (vier) Stunden später erreichen wir den 10 km entfernten Kontrollpunkt. Die Kontrolle besteht aus „wohin?“ und einem lässigen Winken, weiterzufahren. Vielen Dank, das war es wirklich wert. Ausser uns stehen Tausende Fahrzeuge im Stau, überwiegend schwer beladene LKW und Service-Trucks, die sicher Besseres zu tun hätten.

Wenn ich anfangs für die strengen Maßnahmen noch viel Verständnis hatte, lässt das jetzt deutlich nach. Dazu kommt, dass seit fast zwei Wochen die Fallzahlen nicht nachvollziehbar ansteigen. Von durchschnittlich 120 pro Tag und über Wochen, sind es auf einmal 250 und das dann jeden Tag. Inzwischen sind es ebenso sprunghaft um die 500 geworden. Damit kann man keine seriöse Statistik betreiben und ich habe dafür auch keine halbwegs plausible Erklärung gefunden.

Gestern abend hat nun die Gesundheitsministerin verkündet, dass in 2 Schwerpunktprovinzen die Ausgangssperre ab Montag wieder verschärft wird. Es betrifft die Hauptstadtregion Panama selbst und Panama Oeste.

Quelle: wikipedia.org

Wir selbst in der Provinz Cocle behalten unsere Freizügigkeit. Die 3-ha-Salzwasser-Lagune im Ressort und die Pools der Apartmenthäuser gehen wieder in Betrieb.

Einkaufen in Costa Verde wird eher ausfallen, was uns nach der Erfahrung am Donnerstag derzeit nicht fehlen wird. Coronado, das 30 Minuten ostwärts, also in Richtung Feuerland, gelegene Unterzentrum mit 4 großen Supermärkten, gehört zu Panama Oeste (West). Wir werden für besondere Fälle also nach Penonome ausweichen, das Zentrum der Provinz Cocle und 30 Minuten westwärts gelegen, also Richtung Alaska.

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