Neues Thema in 2020: #Langbesserlebigkeit

Gedacht war dieses Blog ja, um das Informationsdefizit über dieses schöne und spannende Land mit abzubauen. Auf diese Weise sind seitdem mehr als 500 Posts und 3 Büchlein entstanden. Hat es den Zweck erfüllt? Absolut.

Wir haben durch das Blog eine Menge interessante Leute kennenlernen und ihnen Panama zeigen dürfen. Einige haben sich schon niedergelassen, andere planen das fest und verbringen bis zum Umzug ihre Ferien hier.

Faszinierend zu sehen ist dabei auch, wie sich der Altersdurchschnitt der Umsteiger hin zu den jüngeren Jahrgängen verschiebt. Selbst Familien mit 3 oder 4 Kindern sind darunter. Das sorgt auch beim Stammtisch für viel Abwechslung, der im Abstand von 6 bis 8 Wochen von Carsten meist im Großraum Coronado organisiert wird. (www.panamafantastico.com)

Die Frage stellt sich, wo dieser Blog künftig seine Schwerpunkte setzen soll. Klar ist, dass er weiterhin aktuell über die Entwicklungen im Land informieren soll. Was ich nicht leisten kann, ist die persönliche Betreuung von Interessenten. Dafür gibt es aber Profis:

Michael betreibt www.primeropanama.com, ist erfahrener Immobilienmakler, hat außerdem die Verbindung zu Immigration und Banken. Seine Frau Maria ist passionierter Tourguide bzw. -in, kennt also Sehenwürdigkeiten und Historie wie ihre Westentasche. Die beiden sind sozusagen der one-stop-shop wenn es um ein neues Leben in Panama geht.

Was bleibt für mich? Es gibt das Metathema Lang(besser)lebigkeit und aus meiner Erfahrung mit digitaler Technologie (Stichwort: Moore’s law) weiß ich, dass wir inzwischen auch in der Medizin von exponentiellem Fortschritt reden.

Dazu passt, dass fast jeder, der hierher kommt, Gesundheit im Fokus sowie die Zeit dafür hat. Da sind Vegetarier, Marathonläufer, Yogapraktiker, Esoteriker, Rettungsärzte und vieles mehr dabei – das kann eine sehr spezielle Gemeinschaft werden. Passt auch perfekt zum Motto besser leben.

Quelle: scienceofsingularity.com

Mein Fokus liegt darauf, ein paar Spitzenmedizinern (z.B. David Sinclair) auf Youtube zu folgen und deren Erkenntnisse in praktische Empfehlungen für uns selbst und Interessierte abzuleiten. Das kann spannend und erfolgversprechend sein.

Ich werde also in den nächsten Wochen immer mal wieder zu diesem neuen Thema schreiben und die Zugriffszahlen entscheiden lassen, ob es ankommt. Wer dafür Interessenten kennt, einfach teilen.

Danke.

Mehr Leben leben

Ein Slogan unter besserpanama heisst ja schon „besser leben“. Was soll denn dann jetzt „mehr Leben“ bedeuten?

Irgendwann sind wir mal auf die Idee gekommen, unser Leben in markante Abschnitte, sozusagen „separate Leben“, einzuteilen.

Das erste Leben ist, dieser Sichtweise folgend, der Abschnitt von Geburt bis Eintritt Berufsleben. Grob 20 Jahre lang. Für die meisten kommen dann circa 40 oder 45 Jahre aktive Jahre bis zum Rentenalter – und das war es schon. Drei Teil-Leben gelebt und oftmals nicht viel passiert.

Bei uns war das etwas anders.

Mitten in das aktive Berufsleben, also Leben #2, platzte die Wende von 1989 und für uns Ossis begann damit wirklich ein neues Leben, lucky #3.

Das wurde eine aufregende Zeit, mit komplett neuen Spielregeln. Mit Herausforderungen die wir bestanden und mit Chancen, die wir nutzten. Kein bisschen langweilig und trotzdem suchten wir weiter. So kam es, dass wir 2008 unseren Traum wahr machten, Deutschland den Rücken kehrten und in den Tropen noch ein neues Leben anfingen. Das ist jetzt #4.

Was will ich damit sagen?

Manchmal sind es externe Ereignisse, die Deinen Alltag umkrempeln. Nimm es als Angebot und mache was daraus.

Ein anderes Mal bist Du vielleicht geraume Zeit in einer nicht zufriedenstellenden Lebenssituation und es gibt keine externe Lösung. Überlege, ob Auswandern eine Alternative ist!

Nicht als Notlösung, sondern um zu optimieren, Altlasten abzuschütteln und sich in einem neuen Leben einzurichten. Also mehr Leben leben. Wir haben das, wie viele andere, getan und würden es jederzeit wieder tun.

All meinen Lesern wünsche ich eine schöne Adventszeit. Und wer noch ein Weihnachtsgeschenk braucht, findet das hier.

PISA und Panama

Wenn es zwei Dinge gibt, die Panama dringend verbessern muss, dann

  • Ausrottung der allgegenwärtigen Korruption
  • Optimierung der Bildung.

Auf den ersten Blick ist es ja ganz in Ordnung, wenn man dem radarmessenden Polizisten am Straßenrand einen 20-Dollar-Schein in die Hand drücken und damit ein 50-Dollar-Ticket abwenden kann. Wenn das aber bis hinein in Parlament, Regierung und vor allem Justiz so funktioniert, ist es bedenklich.

Mindestens ebenso ernst steht es um die Bildung: 10 Jahre lang hat das Land sich nicht an den unter dem Kürzel PISA bekannten Tests der OECD beteiligt und jetzt liegen die Ergebnisse des Jahres 2018 auf dem Tisch:

Man hat einen blamablen Platz 71 unter 77 Teilnehmern erreicht, was absolut inakzeptabel und hoffentlich Anstoß für zeitnahes Umsteuern ist.

Keine Zeit zu verlieren.

Die beste Jahreszeit

Es ist 18 Uhr. Die Sonne geht gerade unter, am westlichen Himmel stehen Venus und Jupiter über dem Abendrot, der neue Mond weiter oben.

Die Temperatur liegt bei ca. 28C und auf dem Tisch steht ein 12 Jahre alter Rum, aus regionalem Anbau natürlich. Dem Klimaschutz zuliebe.

Der ist schon gebrannt worden, kurz bevor wir nach Panama umgesiedelt sind. Passt also. Und schmeckt ausgezeichnet.

Vor zwei Stunden noch haben uns neu angereiste Freunde und Nachbarn beim Baden in der Lagune erzählt, wie saukalt es doch in den letzten Wochen in Toronto und Chicago war. Kopfschüttel.

Warum tun Menschen sich das an?

Beinahe vergessen: zum Kaffee gab es den ersten Stollen der Saison, nicht von hier, pünktlich zum ersten Advent.

Bildungsreform hier – Klimanotstand dort

In Panama tagt derzeit das Netzwerk für Bildung in Lateinamerika (Reduca) und die Teilnehmer erklären Bildung als den Schlüssel zu Wohlstand in der Region, fordern eine Transformation der schulischen Ausbildung.

Zeitgleich dazu tagen die Mitglieder des EU-Parlaments in Brüssel und erklären den Klima-Notstand für den Kontinent.

Das fällt mir dazu spontan ein:

Und das scheint der Plan zu sein:

Und falls es irgendwie nicht aufgeht, dann einfach diesem Vorbild folgen:

„Unser Projekt ist wegen dem Klimawandel gescheitert.“

Dass immer mehr Probleme der Klimamodelle auftauchen, scheint die Politik nicht zu stören:

„Die verstärkte Erwärmung der Arktis wurde in den CMIP5 Modellen möglicherweise überschätzt.“

Möglicherweise nicht nur das. Hier ist, was die Klimamodelle als externe Einflüsse berücksichtigen:

Und das ist das Gesamtbild:

Quelle: Suspicious0berservers

Hochenergetische Partikel, Felder und Spektren werden ausgeblendet, damit sogar stillschweigend dem menschgemachten Anteil zuaddiert.

Und bevor solche Fakten der Öffentlichkeit bekannt werden können, hat man längst Notstandsgesetze etabliert, die unter dem Einfluss der Medien freudig begrüßt werden.

Da fragt man sich doch, was die vermeintlich bessere Bildung in den Ländern der EU wert ist, wenn dort die Lemminge hinter all den Weltuntergangspropheten herhüpfen, wie im Mittelalter. So lächerlich.

Genug davon?

Dann Koffer packen und besser leben in Panama.

Gigantische Übersee-Autotransporter

Wer hier am Kanal den Schiffsverkehr beobachtet, dem fallen immer wieder die riesigen Autotransporter auf, die meist zwischen Japan, Südkorea und der US-Ostküste unterwegs sind. Vollbeladen mit Fahrzeugen asiatischer Produktion in der einen Richtung, mit Autos Made in USA in der anderen.

Quelle: http://www.hoeghautoliners.com

Wer hat sich noch nicht gefragt, wie viele Autos da wohl an Bord sein werden?

Im Fall der Höegh Trapper weiß ich es jetzt: bis zu 8.500 PKW auf 14 Decks. Dazwischen oft auch Trucks, Traktoren und Spezialtransporter.

Hier gibt es ein sehr empfehlenswertes Video über den Alltagsbetrieb auf so einem Giganten, einschließlich Kanalpassage.

Erst im Web und dann bald mal live in Panama anschauen.

Autoliner im Sonnenuntergang

Umleitung

Vom Strand aus sehen wir eine Copa-Maschine im Endanflug auf unseren Flugplatz von Rio Hato (MPSM). Das ist ungewöhnlich und ich checke die Flightradar24-App, die mir zeigt, dass die Maschine aus Havanna kommt und eine weitere von Tegucigalpa auch schon auf dem Schirm hat.

Da muss etwas am Tocumen International Airport der Hauptstadt faul sein. Der Wettercheck (METAR) macht es klar: Gewitter und Starkregen über dem Platz.

Deshalb landen innerhalb kurzer Zeit 5 Boeing 737 in Rio Hato, ein ungewohntes Bild.

Eine United-Maschine mit Ziel Panama hat schon Runden gedreht und weicht jetzt in Richtung Kolumbien aus. Offensichtlich sind die beiden anderen Hauptstadtflugplätze auch betroffen und Rio Hato ist ausgelastet.

Zwei der 5 Maschinen werden betankt und nach mehr als einer Stunde Wartezeit ist Tocumen wieder im Geschäft.

In Rio Hato zieht die Ruhe eines Provinzflugplatzes ein.

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