Über den ganz großen Teich

Genau so lange wie von Frankfurt nach Panama dauert es heute von Los Angeles nach Tokio Narita, 10 Stunden und 30 Minuten. Nix neues, ausser dass es dieses Mal noch weiter über Wasser geht.

Diese Boeing 777 ist das Arbeitspferd auf der Langstrecke und Tag für Tag zwischen Singapore, Tokio und Los Angeles unterwegs.

Unsere erste Pazifik-Querung. Wir fliegen jetzt am Freitag nachmittag in LAX los und kommen am frühen Samstag abend in Japan an.

Konbanwah.

Nr. 1: Panama, schon wieder.

Der Titel des Beitrags im „Around The World“ Youtube-Kanals ist ein etwas irreführend: „Die billigsten Länder zum Leben und um sich zur Ruhe zu setzen in 2019“. Gemeint ist natürlich, wo man zu erschwinglichen Kosten komfortabel leben kann, das beste Preis-Leistungsverhältnis findet.

Das Panama mal wieder die Nummer 1 ist, überrascht mich kein bißchen.

Was überrascht ist erstens die Tatsache, dass 6 der Top 10 von Ländern in Lateinamerika belegt sind. Panama, Costa Rica, Mexiko und Ecuador auf den ersten 4 Plätzen. Kolumbien kommt auf Platz 6 und Peru auf 8.

In Asien sind auf Platz 5 und 9 Malaysia und Thailand dabei, sowie Portugal und Spanien auf Platz 7 und 10 als Vertreter Europas.

Und was auch überrascht ist, dass die erstrebenswerten Länder alle in wärmeren Gefilden liegen. Wo man in Deutschland geradezu hysterische Angst vor globaler Erwärmung hat, müsste ein solcher Ratgeber doch eher Grönland oder Alaska listen. Mache ich vielleicht selbst demnächst:

„Die besten Länder um das Jahr 2020 trotz Klimawandel zu überleben.“

Breaking News: Air China kommt nach Panama

Breaking but not surprising: Beim Staatsbesuch von Präsident Varela in der letzen Woche sind eine Vielzahl Verträge geschlossen worden. Darunter nun auch einer zwischen den Zivilen Luftverkehrsbehörden beider Länder. Im Ergebnis wird Air China ab März 2018 zweimal wöchentlich von Peking aus Panama City anfliegen.

Das scheint eine Verlängerung der schon lange täglich betriebenen Route zwischen Peking und Houston zu sein, mit einer Boeing 777-300ER und einer Flugzeit von ca. 13:40 Stunden. Von Houston George Bush Intercontinental (IAH) dauert der Abstecher nach Panama City nochmals 3:45 Stunden.

 

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Quelle: timesofmalta.com

 

Die Vereinbarung ist die logische Folge aus der kürzlich erfolgten Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern und untermauert die Annahme, dass Panama zum Brückenkopf für die Volksrepublik in Lateinamerika entwickelt wird.

Wirtschaftlich sind das exzellente Aussichten für Panama.

Chinesische Reedereien zählen mit zu den größten Kunden des Kanals und haben nun auch Interesse an einem 1200 Hektar großen Gelände signalisiert, auf dem westlich der neuen Cocoli-Schleuse ein Logistikzentrum entstehen soll.

Wir werden verfolgen, wann die erste Maschine der Air China von Houston kommend hier landet. Und ich gehe davon aus, dass bald ein non-stop Flug von Shanghai folgen und die lange angekündigte Route Dubai – Panama den Betrieb aufnehmen wird. Trotz der deutlich längeren Flugzeit ist letztere mit Stopover in Dubai eine interessante Alternative.

Und wenn dann noch Air France von hier aus nach Papeete in Französisch Polynesien verlängert, wird Panama vom kontinentalen zum globalen Drehkreuz.

Ich bin dafür!

 

Ferienwohnungen im Vergleich

Ich liebe die Insel Rügen, aus nostalgischen und romantischen Gründen und wir werden deshalb noch in diesem Monat einen Kurzurlaub dort oben verbringen.

Falls ich mir nun, rein hypothetisch, auf der Insel eine Ferienwohnung zulegen würde, müsste ich dafür ganz schön tief in die Tasche greifen. Siehe diese Tabelle:


Da ich gerne komfortabel und nah am Strand wohne, wäre der Preis wohl zwischen 8 und 10 Tausend Euro pro Quadratmeter, für ein Apartment mit 120-130 Quadratmeter also leicht eine Million Euro. Oops!

Und realistisch betrachtet, kann man solch ein Domizil maximal von Anfang Mai bis Ende September sinnvoll nutzen, was den Preis nicht erträglicher macht.

Da gibt es wirklich erschwinglichere Ferienimmobilien. So wie bei OCEANVIEW42, wo ein Sechstel eines 135 Quadratmeter großen komfortablen Strandapartments nur $50.000 kosten und zwei Monate Aufenthalt garantieren.

Wer mehr braucht, kauft zwei Anteile und kann damit jedes Jahr 4 Monate in der eigenen Wohnung am Pazifikstrand verbringen. Und das bei 12 Monaten Saison und konstanten 28 bis 32C.

Schwimmen, surfen, segeln, schnorcheln, tauchen … und Margaritas.

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(C) Luckxus Promotions

Hoch zwischen den Meeren

Es ist immer wieder faszinierend, die Inselwelt Panamas von oben zu sehen und wo kann man das schon innerhalb weniger Stunden in zwei Ozeanen? Faszinierend.

Der Las Perlas Archipel ist uns vertraut, liegt er doch nur ca. 120 km von unserem Zuhause entfernt im Golf von Panama, ist per Flugzeug direkt oder per Expressfähre aus der Hauptstadt einfach zu erreichen. Er besteht aus einer Vielzahl felsiger und dicht bewachsener Inseln. Nur drei davon (Contadora, Saboga, Isla del Rey) sind von insgesamt weniger als 3.000 Einheimischen besiedelt, einige andere sind Ziel von Tourismusinvestitionen auf unterschiedlichem Niveau. Dazu zählen Isla Pedro Gonzalez (Pearl Island), Isla de San Jose und Isla Viveros.

Die andere Inselwelt, San Blas, erstreckt sich über 200 km an Panama’s Nordküste im Karibischen Meer und gehört zum Autonomen Gebiet der Ureinwohner vom Stamm der Kuna Yala. Eine einzige Straße führt über die Berge nach Carti, weiter geht es nur per Boot, oder gleich per Flugzeug zu einem der 17 Landestreifen zwischen El Porvenir und Puerto Obaldia, an der Küste oder auf den Inseln. „Landestreifen“, weil die meisten nicht länger als 400 m sind und 8 m breit.

Es ist die Welt der Korallenatolle, Segelboote und Hängematten im Schatten von Palmen. Ein karibisches Paradies, was zugleich eine gute und nicht so gute Nachricht ist.

Und genau diese will ich mir näher von oben anschauen. Zielgebiet ist die Küste zwischen El Porvenir und Playon Chico, eine Strecke von 45 nautischen Meilen (80 km). Von da geht es noch weiter bis zur kolumbianischen Grenze, aber ich will iinsgesamt nicht länger als 3 Stunden unterwegs sein und werde diesen Teil separat in Angriff nehmen.

Das Wetter ist gut über ganz Panama und hier ist der Plan:

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Ich fliege vom Chame Airport ab, melde mich bei Panama Advisory und darf fliegen wie ich will. Auf 5500 ft bin ich über einer aufgelockerten Wolkenschicht, im Norden vorbei an Panama City mit der Kanaleinfahrt.

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Als die ersten Atolle östlich von El Porvenir in Sicht kommen, sinke ich in einer großen Schleife bis auf 2.500 ft. Unter mir liegen viele Yachten und genießen den Tag im Paradies. Die Farben sind einfach überwältigend.

Ein Stück geht es an der Küste entlang und ich steige wieder. Nach kurzer Zeit ist Playa Chicon erreicht. Einige kurze Schnappschüsse beim Steigen auf 9.000 ft, um genug vertikalen Abstand zu den Wolken zu haben.

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Da oben sind es nur noch 13°C (56F) und ein wunderschöner Ausblick. Es geht mit 115 kt über Grund in Richtung West (256°).

Die Wolkenschicht hat an der Karibikküste begonnen und endet genau an der Pazfikküste, unter mir die Flüsse des Darien Dschungels und voraus kann ich im Dunst schon Las Perlas sehen.

Ich stelle eine moderate Sinkrate ein und nehme Kurs auf Scarlett Martinez, den internationalen Flugplatz bei uns zu Hause. Nördlich von Las Perlas und immer noch zwischen 9.000 und 7.500 ft kreuze ich direkt den Kurs auf Tocumen, den Hauptstadtflughafen. Und schon meldet sich Panama Advisory bei mir:

„HP-1708, we have some airliners lined up for Taboga VOR. Could you turn to 240 and descend to 4000 ft?“. Das tut man dann besser auch, wenn man nicht mit einer Boeing 737 auf Kollisionskurs sein will.

„Affirmative. Turning 240, descending 4000. HP-1708.“

Kurz danach setze ich sanft auf MPSM’s Runway 17 auf. Feierabend. Schön war’s.

 

 

 

 

 

 

VistaMar Marina

Ein Gezeitenhub von bis zu 6 Meter macht es schwierig mit Boot oder Yacht irgendwo an Panama’s Pazifikküste anzulegen. Und an der 75 km langen Küste zwischen Punta Chame und Buenaventura gab es bisher nicht eine einzige Marina für Freizeitkapitäne.

Das hat sich gerade geändert. Im VistaMar Golf Resort, 90 km westlich von Panama City gelegen, ist nun eine großzügig ausgelegte Marina fertiggestellt und in Betrieb.

Gute Freunde wohnen dort im Resort und so haben wir den Platz gestern, am späten Freitagnachmittag, gemeinsam besucht. Die Boga Bar befindet sich weit draußen und bietet unvergleichliche Ausblicke über das Meer, das terassenförmig angelegte VistaMar Resort und die dahinter bis zu 1200 Meter aufragende Gebirgskette.

 

 

Ein ausgezeichneter Mojito mit Extrashot, gutes Essen und unaufdringliche Hintergrundmusik bei angeregtem Gespräch ließen die Zeit wie im Flug vergehen.

Großes Kompliment an Planer, Erbauer und Betreiber. Wir kommen wieder.

Noch näher bei uns, im Buenaventura Resort, ist bereits die nächste Marina in Planung. Bericht folgt, in etwa 2 Jahren.

BREAKING NEWS: Touristenvisa nur noch 3 Monate gültig

In 2010 hatte die Regierung Martinelli die Gültigkeit von Touristenvisa von 3 auf 6 Monate verlängert. Das brachte offensichtlich viele Leute dazu, auch ohne Residentenstatus  dauerhaft im Land zu wohnen. Ein kurzer Ausflug ins benachbarte Ausland oder Heimatland genügte, um den 6-Monatszyklus von vorn zu starten. Ärgerliches Detail am Rande: der ausländische Führerschein war trotzdem nur 3 Monate gültig.

Diese großzügige Visaregelung ist nun mit sofortiger Wirkung von Präsident Varela zurückgenommen, also auf 3 Monate, reduziert worden.

Kein großes Problem, gibt es doch mit der Befreundete-Staaten-Immigrationsregelung eine einfache und erschwingliche Möglichkeit, den dauerhaften Residentenstatus zu erlangen.

Die neue Regelung, egal wie signifikant, steht generell dem Bestreben der Regierung entgegen, mehr Tourismus ins Land zu holen, insbesondere auch aus Übersee.

Tourismus führt automatisch auch dazu, dass das Zielland auf seine Tauglichkeit für längere Aufenthalte und für Investitionen betrachtet wird. Und da ist jeder Rückschritt ein Warnsignal.

Inzwischen landen an unserem Internationalen Provinzflughafen wieder wöchentlich 6 Boeing 737 aus Kanada, bringen über 1200 sonnenhungrige Touristen in den 1- oder 2-wöchigen all-inclusive Urlaub, direkt an den Pazifikstrand.

 

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Quelle: Panaviacion

 

 

 

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