Ferienwohnungen im Vergleich

Ich liebe die Insel Rügen, aus nostalgischen und romantischen Gründen und wir werden deshalb noch in diesem Monat einen Kurzurlaub dort oben verbringen.

Falls ich mir nun, rein hypothetisch, auf der Insel eine Ferienwohnung zulegen würde, müsste ich dafür ganz schön tief in die Tasche greifen. Siehe diese Tabelle:


Da ich gerne komfortabel und nah am Strand wohne, wäre der Preis wohl zwischen 8 und 10 Tausend Euro pro Quadratmeter, für ein Apartment mit 120-130 Quadratmeter also leicht eine Million Euro. Oops!

Und realistisch betrachtet, kann man solch ein Domizil maximal von Anfang Mai bis Ende September sinnvoll nutzen, was den Preis nicht erträglicher macht.

Da gibt es wirklich erschwinglichere Ferienimmobilien. So wie bei OCEANVIEW42, wo ein Sechstel eines 135 Quadratmeter großen komfortablen Strandapartments nur $50.000 kosten und zwei Monate Aufenthalt garantieren.

Wer mehr braucht, kauft zwei Anteile und kann damit jedes Jahr 4 Monate in der eigenen Wohnung am Pazifikstrand verbringen. Und das bei 12 Monaten Saison und konstanten 28 bis 32C.

Schwimmen, surfen, segeln, schnorcheln, tauchen … und Margaritas.

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(C) Luckxus Promotions

Hoch zwischen den Meeren

Es ist immer wieder faszinierend, die Inselwelt Panamas von oben zu sehen und wo kann man das schon innerhalb weniger Stunden in zwei Ozeanen? Faszinierend.

Der Las Perlas Archipel ist uns vertraut, liegt er doch nur ca. 120 km von unserem Zuhause entfernt im Golf von Panama, ist per Flugzeug direkt oder per Expressfähre aus der Hauptstadt einfach zu erreichen. Er besteht aus einer Vielzahl felsiger und dicht bewachsener Inseln. Nur drei davon (Contadora, Saboga, Isla del Rey) sind von insgesamt weniger als 3.000 Einheimischen besiedelt, einige andere sind Ziel von Tourismusinvestitionen auf unterschiedlichem Niveau. Dazu zählen Isla Pedro Gonzalez (Pearl Island), Isla de San Jose und Isla Viveros.

Die andere Inselwelt, San Blas, erstreckt sich über 200 km an Panama’s Nordküste im Karibischen Meer und gehört zum Autonomen Gebiet der Ureinwohner vom Stamm der Kuna Yala. Eine einzige Straße führt über die Berge nach Carti, weiter geht es nur per Boot, oder gleich per Flugzeug zu einem der 17 Landestreifen zwischen El Porvenir und Puerto Obaldia, an der Küste oder auf den Inseln. „Landestreifen“, weil die meisten nicht länger als 400 m sind und 8 m breit.

Es ist die Welt der Korallenatolle, Segelboote und Hängematten im Schatten von Palmen. Ein karibisches Paradies, was zugleich eine gute und nicht so gute Nachricht ist.

Und genau diese will ich mir näher von oben anschauen. Zielgebiet ist die Küste zwischen El Porvenir und Playon Chico, eine Strecke von 45 nautischen Meilen (80 km). Von da geht es noch weiter bis zur kolumbianischen Grenze, aber ich will iinsgesamt nicht länger als 3 Stunden unterwegs sein und werde diesen Teil separat in Angriff nehmen.

Das Wetter ist gut über ganz Panama und hier ist der Plan:

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Ich fliege vom Chame Airport ab, melde mich bei Panama Advisory und darf fliegen wie ich will. Auf 5500 ft bin ich über einer aufgelockerten Wolkenschicht, im Norden vorbei an Panama City mit der Kanaleinfahrt.

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Als die ersten Atolle östlich von El Porvenir in Sicht kommen, sinke ich in einer großen Schleife bis auf 2.500 ft. Unter mir liegen viele Yachten und genießen den Tag im Paradies. Die Farben sind einfach überwältigend.

Ein Stück geht es an der Küste entlang und ich steige wieder. Nach kurzer Zeit ist Playa Chicon erreicht. Einige kurze Schnappschüsse beim Steigen auf 9.000 ft, um genug vertikalen Abstand zu den Wolken zu haben.

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Da oben sind es nur noch 13°C (56F) und ein wunderschöner Ausblick. Es geht mit 115 kt über Grund in Richtung West (256°).

Die Wolkenschicht hat an der Karibikküste begonnen und endet genau an der Pazfikküste, unter mir die Flüsse des Darien Dschungels und voraus kann ich im Dunst schon Las Perlas sehen.

Ich stelle eine moderate Sinkrate ein und nehme Kurs auf Scarlett Martinez, den internationalen Flugplatz bei uns zu Hause. Nördlich von Las Perlas und immer noch zwischen 9.000 und 7.500 ft kreuze ich direkt den Kurs auf Tocumen, den Hauptstadtflughafen. Und schon meldet sich Panama Advisory bei mir:

„HP-1708, we have some airliners lined up for Taboga VOR. Could you turn to 240 and descend to 4000 ft?“. Das tut man dann besser auch, wenn man nicht mit einer Boeing 737 auf Kollisionskurs sein will.

„Affirmative. Turning 240, descending 4000. HP-1708.“

Kurz danach setze ich sanft auf MPSM’s Runway 17 auf. Feierabend. Schön war’s.

 

 

 

 

 

 

VistaMar Marina

Ein Gezeitenhub von bis zu 6 Meter macht es schwierig mit Boot oder Yacht irgendwo an Panama’s Pazifikküste anzulegen. Und an der 75 km langen Küste zwischen Punta Chame und Buenaventura gab es bisher nicht eine einzige Marina für Freizeitkapitäne.

Das hat sich gerade geändert. Im VistaMar Golf Resort, 90 km westlich von Panama City gelegen, ist nun eine großzügig ausgelegte Marina fertiggestellt und in Betrieb.

Gute Freunde wohnen dort im Resort und so haben wir den Platz gestern, am späten Freitagnachmittag, gemeinsam besucht. Die Boga Bar befindet sich weit draußen und bietet unvergleichliche Ausblicke über das Meer, das terassenförmig angelegte VistaMar Resort und die dahinter bis zu 1200 Meter aufragende Gebirgskette.

 

 

Ein ausgezeichneter Mojito mit Extrashot, gutes Essen und unaufdringliche Hintergrundmusik bei angeregtem Gespräch ließen die Zeit wie im Flug vergehen.

Großes Kompliment an Planer, Erbauer und Betreiber. Wir kommen wieder.

Noch näher bei uns, im Buenaventura Resort, ist bereits die nächste Marina in Planung. Bericht folgt, in etwa 2 Jahren.

BREAKING NEWS: Touristenvisa nur noch 3 Monate gültig

In 2010 hatte die Regierung Martinelli die Gültigkeit von Touristenvisa von 3 auf 6 Monate verlängert. Das brachte offensichtlich viele Leute dazu, auch ohne Residentenstatus  dauerhaft im Land zu wohnen. Ein kurzer Ausflug ins benachbarte Ausland oder Heimatland genügte, um den 6-Monatszyklus von vorn zu starten. Ärgerliches Detail am Rande: der ausländische Führerschein war trotzdem nur 3 Monate gültig.

Diese großzügige Visaregelung ist nun mit sofortiger Wirkung von Präsident Varela zurückgenommen, also auf 3 Monate, reduziert worden.

Kein großes Problem, gibt es doch mit der Befreundete-Staaten-Immigrationsregelung eine einfache und erschwingliche Möglichkeit, den dauerhaften Residentenstatus zu erlangen.

Die neue Regelung, egal wie signifikant, steht generell dem Bestreben der Regierung entgegen, mehr Tourismus ins Land zu holen, insbesondere auch aus Übersee.

Tourismus führt automatisch auch dazu, dass das Zielland auf seine Tauglichkeit für längere Aufenthalte und für Investitionen betrachtet wird. Und da ist jeder Rückschritt ein Warnsignal.

Inzwischen landen an unserem Internationalen Provinzflughafen wieder wöchentlich 6 Boeing 737 aus Kanada, bringen über 1200 sonnenhungrige Touristen in den 1- oder 2-wöchigen all-inclusive Urlaub, direkt an den Pazifikstrand.

 

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Quelle: Panaviacion

 

 

Mehr Artenvielfalt in den Tropen

Nichts als Überraschungen.

In den letzten Tagen bin ich über zwei Berichte gestolpert, in denen Wissenschaftler nach langjähriger Feldarbeit herausgefunden haben, dass höhere Temperaturen mehr Artenvielfalt bedeuten. Wer hätte das gedacht? Und wenn ich in Gedanken mal Panama mit Grönland vergleiche, scheint das glaubwürdig zu sein.

 

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Das Bedeutsame daran ist eher, dass es veröffentlicht wurde, denn diese Aussage steht der Mär vom Massensterben aller möglicher Arten wegen Klimawandel diametral entgegen.

Ich habe da so einen Verdacht: Andere Wissenschaftler werden demnächst auch herausfinden, dass der gestiegene CO2-Gehalt der Atmosphäre unsere Erde grüner gemacht hat. Was dann?

Ich danke allen meinen Lesern für ihre Treue zu diesem Blog und wünsche ein glückliches 2017. Bleiben Sie schön neugierig.

 

 

Condor – das Schlusskapitel

Seit Condor auf einem Direktflug von Frankfurt nach Panama City mit Kurzstop in Santo Domingo am 5. Juli 2015 unseren Koffer versenkt hat, zog sich die Klärung bis zum gestrigen Dienstag hin. Dazu gab es immer wieder Postings. Hier und hier und hier und hier

Nun hat der Termin vor dem Amtsgericht in Rüsselsheim stattgefunden und wir haben gewonnen. Nicht mit unserer Maximalforderung, aber völlig zufriedenstellend.

Für die Condor wurde das Urteil doppelt so teuer, als wenn man Anfang des Jahres den Vorschlag der „Schlichtungsstelle Öffentlicher Personenverkehr“ angenommen hätte und für uns brachte es grob 50% mehr, als der Vergleich bedeutet hätte.

Also Sieg und Weihnachtsgeld.
Konsequenz aus dem ganzen Verfahren: Wer im Recht ist und seine Position deutlich darstellt, sollte sich von der Zermürbungstaktik der Luftverkehrsunternehmen nicht beeindrucken lassen.

In der Überschrift steht zwar Schusskapitel, aber das Urteil hat uns außer Geld auch einen Fluggutschein der Condor zugesprochen. Wir fliegen also nochmal, allerdings nur mit Handgepäck.

Mehr Touristen in Panama

In den ersten 9 Monaten des Jahres haben Touristen mit 3,7 Mrd USD um 5,6% mehr Geld in Panama ausgegeben als im Vorjahr. Und dabei sind zunehmend deutsche Touristen.

Neben der Lufthansa mit ihren planmäßigen Direktflügen, ist am 21. November zum ersten Mal ein Schiff der TUI in Colon angekommen, die Mein Schiff 4. Das ist zwar kein phantasievoller Name, aber ein sehr respektables Kreufahrtschiff.

 

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Quelle: TUI

Mit 2.500 Passagieren dreht es während des europäischen Winters seine Runden in der Karibik. Dabei steht Panama auf dem Plan und im Rahmen eines Landgangs werden sicher die Kanalschleusen von Gatun und Agua Clara besucht. Einen Kanaltransit hat das Schiff nicht im Programm.

Die panamesische Tourismusbehörde sucht schon deutschsprachige Führer für diese neue Kundengruppe. Insgesamt haben sich in der laufenden Saison bereits 175 Kreuzfahrtschiffe in Colon angemeldet, ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor.

Auf der Pazifikseite des Kanals, in Panama City, ist ebenfalls geplant, ein Kreuzfahrt-Terminal zu errichten. Schließlich will die Hauptstadt auch ein Stück vom Kuchen abhaben.

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