Nachschau: 3 Tage auf Isla Viveros

Da habe ich in meinem Post hier möglicherweise Interesse erzeugt und dann nichts mehr davon hören lassen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Sorry.

Hier ist der Bericht:

Es ist Mittwoch der 1. Februar 2017. Wir haben in unserem City-Lieblingshotel gebucht, Country Inn & Suite Panama Canal. Das Haus hat schon einige Jahre auf dem Buckel, die unschlagbare Lage sorgt aber für gute Auslastung. Die Zimmer sind geräumig, mit Kühlschrank, Kaffeemaschine, Flatscreen, Bad mit Dusche, und Balkon. Die Queensize-Betten sind bequem und die Wäsche pieksauber. Wie immer bekommen wir eine Suite mit Blick auf die pazifische Kanaleinfahrt und die Brücke der Amerikas.

Reger Schiffsverkehr im Balboa Yachtclub und im Kanal, ununterbrochener aber kaum hörbarer Straßenverkehr auf der Brücke, gelegentlich eine Maschine über uns im Anflug auf den Marco A Gelabert Airport, während draußen um die Insel Taboga eine Menge große Schiffe auf Reede liegen und auf ihre Passage warten, und darüber drehen die Airliner in den Anflug auf Tocumen International Airport, der am anderen Ende der Hauptstadt liegt.

Wenn man das liest, kann man sich kaum vorstellen, wie ruhig das Hotel doch ist. Selbst in der Dunkelheit merkt man kaum, wenn ein Containerschiff, Stückgut-Frachter, Tanker oder Autotransporter in ca. 200 Meter Entfernung vorbeizieht.

Ein gutes und inklusives Frühstücksbuffet gibt es ab 6 Uhr, so dass man gegen 7 Uhr nur 100 Meter entfernt bequem auf der Expressfähre einchecken kann.

Abfahrt ist 7:30. Zügig geht es mit Blick über den Amador Causeway auf die erwachende Skyline und dann zwischen den großen Pötten hindurch und  hinaus auf den Pazifik. Wenn nach der halben Fahrzeit Stadt und Berge hinter dem Heck verschwinden, kann man langsam in Fahrtrichtung nach den Inseln Ausschau halten – Las Perlas Archipel.

Gegen 9 Uhr legt die Fähre auf Isla Contadora an und die meisten Passagiere steigen um auf eines der kleinen Boote, die sie zum Strand bringen. Die meistbesuchte Insel hat nämlich keine Marina. Wir wollten eigentlich bis Isal Viveros an Bord bleiben doch am Vortag hat man uns informiert, dass die Fähre heute Viveros nicht ansteuert, wir stattdessen die 20 km in einem kleinen Panga-Boot ohne Sonnendach transferiert werden. Ziemlich ungewöhnlicher Beginn  für einen Aufenthalt im „Luxus“-Ressort Mara’naa. Aber egal, es ist schönes Wetter, wenig Seegang.

 

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Quelle: pinterest.com

Kurze Zeit später legen wir am Nordstrand von Isla Viveros an, werden begrüßt und beziehen unseren Bungalow. Direkt am schneeweißen Nordstrand, und als wir in den Liegen Platz genommen haben, kommt das nächste Boot und liefert unser Abendessen an.

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Die 12 Bungalows des Mara’naa liegen direkt am Beachclub und der Zugang zu dessen Pools und Sonnenliegen ist inkludiert. Aber in Konkurrenz mit dem nur Schritte entfernten Strand und Meer macht das wenig Sinn. Wir liegen im Schatten oder wandern am Strand entlang, sammeln Muscheln, oder planschen im kristallklaren Wasser.

 

Bei Ebbe, 5 bis 6 Meter unter Flut-Niveau, tauchen vor unseren Augen Felsen und kleine  Inseln aus Sand aus dem Wasser, ein faszinierendes und sich stetig änderndes Bild.

Zum Paket gehören Frühstück und Abendessen, was beides im offenen Restaurant frisch zubereitet und serviert wird. Zwei junge Frauen kümmern sich um alles und machen das sehr gut.

 

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Am nächste Tag drehen wir eine kleine Inselrunde, zu Fuß und wegen der Hitze nicht allzu weit. Gegenüber dem Stand von vor 3 Jahren sind wirklich nur die Bungalows, aber keine weiteren Häuser hinzugekommen. Für weniger als 10 Häuser wird hier Energie erzeugt und Wasser gewonnen. Da, wo keine Häuser stehen, übernimmt die Natur langsam wieder die schon angelegten Straßen, überwuchert die Bordsteine.

Den Rest des Freitags verbringen wir wieder einsam am Strand. Erfreulicherweise. denn am Samstag werden schon früh Sonnenschirme aufgespannt, Liegen in Position gebracht und mit Eintreffen der Fähre wird es voll am Stand. Ca. 20 Tagesgäste machen es sich bequem. Wir schauen uns das alles an und packen nach Mittag die Tasche. Kurze Fahrt zur Marina und es geht mit der Expressfähre via Isla Contadora zurück nach Panama City.

Fazit: Strand und Meer da draußen sind ein Traum, der wahre Luxus. Erst recht zur Walsaison von Juli bis Oktober. (Video)

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Die Anlage mit Beach Club, Bungalows und Restaurant ist ganz nett, aber nicht luxuriös. Und der Rest der Insel mit staubigen Straßen und ohne weitere Einrichtungen ist ein Beispiel für große Pläne und wenig Umsetzung. Offensichtlich hat sich bisher kein Investor überzeugen lassen. Ursprünglich waren hier 18-Loch-Golfplatz und Landepiste für Business-Jets geplant.

Letzteres gibt es inzwischen auf der Nachbarinsel Pedro Gonzalez und dort wird Ritz Carlton innerhalb der nächsten 2 Jahre die Pearl Island Reserve aufbauen.

 

Hoch zwischen den Meeren

Es ist immer wieder faszinierend, die Inselwelt Panamas von oben zu sehen und wo kann man das schon innerhalb weniger Stunden in zwei Ozeanen? Faszinierend.

Der Las Perlas Archipel ist uns vertraut, liegt er doch nur ca. 120 km von unserem Zuhause entfernt im Golf von Panama, ist per Flugzeug direkt oder per Expressfähre aus der Hauptstadt einfach zu erreichen. Er besteht aus einer Vielzahl felsiger und dicht bewachsener Inseln. Nur drei davon (Contadora, Saboga, Isla del Rey) sind von insgesamt weniger als 3.000 Einheimischen besiedelt, einige andere sind Ziel von Tourismusinvestitionen auf unterschiedlichem Niveau. Dazu zählen Isla Pedro Gonzalez (Pearl Island), Isla de San Jose und Isla Viveros.

Die andere Inselwelt, San Blas, erstreckt sich über 200 km an Panama’s Nordküste im Karibischen Meer und gehört zum Autonomen Gebiet der Ureinwohner vom Stamm der Kuna Yala. Eine einzige Straße führt über die Berge nach Carti, weiter geht es nur per Boot, oder gleich per Flugzeug zu einem der 17 Landestreifen zwischen El Porvenir und Puerto Obaldia, an der Küste oder auf den Inseln. „Landestreifen“, weil die meisten nicht länger als 400 m sind und 8 m breit.

Es ist die Welt der Korallenatolle, Segelboote und Hängematten im Schatten von Palmen. Ein karibisches Paradies, was zugleich eine gute und nicht so gute Nachricht ist.

Und genau diese will ich mir näher von oben anschauen. Zielgebiet ist die Küste zwischen El Porvenir und Playon Chico, eine Strecke von 45 nautischen Meilen (80 km). Von da geht es noch weiter bis zur kolumbianischen Grenze, aber ich will iinsgesamt nicht länger als 3 Stunden unterwegs sein und werde diesen Teil separat in Angriff nehmen.

Das Wetter ist gut über ganz Panama und hier ist der Plan:

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Ich fliege vom Chame Airport ab, melde mich bei Panama Advisory und darf fliegen wie ich will. Auf 5500 ft bin ich über einer aufgelockerten Wolkenschicht, im Norden vorbei an Panama City mit der Kanaleinfahrt.

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Als die ersten Atolle östlich von El Porvenir in Sicht kommen, sinke ich in einer großen Schleife bis auf 2.500 ft. Unter mir liegen viele Yachten und genießen den Tag im Paradies. Die Farben sind einfach überwältigend.

Ein Stück geht es an der Küste entlang und ich steige wieder. Nach kurzer Zeit ist Playa Chicon erreicht. Einige kurze Schnappschüsse beim Steigen auf 9.000 ft, um genug vertikalen Abstand zu den Wolken zu haben.

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Da oben sind es nur noch 13°C (56F) und ein wunderschöner Ausblick. Es geht mit 115 kt über Grund in Richtung West (256°).

Die Wolkenschicht hat an der Karibikküste begonnen und endet genau an der Pazfikküste, unter mir die Flüsse des Darien Dschungels und voraus kann ich im Dunst schon Las Perlas sehen.

Ich stelle eine moderate Sinkrate ein und nehme Kurs auf Scarlett Martinez, den internationalen Flugplatz bei uns zu Hause. Nördlich von Las Perlas und immer noch zwischen 9.000 und 7.500 ft kreuze ich direkt den Kurs auf Tocumen, den Hauptstadtflughafen. Und schon meldet sich Panama Advisory bei mir:

„HP-1708, we have some airliners lined up for Taboga VOR. Could you turn to 240 and descend to 4000 ft?“. Das tut man dann besser auch, wenn man nicht mit einer Boeing 737 auf Kollisionskurs sein will.

„Affirmative. Turning 240, descending 4000. HP-1708.“

Kurz danach setze ich sanft auf MPSM’s Runway 17 auf. Feierabend. Schön war’s.

 

 

 

 

 

 

Vorschau: 3-Tage-Trip nach Isla Viveros

Diese Insel im Las Perlas Archipel hat uns schon vor Jahren angezogen und es gab konkrete Pläne dort etwas zu unternehmen. Das ist inzwischen schon 3 Jahre her und seitdem waren wir nicht mehr dort. Das soll sich ändern. 

Von Donnerstag bis Samstag werden wir den dortigen Beachclub und das Mara’naa Resort als Gäste besuchen. Wir freuen uns auf den North Beach, einen kilometerlangen schneeweißen und schnurgeraden Sandstrand und auf das glasklare türkisfarbene Wasser. Und wir werden mit wunderschönen Bildern zurückkommen.

Das absolut beste Panama-Wal-Video

Erst vor wenigen Tagen habe ich an dieser Stelle über eigene Walbeobachtung vor Isla Iguana sowie über den Golf von Panama berichtet. Heute finde ich dieses passende Video:

 

 

Ein kleines Boot startet auf Isla Viveros im Las Perlas Archipel und kurze Zeit später ist man direkt bei einer Gruppe Buckelwale, Mutter und Kind und noch zwei.

Die vermutlich mit einer high-end Drohne aufgenommenen Bilder sind das Beste, was ich seit langer Zeit mit Walen gesehen habe. Wirklich außergewöhnlich.

Wer Haus und Boot im Las Perlas Archipel besitzt, kann so etwas in ähnlicher Weise zwischen Juli und Oktober ständig sehen.

Beneidenswert.

Mit einem OCEANVIEW42 Condo wären Sie diesem Abenteuer schon sehr nahe …

 

 

 

 

 

 

 

Golf von Panama – die große Badewanne

Südlich vor Panama City, begrenzt durch die Halbinsel Azuero im Westen und den Darien-Dschungel im Osten liegt der Golf von Panama.

 

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Ca. 30.000 km² groß, im Durchschnitt 50 Meter tief und 28°C warm, eine Riesenbadewanne.

Kreißsaal und Kindergarten der mächtigen Buckelwale zwischen Juli und Oktober.

Mitten drin befindet sich der Las Perlas Archipel, nur 70 km von der Haupstadt entfernt, ein beliebtes Ausflugsziel zum Wochenende. Isla Contadora ist bebaut mit Villen, kleinen Hotels, Bed&Breakfast. Isla San Jose (Pearl Island) und Isla Viveros werden zu Luxusdestinationen entwickelt. Die größte, Isla del Rey, ist noch weitgehend unberührt.

Vom südlichen Rand sind es nur 800 km zum Äquator, 1.400 km zu den Galapagos-Inseln und zur eisigen Küste von Antarctica beruhigende 9.000 km.

Vom südlichen Rand aus fällt der Meeresboden innerhalb von 50 km auf mehr als 3.000 Meter ab.

Frequentiert wird der Golf von Panama auch von mehr als 14.000 Handelsschiffen jährlich, die den Panamakanal passieren. Wer die Gegend überfliegt wird davon erstaunlich wenig sehen. Nur um Isla Taboga, unweit der Kanaleinfahrt, liegen stets zwischen 30 und 40 Schiffe und warten auf ihre Passage.

 

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Quelle: Panaviacion

 

 

 

Sonntagsausflug und neu in Panama

Sonntag vormittag gegen 10 Uhr ist genau die richtige Zeit, um einmal vom Las Perlas Archipel kommend den Tocumen International Airport zu überfliegen, dessen Einflugschneise zu kreuzen, ohne sich den Luftraum mit vielen Boeing 737 teilen zu müssen oder aber von den Fluglotsen weit außen herumgeführt zu werden.

Während zwischen 8:00 und 8:30 insgesamt 24 (!) Maschinen landen, sind es zwischen 8:30 und 10 Uhr nur 6 Stück. Verschnaufpause am Flugplatz und im Luftraum östlich der Hauptstadt. Das gibt mir Gelegenheit zu Schnappschüssen aus nicht alltäglicher Perspektive, wenn auch nur per iPhone und mit einer Hand am Steuerknüppel.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Bild vom Tocumen International Airport, Homebase von Copa Airlines und anspruchsvoll als Hub of the Americas bezeichnet, zeigt beide Runways, sowie unten das neue Südterminal. Fertigstellung 2016. Danach wird Runway #3 gebaut.

Das Bild über den Kanal zeigt dabei die „alte“ Miraflores-Schleuse links, die neue Erweiterung rechts. Die drei hellen Betonmodule sind Bassins um Wasser zu sparen. Fertigstellung April 2016.

Und wer sich all das mal aus der Nähe anschauen will, der kann ab 2. März mit Lufthansa direkt von Frankfurt hierher kommen.

Jemand der das schon, ohne Lufthansa, getan hat, beschreibt in diesem Blogpost sehr schön seine allerersten Eindrücke von Panama.

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Inselparadies von oben

Trockenzeit in Panama. Blauer Himmel aber meist kräftiger Wind. Gestern habe ich eine 2-Stundentour nach Santiago und entlang der Westküste von Azuero gemacht. Heute ist der Las Perlas Archipel das Ziel, 80 km draußen im Golf von Panama.

 

Nachdem es gestern unterwegs ziemlich turbulent zuging, war diesmal der Flieger über Nacht am Heimat-Airport Rio Hato (MPSM) abgestellt und um 8 Uhr war ich in der noch frischen und ruhigen Luft (26°C).

Kurs Isla Taboga wo ich ein schmales Wolkenband auf 7500 Fuß überfliegen musste. Von da an Kurs Osten, der Sonne entgegen, die sich im Ozean spiegelt. Die Sicht ist deshalb diesig und kaum ein Horizont zu sehen. Aber dafür gibt es ja Instrumente.

Nach einer halben Stunde kommen die ersten Inseln in Sicht. Ich bin schon von 7500 auf 2500 Fuß gesunken (800 m) und fliege gemächlich mit ca. 170 km/h dahin. In dieser Höhe und mit höher stehender Sonne wird die Sicht immer besser.

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Erreicht wird der Archipel bei Isla de San Jose. Von dort drehe ich nach Norden zur Isla Pedro Gonzalez, die neuerdings geschickt als „Pearl Island“ vermarket wird und u.a. eine Ritz Carlton Reserve bekommt, Unterkunft vom Feinsten. Alles noch im Entstehen, aber Flugplatz und Marina sind schon da.

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Von da nach Süden zum Punta Coco auf Isla del Rey, der größten Insel des Archipels. Dort ganz im Süden befindet sich ein kleiner Stützpunkt der Grenzpolizei mit Flugplatz und Anlegestelle, denn von Kolumbien ist es mit dem Speedboat nicht weit. Drogenroute.

Als ich den Platz bereits überflogen habe und nach Norden drehe, erreicht mich ein Anruf von Panama Radio: Man hat im Stützpunkt gerade jemanden festgesetzt und möchte deshalb keinerlei Überflüge haben. „Zu spät“, kann ich da nur antworten.

An der Ostküste der Isla del Rey nach Norden, wieder quer hinüber zur Isla Viveros, dann Kurs auf Isla Contadora und von da an aufsteigen und Kurs Westen nach Chame.

Nach 2 Stunden und 15 Minuten nonstop setze ich auf. Das war perfekt.

Natürlich kann man Las Perlas auch mit Air Panama oder der Schnellfähre erreichen, die Isla Contadora ansteuern. Und im Trump Ocean Club befindet sich das Office vom Mara’naa Resort auf Isla Viveros, die Wochenendpakete anbieten.

Las Perlas – ein Muss für jeden Panama-Besucher.

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