Wochenende in der City

Ein kleines Jubiläum bringt uns von Sonntag bis Dienstag in die Hauptstadt. Einfach mal was anderes sehen und ausprobieren.

Sonntag mittag, bevor die allgemeine Rückreise aus der Provinz beginnt, sind wir auf der Panamericana. Erstes Ziel ist Gamboa, da wo Rio Chagres, Lake Gatun und Gaillard bzw. Culebra Cut zusammenkommen. Das ist die engste Stelle in der Kanalpassage und da brummeln die Schiffe keine 100 Meter entfernt vorbei. Machen wir öfter mal und nach einer Stunde haben wir 4 oder 5 in Richtung Pazifik fahren sehen.

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Weiter in die Stadt, vorbei an Pedro-Gonzalez– und Miraflores-Schleusen, am Flughafen Marco A. Gelabert (MPMG) und an der Albrook Mall, der größten Shopping Mall außerhalb Asiens. Unser Ziel ist der Amador Causeway, der drei kleine Inseln entlang der Kanaleinfahrt verbindet und gerade erst 4-spurig ausgebaut wurde.  Immer wieder erholsam, dort ein paar Schritte zu gehen und über einen der Yachthäfen zur Skyline zu schauen.

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Normalerweise buchen wir hier das Country Inn & Suites am Panamakanal, die haben uns aber vor wenigen Wochen enttäuscht und so haben wir dieses Mal das Riu Plaza mitten im Zentrum gebucht. Ein moderater Aufpreis bringt uns in den Executive floor, 32. Etage mit Blick über das Häusermeer und auf den Pazifik. Im Blickfeld finden sich schon wieder sieben neue Hochhäuser im Bau.

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Ein sehr schönes und geräumiges Zimmer, Parken, Frühstück, WiFi alles inklusive und es ist offensichtlich auch das bevorzugte Hotel der Airline-Crews. Wir sehen die gelben Halstücher der Lufthansa, die blassblauen Kostüme der zumeist blonden KLM-Stewardessen ( war das jetzt sexistisch?) und noch zwei weitere Gesellschaften. Lobby, Restaurants, Pool, Bars – alles sehr gediegen.

Für den Sonntagabend haben wir uns ein Dachterassen-Restaurant in der Altstadt ausgesucht. Das Lazotea hält was es verspricht: nette Atmosphäre, Blick über die Bucht zur Skyline und exzellentes Essen bei einer Flasche Rose. Hin und zurück kommen wir anstandslos per Uber. Alles neue Privatautos  und freundliche Fahrer* (* dieser Sammelbegriff schließt bei mir sämtliche autofahrenden Geschlechter ein). Was für ein Unterschied zu den vielen vergammelten Taxen, deren Betreiber auch massiv aber erfolglos dagegen protestieren.

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Am Montagmorgen wird in Ruhe gefrühstückt und dann mit eigenem Auto wieder zum Amador gefahren. Wir sind früh und bestaunen ein Schiff mit auffälliger Fracht in Richtung Kanal.  Ein Mitarbeiter der Kanalbehörde klärt uns auf: die Ladung sind Containerkräne für den Rodman Port, der sich direkt hinter der Brücke der Amerikas befindet und von der Singapore Ports Authority (PSA) ausgebaut wird. Um unter der Brücke passieren zu können, sind die Kräne eingefahren und Niedrigwasser gewählt worden.

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Dann ist es Zeit, an Bord der Taboga-Expressfähre zu gehen, die uns in knapp 30 Minuten über ca. 8 Seemeilen zur Isla Taboga bringt. Dort haben wir im Restaurant La Vista für Mittag gebucht: Seelachs und medium-rare gebratener Tuna – schwer zu toppen das Essen. Man hat uns extra avisiert und so bekommen wir noch eine kleine Tour durch die Villa Caprichosa, ein erst 10 Jahre altes und exklusives Anwesen im italienischen Stil. Sehr luxuriös und geschmackvoll.

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Zu Fuß gehen wir nun in Richtung Strand, vorbei an den Häusern in denen der Pirat Francisco Pizarro und der Maler Paul Gaughin gewohnt haben, nicht ohne der im Jahr 1524 erbauten Kirche einen Besuch abzustatten. Wir dürfen uns sogar auf den Turm quälen, was wirklich nicht einfach ist. Nicht hoch, aber sehr eng und die Treppen sind heftig abgelatscht im Laufe der fast 500 Jahre. Egal, wo kann man das schon wieder?

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Nach Schwimmen und Sonnenbaden am Strand geht es um 16 Uhr mit der Fähre zurück ins Hotel, duschen, Kaffee trinken. Und jetzt wollen wir die 32. Hoteletage noch toppen und fahren, wieder per Uber, zum Trump Ocean Club, dort in die 66. Etage des Ocean Sun Casino.

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Das Panaviera hat die beste Aussicht der Stadt, insbesondere zu dieser Tageszeit, und einen kleinen Infinity-Pool, direkt an der Kante. Dazu passen Corona-Bier, Chips und Guacamole. Ein angenehmer Tagesausklang.

Dienstag früh, Frühstück am Hotel-Pool, noch zwei Wege in der Stadt erledigt und gegen 13 Uhr sind wir wieder zu Hause. Ein sehr angenehmer Ausflug ist zu Ende.

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Panama City Impressionen

Ich muss einfach mal diese Bilder veröffentlichen, die, bis auf das Strandbild, unser Freund und Kollege Mathias Möller geschossen hat.

Dieses Bild eines trüben Tages ist vom Schiff in der Pazifikeinfahrt des Panamakanals geschossen und schaut über den Amador Causeway auf die Skyline der Stadt.

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Die nächsten zwei Bilder sind vom Ende des Amador Causeway auf Isla Flamenco aufgenommen, einem bevorzugten Ausflugsziel der Hauptstädter.

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Und hier das Kontrastprogramm:

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1. Advent in Panama

Winterliche Temperaturen in Deutschland, Kontrastprogramm in Panama. Und Montag als extra Feiertag, Tag der Unabhängigkeit von Spanien. Schon lange her.

In der Nacht vom Freitag zum Samstag läuft in unserer Nachbarschaft ein Techno-Event am Strand. Ende 4:30 Samstag früh. Und das soll am Samstag abend weitergehen. Nicht mit uns. Da wir irgendwann am Wochenende sowieso nach Las Perlas fliegen wollen, packen wir schon Samstag mittag ein, fahren nach Punta Chame.

Punta Chame Aerial

Wir quartieren uns bei George in Punta Chame Villas ein und beginnen die Spitze der Halbinsel am Strand zu umwandern. Es ist 17 Uhr, nicht mehr so heiß. Wasserstand geht Richtung Ebbe, die Kitesurfer machen Feierabend und es sind eine Menge Pelikane unterwegs.

Pun

Nach 2 km wollen wir schon den Strand verlassen, da kommt etwas größeres aus dem Wasser. Eine Wasserschildkröte und sie quält sich langsam aber zielstrebig den Strand hinauf. Wir sind total überrascht. Sie will offensichtlich ihre Eier ablegen und wir dachten, dass das nur nachts stattfindet. Nach ca. 50 m, da wo trockener Sand anfängt, beginnt sie zu buddeln, überlegt es sich nochmals und kriecht 5 m weiter. Dort geht es dann richtig zur Sache, mit Vorder- und Hinterflossen wird der Sand ausgehoben. Immer ein paar Mal, dann verschnaufen. Sie ist offensichtlich fix und fertig, und auch nicht in ihrem Element. Wir schauen eine Weile zu, drehen ein Video, aber lassen sie dann ungestört.

Turtle

Abendessen, eine Flasche Wein allein auf der Terasse, mit Blick auf den Pazifik, die Sterne und die Lichter von Panama City in der Ferne. Nachtruhe, ohne Technokonzert.

Sonntag morgen sind wir früh auf, fahren zum Flugplatz von Chame und fliegen bei schönem Wetter hinaus auf den Pazifik. Kleiner Umweg wegen sich auftürmender Kumuluswolken und dann landen wir sanft auf Contadora (MPRA). Wir wollen eigentlich auf Isla Viveros, hatten aber für heute niemand wegen Landeerlaubnis auf diesem privaten Airstrip erreicht. Auf Contadora wartet schon die Fähre nach Viveros und das sind nur noch 20 Minuten bis dorthin.

Auf Viveros geht es erstmal zum Mittagessen am Nordstrand, dann zwei Stunden baden in einer lauschigen Bucht. Und Fotos machen.

Golden Sand Beach

Gegen 14.30 legt die Fähre wieder ab und bringt uns zurück zur Isla Contadora. Wir trinken Kaffee und wollen uns auf den Weg machen. Eine andere Maschine steht neben unserer und als ich den Piloten in Englisch begrüße, erkennt er meine Herkunft und antwortet in Deutsch. Dirk hat viele Jahre in Venezuela gewohnt und ist wegen Chavez & Co. nach Panama gekommen. Wir unterhalten uns eine Weile und beschließen in Kontakt zu bleiben.

Jetzt ist aber Zeit nach Hause zu fliegen. In unserer Richtung haben sich große Wolken aufgetürmt. Wir nehmen erstmal Kurs Panama City und auf halber Strecke bekommen wir die Information, dass an unserem eigentlichen Ziel Chame schwerer Regen niedergeht. Das war’s dann für heute. Auch nach Rio Hato müssten wir durch das Unwettergebiet, keine Option. Also bleibt nur der Marcus A. Gelabert Flugplatz (MPMG) im Nordwesten der Hauptstadt. Wir schweben über die Brücke der Amerikas ein, mit Blick auf Downtown Panama City.

Amador_city

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Am Aeroclub können wir parken, nehmen ein Taxi zu unserem Lieblingshotel in der City, das Country Inn & Suites direkt an der Kanaleinfahrt. Klar kriegen wir ein Zimmer mit Kanalblick. Und Montag morgen um 7 Uhr zieht majestätisch die Celebrity Infinity vorbei, in den Kanal. Ein Kreuzfahrtschiff für mehr als 2.000 Passagiere, auf dem Weg von San Diego nach Fort Lauderdale. Ziemlich beeindruckendes Bild.

Celebrity Infinity

Frühstück, Taxi zum Flugplatz und Abflug nach Chame. Beim Überfliegen des Panamakanals sehen wir die Celebrity Infinity nochmal von oben, vor der Einfahrt zur Miraflores-Schleuse. Dahinter kann man gut die Baustelle der neuen Schleusen erkennen.

CelebX Infinity Miraflores

Zwanzig Minuten später landen wir in Chame.

Ein erlebnisreicher 1. Advent geht zu Ende.

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