Extra-Fußball-Feiertag in Panama

Gestern abend hat sich Panama mit einem Sieg gegen Costa Rica in der Fußball-WM-Qualifikation für die WM 2018 qualifiziert.

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Quelle: Prensa.com

 

Das ist eine Premiere und deshalb war gestern abend ganz Panama auf den Beinen bzw. den Rädern. Ein Freund brauchte 2 Stunden, um nur wenige Kilometer auf der Calle 50 zurückzulegen.

Noch besser: Präsident Varela hat den heutigen Tag spontan zum außerordentlichen Feiertag erklärt. Nur in Panama.

Globalisierung, Modernisierung – und Irrwege

In einer aktuellen Bertelsmann-Studie wird die Bundestagswahl 2017 aus Sicht von Milieus erklärt, wobei man sich bei der Kategorisierung der Bevölkerung auf die sog. Sinus-Milieus bezieht.

Die Studie erscheint mir ausgewogen. Meine nachfolgenden kritischen Anmerkungen beziehen sich auf die Milieu-Definition und deren Gültigkeit. Hier zuerst das zentrale Bild der Studie:

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Das ist eine interessante und durchaus akzeptable Sicht. Die markante diagonale Trennung soll, so verstehe ich es, die Modernisierungsanhänger von den eher Konservativen unterscheiden. Unnötig zu betonen, dass die Grenzen zwischen den Milieus und demzufolge auch die Trennlinie selbst unscharf sind.

Um weiterzukommen, müssen zunächst Begriffe wie Globalisierung und Modernisierung betrachtet werden:

Immer wieder lese ich, dass es Globalisierungskritiker gibt, man Globalisierung beschränken, ablehnen oder gar rückgängig machen kann. Ich halte das für Humbug.

Globalisierung ist zunächst einmal die unvermeidbare Folge technologischer Entwicklungen. Wenn heute Personen und Waren innerhalb 24 Stunden jeden Punkt der Erde erreichen können, Geschäftsprozesse, Kommunikation und Kooperation sowie Finanzströme grenzüberschreitend und in Echtzeit ablaufen, dann ist das eine Art von Globalisierung, die einfach existiert und für jedermann Nutzen bringt.

Was Ideologen, Finanziers, Politiker darauf aufbauend postulieren und unter dem Etikett Globalisierung umsetzen ist eine andere Geschichte und da kommt der Begriff Modernisierung ins Spiel.

Modern zu sein ist ja modern. Anderseits wissen wir, dass alle möglichen Trends einer Pendelbewegung folgen: langsamer Anlauf, Dynamik auf dem Höhepunkt, Überschreiten desselben und Rückfall zum Mittelwert, Gegenbewegung und Neustart.

Wer also meint, dass die aus der Globalisierung entstandene Überwindung von Schranken nun eine in jeder Hinsicht grenzenlose Gesellschaft bedeutet, wird sich schon bald über Widerstand wundern.

Die Milieus der Performer und Pragmatiker, klar auf der  Seite der Modernisierung, werden möglicherweise schon bald feststellen, dass political correctness und Genderitis  nichts mit Modernisierung zu tun haben, sondern eher krankhafte Auswüchse derselben und in hohem Maße hinderlich sind. Sie werden erkennen, dass Offenheit und Freizügigkeit sich nur positiv auswirken , wenn sie nicht mit Kontrollverlust einhergehen.  Und sie wissen heute schon aus Erfahrung, dass Menschen unterschiedlich sind, unterschiedliche Kulturen und Gewohnheiten zu unterschiedlicher Eignung für bestimmte Aufgaben führen.

Und ja, Frau Özoguz, es gibt außer der Sprache eine Menge Dinge, die deutsche Kultur ausmachen, in aller Welt bekannt sind und geachtet werden. So wie das auch für andere Völker und deren Kulturen gilt.

Die oben beschrieben Milieus werden laut Sinus-Institut ständig fortgeschrieben und angepasst. Und da frage ich mich, inwiefern das sozio-ökologische Milieu tatsächlich zu den Modernisierern gehört. Ein Milieu, dass dafür gesorgt hat, dass Forschung u.a. in Nuklear- und Gentechnik in Deutschland nicht mehr stattfindet. Ein Milieu, dass Fortschritt nur noch soziologisch und das mit extremen Auswüchsen postuliert.

Das wird sich nicht mehr lang mit Pragmatikern und Performern vertragen. Zunehmend tauchen Vertreter genau dieser Kategorien hier in Panama auf und planen ihre Zukunft weit weg von Deutschland. Und das ist nur die Vorhut.

Wer solchen brain drain verhindern will, sollte eine neue Kategorie Traumtänzer einführen, das sozio-ökologische Milieu dorthin und weit unterhalb der Modernisierungsanhänger verschieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Perpetual Traveller

Dank Internet können immer mehr Leute ihren Job von überall ausüben. Und natürlich ist es insbesondere für junge Menschen reizvoll, die Welt erstmal zu erkunden. Die gewonnenen Eindrücke und gemachten Bekanntschaften führen dann irgendwann zu der Entscheidung, wo man sich für den nächsten Lebensabschnitt niederlassen will.

 

2sekt

Wer das ganze Jahr unterwegs ist, fragt sich früher oder später, warum er sein Geschäft eigentlich noch in der alten Heimat haben muss oder ob es da nicht bessere und trotzdem legale Lösungen gibt und wie der Übergang zu gestalten ist.

Sie wollen eigentlich nicht weg, würden aber gern mit einem Auslandskonstrukt Steuern sparen? Vergessen Sie es einfach, am besten sofort.

Wenn Sie ernsthaft weg wollen, dann ist das ein legitimes Anliegen, muss sorgfältig geplant und unmissverständlich legal, für deutsche Staatsbürger unter Berücksichtigung des AStG, gestaltet werden.

Ohne in irgendeiner Form Rechts- oder steuerliche Ratschläge geben zu können, spricht der gesunde Menschenverstand dafür folgende Prioritäten zu setzen:

  1. Entscheidung über Wegzug treffen und planen
  2. Jegliche wirtschaftliche Interessen im Heimatland aufgeben, also eigene Firmen schließen, Beteiligungen aufgeben, Wohneigentum verkaufen
  3. Wohnsitz abmelden
  4. neuen Wohnsitz nehmen und Daueraufenthaltsgenehmigung organisieren
  5. Geschäft etablieren, nicht notwendigerweise im neuen Aufenthaltsland
  6. künftige Aufenthalte in der alten Heimat minimieren

Wer diese Punkte beherzigt, sorgfältig vorgeht und in der alten Heimat keine Leichen im Keller hinterlässt, muss sich künftig keine Sorgen mehr machen.

Klar auch, dass diese Schritte einem Freelancer leichter fallen, als dem mittelständischen Unternehmer mit Millionenumsätzen. Der wiederum kann sich bessere Berater leisten, als einen Panama-Blog. Und nicht vergessen, auch hier nachzulesen.

Also auf nach Margaritaville.

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Weniger Grundsteuer, besseres Rating

Es ist schon eine Weile her, seit Panama von den bekannten Ratingfirmen Investment grade zuerkannt wurde. Moody’s hat nun im letzten Monat erneut inspiziert.

Das Ergebnis lautet unverändert Baa2. Der Ausblick ist jedoch von Stabil auf Positiv angehoben worden.

Und das sind noch nicht alle guten Nachrichten.

Die Nationalversammlung hat letzte Woche ein neues Gesetz zur Besteuerung von Immobilien verabschiedet, das 2019 in Kraft treten soll und diese Steuer um ca. 60% reduziert. Damit wird Immobilienbesitz in Panama noch erschwinglicher.

Derzeit erfreuen sich viele Immobilienbesitzer, die vor ca. 2015 gekauft haben immer noch einer weitgehenden Steuerbefreiung von 20 Jahren. Für uns, gekauft in 2008, sind das also immer noch 11 steuerfreie Jahre. Erst wenn dieser Zeitraum abgelaufen ist, gelten die neuen Regeln:

Panama Property Tax

Selbst bewohnte Immobilien kosten bis 120.000 überhaupt keine Steuer, was darüber liegt nur 0,5%. Bei einem $300.000 Apartment wären das dann also $900, was man ohne Übertreibung als erschwinglich bezeichnen kann.

Mit der Grenze bei $120.000 lässt man die vielen neu entstandenen und entstehenden Häuser der unteren Mittelklasse komplett steuerfrei, die alle preislich da angesiedelt sind.

Gute Nachrichten also für alle und insbesondere für Objekte, die erst in den letzten Jahren gebaut bzw. erworben worden sind und deshalb nicht mehr 20 Jahre, sondern nur 5 Jahre Steuerbefreiung hatten.

Und ein weiterer Grund, Panama als  Lebensmittelpunkt oder Investment-Ziel zu wählen.

BIENVENIDO.

San Francisco verklagt Ölfirmen, Benzin in Panama 12 Cent teurer

Im Großraum Houston, entlang der texanischen Golfküste, waren 20 Raffinerien wegen Hurricane Harvey ganz oder teilweise außer Betrieb. Die Auswirkungen merken wir bis Panama, wo 95er Benzin jetzt fast 90 Cent kostet, ein deutlicher Preissprung von 75 Cent.

3 Wochen nach der Katastrophe sind laut Houston Chronicle 15 davon schon wieder in Betrieb. Wir können also davon ausgehen, dass sich die hiesigen Benzinpreise bald wieder normalisieren.

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Exxon Raffinerie in Baytown, Texas. (Quelle: houstonchronicle.com)

In diesem Zusammenhang gab es heute eine weitere interessante Zeitungsmeldung:

San Francisco and Oakland sue top five oil and gas companies over costs of climate change

Companies knew for decades that their products caused climate change and posed ‚catastrophic‘ risk, but misled the public and continued to make enormous profits

Die Städte San Francisco und Oakland in Kalifornien verklagen die 5 größten Ölfirmen (Chevron, ConocoPhilips, Exxon Mobil, BP und Shell). Man will erreichen, dass diese Firmen die sich aus dem Klimawandel für die Städte ergebenden Kosten für Wälle, Deiche und sonstige Infrastrukturmaßnahmen zum Schutz vor dem Anstieg des Meeresspiegels derzeit und in Zukunft übernehmen müssen.

Begründung: Diese Firmen haben lange von der Gefährlichkeit des Klimawandels gewusst, trotzdem Erdöl und Erdgas aggressiv gefördert, angepriesen und diese Produkte in großen Mengen verkauft.

Eigentlich sollten die Chefs der verklagten Firmen schon morgen eine gemeinsame Erklärung herausgeben und wie folgt argumentieren:

„Liebe BürgerX und PolitikerX von San Francisco und Oakland.

Mit Bedauern haben wir eure Klage zur Kenntnis genommen. Obwohl wir sie für völlig unsubstantiiert oder präziser gesagt für Bullshit halten, wollen wir eurem Willen nachkommen und alles tun, um künftige Schäden vorsorglich und möglichst vollständig zu verhindern.

Wir stellen deshalb ab sofort alle Lieferungen von Erdöl- und erdöl/gas-basierten Produkten in eure Region komplett ein und werden dafür Sorge tragen, dass keiner unserer Vertragspartner in Treibstoff-, Chemie-, Pharma-, Textil- und anderen Industrien diese unsere goodwill-Aktion unterlaufen und damit weitere Schäden verursachen kann.

Wir wünschen euch eine wunderschöne karbonfreie Zukunft.“  

 

Realitätsverlust?

Während Panama’s Ex-Präsident Ricardo Martinelli in US-Auslieferungshaft sitzt, hat eine aktuelle Emnid-Umfrage ergeben, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel bei fast allen Themen als die fähigste deutsche Politikerin angesehen wird.

Tu feliz Alemania.

Aus der Ferne betrachtet, würde ich sagen, dass ihre Kompetenz in der Energiepolitik nur noch von der in Sachen Sicherheitspolitik übertroffen wird:

1 Mio. muslimische Männer im besten Kampfesalter, darunter eine Vielzahl „Gefährder“ (lies: potentielle Terroristen) und Kriminelle, wurden ohne jede Kontrolle ins Land geholt, werden dauerhaft untergebracht und verköstigt.

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sie auf dem Saalfelder Bahnhof mit „Insch Allah“ oder so ähnlich begrüßt und mit Tränen in den Augen bekannt, dass dies der glücklichste Tag seines Lebens (!) sei und Katrin Göring-Eckhardt meint, dass es ohne diese neuen Mitbürger „langweilig“ sei. Polizei und Kriminalstatistik bestätigen letzteres.

Ist es nicht atemberaubend, wenn wegen eines Tsunami in Japan die Energiewirtschaft eines mitteleuropäischen Industrielandes vorsorglich auf den Kopf gestellt wird, aber eine islamische Reservearmee, deren Anzahl die von Bundeswehr und Polizei um ein Vielfaches übersteigt, ohne jede Kontrolle einwandern kann?

Wenn es denen langweilig wird oder sie mehr Geld brauchen, dann ist Schluss mit lustig.

Ich habe in den letzten Monaten einige Reisende getroffen, die genau deshalb eine neue Heimat suchen. Qualifizierte und erfahrene Leute, die das Land aus Sorge um die Sicherheit ihrer Familien verlassen.

Völlig grundlos, oder?

 

 

 

 

Glückliches Panama

Was für eine Woche: Harvey trifft auf die texanische Golfküste, Irma verwüstet die nördliche Karibik und nun Florida, Mexico erlebt das schwerste Erdbeben.

Alles keine 2 Flugstunden von hier entfernt und Panama merkt davon … nichts.

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Das regelmäßige Auftreten von Naturkatastrophen war für uns bezüglich Auswanderungsziel vor 10 Jahren ein klares KO-Kriterium. Auch wenn es selten passiert, das muss man nicht mitmachen.

Zwei unserer nordamerikanischen Nachbarn haben erst letztes Jahr jeder ein Condo in Boca Raton an der Atlantikküste von Florida gekauft, sind jetzt hier und müssen warten, was passiert und wie ihr Eigentum und die Umgebung nach Durchzug von Irma aussehen wird.

Weitgehend unbemerkt in der Öffentlichkeit hat es in diesen Tagen auch drei schwere Ausbrüche auf der Sonne gegeben, die falls genau zur Erde gerichtet, großen Schaden an Energie- und Kommunikationsnetzen hätten anrichten können.

Und natürlich sind nach diesen Monsterstürmen auch die Klimawandel-Alarmisten zur Stelle.  Ihnen sei gesagt, wenn diese Unwetter „menschgemacht“ sind, dann war es die vorausgegangene Flaute ebenfalls. Mehr als 4.000 Tage hatte nämlich kein schwerer Sturm mehr das US-Festland getroffen, eine bis dahin nicht erlebte Ruhepause.

Und das stellte das IPCC in 2013 fest:

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