Bester Pazifik-Transit

Bei einer RTW-Reiseplanung, also Rund um die Welt, liegt von Panama aus gesehen der Pazifik-Transit als größter Brocken im Weg. Wie kommt man da komfortabel und preiswert hinüber?

Eine Kommunikation mit Airtrek half nicht besonders weiter und inzwischen haben die meisten Gesellschaften ja komfortable Werkzeuge, um selbst optimal planen zu können. Also habe ich mich mal an die Website-Buchung von United gesetzt. United deshalb, weil wir da schon einige Meilen haben und es mit Lufthansa zur Star Alliance gehört.

Von wo aus sollte der Transit starten? Sicher nicht von der Ostküste, weil das die Strecke ja unerträglich verlängert. Ideal von Panama aus zu erreichen und direkt am Pazifik ist LAX, der Internationale Flughafen von Los Angeles.

Da in Asien ohnehin einige Stationen geplant sind, soll der beste Preis über den Zielort der Pazifikpassage entscheiden. Und da wir von Flugzeiten um 12 Stunden und mehr reden, sollte es der beste BusinessClass Tarif sein.

Hier ist die Übersicht für einen Wochentag Mitte September:

LAXNRT SGN$2,235
LAXTPE$3,073
LAXHKG$3,300
HNL GUM $2,552
LAXSIN$2,798
LAXICN$2,499

Das sind für Langstrecken-Business-Class-Flüge doch ziemlich akzeptable Preise. Mein absoluter Favorit ist der Trip von Los Angeles (LAX) über Honolulu und Guam nach Hongkong. Natürlich mit mehrtägigen Aufenthalten auf jeder Insel.

Mit Reisezeiten von 5:40, 7:40 und 4:55 Stunden muss es nicht mal unbedingt Business sein, ausser man ist Funktionär der Grünen im Deutschen Bundestag. In Economy kostet das $600.

Nummer 2 ist der Trip von Los Angeles über Tokyo nach Ho-Chi-Min City (SGN) in Vietnam. Direkt Tokyo ohne Weiterflug kostet übrigens $500 mehr.

Auch der nach Singapore ausgewiesene Preis von $2.798 führt über Tokyo, ist direkt deutlich teurer. Von Los Angeles via Tokyo ist also derzeit mit Abstand die preiswerteste BusinessClass-Verbindung nach Asien.

Unterwegs ist man hier mit United und ANA, sehr gute Carriers mit neuen Maschinen und komfortablen Sitzen.

Wer einfach in Economy von PTY nach LAX nach SIN nach FRA und zurück nach PTY will, ist ab $1500 dabei, in Business ab $5.200 und mit mehrtägigen Aufenthalten an jeder Zwischenstation.

Einmal um die ganze Welt, ohne Taschen voller Geld …

Kulinarisches

Bei 30C im Schatten sitzen und eine eiskalte Erfrischung genießen – was gibt es Besseres? Und dieser Caballero hat das perfekte Produkt:

Mit einer Art Hobel wird Eis vom Block direkt in einen Styropor-Behälter geraspelt, mit Fruchtsaft und Kondensmilch, auf Wunsch auch mit Rum kombiniert, Trinkröhrchen und Teelöffel dazu und fertig ist die $1-Erfrischung. Das ist zumindest der Preis am Eingang des Buenaventura, in den Straßen von Panama City eher nur die Hälfte.

In der EU müsste er sich mit seinem Einweg-Geschirr schon langsam nach einem anderen Job umsehen oder die Kunden müssten ihre eigenen Trinkgefäße mitbringen, weil ja die Welt gerettet werden muss. Zum Glück nicht hier.

Einer ganz anderen kulinarischen Angelegenheit sind wir bei Ebbe am Strand von Punta Chame begegnet.

Mit Luftpumpen werden hier aal-ähnliche Kreaturen von 10 bis 20 cm Länge aus dem Sand gesaugt und in Wasser-gefüllte Eimer verladen.

Hier als Bewegtbild.

Was nicht gerade appetitlich aussieht, ist auch nicht für den Mittagstisch bestimmt, jedenfalls nicht direkt:

Es wird zerhackt und an Krabben verfüttert.

Mahlzeit.

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Das Boeing-Debakel

Neben anderen Airlines hat gestern auch Copa seine Flotte aus 6 Boeing 737 MAX9 temporär stillgelegt. Diese Maschinen hatten seit Herbst 2018 insgesamt 1400 Flüge mit 7.700 Flugstunden problemlos absolviert, waren überwiegend zwischen Panama City und San Francisco, Los Angeles und Miami eingesetzt.

Die Katastrophen von Lion Air und Ethiopean haben einiges geändert.

Quelle: copaair.com

Als Freizeit-Pilot und ohne Vorliegen abschließender Untersuchungen werde ich kein vorschnelles Urteil abgeben. Nach Lektüre einschlägiger Blogs spricht aber einiges dafür, dass aerodynamische Probleme mit Elektronik (MCAS) korrigiert werden sollten. Nicht gut.

Nach dem Absturz der Air France 447 vor einigen Jahren war ich skeptisch was das Airbus-Konzept betraf. Da bemerkte ja der zweite Pilot nicht, dass der pilot flying die Maschine lange Zeit versehentlich steil angestellt hatte. Bei Boeing, mit seinen konventionellen Steuerknüppeln, konnte das nicht passieren. Übrigens auch nicht bei den Sidesticks der Cirrus 20/22, die ich selbst eine Woche im überfüllten Luftraum von NYC geflogen bin.

Nun sieht es eher aus, als ob Boeing in Sachen Sicherheit ins Hintertreffen gerät.

Ohne Zweifel ist das was hier passiert ist, ein Riesenproblem für Boeing und gibt neben Airbus 320neo auch der bisher kaum sichtbaren Konkurrenz aus China mit der Comac C919 eine gute Chance international zu verkaufen.

Schauen wir wie es weitergeht und hoffen, dass keine weiteren Katastrophen dieser Art passieren.

OMG


Ein sonniger Tag heute, der letzte vor dem Beginn des chaotischen Karnevalverkehrs, und wir hatten uns mit guten Freunden auf den Weg nach El Valle gemacht, ein beliebtes Ausflugsziel das sich im Krater eines längst erloschenen Vulkans befindet. Gemütlich durch das bergige Hinterland, dann hinauf auf den Kraterrand mit wunderschönen Ausblicken, im El Valle den Markt besucht, Gemüse und Schmuck gekauft, zum peruanischen Essen und danach noch in ein gemütliches Kaffeehaus eingekehrt. Rückfahrt über die Panamericana.

Insgesamt 120 km, just for fun.

Quelle: enlodados.com

Zu Hause ein Blick in Welt Online und dort finde ich einen Artikel des Wirtschaftsredakteurs:

„Unser Autor wollte möglichst CO2-frei in die Ferien fahren … Naturschutz ist viel zu wichtig … Wir müssen gemeinsam etwas gegen schlechte Luft und den Klimawandel tun … Deshalb beschloss ich, mit Frau und Sohn umweltgerechten Skiurlaub zu machen.“ 

Oops, daran habe ich garnicht gedacht, bevor wir losgefahren sind. Das hätte man natürlich auch mit dem Bus erledigen können. Wobei der ja anders als die Deutsche Bundesbahn nicht CO2-frei fährt …

Ernsthaft: Natürlich weiß ein Welt-Wirtschaftsredakteur genau, dass eine solche Aktion völlig sinnfrei ist. Es kann also nur um eines gehen:

„Ich will mich supergut und anderen moralisch überlegen fühlen.“

Vernunft spielt dabei keine Rolle. Und mit dieser Grundhaltung schaut man auch seelenruhig zu, wie ein einstmals starkes Industrieland immer weiter im globalen Wettbewerb zurückfällt.

Über diesen Blog habe ich ziemlich oft Kontakt zu Leuten, die aus Deutschland kommen, diese ungute Entwicklung voraussehen und deshalb für ihre Familie eine neue Heimat suchen. Und es werden noch viel mehr werden.

Die Urlaubsreise des Herrn Wirtschaftsredakteur war übrigens ein kompletter Reinfall, außerdem schädlich für Klima und Umwelt.

Copa – die Panama Airline

Wer Panama als Sprungbrett innerhalb Lateinamerikas nutzen will, kommt an der panamesischen Fluggesellschaft Copa und ihrem kolumbianischen Ableger nicht vorbei.

Copa betreibt eine moderne Flotte aus 85 Boeing 737, davon 3 in der neuesten MAX9 Version, sowie 19 Embraer 190AR für kürzere Strecken.

Quelle: copaair.com

Bedient wird damit ein Streckennetz mit mehr als 80 Destinationen in 33 Ländern in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik.

Allein in den USA sind es Boston, Chicago, Denver, Fort Lauderdale, Las Vegas, Los Angeles, Miami, New Orleans, New York, Orlando, San Francisco, Tampa und Washington D.C.

In Brasilien sind es 9 Ziele, in Mexico 5 und ebenso viele in Argentinien, 16 auf diversen karibischen Inseln.

Moderne und saubere Maschinen, exzellenter Service, Sandwich und Alkohol sogar schon bei nur 2 Stunden Flugdauer.

Quelle: OAG

Und jetzt hat OAG (Official Airline Guide) an Copa zum fünften Mal in Folge den Titel „Pünktlichste Airline in Lateinamerika“ vergeben.

Mit 85,56% Pünktlichkeit belegt Copa auch Rang 2 in den Amerikas und Rang 4 global. Ein großartiges Ergebnis.

Quer über den Südpazifik

Es ist vormittags in Panama und ein Blick auf Flightradar24 zeigt aktuell 4 Boeing 787 der LatAm, unterwegs zwischen Südamerika und Ozeanien.

Die markierte Maschine ist die LAN 801 auf ihrem täglichen Weg von Santiago nach Auckland und hat noch 40 Minuten vor sich. Gesamtflugzeit wird knapp 12 Stunden sein.

In der Gegenrichtung ist die LAN 800 nach 9:30 Flugzeit gerade noch 30 Minuten von der Landung in Santiago entfernt.

Quelle: youtube.com

Ganz unten am Bildrand und entlang des antarktischen Kontinents ist die LAN 804 halbwegs auf dem Weg von Melbourne nach Auckland, Flugzeit 12 Stunden.

Die Qantas QF 27, eine Boeing 747, von Sidney ist bereits vor einer Stunde in Santiago gelandet.

Rechts oben auf der Karte findet man die LAN 843 und mit 3 Stunden Abstand folgt die LAN 841, beide auf dem Weg nach Mataveri, dem Flugplatz der chilenischen Osterinsel (Rapa Nui). Von dort fliegen die Maschinen gelegentlich auch weiter nach Papeete/Tahiti, der Hauptstadt von Französisch-Polynesien.

Quelle: wikipedia.org

Kurz gesagt, der bis vor kurzer Zeit nahezu unüberwindliche Südpazifik ist keine Barriere mehr auf dem Weg von Südamerika nach Ozeanien. Und bis auf die Qantas fliegen dort neue Boeing 787 mit nur 2 Triebwerken.

Was für ein Fortschritt.

Panama überholt Chile

Mal wieder ein Ranking. Und am Ende des Posts eine dazu passende Vorankündigung.

Diesen Post hatte ich heute schon mal mit dem reißerischen Titel „Panama #1 in Lateinamerika“ veröffentlicht … und zurückgezogen. Ich hatte die Rechnung nämlich ohne Uruguay, die Schweiz Südamerikas, gemacht. Das kleine Land am Rio de La Plata, mit seinen exzellenten Steakhäusern, toppt nämlich die Liste und vermasselt mir die Kernbotschaft des Posts.

Das World Economic Forum (WEF) hat das 2018 Global Competetiveness Ranking veröffentlicht. Das sind die Herrschaften, die mit 1500 Privatjets in Davos eingefallen sind und dem Rest der Welt erzählen, dass unbedingt weniger CO2 emittiert werden muss. Na klar.

Nichtsdestotrotz sind einige Statistiken des Reports nützlich und daraus mache ich mal ein eigenes Ranking: die lateinamerikanischen Staaten bezüglich Bruttosozialprodukt pro Kopf und durchschnittliches Wirtschaftswachstum der letzten 10 Jahre. Dazu noch die Platzierung in der Wettbewerbsfähigkeit.

Das Bemerkenswerte daran ist aus hiesiger Sicht natürlich, dass Panama den bisherigen Zweiten, Chile, im Pro-Kopf-GDP (Bruttosozialprodukt) Ranking überholt und jetzt nur noch Uruguay in Lateinamerika vor sich hat. Der erhebliche Unterschied in den Wachstumsraten wird sogar dafür sorgen, dass sich der Abstand zu den Nachfolgenden in den nächsten Jahren weiter vergrößert.

Unsere persönliche Erfahrung: es macht Spaß, in einem Land zu leben, wo man den Fortschritt in vielen Bereichen mit Händen greifen kann. Und auch deshalb haben wir Deutschland in 2008 den Rücken gekehrt.

Konsequenzen für Auswanderer: Wer ein Land mit möglichst niedrigen Lebenshaltungskosten sucht, wird in der unteren Hälfte der Liste fündig. Er muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass dies mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität einhergeht: Sicherheit, Gesundheit, soziale Bedingungen.

Wer es sich leisten kann, findet seinen Favoriten im oberen Teil der Liste und wer tropische Bedingungen bevorzugt, ist bei den gelb markierten Anführern der ersten drei Gruppen am besten bedient:

Panama, Costa Rica, Peru.

Vorankündigung:

One by one, industrialists, entrepreneurs, creative souls are checking out of a society, being dismantled by a permanent political class, the self-proclaimed elite of incompetent politicians, their bootlickers in mainstream media, pseudo-sciences and social justice warriors. For them, it is liberating to start fresh in a place far away, under their few own rules, complementing each other, at nobody else’s expense.

Wer sich dafür interessiert, kann in Kürze in diesem Blog mehr dazu lesen. Deshalb gern mit Gleichgesinnten teilen und schon mal als Follower anmelden.

Danke für das Interesse.

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