100.000 km

… kann man mit einem Benziner fahren, bis er so viel CO2 emittiert hat, wie allein die Herstellung einer Tesla -Batterie (85 kWh) erzeugt. Und der fährt ja dann auch nicht „emissionsfrei“.

insideevs_tesla

Tesla S Batterie / Quelle insideevs.com

Woher ich das weiß?

Aus der taz, die es wiederum von der schwedischen Energieagentur hat. Und die haben es ausgerechnet. Bei kleineren Autos/Batterien, wie beim Nissan Leaf sind es immer noch 30.000 km. (Keine Gewähr für die Zahlen, habe nicht nachgerechnet)

Was bedeutet, dass jegliche Förderung von e-Autos zum Zweck der CO²-Einsparung völliger Käse ist. Oder schlimmer noch: gezielte Umverteilung von unten nach oben, vom steuerzahlenden Durchschnittsverdiener zum Großverdiener, der sich eben einen Tesla S oder X für 100.000 Euro leisten kann.

Und kann sich das nicht mal die Politik vorrechnen lassen, bevor sie entsprechende Subventionen beschließt? Nicht? Ach so, wir sind ja gerade auf Weltrettungsmission.

Nicht falsch verstehen, ich liebe solche technologischen Meisterwerke und sie passen auch perfekt zu Panama:

  • 100 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • nur 440 km zwischen den Zentren Panama City und David
  • kein Winter

Was ich nicht ausstehen kann, ist die penetrant zur Schau getragene Bessermenschen-Weltrettungsattitüde, egal ob von Merkel oder Musk.

Integriertes Solardach – nicht vom Weltmeister

Da wo ich lebe macht Solarstrom wirklich Sinn. Die Sonne scheint faktisch jeden Tag und kommt die meiste Zeit senkrecht von oben. Südorientierung? Dachneigung? Alles nebensächlich.

Vorgestern hat nun Elon Musk, Mehrheitseigner von Tesla und SolarCity, ein integriertes Solardach vorgestellt. Dachziegel mit integrierter Solarzelle. Und ich bin ziemlich baff.

Da hat sich Deutschland in vielen Jahren und mit viel Subventionen als Spitzenreiter bei solarer Energieerzeugung positioniert. Dann kommen die chinesischen Hersteller, die mit noch mehr Subventionen die deutschen Hersteller aus dem Markt schlagen. Die Antwort der deutschen Solarbranche? Innovation? Keine. Einknicken. Aufgeben.

Man verdient ja, dank EEG, auch mit chinesischen Modulen genug Geld.

Es braucht einen Querdenker wie Elon Musk, ehemaliger Software-Unternehmer, der die Funktionen der Dachbedeckung und Energieerzeugung in einem Produkt integriert. Eine mehr als naheliegende und wirklich elegante Lösung.

 

 

Komplettiert mit einem Batteriespeicher von 14 kWh, dem Powerwall 2, steht genug Energie zur Verfügung um ein großes Haus einen ganzen Tag auch ohne Sonne zu versorgen. Insgesamt ein schlüssiges Konzept, das seine Nutzer in vielen Regionen wirklich autark machen kann.

Solange sich deutsche Universitäten lieber mit Ökobastelei befassen, werden wohl auch künftig wegweisende Produkte zunehmend woanders entwickelt werden.

 

 

 

Tempolimit und Statistik

Mit dem Elektroauto wird ein ur-grüner Traum wahr: Das Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Nicht per Verbot, sondern per Reichweitenbegrenzung.

Schafft ein Tesla im 70 mph Normalbetrieb auf US-Highways angenommen 400 km bevor wieder nachgeladen werden muss, so werden das auf deutschen Autobahnen bei 200 km/h vermutlich nur noch 200 km sein. Das führt automatisch dazu, dass weniger schnell gefahren wird.

Passend zum Thema war heute diese Grafik in der FAZ:

so-macht-tesla-das

 

Ziemlich alberne Überschrift. Tesla macht gerade 1/58 des VW-Umsatzes und hat prozentual 3 mal so viel F/E Ausgaben. In absoluten Zahlen:

VW investiert in F/E $15 Mrd. Tesla investiert in F/E $708 Mio.

Also damit kann Tesla niemand das Fürchten lehren. Das macht man eher mit einem disruptiven, unkonventionellen Ansatz: Ein Auto komplett mit E-Antrieb, mit Update per Software und dem Ziel weitgehend autonomen Fahrens.

Das bei letzterem Unfälle passiert sind und passieren werden, ist kein Argument. Autonomie wird definitiv zu deutlich weniger Unfällen führen, weil menschliches Versagen mit weitem Abstand die Hauptunfallursache ist.

Reichweitentechnisch sind die Tesla ideale Autos für Panama: Maximal 100 km/h auf dem Pan-American Highway, von der Hauptstadt zur Metropole David im Westen des Landes nur knapp über 400 km, wenige Berge und allzeit Temperaturen um 30°C. Es kann also nur die Klimatisierung sein, die an der Reichweite knabbert.

Bin gespannt, wann die ersten hier im Straßenbild auftauchen, zu Lasten von Porsche Cayenne und BMW X6.

 

 

Elektrisch Auto fahren

Als ziemlich aktiver Autofahrer und zeitweiser Besitzer von ca. 25 unterschiedlichsten Modellen bin ich nach wie vor ein aufmerksamer Beobachter der Szene. Anfangs skeptisch, verfolge ich zunehmend interessiert die Aktivitäten von Tesla und deren umtriebigem CEO, Elon Musk.

Was mich interessiert ist, wie ein neues Konzept sich am Markt etabliert,welche Perspektiven es eröffnet, wie der Wettbewerb reagiert, insbesondere die deutsche Autobranche.

Was mich nicht interessiert, ist das Ökogefasel. Ein Tesla ist alles andere als ein Zero Emission Vehicle und ich habe auch noch keinen 120-kW-Supercharger gesehen, der von einem Solarpanel gespeist wird. Und das Konzept bei dem der Käufer eines Kleinwagens über eine Art CO2-Abgabe den wohlbetuchten Käufer eines Tesla subventionieren muss, kennt man ja ähnlich auch von anderswo. Hust.

Als ich vor ca. 10 Jahren mit einem Lexus RX400h mein erstes und bis heute letztes Hybridfahrzeug hatte, war das eine interessante Erfahrung. Zwei E-Motoren schalteten sich bei Bedarf dem Benziner zu, reduzierten den Gesamtverbrauch um 1 bis 2 Liter auf 100 km und machten aus dem SUV ein allrad-angetriebenes Beschleunigungswunder.

„Das Konzept würde sich doch prima in Sportwagen nutzen lassen, wo es gerade auf Beschleunigung ankommt“ dachte ich mir. Als Mercedes dann etwas später in seine S-Klasse ein zusätzliches Elektromotörchen mit 40 PS einbaute, konnte das nur ein lächerliches grünes Feigenblatt sein.

Dagegen hat Elon Musk mit Tesla konsequent ein nur-elektrisches Auto gebaut, mit den typischen Merkmalen eines Supersportwagens:

Tiefer Schwerpunkt, Drehmoment von Anfang an und ohne Ende. Perfekt.

Noch wichtiger: Tesla hat die Digitalisierung bis ins Herz des Autos gebracht:

Bedienung, Kommunikation, Navigation, Sicherheit, Unterhaltung, Motorensteuerung und Optimierung der Batterie-Ladezyklen. Upgrades passieren über Nacht, per Software.

Und jetzt, nachdem Tesla seit 4 Jahren am Markt ist, frage ich mich wie ein BMW i8 in dieses Bild passt. Ein Elektromotor mit dem man bis zu 35 km langsam elektrisch fahren kann (wozu eigentlich?) und dann wird ein Drei(!)-Zylindermotor zugeschaltet. Das zu einem Preis ab 130.000 Euro und für Leute die sonst nur mit 8 bis 12 Zylindern unterwegs sind. Brrr.

 

 

Bin das nur ich dem das Spanisch vorkommt? Fragen wir doch mal die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg und vergleichen die Verkaufszahlen von Januar 2015 bis Juli 2016:

Tesla mit 2.465 Stück und BMW mit 560 Stück. Die Käufer haben klar entschieden.

Musk fusioniert nun seine Unternehmen Tesla und SolarCity, baut die größte Batteriefabrik der Welt und bringt Ende 2017 mit dem Modell 3 das elektrische Alltagsauto für 35.000 USD auf den Markt. Weitgehend autonom fahrend, ein großer Beitrag zu mehr Sicherheit.

Wie doch eine kühne Idee, konsequent umgesetzt eine 100 Jahre alte Branche umkrempeln kann.

 

 

 

 

 

 

Betreutes Autofahren

Aus einer Zeitungsmeldung:

Als Joshua Neally kürzlich unterwegs mit seinem Tesla Modell X plötzlich Schmerzen in der Brust verspürte, wählte er kurz entschlossen das nächstgelegene Hospital als Fahrtziel im Autopilot und wurde unmittelbar nach Ankunft wegen einer Lungenembolie erfolgreich behandelt. (Quelle)

Diese Meldung erzeugte weniger Aufsehen, als die des Tesla-Fahrers, der mit aktiviertem Autopilot mit einem Truck kollidierte und sein Leben verlor.

Und an Meldungen schwerer und tödlicher Unfälle, ausgelöst durch LKWs die in Staus rasen, haben wir uns längst gewöhnt. Ist es nicht Zeit, das zu beenden?

Passend dazu habe ich heute gelesen, dass mit einem neuen Verfahren die Abstandsmess-Chips (LIDAR) demnächst für $10 pro Stück hergestellt werden können, statt mindestens $1.000 heute. (Quelle)

 

Unabhängig vom Antrieb, sind Autopiloten nun also gut oder schlecht?

Klar ist, dass Autos schon bald so etwas wie Computer auf Rädern sein und den Alltag deutlich entspannen werden. Ein Fahrzeug, das auf Anruf vor der Tür steht, von allein ans Ziel kommt und mit dem man keinen Parkplatz finden muss.

 

teslax

Quelle: performancedrive.com.au

Hardcore-Autofans, die schon eine Automatikschaltung als Eingriff in ihre persönliche Freiheit betrachten, werden noch eine Weile brauchen, das zu akzeptieren.

Klar fahre ich selbst gern und habe meist Spaß beim Autofahren. Mit mehr oder weniger Autonomie werde ich dann mehr Spaß mit meinen Begleitern haben und Entdeckungen entlang der Strecke machen, die bei Fixierung auf die Straße ungesehen bleiben.

Mehr Autonomie bedeutet ganz klar mehr Sicherheit. Und das ist mir wichtiger als CO2 und Feinstaub.

Elektroautos in Panama?

Von den Entfernungen her, ist das Land ideal für E-Autos mit ihrem beschränktem Aktionsradius. Andererseits braucht man hier SUV oder Pickup um am Strand und im Gebirge mobil zu sein und diverse Freizeitgeräte transportieren zu können.

Um die Welt zu retten, kauft hier niemand ein Elektroauto. Was für ein kluges Völkchen.  

 

 

Autos Made in Germany

„In ein Google-Car ohne Lenkrad und Pedale würde ich mich im Leben nicht setzen“ unkt jemand aus dem Umfeld von Mercedes-Chef Zetsche (Quelle:Welt Online).

Wenn das wirklich so gesagt wurde, hat Zetsche wohl kaum die richtigen Leute um sich und die letztens vorgestellte Studie F015 war nur ein wenig ernst gemeintes Feigenblatt.

01-Mercedes-Benz-F-015-Luxury-in-Motion-1180x686-e1420647258641

Google, Apple, Uber, Amazon – alles branchenfremde Unternehmen denen Ambitionen mit autonom fahrenden Autos nachgesagt werden. Und Apple hat schon den Entwicklungschef von Mercedes USA abgeworben.

Nicht Motoren, Getriebe und Spaltmaße sind dabei entscheidend, sondern Sensoren und Software. Themen bei denen es mit Riesenschritten vorwärts geht.

Neben den Experimental-Seifenkisten von Google hat Tesla schon richtige Autos, die mit jedem Software-Upgrade smarter und zunehmend autonom werden.

la-sci-g-google-self-driving-car-20140528

teaser@2xDas Thema ist ein schönes Beispiel für Obrigkeitshörigkeit. Da es irgendwo eine Uralt-Regel gibt, dass ein Auto jederzeit von einem Fahrer beherrscht werden muss, scheinen die deutschen Hersteller das als gottgegebene Randbedingung zu nehmen. Die innovativen Silicon-Valley-Firmen hingegen denken von Anfang an über völlig autonome Fahrzeuge nach. Das mit den Regeln kann man dann noch rechtzeitig regeln. Oder so wie Uber erstmal ignorieren.

Wie wäre es, beim Frühstück per Smartphone ein solches AUTOnom anzufordern, sich durch die Rush-hour ins Büro fahren zu lassen, dabei die Online-Zeitung zu lesen und vor der Tür auszusteigen, das AUTOnom einfach sich selbst zu überlassen? Die Dinger kennen den Weg, die bevorzugte Musik, fahren Stoßstange an Stoßstange, haben keine Launen, dafür eine Kaffeemaschine und machen keine Fehler. Paradiesisch. Und ein Gewinn an Lebensqualität.

Um es klarzustellen, ich bin absolut kein Freund von verordneten Elektrofahrzeug-Quoten und zugehörigen Subventionen, schon gar nicht mit dem idiotischen Hintergrund das Weltklima retten zu wollen. Humbug.

Aber ich bin ein großer Freund von technischem Fortschritt, der uns das Leben leichter macht. Und die Vorteile werden ganz schnell Käufer überzeugen, zuerst in der Oberklasse, dann immer weiter nach unten. Mit komfortabler Reichweite, schnellem Aufladen, und ohne Subvention. Egal, ob mit Benzin, Flüssiggas, Akkus, Brennstoffzelle oder allem zusammen.

Ich bin gespannt.

%d Bloggern gefällt das: