Reifenwechsel

Gestern abend stand unser SUV plötzlich mit komplettem Plattfuß vor dem Haus. Klasse. Und wir wollten eigentlich noch auswärts essen gehen. Zum Glück befindet sich ein elektrischer Kompressor an Bord und damit wurde „das Auto“ wieder aufgeblasen. Hält es? Es hält, und unser gewähltes Restaurant ist nur 5 km entfernt.

Nach einem köstlichen Essen (Corvina espalda, Filete de Corvina a la Macho) und zwei Glas Sangria musste der Kompressor nochmal ran und dann ging es nach Hause.

Heute früh um 6.30 unter das Auto gelegt, kurz nachgedacht und beschlossen, dass ich das nicht selbst machen will. Nochmal kurz aufgeblasen und nach Anton zur Werkstatt gefahren.

Der Mechaniker hebt den Wagen an, schraubt das defekte Rad ab und montiert das unter dem Kofferraum verschraubte Reserverad. Es ist erst 8 Uhr, aber der Schweiß läuft in Strömen – nicht bei mir. Nach einem Termin am Nachmittag komme ich zurück und nehme das reparierte Rad in Empfang, lasse es wieder am Unterboden verstauen und fixieren.

Die Rechnung? Nicht mehr als 4 $, was ich kaum glaube und gern verdopple.

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Autos Made in Germany

„In ein Google-Car ohne Lenkrad und Pedale würde ich mich im Leben nicht setzen“ unkt jemand aus dem Umfeld von Mercedes-Chef Zetsche (Quelle:Welt Online).

Wenn das wirklich so gesagt wurde, hat Zetsche wohl kaum die richtigen Leute um sich und die letztens vorgestellte Studie F015 war nur ein wenig ernst gemeintes Feigenblatt.

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Google, Apple, Uber, Amazon – alles branchenfremde Unternehmen denen Ambitionen mit autonom fahrenden Autos nachgesagt werden. Und Apple hat schon den Entwicklungschef von Mercedes USA abgeworben.

Nicht Motoren, Getriebe und Spaltmaße sind dabei entscheidend, sondern Sensoren und Software. Themen bei denen es mit Riesenschritten vorwärts geht.

Neben den Experimental-Seifenkisten von Google hat Tesla schon richtige Autos, die mit jedem Software-Upgrade smarter und zunehmend autonom werden.

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teaser@2xDas Thema ist ein schönes Beispiel für Obrigkeitshörigkeit. Da es irgendwo eine Uralt-Regel gibt, dass ein Auto jederzeit von einem Fahrer beherrscht werden muss, scheinen die deutschen Hersteller das als gottgegebene Randbedingung zu nehmen. Die innovativen Silicon-Valley-Firmen hingegen denken von Anfang an über völlig autonome Fahrzeuge nach. Das mit den Regeln kann man dann noch rechtzeitig regeln. Oder so wie Uber erstmal ignorieren.

Wie wäre es, beim Frühstück per Smartphone ein solches AUTOnom anzufordern, sich durch die Rush-hour ins Büro fahren zu lassen, dabei die Online-Zeitung zu lesen und vor der Tür auszusteigen, das AUTOnom einfach sich selbst zu überlassen? Die Dinger kennen den Weg, die bevorzugte Musik, fahren Stoßstange an Stoßstange, haben keine Launen, dafür eine Kaffeemaschine und machen keine Fehler. Paradiesisch. Und ein Gewinn an Lebensqualität.

Um es klarzustellen, ich bin absolut kein Freund von verordneten Elektrofahrzeug-Quoten und zugehörigen Subventionen, schon gar nicht mit dem idiotischen Hintergrund das Weltklima retten zu wollen. Humbug.

Aber ich bin ein großer Freund von technischem Fortschritt, der uns das Leben leichter macht. Und die Vorteile werden ganz schnell Käufer überzeugen, zuerst in der Oberklasse, dann immer weiter nach unten. Mit komfortabler Reichweite, schnellem Aufladen, und ohne Subvention. Egal, ob mit Benzin, Flüssiggas, Akkus, Brennstoffzelle oder allem zusammen.

Ich bin gespannt.

Autoverkehr in Panama

Kaum ist 2011 vorbei, erhalten wir endlich unser 2011er Kennzeichen. Gültig noch bis März und dann gibt es das von 2012, möglicherweise.

Das System funktioniert wohl wie folgt: Jedes zugelassene Auto muss jedes Jahr zu einer Inspektion und erhält dann ein neues Schild, gleiche Registriernummer. Unser Toyota FJ Cruiser wurde im Februar 2009 erstmals zugelassen. Mit der schicken Registrierung 855999.

855999

Autokennzeichen in Panama

In 2010 wussten wir noch nicht ob und was zu tun. Kein Problem, in 2010 gab es aus logistischen Gründen auch keine Schilder. So begannen wir uns im Sommer 2011 zu kümmern. Die Inspektion reduzierte sich auf ein Foto, was eigentlich ganz clever ist. So muss das Fahrzeug vorgeführt werden und auf dem Foto sieht man zumindest den groben Zustand.

Es dauerte mehr als 6 Monate und jeweils zeitlich befristete Verlängerungen der Registrierung, bis wir heute das neue Schild in Empfang nahmen.  Grund sich aufzuregen? No, it’s Panama.

Die Autoflotte ist bunt gemischt. Alt und neu, klein und groß, Japaner, Amis, Deutsche. Überwiegend SUV und Pickup. Ein Graus für umweltbesorgte Deutsche, nicht für uns. Der FJ Cruiser bringt uns mit 6 Zylindermaschine, 240 PS und Geländeuntersetzung auf  jeden Berg und an jeden Strand. Und viele schleppen am Wochenende Hänger mit ATV, Boot oder Jetski hinter sich her. Panama – ein Freizeitparadies.

Der Fahrstil ist im allgemeinen verhalten, aber eben südländisch. Du kannst dir alles erlauben, musst aber auch mit allem rechnen. Die meisten Unfälle sind wohl eher dem technischen Zustand der Fahrzeuge und den Fähigkeiten der Fahrer als dem Rasen zuzuordnen. Wenn man auf der Panamericana von einem tropischern Regen überrascht wird, ist es nur Sache von Minuten, bis man das erste Fahrzeug im Graben sieht. Zuverlässig.

Um zur Stoßzeit in der City aus einer Nebenstraße auf die mehrspurig vollbesetzte Hauptstraße zu kommen, gibt es eine einfache Verfahrensweise:  Ganz langsam in die Hauptstraße reinbewegen, bis man dich reinlässt. Funktioniert.

Wir sind bisher bei 60.000 km ohne Unfall oder andere Ausfälle über die Runden gekommen. Bleibt hoffentlich so.

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