Mehr private Kommunikation

Wie wir alle wissen, ist Internetkommunikation für Regierungsbehörden, viele Internetunternehmen  und kriminelle Organisationen ein offenes Buch.

Facebook, Google, Twitter und andere sammeln nicht nur alles, was sie kriegen können, sondern nutzen es auch manipulativ. Und dann ist da noch das NetzDG …

Ohne paranoid zu sein, ist es sicher eine gute Idee, all diesen Datenkraken nicht mehr als unvermeidlich Futter zu geben.

 

tutanovalogo

 

Vor einigen Tagen bin ich auf tutanota.com gestoßen, eine verschlüsselte Email-Applikation, die nicht nur sicher, sondern auch nutzerfreundlich ist. Und Email ist ja zweifellos immer noch die meistgenutzte Internet-Applikation.

Kurz gesagt, die Idee ist gut, die Ausführung ist gut – also einfach ausprobieren. Und nein, ich bin nicht beteiligt und bekomme keine Provision für diese Empfehlung.

US$ 30 Milliarden

Heute habe ich mir erstmals eine Entwicklerkonferenz von Apple live im TV angeschaut und diese Zahl wurde dort genannt.

Computer & Software (IT) ist die Branche in der ich großgeworden und heute noch tätig bin. Ich habe verfolgt, wie Apple vom Nischenanbieter, Computer für Werbedesigner, zum führenden IT- und bestkapitalisierten Unternehmen insgesamt geworden ist.

Microsoft hat vor langer Zeit IBM geschlagen, Apple hat Microsoft überholt und ein anderes neues Unternehmen wird Apple schlagen – Google oder jemand den wir noch nicht kennen. Und wahrscheinlich nicht so bald.

Aber zurück zu den $30 Mrd.

Das ist der Anteil, den Apple aus Appstore-Einnahmen seit 2008 bis heute an App-Entwickler ausgezahlt hat. Nur damit jeder weiß wovon wir reden: Apps sind die Applikationen, die auf Smartphones und Tablets laufen. In diesem Fall, die auf Apple iPhones und iPads (iOS).

Der Appstore ist 2008 mit 500 Apps gestartet und umfasst heute 1,5 Mio. Bisher wurden 100 Mrd. Downloads getätigt, wobei nur ca. 10% kostenpflichtig sind.

Kleine Hochrechnung zur Veranschaulichung:

Wenn ein iOS-Entwickler im Jahr $30.000 exklusiv mit Apps verdient, hat das seit 2008 jedes Jahr durchschnittlich 200.000 Programmierer ernährt. Da der Appstore in 2008 aber mit nur 500 Apps gestartet ist und heute 1,5 Mio. umfasst, werden derzeit sicher mehr als 3 Mio. Softwareentwickler davon leben. Eine ziemlich beeindruckende Zahl.

Ähnliches gilt wahrscheinlich für Google’s Android-Welt.

Was hat das aber mit Panama zu tun?

Wer heute jung und pfiffig ist, sich mit dem Thema Internet auskennt, hat eine traumhafte Perspektive vor sich. Als App-Entwickler braucht man nur Laptop und Internet-Anschluss.

Was niemand braucht, ist Bürokratie und schlechtes Wetter. Und nirgendwo kommen so viele gute Ideen wie bei einem Strandspaziergang.

Go South, young (wo)man. (Ist das nicht ein wunderbar gender-gerechter Schlussatz?)

Autos Made in Germany

„In ein Google-Car ohne Lenkrad und Pedale würde ich mich im Leben nicht setzen“ unkt jemand aus dem Umfeld von Mercedes-Chef Zetsche (Quelle:Welt Online).

Wenn das wirklich so gesagt wurde, hat Zetsche wohl kaum die richtigen Leute um sich und die letztens vorgestellte Studie F015 war nur ein wenig ernst gemeintes Feigenblatt.

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Google, Apple, Uber, Amazon – alles branchenfremde Unternehmen denen Ambitionen mit autonom fahrenden Autos nachgesagt werden. Und Apple hat schon den Entwicklungschef von Mercedes USA abgeworben.

Nicht Motoren, Getriebe und Spaltmaße sind dabei entscheidend, sondern Sensoren und Software. Themen bei denen es mit Riesenschritten vorwärts geht.

Neben den Experimental-Seifenkisten von Google hat Tesla schon richtige Autos, die mit jedem Software-Upgrade smarter und zunehmend autonom werden.

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teaser@2xDas Thema ist ein schönes Beispiel für Obrigkeitshörigkeit. Da es irgendwo eine Uralt-Regel gibt, dass ein Auto jederzeit von einem Fahrer beherrscht werden muss, scheinen die deutschen Hersteller das als gottgegebene Randbedingung zu nehmen. Die innovativen Silicon-Valley-Firmen hingegen denken von Anfang an über völlig autonome Fahrzeuge nach. Das mit den Regeln kann man dann noch rechtzeitig regeln. Oder so wie Uber erstmal ignorieren.

Wie wäre es, beim Frühstück per Smartphone ein solches AUTOnom anzufordern, sich durch die Rush-hour ins Büro fahren zu lassen, dabei die Online-Zeitung zu lesen und vor der Tür auszusteigen, das AUTOnom einfach sich selbst zu überlassen? Die Dinger kennen den Weg, die bevorzugte Musik, fahren Stoßstange an Stoßstange, haben keine Launen, dafür eine Kaffeemaschine und machen keine Fehler. Paradiesisch. Und ein Gewinn an Lebensqualität.

Um es klarzustellen, ich bin absolut kein Freund von verordneten Elektrofahrzeug-Quoten und zugehörigen Subventionen, schon gar nicht mit dem idiotischen Hintergrund das Weltklima retten zu wollen. Humbug.

Aber ich bin ein großer Freund von technischem Fortschritt, der uns das Leben leichter macht. Und die Vorteile werden ganz schnell Käufer überzeugen, zuerst in der Oberklasse, dann immer weiter nach unten. Mit komfortabler Reichweite, schnellem Aufladen, und ohne Subvention. Egal, ob mit Benzin, Flüssiggas, Akkus, Brennstoffzelle oder allem zusammen.

Ich bin gespannt.

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