„Wir lehnen die Forderung des FBI ab …“

„… mit dem tiefsten Respekt für die amerikanische Demokratie und Liebe zu unserem Land. Obwohl wir glauben dass das FBI in guter Absicht handelt, wäre es falsch wenn die Regierung von uns fordert, eine Hintertür in unsere Produkte einzubauen. Schlussendlich fürchten wir, dass eine solche Forderung gerade die Freiheiten beeinträchtigen würde, die unsere Regierung doch zu schützen hat.“

Klare Ansage von Apple CEO Tim Cook im Februar 2016, nachdem ein Gericht das Unternehmen angewiesen hat, dem FBI beim Knacken eines iPhones behilflich zu sein, dass den Tätern des Terroranschlags von San Bernardino gehört.

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Cook hat recht. Zunehmend ist in den letzten Jahrzehnten die Freiheit des Einzelnen mit Verweis auf Terror-Gefahr, organisierte Kriminalität oder Steuervergehen eingeschränkt worden. Und wir haben uns schon fast daran gewöhnt.

Zeit zum Umsteuern.

… und falls Apple doch gezwungen würde, sein Betriebssystem mit einer backdoor auszustatten, sollte man es FBiOS nennen, oder?

US$ 30 Milliarden

Heute habe ich mir erstmals eine Entwicklerkonferenz von Apple live im TV angeschaut und diese Zahl wurde dort genannt.

Computer & Software (IT) ist die Branche in der ich großgeworden und heute noch tätig bin. Ich habe verfolgt, wie Apple vom Nischenanbieter, Computer für Werbedesigner, zum führenden IT- und bestkapitalisierten Unternehmen insgesamt geworden ist.

Microsoft hat vor langer Zeit IBM geschlagen, Apple hat Microsoft überholt und ein anderes neues Unternehmen wird Apple schlagen – Google oder jemand den wir noch nicht kennen. Und wahrscheinlich nicht so bald.

Aber zurück zu den $30 Mrd.

Das ist der Anteil, den Apple aus Appstore-Einnahmen seit 2008 bis heute an App-Entwickler ausgezahlt hat. Nur damit jeder weiß wovon wir reden: Apps sind die Applikationen, die auf Smartphones und Tablets laufen. In diesem Fall, die auf Apple iPhones und iPads (iOS).

Der Appstore ist 2008 mit 500 Apps gestartet und umfasst heute 1,5 Mio. Bisher wurden 100 Mrd. Downloads getätigt, wobei nur ca. 10% kostenpflichtig sind.

Kleine Hochrechnung zur Veranschaulichung:

Wenn ein iOS-Entwickler im Jahr $30.000 exklusiv mit Apps verdient, hat das seit 2008 jedes Jahr durchschnittlich 200.000 Programmierer ernährt. Da der Appstore in 2008 aber mit nur 500 Apps gestartet ist und heute 1,5 Mio. umfasst, werden derzeit sicher mehr als 3 Mio. Softwareentwickler davon leben. Eine ziemlich beeindruckende Zahl.

Ähnliches gilt wahrscheinlich für Google’s Android-Welt.

Was hat das aber mit Panama zu tun?

Wer heute jung und pfiffig ist, sich mit dem Thema Internet auskennt, hat eine traumhafte Perspektive vor sich. Als App-Entwickler braucht man nur Laptop und Internet-Anschluss.

Was niemand braucht, ist Bürokratie und schlechtes Wetter. Und nirgendwo kommen so viele gute Ideen wie bei einem Strandspaziergang.

Go South, young (wo)man. (Ist das nicht ein wunderbar gender-gerechter Schlussatz?)

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