„Warum ich das Silicon Valley verlassen habe …“

Keine Sorge, geht nicht um mich, sondern um ein paar Anmerkungen für junge Leute.

Gerade lese ich eine Story in Medium mit dem obigen Titel, bin noch nicht einmal durch und da kribbelt es schon in den Fingern.  Ein weiblicher Software-Ingenieur, die bei solch eindrucksvollen Firmen wie Goldman Sachs angefangen und dann bei Andreesen Horowitz gearbeitet hat, beschließt selbst wieder Software zu entwickeln.

Was mir gefällt ist ihre Motivation und wie sie es angeht. Hut ab.

Als Hintergrund muss man sehen, dass Software heute alle Branchen erfasst hat, man als Software-Entwickler sozusagen in allen Branchen tätig sein kann.

Preethi, die Autorin des Beitrags, gibt diesen Rat:

  • entscheide was du am liebsten entwickeln möchtest
  • werde richtig gut darin
  • nutze deinen Einfluss für eine bessere Welt.

Der letztere Punkt klingt nach Windräder bauen und Karl den Käfer vor Glyphosat retten, aber seid einfach etwas anspruchsvoller:

Go for moonshots würde man im Valley wohl sagen.

Und jetzt kommt Preethis zweiter Punkt, den ich schon vor 3 Jahren in meinem Vortrag in Panama’s Sonderzone Knowledge City angesprochen habe: man muss längst nicht mehr im Silicon Valley sitzen, um Spitzentechnologie zu entwickeln und ein erfolgreiches Business zu betreiben.

Immigration, Steuern, Lebenshaltungskosten, Investitionsmöglichkeiten, Klima und last but not least The Big One … all das spricht gegen San Francisco und Umgebung.

Eine der besten Alternativen ist Panama, das in jedem dieser Punkte besser abschneidet. Siehe hier und hier und hier und hier …   und jetzt lese ich mal den Artikel zu Ende.

 

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Wer braucht schon eine „Millionärsformel“?

Der Gründer des Finanzvertriebs AWD, Carsten Maschmeyer, hat ein Buch geschrieben: „Die Millionärsformel“.

Das Welt-Online-Interview mit dem Autor habe ich gelesen. Quintessenz: „Beim Bezahlen verplempert man das meiste Geld“ und „wenn du jeden Tag 5 Euro sparst, hast du am Ende deines Lebens eine Menge Geld“. Wenig beeindruckend.

Meine erste Empfehlung ist deshalb, den Kaufpreis für dieses Buch zu sparen.

Wir leben in einer sich rasant verändernden Welt:

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Silicon Valley (Bild: wikipedia.org)

In den nächsten 3 Jahren wird erstmals der Punkt erreicht, wo man in der Kommunikation mit einem Computer nicht mehr unterscheiden kann, ob ein Mensch oder eine Maschine am anderen Ende sitzt, der Turing-Test.

Künstliche Intelligenz und Roboter werden zunehmend Arbeitsplätze einnehmen, die vorher Menschen innehatten.

Die Sparschweinmethode unserer Großeltern wird in dieser neuen Welt niemanden weiterbringen.

Ich werde in den nächsten Postings deshalb mal aus Sicht eines Technologieunternehmers darstellen, wie sich Dinge in den nächsten Jahren global entwickeln werden und wie man daraus seine persönliche Positionierung für einen überschaubaren Zeitraum ableiten kann.

In einen Panama-Blog passt das insoweit ganz gut, weil meine Leser global und unternehmerisch denken, somit die perfekte Zielgruppe sind.

Also neugierig bleiben und wiederkommen.

 

Autos Made in Germany

„In ein Google-Car ohne Lenkrad und Pedale würde ich mich im Leben nicht setzen“ unkt jemand aus dem Umfeld von Mercedes-Chef Zetsche (Quelle:Welt Online).

Wenn das wirklich so gesagt wurde, hat Zetsche wohl kaum die richtigen Leute um sich und die letztens vorgestellte Studie F015 war nur ein wenig ernst gemeintes Feigenblatt.

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Google, Apple, Uber, Amazon – alles branchenfremde Unternehmen denen Ambitionen mit autonom fahrenden Autos nachgesagt werden. Und Apple hat schon den Entwicklungschef von Mercedes USA abgeworben.

Nicht Motoren, Getriebe und Spaltmaße sind dabei entscheidend, sondern Sensoren und Software. Themen bei denen es mit Riesenschritten vorwärts geht.

Neben den Experimental-Seifenkisten von Google hat Tesla schon richtige Autos, die mit jedem Software-Upgrade smarter und zunehmend autonom werden.

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teaser@2xDas Thema ist ein schönes Beispiel für Obrigkeitshörigkeit. Da es irgendwo eine Uralt-Regel gibt, dass ein Auto jederzeit von einem Fahrer beherrscht werden muss, scheinen die deutschen Hersteller das als gottgegebene Randbedingung zu nehmen. Die innovativen Silicon-Valley-Firmen hingegen denken von Anfang an über völlig autonome Fahrzeuge nach. Das mit den Regeln kann man dann noch rechtzeitig regeln. Oder so wie Uber erstmal ignorieren.

Wie wäre es, beim Frühstück per Smartphone ein solches AUTOnom anzufordern, sich durch die Rush-hour ins Büro fahren zu lassen, dabei die Online-Zeitung zu lesen und vor der Tür auszusteigen, das AUTOnom einfach sich selbst zu überlassen? Die Dinger kennen den Weg, die bevorzugte Musik, fahren Stoßstange an Stoßstange, haben keine Launen, dafür eine Kaffeemaschine und machen keine Fehler. Paradiesisch. Und ein Gewinn an Lebensqualität.

Um es klarzustellen, ich bin absolut kein Freund von verordneten Elektrofahrzeug-Quoten und zugehörigen Subventionen, schon gar nicht mit dem idiotischen Hintergrund das Weltklima retten zu wollen. Humbug.

Aber ich bin ein großer Freund von technischem Fortschritt, der uns das Leben leichter macht. Und die Vorteile werden ganz schnell Käufer überzeugen, zuerst in der Oberklasse, dann immer weiter nach unten. Mit komfortabler Reichweite, schnellem Aufladen, und ohne Subvention. Egal, ob mit Benzin, Flüssiggas, Akkus, Brennstoffzelle oder allem zusammen.

Ich bin gespannt.

Noch ein Blog …

Seit einiger Zeit schreibe ich ja hier dieses Blog für Panamafreunde in Deutschland. Wir haben auf diese Weise auch schon viele gute Freunde gefunden, einige sind inzwischen für immer hier, andere auf dem Weg. Liebe Grüße an euch alle.

Und nun habe ich unter http://www.betterpanama.com das englischsprachige Pendant gestartet, allerdings mit einem ganz anderen Schwerpunkt: Disrupting Silicon Valley.

Wer in der Technologie- oder VentureCapital-Branche ist, weiss wovon ich rede und ist herzlich eingeladen dort mitzulesen. Dieses HighTech Mecca hat in 1971 begonnen, ist lebendig und erfolgreich wie nie zuvor. Aber zunehmend lesen wir davon, dass mit all den großen Unternehmen und Großverdienern das Leben für Otto Normalverbraucher immer teurer wird. Als Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Bewohner werden schon mal die Busse blockiert, mit denen Apple, Facebook, Google und andere ihre Mitarbeiter von zu Hause ins Büro und wieder nach Hause fahren.

Und wenn ich jederzeit gegen Mitternacht, leichtbekleidet bei 28°C im Freien sitzend ein Glas Rotwein trinken kann, möchte ich den größten Teil des Jahres wirklich nicht mit den Jungs in San Francisco und der Bay Area tauschen. Die hätten wirklich Besseres verdient.

Und das sollen sie jetzt von mir erfahren. Neben ein paar anderen Dingen, die hier einfach besser sind.

besserpanama eben.

Bildung in Deutschland: „Begabte nicht behindern“

Schwer zu glauben: Eine Frau Löhrmann, derzeit Präsdentin der Kultusministerkonferenz sagt im Handelsblatt-Interview:

„Pädagogen müssen künftig beides leisten: kein Kind zurücklassen – aber auch kein besonders Begabtes behindern.“

Habe ich das richtig gelesen, dass Begabte nicht behindert werden sollen?

Anderswo werden sie gefördert, in Deutschland schon mal nicht (mehr) behindert. Klingt wie Fortschritt. Und das unter der Artikel-Überschrift „Das Ziel ist die Spitzengruppe“. Genau so wird die eben niemals erreicht oder nur für irgendwelche Pisa-Statistiken, nicht für’s reale Leben.

In der gleichen Handelsblatt-Ausgabe wird unter der Überschrift „Die Zukunfts AG“ über das Silicon Valley berichtet. Beide Artikel haben nur auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun.

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