PISA und Panama

Wenn es zwei Dinge gibt, die Panama dringend verbessern muss, dann

  • Ausrottung der allgegenwärtigen Korruption
  • Optimierung der Bildung.

Auf den ersten Blick ist es ja ganz in Ordnung, wenn man dem radarmessenden Polizisten am Straßenrand einen 20-Dollar-Schein in die Hand drücken und damit ein 50-Dollar-Ticket abwenden kann. Wenn das aber bis hinein in Parlament, Regierung und vor allem Justiz so funktioniert, ist es bedenklich.

Mindestens ebenso ernst steht es um die Bildung: 10 Jahre lang hat das Land sich nicht an den unter dem Kürzel PISA bekannten Tests der OECD beteiligt und jetzt liegen die Ergebnisse des Jahres 2018 auf dem Tisch:

Man hat einen blamablen Platz 71 unter 77 Teilnehmern erreicht, was absolut inakzeptabel und hoffentlich Anstoß für zeitnahes Umsteuern ist.

Keine Zeit zu verlieren.

Bildung in Deutschland: „Begabte nicht behindern“

Schwer zu glauben: Eine Frau Löhrmann, derzeit Präsdentin der Kultusministerkonferenz sagt im Handelsblatt-Interview:

„Pädagogen müssen künftig beides leisten: kein Kind zurücklassen – aber auch kein besonders Begabtes behindern.“

Habe ich das richtig gelesen, dass Begabte nicht behindert werden sollen?

Anderswo werden sie gefördert, in Deutschland schon mal nicht (mehr) behindert. Klingt wie Fortschritt. Und das unter der Artikel-Überschrift „Das Ziel ist die Spitzengruppe“. Genau so wird die eben niemals erreicht oder nur für irgendwelche Pisa-Statistiken, nicht für’s reale Leben.

In der gleichen Handelsblatt-Ausgabe wird unter der Überschrift „Die Zukunfts AG“ über das Silicon Valley berichtet. Beide Artikel haben nur auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun.

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