Schreck am Morgen

Zu meiner regelmäßigen Morgenlektüre gehört das Handelsblatt Morning Briefing. Heute hat mich der Herr Steingart damit ganz schön aufgeschreckt.

Im Zusammenhang mit der (Nicht)-Eignung von Gabriel als Bunderskanzler sagt der letzte Satz: „Der Vorwahlkampf für die Kandidatur von Andrea Nahles hat begonnen.“

OMG.

nahles_andrea_gross

Wie man unschwer sieht, ist das eine supernette und lustige Frau.

Und dass sie, laut Bundestags-Biografie, noch nie eine ARBEITsstelle hatte, sondern stets als Funktionär von Gewerkschafts-/Parteibeiträgen und Steuergeldern gut leben konnte, zeigt eigentlich nur ihre Cleverness.

Wie man damit allerdings ausgerechnet ARBEITsministerin werden und sogar als BK-Kandidatin auch nur gedacht werden kann, gibt wiederum mir zu denken.

Vielleicht sollte ich doch langsam den Konsum deutscher Online-Medien reduzieren …

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Bildung in Deutschland: „Begabte nicht behindern“

Schwer zu glauben: Eine Frau Löhrmann, derzeit Präsdentin der Kultusministerkonferenz sagt im Handelsblatt-Interview:

„Pädagogen müssen künftig beides leisten: kein Kind zurücklassen – aber auch kein besonders Begabtes behindern.“

Habe ich das richtig gelesen, dass Begabte nicht behindert werden sollen?

Anderswo werden sie gefördert, in Deutschland schon mal nicht (mehr) behindert. Klingt wie Fortschritt. Und das unter der Artikel-Überschrift „Das Ziel ist die Spitzengruppe“. Genau so wird die eben niemals erreicht oder nur für irgendwelche Pisa-Statistiken, nicht für’s reale Leben.

In der gleichen Handelsblatt-Ausgabe wird unter der Überschrift „Die Zukunfts AG“ über das Silicon Valley berichtet. Beide Artikel haben nur auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun.

Detroit und die Ursachen

Detroit ist pleite und die Schadenfreude in Deutschland nicht zu überhören.

Der von mir geschätzte Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblatt, meint heute: „Die Verantwortlichen der Autofirmen haben das Wort Qualität leichtfertig durch den Begriff Rabatt ersetzt.“

Damit den Niedergang einer Großstadt und Industrieregion zu erklären ist mir ein bißchen zu einfach.

Detroits Bevölkerung reduzierte sich von 1,8 Mio. in 1950 auf 700.000 in 2010, wobei der größte Aderlass mit der Energie- und nachfolgenden Wirtschaftskrise der 70er Jahre kam.

Damit reduzierten sich auch die Steuereinnahmen und die Verwaltung hätte sich dem anpassen müssen. Stattdessen sind Verwaltung und Schulsystem heute die größten Arbeitgeber in der Stadt, nicht die private Wirtschaft. Eine ziemlich einzigartige Konstellation.

Und auf der Website 247wallst.com fragt jemand berechtigt: Hat Detroit die Autofirmen geschaffen, oder haben die eher aus Detroit das gemacht was es einmal war?

Es sieht so aus, als ob lokale Politik, Verwaltung und Gewerkschaften die geänderte wirtschaftliche Position der Stadt über Jahrzehnte nicht zur Kenntnis nehmen wollten, bis es zu spät war.

Was das seriöse Handelsblatt sagt

Versuche ich in diesem Blog die Situation in Deutschland und Europa schlechtzureden?  Dazu habe ich keinen Grund. Sarkastisch könnte ich auch sagen: „Wie, noch schlechter als es ist? Wie soll das gehen?“

Fakt ist, dass dieses Blog ja überwiegend von Leuten gelesen wird, die kritisch und zugleich offen sind. Denen soll Information zu Alternativen gegeben, Entscheidungen erleichtert werden. Pro oder Contra Deutschland und Europa.

Zu recht sagen viele Freunde, dass ja eigentlich noch alles in Ordnung ist und „das wird schon nicht so schlimm werden“. Kann sein. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Berg aus Schulden, Salden und Garantien nicht so einfach verschwindet und schon bald Ihr Leben und das Ihrer Kinder dramatisch verändern wird. Auf Dauer.

Im letzten Post hatte ich ja drei Überschriften aus der Welt Online kopiert und man kann berechtigt sagen, dass die ja reisserische Überschriften brauchen, um zu verkaufen. Gut möglich.

Deswegen lasse ich heute mal das seriöse Handelsblatt zu Wort kommen. Wohlgemerkt, das ist nicht über Monate oder Wochen angesammelt, sondern nur von heute:

Das Handelsblatt ist nicht gerade ein Publikumsblatt, das am Kiosk reissenden Absatz findet, sondern das Papier, dass den Unternehmern und Managern als Informationsquelle dient und die darauf auch Entscheidungen aufbauen.

Euro-Bestände in Fremdwährungen anlegen, Investitionen ausserhalb der Eurozone planen, Absatz ausserhalb der Eurozone ausweiten, Notfallplan ausarbeiten.

Und wie sieht der Plan B für Ihre Familie aus?

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