Detroit und die Ursachen

Detroit ist pleite und die Schadenfreude in Deutschland nicht zu überhören.

Der von mir geschätzte Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblatt, meint heute: „Die Verantwortlichen der Autofirmen haben das Wort Qualität leichtfertig durch den Begriff Rabatt ersetzt.“

Damit den Niedergang einer Großstadt und Industrieregion zu erklären ist mir ein bißchen zu einfach.

Detroits Bevölkerung reduzierte sich von 1,8 Mio. in 1950 auf 700.000 in 2010, wobei der größte Aderlass mit der Energie- und nachfolgenden Wirtschaftskrise der 70er Jahre kam.

Damit reduzierten sich auch die Steuereinnahmen und die Verwaltung hätte sich dem anpassen müssen. Stattdessen sind Verwaltung und Schulsystem heute die größten Arbeitgeber in der Stadt, nicht die private Wirtschaft. Eine ziemlich einzigartige Konstellation.

Und auf der Website 247wallst.com fragt jemand berechtigt: Hat Detroit die Autofirmen geschaffen, oder haben die eher aus Detroit das gemacht was es einmal war?

Es sieht so aus, als ob lokale Politik, Verwaltung und Gewerkschaften die geänderte wirtschaftliche Position der Stadt über Jahrzehnte nicht zur Kenntnis nehmen wollten, bis es zu spät war.

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