#Langbesserlebigkeit – Mit der Einstellung fängt es an

Ich liebe es schon immer antizyklisch zu agieren, gegen den Strom zu schwimmen. Was gibt es also besseres, als mitten in einer Pandemie über #Langbesserlebigkeit zu philosophieren?

“Damit muss ich mich nicht mehr befassen” ist ein Spruch, den man manchmal schon von 50-jährigen zu hören bekommt. Meine regelmäßige Rückfrage lautet dann “Du schraubst wohl schon an deiner Holzkiste?”

Wer 100 und mehr Jahre werden will, überlegt nicht jeden Tag, was er alles noch rechtzeitig regeln muß. Das blockiert nicht nur, sondern wird ganz schnell auch zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Schluss damit.

Aktiv bleiben, Pläne machen, alles andere als altersgerecht agieren, ohne dabei kindisch zu werden.

Es gibt ernsthafte Bestrebungen, bis hin zur WHO, das Altern als Krankheit zu klassifizieren, also etwas, das man medizinisch behandeln kann. 

Altern behandeln, etwa gar rückgängig machen? 

Ja, und bei Mäusen wird das schon erfolgreich praktiziert. Deren DNA gleicht der menschlichen übrigens zu 97,5%. Zum Vergleich: bei unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen, beträgt die Übereinstimmung 98,5%. 

Unterstellen wir einfach mal, dass die Annahme stimmt und eines nicht allzu fernen Tages der Alterungsprozess gestoppt und sogar partiell umgekehrt werden kann. 

Das wirft eine Vielzahl ethischer, gesellschaftlicher, demoskopischer und ökonomischer Fragen auf. Darüber können wir zwar hochtrabend debattieren, aber das ist reine Zeitverschwendung. 

Was wir beeinflussen können und müssen, ist unser persönlicher Umgang mit dem Thema, wenn es Wirklichkeit wird. Oder besser noch, was wir heute tun müssen, um eines Tages davon profitieren zu können, wenn wir es denn wollen.

Frage: Wenn heute ein Medikament angeboten würde, das den biologischen Alterungsprozess zumindest stark verzögert oder gar stoppt, keine Nebenwirkungen hat und erschwinglich ist, welche unmittelbare Reaktion löst das bei Dir aus? 

Wie immer werden manche es als große Chance, andere als Bedrohung empfinden und viele werden das Thema einfach ignorieren.  

Betont werden muss, dass wir hier nicht von ScienceFiction reden. Die Zellbiologen haben solide Erkenntnisse darüber, was genau uns auf Zellebene altern lässt. Das hat bereits zu zugelassenen Medikamenten geführt (New Dietary Ingredients), die schrittweise verbessert werden.  

Der Markt ist riesig, weshalb erhebliches Kapital in diese Forschung investiert wird. (Markt Nahrungsergänzungsmittel in 2018 weltweit $115 Mrd.) 

Ich gehe von drei Seiten an das Thema heran:

  • Zustandserfassung und erste Schritte
  • Dauerhafte Optimierung von Lebensstil und Ernährung
  • Nutzung aktueller Forschungsergebnisse

Bei diesen Themen kommt “Dr. Internet” und insbesondere Youtube ins Spiel, wo erfahrene Ärzte und Coaches ihre eigenen Kanäle betreiben, aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen, zeitnah praktische Ratschläge ableiten. 

Das kann der Hausarzt von nebenan einfach nicht leisten. Ab sofort bist Du deshalb Gesundheitsmanager in eigener Sache, wählst Informationsquellen und Dienstleister nach Deinem Bedarf aus.

Hier sind die Links zu den früheren Beiträgen zum Thema:

Neues Thema: #Langbesserlebigkeit

Was #Langbesserlebigkeit mit Panama zu tun hat

Coronavirus – zwei Welten

Inzwischen sind weltweit so viele Menschen am Coronavirus gestorben, dass ich darüber und über passende Medizin keine Scherze mehr machen mag. Also ganz im Ernst:

Heute früh habe ich online ca. 10 Minuten einer Pressekonferenz des Gesundheitsministers Spahn (erst Banklehre, dann Parteikarriere, begleitend Politik- und Jurastudium) zugehört.

Auf eine konkrete Frage nach Bereitstellung von Test- und Schutzmaterial schilderte er ausführlich und in aller Ernsthaftigkeit, dass sich nunmehr das Bundesgesundheitsministerium direkt in die Beschaffung solcher Materialien eingeschaltet habe. Ja und?, war meine Reaktion.

Dann fasste einer der Journalisten nach, weil die eigentliche Frage ja offensichtlich nicht beantwortet war. Spahn hob nun an, den gleichen Sachverhalt nochmals auszuführen. Er schien nicht zu verstehen, dass es für seine nichtssagende Auskunft keine stehenden Ovationen gab. Mir hat das dann gereicht und man kann sich über solche Vorbereitung nur wundern.

Von Spahn direkt zu Bannon, der seit 37 Tagen einen WarRoom Pandemic betreibt. Dort wird das Thema vom Tag 1 an als das behandelt, was es ist: eine weltweite Pandemie deren gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen noch nicht abzusehen sind.

Täglich berichten dort Journalisten aus den betroffenen oder benachbarten Gebieten, werden Experten zugeschaltet, die den letzten Stand in Sachen Epidemologie und praktische Maßnahmen für den Einzelnen wie auch Politikempfehlungen geben.

Hier kommen Leute zu Wort, die an der Spitze ihrer Fachgebiete stehen und genau wissen, wovon sie reden. Eine knappe Stunde voll komprimierter Information und nicht das laienhafte Gelaber eines Karrierepolitikers.

Logischerweise wird dieser Podcast auch auf einer Vielzahl Kanäle global Welt gestreamt und verzeichnete allein heute 3.5 Millionen Downloads.

Man darf gespannt sein, wie sich das alles noch entwickeln wird.

Verdammt lecker

Der Sonntagsausflug führt uns mal wieder nach Aguadulce, ca. 75 km von zu Hause, direkt verbunden über die Panamericana. Wir sind zum Essen mit einem Freund im Reina del Mar verabredet. Das ist ein ziemlich großes, offenes Restaurant mit guter Küche, in der Siedlung El Salado und unweit der breiten Mündung des heftig mäandernden Rio Estero Salado. Auf dem Weg von Aguadulce zur Küste fahren wir durch die Salzfelder, wo die „Ernte“ im vollen Gang ist.

An diesem Sonntag gegen 14 Uhr stehen vor dem Reina del Mar ca. 20 Autos und eine Anzahl BMW-Motorräder. Wir sind also nicht die einzigen, die den Ort und seine Küche schätzen.

Ich will heute nicht so viel essen, bestelle frittierte Garnelen mit Yucca und ein Glas Weißwein. Und das war eine sehr gute Idee:

Die Garnelen sind derart frittiert, dass man die Schalen beinahe mitessen kann, das Fleisch jedoch immer noch saftig und schmackhaft ist.

Scharfe Sauce und Weißwein zu den Garnelen ergibt eine exzellente Kombination. Ich bin begeistert und überlege ernsthaft, eine weitere Portion zu bestellen. Letztlich haben die Yucca jedoch zu satt gemacht. Schade.

Heimwärts geht es dann nicht einfach auf dem direkten Weg, sondern auf einer Bergstrecke über La Pintada, mit beeindruckenden Ausblicken.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir zu Hause, nehmen unsere in Mexico gebraute Corona-Medizin und lassen den Tag ausklingen.

Was #Langbesserlebigkeit mit Panama zu tun hat

Das ganze Jahr am tropischen Ozean und bei Temperaturen zwischen 25 und 35C zu leben hat einige ganz offensichtliche Vorteile:

Was zuerst auffällt, sind die ansteckend gutgelaunten Menschen überall. Auf der Straße nickt man sich zu, im Restaurant grüßt man beim Eintritt.

Frauen sind wie Frauen gekleidet und gepflegt, senken nicht den Blick, wenn man sie anschaut, sondern freuen sich über die Aufmerksamkeit.

Das Leben findet weitgehend im Freien statt, bei frischer Luft und Meeresbrise. Kurze Hose, Hemd, Flip-Flops. Nass werden bei Regen? Kein Problem, weil nach 10 Minuten alles wieder trocken ist.

Viele Leute kommen aus dem Norden hierher, weil Gelenkschmerzen und verwandte Probleme hier reduziert auftreten oder ganz verschwinden.

Vitamin D ist eine der wichtigsten Komponenten für Gesundheit und wird bei Sonneneinstrahlung vom Körper selbst gebildet. Im Norden führt das im Winterhalbjahr regelmäßig zu Defiziten, während es hier solchen Mangel nicht gibt.

Von Vitaminen ist es nicht weit zur Ernährung, wo Fisch und Meeresfrüchte, exotische Obst- und Gemüsesorten direkt auf dem Tisch landen, unbehandelt und nicht erst Tausende Kilometer transportiert.

Zahllose Möglichkeiten sich im Freien zu bewegen, Sport zu treiben.

Soweit zu den natürlichen Rahmenbedingungen für ein gesundes Leben. Hier kommt eine spannenden Konstellation ins Spiel: Der medizinische Fortschritt passiert ja wirklich mit hohem Tempo und was heute noch im wörtlichen Sinn einschneidene Eingriffe verlangt, kann morgen schon wesentlich besser gelöst werden. Es geht also darum so lange wie möglich putzmunter zu bleiben, weil die Zeit für einen arbeitet.

Wer 100+ werden will, muss das auch wollen. Im nächsten Post schreibe ich deshalb über die notwendige Einstellung.

Also wiederkommen zum Thema #Langbesserlebigkeit.

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