Prora oder Panama?

Auf Welt Online fand ich letztens einen Artikel „Aus Hitlers Erholungshölle wird eine Wohlfühl-Oase“. Prora auf der Insel Rügen war ein unvollendetes Massen-Ferienquartier aus dem Dritten Reich, das nun endlich einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird.

Direkt am Ostseestrand gelegen, beherbergt es mehr als 250 Wohneinheiten zwischen 28 und 120 m².

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Bild: Prora Solitaire

Die Preise sind alles andere als volkstümlich, nämlich zwischen 4.500 und 7.000 EUR/m², wenn man nicht vor Sanierung gekauft hat und steuerliche Abschreibungen in Anspruch nehmen kann. Passt genau zu diesem Posting von 2012.

Eigentlich muss man in Gedanken den Preis sogar verdoppeln, weil ein solches Quartier höchstens 6 Monate des Jahres halbwegs sinnvoll zu nutzen ist.

Hier ist mal die erschwingliche Alternative für den Normalverdiener:

 

 

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Bild: Panaviacion

 

Direkt am Pazifikstrand gelegen, ganzjährig zwischen 25 und 32°C Luft- und 27°C Wassertemperatur.

Im Bild das Playa Blanca Resort mit der zweitgrößten Salzwasser-Lagune der Welt, dann folgt ein Riu Hotel. Wenige Kilometer weiter rechts schließt sich Buenaventura an, mit Golfplatz und JW Marriott Hotel, eines der größten und elegantesten Ressorts an Panama’s Pazifikküste.

Die azurblaue Lagune von Playa Blanca wird flächenmäßig noch verdoppelt und reicht dann bis zu den vier 12-stöckigen Apartmenthäusern.

Dort stehen derzeit 135 m² große Wohnungen mit 2 Schlafzimmern, 2 Badezimmern und Balkon, komplett ausgestattet, in einem Teileigentumsmodell zum Verkauf. Ein Sechstel Anteil kostet ab 50.000 und gibt dem Besitzer 8 Wochen Nutzung pro Jahr. Umgerechnet sind das 1.985 EUR pro m².

Ein Concierge-Service kümmert sich um alles: Buchung, Abholung, Reinigung, Reparatur, Übergabe/Übernahme, Einkauf und Touren.

Dank Lufthansa’s 5 Direktflügen pro Woche ist Panama nur noch 11 Stunden und 750 EUR entfernt. Das ist kaum länger, als man im Urlaubsverkehr von Südwestdeutschland nach Prora auf Rügen fahren würde. Oder ohne Stau mit einem Elektroauto.

Panama statt Prora? Schräger Vergleich?

Ich nenne es Optimierung. Deutlich mehr Lebensqualität für viel weniger Geld.

Mehr unter www.oceanview42.com

 

 

 

 

Ein Leuchtturm wird erbaut

Um präzise zu sein, es ist kein altmodischer Leuchtturm wie in Warnemünde oder Kap Arkona. Die werden im Zeitalter von GPS nicht mehr benötigt. Es ist ein neues Apartmenthaus direkt am Strand. Und da passt der Name LIGHTHOUSE doch sehr gut, wenn man sich vorstellt, dass dort am Abend alle Lichter brennen und die Bewohner bei Kerzenschein im Freien sitzen.

Die weit draußen auf ihrem Weg vom oder zum Panama-Kanal vorbeiziehenden Schiffe werden diese Lichter sehen und die Bewohner der oberen Stockwerke werden die großen Schiffe verfolgen können. In Richtung Süden wird der Blick bis zu den Gebirgen der Halbinsel Azuero gehen, am südlichsten Zipfel von Panama.

Die Fundamente für ein Hochhaus wie das LIGHTHOUSE müssen solide im Grund verankert sein. Panama ist Erdbebengebiet, wenn auch deutlich weniger gefährdet, als seine Nachbarn im Norden und Süden.

Die Gründung der Fundamente hat Monate gedauert, ehe dann Anfang April vorigen Jahres die Kräne in Position gebracht wurden. Und am 31. Dezember 2014 sah es schon so aus:

LHPB_Dez14Es wird noch mehr als doppelt so hoch werden, bei Fertigstellung. 80 Apartments auf den Stockwerken 6 bis 20 und von 125 bis 317 m². Die Etagen darüber beherbergen noch eine Anzahl luxuriöse Penthouse-Wohnungen.

Und so wird es dann wohl zum Jahresende 2015 aussehen, oder wenige Monate danach:

LHPBtop lighthousefrontHier ist das Video dazu.

Das LIGHTHOUSE ist nur eines von vielen Projekten entlang der panamesischen Pazifikküste, die jedoch nirgendwo zugebaut erscheint. Gebäude dieser Höhe gibt es derzeit nur wenige entlang der 70 km Küste zwischen Punta Chame und Rio Hato. Und zwischen den Ressorts noch jede Menge wilde Steilküste, einsame Sandstrände und Felsen. Natur eben.

Immer wieder freitags

Gibt schon eigenartige Angewohnheiten. Zum Beispiel wenn man als Viel- und Selbstflieger immer noch nicht genug vom Flugzeugschauen bekommt. Und so zieht es uns immer freitags gegen 11 Uhr morgens an den Strand des Royal Decameron Resorts an Panama’s Pazifikstrand.

Als wir heute ankamen, waren schon von weitem viele aufgeregte Vögel zu sehen. Genau da wo wir immer ziemlich ungestört baden und den Endanflug der Sunwing 737 von Toronto erleben.

Beach & birds

Wie wir schon immer mal erlebt haben, hat sich wohl über Nacht ein volles Netz losgerissen und ist am Ufer gestrandet. Für die Fischer beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, damit der Fang nicht in der Hitze vergammelt. Einsammeln in alle verfügbaren Gefäße, Eis beibringen und so schnell wie möglich in de Stützpunkt.

Für die Vögel ist es Brunchzeit. Eine Unmenge der gefräßigen Pelikane und viele wasserscheue Fregattvögel müssen sich nicht balgen, weil genug Fisch herumliegt und im Wasser schwimmt. Das ganz große Fressen. Video dazu wird gerade auf youtube geladen.

Und kaum sind Fischer und Vögel in Richtung Santa Clara davongefahren, erscheint unser Flieger am blauen Himmel

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Das war die Maschine aus Toronto und 3 Stunden später wird die Sunwing aus Montreal nochmal 200 Passagiere bringen. Hochsaison am blauen Meer.

Pazifikküste von oben

Die Regensaison hat Panama erreicht und die Staubecken zur Stromversorgung füllen sich. Ende der kleinen Energiekrise.

Der Aeroclub hatte gestern einen Ausflug, im wahren Sinn des Wortes, nach Santiago geplant. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ein paar Bilder entlang der Küste zu machen, bestehende und im Bau befindliche Ressorts zu zeigen. Das sind nicht die typischen Katalogaufnahmen, weil wirklich Regenwetter war und wir unseren Weg zurück zwischen den Wolken und auf nur 1500 ft machen mussten. Nichtsdestotrozt, immer 27°C und damit nicht wirklich ungemütlich.

Anfangen tut es mit ein paar Eindrücken vom Landesinneren.

Berge

Landschaft

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Dann der Rückflug zur und entlang der Küste:

Regenwolke

Meersalz_Garnelen

Meersalz_Garnelen

 

Gewinnung von Meersalz und Aufzucht von Garnelen

Plantage im Regen

Und jetzt kommen die Strandressorts:

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Links ist Buenaventura mit dem Marriott nicht mehr im Bild. Direkt am Strand das Wyndham Grand, daneben der Rohbau des Riu. Dahinter die Türme und Lagune von Playa Blanca, rechts am Rand das Royal Decameron und der neue Flughafen von Rio Hato.

mprhapproach                                                 Noch ein Blick auf das Royal Decameron und die neue Piste.

Santa Clara Towers                                                 Doppeltürme am Strand von Santa Clara.

Sanata Clara Beach                                                 Mehr von Santa Clara

Bijao_Sheraton                                                 Bijao Resort mit riesigem Appartment-Tower …

Bijao2                                                  … und dem Sheraton im Vordergrund

Playa Ibiza                                                  Playa Ibiza

Casamar                                                 Casamar im Bau …

und wie es bald aussehen wird

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San Carlos                                                  Blick auf San Carlos

Vistamar                                                 Vista Mar mit Golfanlage

Coronado2                                                 Coronado, das am längsten bestehende Ressort an dieser Küste

Und von hier drehen wir in den Anflug auf Chame, unseren derzeitigen Heimatflugplatz.

Nur noch 5 nm.

Größtes Badeparadies Mittelamerikas in Panama

Nur 90 Auto-Minuten westlich der Hauptstadt liegt im Playa Blanca Resort ein 3 Hektar großer Salzwasser-Pool, das größte Badeparadies Mittelamerikas und der Karibik.

 

 

 

 

Dabei ist das nur Phase 1, seit 2 Jahren in Betrieb, und wird sich im Endausbau über 7 Hektar erstrecken.  Nur Chile hat an seiner Pazifikküste einen noch größeren Pool, mit eindrucksvollen 8 Hektar.

(Quelle: www.sanalfonso.cl)

Die Lagune von Playa Blanca wird bald so aussehen:

Und was ist das Beste daran? 365 Tage Sommer.

Making of … an airport

Bis Ende 1989 war der Flugplatz Rio Hato, 110 km westlich von Panama City, ein Militärflughafen. Er spielte eine Rolle bei der Operation Just Cause, als der panamesische Diktator Noriega von den USA seines Amtes enthoben wurde. Unweit des Flugplatzes befindet sich am Strand noch die Ruine einer Noriega-Villa.

Seitdem dient der Flughafen zivilen Zwecken. Bis vor kurzem wurde vom Tower der Flugverkehr entlang der Pazifikküste zwischen Panama City und Santiago koordiniert. Auch war der Platz ein beliebtes Ziel für Flugtraining. Die ursprüngliche Länge beträgt 2.400 Meter, mit einer Besonderheit: Der Panamerican Highway oder die Carreteria Panamericana teilt die Piste in zwei Teile.

Wahrscheinlich konnte man in den Achtzigern noch den Verkehr einfach anhalten, wenn ein Flugzeug landete. Heute ist dort natürlich viel mehr Verkehr und die Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt kommen mit den 1300 Meter Piste aus, die sich südlich des Highways befinden. Die nördliche Hälfte der Piste war aufgegeben, diente ab und zu als Autorennstrecke.

Luftbild MPRH 2010

Luftbild MPRH 2010

Der Platz trägt den Namen Aeropuerto Cap. Scarlet Martinez und das Kürzel MPRH, was für Mittelamerika, Panama, und Rio Hato steht, Name der nächstgelegenen kleinen Stadt.

Im unmittelbaren Umkreis von MPRH befinden sich mit Decameron, Playa Blanca, Royalton und Buenaventura schon 4 Strandressorts. Ein Großteil der Gäste für deren All-inclusive Hotels kommt aus Kanada, den USA und Südamerika. Die Charterflüge landen bis heute in Tocumen, am östlichen Stadtrand von Panama City, was nach den mehrstündigen Flügen noch eine mehr als 2-stündige Busfahrt zu den Ressorts mit sich bringt.

Schon in 2009 kamen erste Gerüchte auf, dass man in der Provinz einen Flugplatz für diese Charterflüge bauen wollte, was die Urlauber näher an ihre Ziele bringen und die touristische Erschließung weiterer Destinationen, wie der Halbinsel Azuero, befördern würde.

Nach allerlei Hin und Her fiel die Entscheidung, den bestehenden Flugplatz von Rio Hato komplett um- und auszubauen. Nach dem symbolischen Spatenstich im August 2011 dauerte es noch einige Monate bevor nun die Arbeiten voll im Gange sind. Spannend war die Frage, wie man mit der Panamericana umgehen würde.

Meine Einschätzung war, dass man den nördlichen Teil verlängern und nutzen würde, dabei die Straße unbeeinflusst bliebe und die Maschinen nicht zu niedrig über das Decameron Resort anfliegen müssten. Das war falsch. Die Piste wird nun in ihrer vollen ursprünglichen Länge ausgebaut, die  Panamericana  unter die Piste verlegt. Schon Ende 2012 soll der neue Platz in Betrieb gehen. Ein ehrgeiziges Ziel.

Der Fortgang der Bauarbeiten allerdings ist beeindruckend. Die Piste wird derzeit komplett aufgebrochen, eine Umleitung für die Straße wurde geschaffen, und der Aushub für die Unterführung hat begonnen.

Hier ein aktuelles Video von der Durchfahrt durch die Baustelle aus beiden Richtungen:

 

Nachdem wir in Deutschland über Jahre den Bau der Autobahnen A71/73, verfolgen konnten, ist es natürlich spannend, jetzt den Bau eines Internationalen Flughafens aus nächster Nähe zu sehen.

Der Ausbau Rio Hato ist eines von vielen aktuellen Infrastrukturprojekten in Panama, mit dem Kanalausbau an erster Stelle, der Metro in Panama City und vielen anderen.

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