Von Panama nach … Peru (1)

Ein weiterer Mosaikstein in der Erkundung unseres neuheimatlichen Hinterlandes – Peru. Und wieder nehmen wir uns nicht etwa vor, ein ganzes Land zu erforschen, sondern konzentrieren uns auf wenige Höhepunkte: Machu Picchu.

Und um die Spannung aufrecht zu erhalten, wird dazu erst im nächsten Post geschrieben. Lohnt also wiederzukommen.

Vorschau:

Drei Stunden dauert es, um die 1.400 nautischen Meilen von Panama City nach Cusco, der Hauptstadt des Inkareichs direkt zurückzulegen. Wir machen es anders und buchen Flug, Hotel und Tagesausflug im Paket, mit Marriott.

Dienstag vormittag geht die erste Etappe mit Avianca nach Bogota, was etwas länger als eine Stunde dauert. „El Dorado, ich komm‘ an …“ singt Udo Lindenberg in einem seiner Songs und so heisst der Bogota International Airport. Ankommen tun wir allerdings auf Asphalt und nicht „auf der gold’nen Landebahn“ die Udo hier im Livekonzert verspricht.

Zeit zum Umsteigen und weiter geht es mit einer ziemlich neuen Avianca 787, dem superleisen Dreamliner, in 2 1/2 Stunden nach Lima, der Hauptstadt Perus. Als Stützpunkt für diese Tage haben wir aber Cusco ausgewählt. Deshalb fliegen wir nochmal eine knappe Stunde hinauf in die Anden.

Gegen 21 Uhr erreichen wir dann unser Quartier für die nächsten 4 Nächte. Es ist mehr als das, nämlich historische Stätte, Museum und Hotel zugleich, wie wir bei der Tour am nächsten Tag erfahren, einschließlich einer eindrucksvollen Inka-Zeremonie.

Cusco hat fast 500.000 Einwohner, war zum Ende des 15. Jahrhunderts die Hauptstadt des Inkareichs … und liegt 3.500 Meter über Meeresspiegel. Den Sprung von Null auf diese Höhe merkt man schon und es sind nicht nur Stunden, die es zur Anpassung braucht.

Im Frühstücksraum sitzt ein junger Mann mit Sauerstoffmaske und innerlich bezeichne ich ihn schon mal als Weichei … bis ich abends in absoluter Ruhe auf einmal 125 Puls habe, Ruhepuls verdoppelt. Da hilft nur Sauerstoff. In 15 Minuten bin ich wieder unter 90 und leiste heimlich Abbitte bei dem jungen Mann vom Morgen.

Allerdings hatten wir tagsüber auch die ganze Altstadt bewandert und waren durch enge Gassen viele Treppen zum bestbewerteten Restaurant der Stadt, dem Yaku, aufgestiegen. Dazu Pisco Sour, das süffige Nationalgetränk mit eigenem Feiertag, sowie das eine oder andere Glas Wein und das alles konnte der Koka-Tee dann doch nicht voll kompensieren.

Lektion gelernt – nicht mehr so viel laufen.

Die Tour zum Machu Picchu begann Donnerstag früh um 4 Uhr, deshalb wollen wir am nachfolgenden Freitag natürlich ausschlafen. Soweit zum Plan. Allerdings wußten wir bis dahin auch nichts vom Feiertag des Heiligen Hieronymus. Bis wir Freitag früh gegen halb sechs morgens von ohrenbetäubendem Lärm aus dem Schlaf gerissen werden. Eine Prozession mit Blasmusik und Böllerschüssen zieht unter unserem Fenster vorbei und das geht den ganzen Tag weiter. Zum Glück, denn so können wir uns das kulturelle Ereignis, später und leidlich ausgeschlafen, noch auf den Straßen anschauen.

Diese Prozessionen sind sehens- und hörenswert. Ein Video wird in den nächsten Tagen hier eingefügt.

Der nächste Post dreht sich ausschließlich um Machu Picchu, ein sehr beeindruckender Ort.

Pazifikküste von oben

Die Regensaison hat Panama erreicht und die Staubecken zur Stromversorgung füllen sich. Ende der kleinen Energiekrise.

Der Aeroclub hatte gestern einen Ausflug, im wahren Sinn des Wortes, nach Santiago geplant. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ein paar Bilder entlang der Küste zu machen, bestehende und im Bau befindliche Ressorts zu zeigen. Das sind nicht die typischen Katalogaufnahmen, weil wirklich Regenwetter war und wir unseren Weg zurück zwischen den Wolken und auf nur 1500 ft machen mussten. Nichtsdestotrozt, immer 27°C und damit nicht wirklich ungemütlich.

Anfangen tut es mit ein paar Eindrücken vom Landesinneren.

Berge

Landschaft

cattle

Dann der Rückflug zur und entlang der Küste:

Regenwolke

Meersalz_Garnelen

Meersalz_Garnelen

 

Gewinnung von Meersalz und Aufzucht von Garnelen

Plantage im Regen

Und jetzt kommen die Strandressorts:

Wyndham_PlayaBlanca_DEcameron

Links ist Buenaventura mit dem Marriott nicht mehr im Bild. Direkt am Strand das Wyndham Grand, daneben der Rohbau des Riu. Dahinter die Türme und Lagune von Playa Blanca, rechts am Rand das Royal Decameron und der neue Flughafen von Rio Hato.

mprhapproach                                                 Noch ein Blick auf das Royal Decameron und die neue Piste.

Santa Clara Towers                                                 Doppeltürme am Strand von Santa Clara.

Sanata Clara Beach                                                 Mehr von Santa Clara

Bijao_Sheraton                                                 Bijao Resort mit riesigem Appartment-Tower …

Bijao2                                                  … und dem Sheraton im Vordergrund

Playa Ibiza                                                  Playa Ibiza

Casamar                                                 Casamar im Bau …

und wie es bald aussehen wird

casamar_marinazul

San Carlos                                                  Blick auf San Carlos

Vistamar                                                 Vista Mar mit Golfanlage

Coronado2                                                 Coronado, das am längsten bestehende Ressort an dieser Küste

Und von hier drehen wir in den Anflug auf Chame, unseren derzeitigen Heimatflugplatz.

Nur noch 5 nm.

Ein Strandressort entsteht

Auf den ca. 50 km der Carreteria Panamericana zwischen Gorgona und Rio Hato ist die Pazifikküste meist in Sicht oder nicht mehr als 1 km entfernt. Überall gehen Stichstraßen Richtung Ozean und immer wieder sieht man die Werbetafeln neuer Bauprojekte.

Eines davon ist Casamar, ca. 90 km westlich von Panama City gelegen. Billboard, Fahnen und eine attraktive Einfahrt machen neugierig. Derzeit sind dort Bauarbeiten im vollen Gang; die ersten Appartmenthäuser werden im Dezember bezugsfertig. Bis zur endgültigen Fertigstellung des Ressorts werden wohl zwei Jahre vergehen.

So sah es bis vor kurzem dort aus:

Ein erster Komplex von Appartmenthäusern, nicht höher als 4 Geschosse, wird mit Pool und Grünanlagen komplettiert. Die geräumigen Appartments mit Grundflächen von  220 und 365 qm verfügen über Wohnzimmer, offene Küche, 3 Schlafzimmer mit eigenem Bad, Patio, sind in sehr guter Qualität gebaut und komplett mit Haushaltsgeräten ausgestattet.  Die Quadratmeter-Preise liegen derzeit um die $2.200, was heute ca. €1.700 entspricht.  Wer pre-construction kauft, zahlt noch weniger.

Zu den Appartmenthäusern kommen weitere Komplexe mit Ein- und Zwei-Familienhäusern, alle im Grünen, mit Meerblick und attraktiven Pools.

 

 

 

In ca. 2 oder drei Jahren wird Casamar so aussehen:

 

 

 

Parallel dazu entsteht als Teil des Ressorts ein Hotelkomplex, der von Marriott betrieben werden wird und so aussehen soll:

 

 

Andere Hotelketten wie Sheraton, Wyndham, Riu haben sich ihre Plätze an dieser Küste schon gesichert, weitere werden folgen.

Wer wohnt in diesen Ressorts? Eine bunte Mischung. Panamesische Mittel- und Oberschicht, südamerikanische Käufer, überwiegend aus Kolumbien und Venezuela, aber auch viele Nordamerikaner, die Panama längst als Winterquartier entdeckt haben oder einen Beruf haben, der ortsunabhängig ausgeübt werden kann.

Kanadische Charterfluglinien kommen regelmäßig aus Toronto und Ottawa, landen ab Frühjahr nicht mehr in der Hauptstadt, sondern am neuen Internationalen Flughafen von Rio Hato. Von Atlanta, Houston, Los Angeles, Miami, New York, Washington gibt es tägliche Verbindungen nach Panama City, ebenso aus allen Hauptstädten Süd- und Mittelamerikas.  Aus Amsterdam, Frankfurt und Madrid kommen KLM, Condor und Iberia mehrmals pro Woche.

Panama hat faktisch Vollbeschäftigung und es müssen qualifizierte Arbeitskräfte ins Land geholt werden. Zunehmend sind deshalb auch Familien mit Kindern dabei, für die es eine Vielzahl privater internationaler Schulen gibt.

Kein schlechter Platz zum Leben, oder? Mehr hier.

 

 

 

 

%d Bloggern gefällt das: