Von Panama nach … Peru (2)

Diesen Ausblick kennt wohl fast jeder: Machu Picchu, ein heiliger Ort der Inkas, im 15. Jahrhundert erbaut, nach dem Einzug der Spanier aufgegeben, erst 1911 wieder entdeckt und heute eines der Neuen Weltwunder und Weltkulturerbe.

Wir brechen gegen 4:30 in Cusco auf, ein Shuttlebus bringt uns in 90 Minuten Fahrt zum Bahnhof von Ollantaytambo (2800 Meter), wo wir den PeruRail Voyager besteigen. Komfortable Sessel, große Fenster und ein kleines Frühstück. Im Flusstal entlang des Rio Urubamba schlängelt sich der Zug nun in Richtung Nordwest. Die Berge steigen rechts und links auf über 5000 Meter an. Trotz der dramatischen Gebirgslandschaften kann man getrost Schlaf nachholen, denn die Ausblicke werden auf der Rücktour, im Licht der Nachmittagssonne, noch viel besser sein.

Nach 90 Minuten erreichen wir die Endstation, den Bahnhof von Agua Caliente, eine kleine Siedlung, voll mit Hotels, Hostels, Restaurants und Souvenirläden, eingekesselt zwischen hohen Bergen. Von hier aus schlängeln sich die Busse dann auf Serpentinen und meist ohne Leitplanken am Berg entlang auf die Höhe. Das dauert knapp 30 Minuten. Wer sportlich ist, kann die 500 Meter Höhenunterschied auf einem steilen Pfad zurücklegen.

Am Eingang zum Areal ist alles wohlorganisiert. Unsere Führerin schickt uns links ganz nach oben, um zuerst den von Bildern bekannten Ausblick selbst zu haben. Überwältigend!



Wir nehmen uns 2 Stunden Zeit, um das Areal in Ruhe zu durchwandern, uns dabei 500 Jahre zurückzuversetzen, die einzigartige Atmosphere wahrzunehmen.

Über Historie und teilweise strittige technische Fragen haben wir uns schon zu Hause via Youtube informiert. Damit ist der Kopf frei für die Metaebene.

Zurück per Bus und Eisenbahn, wobei die Nachmittagssonne traumhafte Bilder liefert. Ich überlege sogar, diese Strecke zu dieser Tageszeit nochmal nur wegen der Fotos zu absolvieren. Passt aber nicht ins Programm dieser Kurzreise.

In der Dunkelheit kommen wir müde zurück ins Hotel und beschließen, am nächsten Morgen mal so richtig auszuschlafen. Wie das ausging, habe ich ja schon in Teil 1 beschrieben.

Unbedingt erwähnen muss man, dass die Peruaner eine vorzügliche Küche haben. Ceviche, Alpacca, Forelle vom Grill, und vieles mehr.

Alle Bilder (C) 2019 besserpanama.com

Im dritten und letzten Teil folgen ein paar Bilder vom Zwischenstopp in Lima. Also wiederkommen.

Von Panama nach … Peru (1)

Ein weiterer Mosaikstein in der Erkundung unseres neuheimatlichen Hinterlandes – Peru. Und wieder nehmen wir uns nicht etwa vor, ein ganzes Land zu erforschen, sondern konzentrieren uns auf wenige Höhepunkte: Machu Picchu.

Und um die Spannung aufrecht zu erhalten, wird dazu erst im nächsten Post geschrieben. Lohnt also wiederzukommen.

Vorschau:

Drei Stunden dauert es, um die 1.400 nautischen Meilen von Panama City nach Cusco, der Hauptstadt des Inkareichs direkt zurückzulegen. Wir machen es anders und buchen Flug, Hotel und Tagesausflug im Paket, mit Marriott.

Dienstag vormittag geht die erste Etappe mit Avianca nach Bogota, was etwas länger als eine Stunde dauert. „El Dorado, ich komm‘ an …“ singt Udo Lindenberg in einem seiner Songs und so heisst der Bogota International Airport. Ankommen tun wir allerdings auf Asphalt und nicht „auf der gold’nen Landebahn“ die Udo hier im Livekonzert verspricht.

Zeit zum Umsteigen und weiter geht es mit einer ziemlich neuen Avianca 787, dem superleisen Dreamliner, in 2 1/2 Stunden nach Lima, der Hauptstadt Perus. Als Stützpunkt für diese Tage haben wir aber Cusco ausgewählt. Deshalb fliegen wir nochmal eine knappe Stunde hinauf in die Anden.

Gegen 21 Uhr erreichen wir dann unser Quartier für die nächsten 4 Nächte. Es ist mehr als das, nämlich historische Stätte, Museum und Hotel zugleich, wie wir bei der Tour am nächsten Tag erfahren, einschließlich einer eindrucksvollen Inka-Zeremonie.

Cusco hat fast 500.000 Einwohner, war zum Ende des 15. Jahrhunderts die Hauptstadt des Inkareichs … und liegt 3.500 Meter über Meeresspiegel. Den Sprung von Null auf diese Höhe merkt man schon und es sind nicht nur Stunden, die es zur Anpassung braucht.

Im Frühstücksraum sitzt ein junger Mann mit Sauerstoffmaske und innerlich bezeichne ich ihn schon mal als Weichei … bis ich abends in absoluter Ruhe auf einmal 125 Puls habe, Ruhepuls verdoppelt. Da hilft nur Sauerstoff. In 15 Minuten bin ich wieder unter 90 und leiste heimlich Abbitte bei dem jungen Mann vom Morgen.

Allerdings hatten wir tagsüber auch die ganze Altstadt bewandert und waren durch enge Gassen viele Treppen zum bestbewerteten Restaurant der Stadt, dem Yaku, aufgestiegen. Dazu Pisco Sour, das süffige Nationalgetränk mit eigenem Feiertag, sowie das eine oder andere Glas Wein und das alles konnte der Koka-Tee dann doch nicht voll kompensieren.

Lektion gelernt – nicht mehr so viel laufen.

Die Tour zum Machu Picchu begann Donnerstag früh um 4 Uhr, deshalb wollen wir am nachfolgenden Freitag natürlich ausschlafen. Soweit zum Plan. Allerdings wußten wir bis dahin auch nichts vom Feiertag des Heiligen Hieronymus. Bis wir Freitag früh gegen halb sechs morgens von ohrenbetäubendem Lärm aus dem Schlaf gerissen werden. Eine Prozession mit Blasmusik und Böllerschüssen zieht unter unserem Fenster vorbei und das geht den ganzen Tag weiter. Zum Glück, denn so können wir uns das kulturelle Ereignis, später und leidlich ausgeschlafen, noch auf den Straßen anschauen.

Diese Prozessionen sind sehens- und hörenswert. Ein Video wird in den nächsten Tagen hier eingefügt.

Der nächste Post dreht sich ausschließlich um Machu Picchu, ein sehr beeindruckender Ort.

Panama überholt Chile

Mal wieder ein Ranking. Und am Ende des Posts eine dazu passende Vorankündigung.

Diesen Post hatte ich heute schon mal mit dem reißerischen Titel „Panama #1 in Lateinamerika“ veröffentlicht … und zurückgezogen. Ich hatte die Rechnung nämlich ohne Uruguay, die Schweiz Südamerikas, gemacht. Das kleine Land am Rio de La Plata, mit seinen exzellenten Steakhäusern, toppt nämlich die Liste und vermasselt mir die Kernbotschaft des Posts.

Das World Economic Forum (WEF) hat das 2018 Global Competetiveness Ranking veröffentlicht. Das sind die Herrschaften, die mit 1500 Privatjets in Davos eingefallen sind und dem Rest der Welt erzählen, dass unbedingt weniger CO2 emittiert werden muss. Na klar.

Nichtsdestotrotz sind einige Statistiken des Reports nützlich und daraus mache ich mal ein eigenes Ranking: die lateinamerikanischen Staaten bezüglich Bruttosozialprodukt pro Kopf und durchschnittliches Wirtschaftswachstum der letzten 10 Jahre. Dazu noch die Platzierung in der Wettbewerbsfähigkeit.

Das Bemerkenswerte daran ist aus hiesiger Sicht natürlich, dass Panama den bisherigen Zweiten, Chile, im Pro-Kopf-GDP (Bruttosozialprodukt) Ranking überholt und jetzt nur noch Uruguay in Lateinamerika vor sich hat. Der erhebliche Unterschied in den Wachstumsraten wird sogar dafür sorgen, dass sich der Abstand zu den Nachfolgenden in den nächsten Jahren weiter vergrößert.

Unsere persönliche Erfahrung: es macht Spaß, in einem Land zu leben, wo man den Fortschritt in vielen Bereichen mit Händen greifen kann. Und auch deshalb haben wir Deutschland in 2008 den Rücken gekehrt.

Konsequenzen für Auswanderer: Wer ein Land mit möglichst niedrigen Lebenshaltungskosten sucht, wird in der unteren Hälfte der Liste fündig. Er muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass dies mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität einhergeht: Sicherheit, Gesundheit, soziale Bedingungen.

Wer es sich leisten kann, findet seinen Favoriten im oberen Teil der Liste und wer tropische Bedingungen bevorzugt, ist bei den gelb markierten Anführern der ersten drei Gruppen am besten bedient:

Panama, Costa Rica, Peru.

Vorankündigung:

One by one, industrialists, entrepreneurs, creative souls are checking out of a society, being dismantled by a permanent political class, the self-proclaimed elite of incompetent politicians, their bootlickers in mainstream media, pseudo-sciences and social justice warriors. For them, it is liberating to start fresh in a place far away, under their few own rules, complementing each other, at nobody else’s expense.

Wer sich dafür interessiert, kann in Kürze in diesem Blog mehr dazu lesen. Deshalb gern mit Gleichgesinnten teilen und schon mal als Follower anmelden.

Danke für das Interesse.

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