Ein Leuchtturm wird erbaut

Um präzise zu sein, es ist kein altmodischer Leuchtturm wie in Warnemünde oder Kap Arkona. Die werden im Zeitalter von GPS nicht mehr benötigt. Es ist ein neues Apartmenthaus direkt am Strand. Und da passt der Name LIGHTHOUSE doch sehr gut, wenn man sich vorstellt, dass dort am Abend alle Lichter brennen und die Bewohner bei Kerzenschein im Freien sitzen.

Die weit draußen auf ihrem Weg vom oder zum Panama-Kanal vorbeiziehenden Schiffe werden diese Lichter sehen und die Bewohner der oberen Stockwerke werden die großen Schiffe verfolgen können. In Richtung Süden wird der Blick bis zu den Gebirgen der Halbinsel Azuero gehen, am südlichsten Zipfel von Panama.

Die Fundamente für ein Hochhaus wie das LIGHTHOUSE müssen solide im Grund verankert sein. Panama ist Erdbebengebiet, wenn auch deutlich weniger gefährdet, als seine Nachbarn im Norden und Süden.

Die Gründung der Fundamente hat Monate gedauert, ehe dann Anfang April vorigen Jahres die Kräne in Position gebracht wurden. Und am 31. Dezember 2014 sah es schon so aus:

LHPB_Dez14Es wird noch mehr als doppelt so hoch werden, bei Fertigstellung. 80 Apartments auf den Stockwerken 6 bis 20 und von 125 bis 317 m². Die Etagen darüber beherbergen noch eine Anzahl luxuriöse Penthouse-Wohnungen.

Und so wird es dann wohl zum Jahresende 2015 aussehen, oder wenige Monate danach:

LHPBtop lighthousefrontHier ist das Video dazu.

Das LIGHTHOUSE ist nur eines von vielen Projekten entlang der panamesischen Pazifikküste, die jedoch nirgendwo zugebaut erscheint. Gebäude dieser Höhe gibt es derzeit nur wenige entlang der 70 km Küste zwischen Punta Chame und Rio Hato. Und zwischen den Ressorts noch jede Menge wilde Steilküste, einsame Sandstrände und Felsen. Natur eben.

Kurzer Ausflug

Samstag, Regenzeit, aber entlang der Küste akzeptables Flugwetter.

Pedasi hat einen neuen Flugplatz bekommen, den wir noch nicht gesehen haben. Also nichts wie hin und dabei einen Überflug der Isla Iguana machen.

Hier ist die Strecke:

MP24 MPCE MP00

 

Von Chame (MP24) über Rio Hato (MPRH), weiter nach Chitre (MPCE) und dann nach Süden bis Pedasi  (MP00). Insgesamt 90 nautische Meilen, eine Stunde Flugzeit. Mit dem Auto wären es 4 Stunden.

Die Kürzel sind die international üblichen Bezeichnungen für Flugplätze. M in diesem Fall wie Mittelamerika, P wie Panama und dann entweder Ort oder eine Nummer. Warum Pedasi gerade 00 hat? Keine Ahnung.

Wir geben kurz den Flugplan auf und beschließen auf 6500 ft zu fliegen, möglichst über den niedrig liegenden Wolken. Der Plan geht auf und wir fliegen entlang der Küste nach Westen. Die Sicht ist nicht toll.

Über Chitre wird nach Süden gedreht. Pedasi’s alter Flugplatz lag direkt hinter dem Strand und wird sicher in Kürze ein Hotel oder ähnliches Objekt aufnehmen. Der neue Platz liegt ein paar Kilometer landeinwärts.

Pedasi, eine Kleinstadt im Süden von Azuero soll eigentlich Zentrum einer neuen Tourismusregion sein und die Werbung dafür läuft auf vollen Touren.  Wer sich allerdings den neuen Flugplatz anschaut, muss ins Grübeln kommen: Eine 600m-Piste, am Wochenende nicht besetzt und sogar abgeschlossen. Der Zugang zum Platz und die Toiletten,  nicht die Piste 🙂

MP00 Flores

 

Kein Kaffee, kein Snack.

Weit und breit keine andere Maschine zu sehen und ich kann in Ruhe die Bahn ablaufen, hin und zurück.  Macht 1200 Meter. Ungefähr.

Pedasi Rwy 34

 

 

Okay, da müssen wir nicht lange bleiben. Einen Ausflug zur nahegelegenen Isla Iguana hatten wir sowieso nicht für das Wochenende geplant und im Überflug hatten wir schon 10 Boote dort gesehen.

Wir starten und nehmen Kurs auf die Insel, um sie in geringer Höhe zu überfliegen. Ein schöner Anblick und sicher einen extra Tagesausflug wert.

Isla Iguana

Zurück fliegen wir die gleiche Strecke, nehmen entlang der Küste ein kurzes Video aus 5000 ft auf, das die Ressorts Buenaventura, Grand Wyndham, Playa Blanca, das neue Riu im Bau sowie das Royal Decameron zeigt. Direkt neben letzterem befindet sich die neue Piste von MPRH, die ich in Kürze mal probe-anfliegen werde.

Das wird hoffentlich bald der neue Heimatflughafen für unsere Maschine.

Von hier sind es nur noch 15 Minuten bis zur Landung in Chame.

 

 

Pazifikküste von oben

Die Regensaison hat Panama erreicht und die Staubecken zur Stromversorgung füllen sich. Ende der kleinen Energiekrise.

Der Aeroclub hatte gestern einen Ausflug, im wahren Sinn des Wortes, nach Santiago geplant. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ein paar Bilder entlang der Küste zu machen, bestehende und im Bau befindliche Ressorts zu zeigen. Das sind nicht die typischen Katalogaufnahmen, weil wirklich Regenwetter war und wir unseren Weg zurück zwischen den Wolken und auf nur 1500 ft machen mussten. Nichtsdestotrozt, immer 27°C und damit nicht wirklich ungemütlich.

Anfangen tut es mit ein paar Eindrücken vom Landesinneren.

Berge

Landschaft

cattle

Dann der Rückflug zur und entlang der Küste:

Regenwolke

Meersalz_Garnelen

Meersalz_Garnelen

 

Gewinnung von Meersalz und Aufzucht von Garnelen

Plantage im Regen

Und jetzt kommen die Strandressorts:

Wyndham_PlayaBlanca_DEcameron

Links ist Buenaventura mit dem Marriott nicht mehr im Bild. Direkt am Strand das Wyndham Grand, daneben der Rohbau des Riu. Dahinter die Türme und Lagune von Playa Blanca, rechts am Rand das Royal Decameron und der neue Flughafen von Rio Hato.

mprhapproach                                                 Noch ein Blick auf das Royal Decameron und die neue Piste.

Santa Clara Towers                                                 Doppeltürme am Strand von Santa Clara.

Sanata Clara Beach                                                 Mehr von Santa Clara

Bijao_Sheraton                                                 Bijao Resort mit riesigem Appartment-Tower …

Bijao2                                                  … und dem Sheraton im Vordergrund

Playa Ibiza                                                  Playa Ibiza

Casamar                                                 Casamar im Bau …

und wie es bald aussehen wird

casamar_marinazul

San Carlos                                                  Blick auf San Carlos

Vistamar                                                 Vista Mar mit Golfanlage

Coronado2                                                 Coronado, das am längsten bestehende Ressort an dieser Küste

Und von hier drehen wir in den Anflug auf Chame, unseren derzeitigen Heimatflugplatz.

Nur noch 5 nm.

Kulinarisches

Wer nach Panama geht muss Fisch und sonstige Meeresfrüchte lieben, ein Land mit 2.490 km Küste an Karibik und Pazifik, mehr als 500 Flüssen und hunderten von Inseln.

Tag für Tag fahren die Fischer mit ihren Pangas in die küstennahen Gewässer und kommen mit vollen Netzen zurück, corvinas, pargos, dorados. Hin und her fahren die Shrimpkutter in Sichtweite und liefern langostinos Nachschub. Überall entlang der Küste sieht man die Aufzuchtteiche für camarones, die kleinen schmackhaften Garnelen. Und draußen auf den Inseln weiß jedermann, wo die besten Plätze für Langusten langostas sind. Alltagsessen.

Kein Restaurant im Land ist weiter als 50 km vom Meer oder 5 km vom nächsten Fluss entfernt, eine Frischegarantie, aber am besten schmeckt es natürlich immer direkt am Strand, mit Blick auf die Fischerboote.

Eine Spezialität, als Vorspeise, ist ceviche. Corvina oder camarones eingelegt in eine Essigmischung.  Lecker.

Wir bevorzugen den pescado entero, ein knusprig gebackener ganzer corvina (Seebarsch) oder pargo (Rotbarsch). Außen knusprig, innen saftig, auf Wunsch auch mit extra scharfer Sauce. Dazu ein eiskaltes Bier oder ein Glas Weisswein.

Als Beilage, fakultativ, frittierte Kochbananen oder Süßkartoffeln.

Wer Fisch und Meeresfrüchte nicht mag, ist hier im falschen Land unterwegs.  Er kann natürlich mit Hühnchen oder vegetarisch auch gut leben. Richtige Steaks gibt es in ausgewählten Restaurants, importiertes Fleisch aus Argentinien oder USA, die panamesischen Rinder sind eher für Leute mit sehr guten Zähnen. Schwein ist ok. Das war aber alles heute nicht mein Thema.

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