Las Perlas aus der Luft

Nach einigen Regentagen war heute mal wieder strahlender Sonnenschein über Panama. Flugwetter.

Vom Flugplatz Chame ging es auf 4500 ft über 40 nautische Meilen in Richtung Ost über den Pazifik. Und schon bald kommt der Las Perlas Archipel in Sicht. Es ist Walsaison und ich sinke auf 2500 ft ab um den einen oder anderen zu finden. Fehlanzeige. Was ich finde, sind Bilder der Inselwelt, die mich immer wieder begeistern.

Ich fliege über Pedro Gonzalez, an Isla del Rey vorbei und über Isla Viveros nach Isla Contadora, noch ein Stück in Richtung Norden, dann über Isla Saboga mit seiner uralten Kirche wieder Richtung Pedro Gonzalez und drehe dann beim Steigen in Richtung Westen. Isla Otoque ist schon in Sicht und es braucht kein GPS um nach Hause zu kommen.

Hier sind ein paar Aufnahmen:

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Alle Bilder (C) Panaviacion Corp.

Panama-Kanal aus der Luft – ein 10-Minuten-Video

Mein Pilotenfreund Henry Stec hat an seiner Cessna 182 eine Kamera montiert und flog vor wenigen Tagen vom Marcos A Gelabert Aeropuerto (MPMG, frühere Albrook AFB) im Nordwesten der Hauptstadt nach Chame (MP24). Das ist nur ca. 70 km entfernt und unser Heimatflugplatz.

Sein Video ist hier und das ist dabei zu sehen:

Start in der City auf Runway 36 in Richtung Norden. Kurz danach dreht er Richtung Südwesten und der Panamakanal kommt in Sicht. Er überfliegt die Miraflores-Schleuse und parallel direkt dahinter sieht man die schon mit Wasser gefüllten neuen Schleusen der Kanal-Erweiterung. Eröffnung wird im April 2016 sein.

Panamakanal Miraflores locks & extension (C) Henry Stec

Panamakanal Miraflores locks & extension
(C) Henry Stec

Kurz danach wird der Flugplatz Panama Pacifico (die frühere Howard AFB) überflogen und es geht entlang der Pazifikküste Richtung Westen. Ein Stück über das Wasser nach Punta Chame und von da am Strand entlang nach Coronado. Es ist das Zentrum der zentralen Pazifikküste. Über Coronado nach Norden drehen und schon ist der Flugplatz von Chame in Sicht. Leicht wackliger Anflug auf Piste 36, da Chame zwischen zwei Gebirgen liegt und dort die Luft tüchtig verwirbelt wird.

Auf dem Rückflug sieht man kurz vor dem Endanflug im Hintergrund die Hochhäuser von Panama City, kreuzt die Kanaleinfahrt und den Balboa Yachthafen, lässt die Brücke der Amerikas links liegen und passiert das auf gleicher Höhe rechts liegende repräsentative Gebäude der Kanalverwaltung mit Goethals-Denkmal. Links sieht man den Balboa-Containerhafen und schon ist der Ausgangspunkt wieder erreicht.

Cooles Video. Gracias amigo.

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Sommerzeit

Irgendwie kommt das Bloggen hier in letzter Zeit ziemlich kurz. Sicher auch, weil wir in den letzten drei Monaten 2 mal in Deutschland waren. Dabei gibt es immer genug zu berichten:

Auf dem Rückflug mit Condor von Frankfurt gestern haben wir Christoph getroffen, der mit seiner Frau auf Isla Boca Brava in der Provinz Chiriqui eine kleine Hotelanlage bauen will. Viel Erfolg. Und am kommenden Freitag sind wir unweit von dort zur Eröffnung eines Sägewerks von Forest Finance eingeladen.  Danke für die Einladung, Petra.

Die Aktivitäten auf Isla Viveros sind leider angehalten, nachdem ein potentieller Investor mit 6 Monaten Verzögerung eingeräumt hat, dass die versprochenen Mittel nicht eingesammelt werden konnten. Damit sollten Golfplatz und Hotel begonnen, der Flugplatz ausgebaut werden. Auch das Projekt Golden Sand Residences war von diesem Investment abhängig, weil niemand ein Luxusappartment auf einer Insel kauft, die nicht rundum first-class Service bietet.  Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.

Da draussen um Las Perlas beginnt gerade wieder die Buckelwal-Saison, die bis Ende Oktober andauern wird, mit 100% Walsichtgarantie. Wir werden kommende Woche die Gegend mal abfliegen und nach den Fontänen Ausschau halten.

Apropos Fliegen: Während unseres Deutschland-Aufenthalts ist auf dem Flugplatz von Chame, wo sich unser Hangar befindet, eine Maschine beim ersten Alleinflug eines Flugschülers verunglückt. Totalschaden am Flieger, der Pilot glücklicherweise unverletzt.

 

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Und dann ist da noch Fußball. Einige der WM-Spiele habe ich hier im panamesischen Fernsehen verfolgt, leider nicht die Demontage der Gastgeber durch unser Team. Seitdem sind aber gut sichtbar eine Menge brasilianische Fahnen aus dem Straßenbild verschwunden. Wir haben natürlich Schwarz-Rot-Gold am Auto.

 

 

 

 

 

 

Kurzer Ausflug

Samstag, Regenzeit, aber entlang der Küste akzeptables Flugwetter.

Pedasi hat einen neuen Flugplatz bekommen, den wir noch nicht gesehen haben. Also nichts wie hin und dabei einen Überflug der Isla Iguana machen.

Hier ist die Strecke:

MP24 MPCE MP00

 

Von Chame (MP24) über Rio Hato (MPRH), weiter nach Chitre (MPCE) und dann nach Süden bis Pedasi  (MP00). Insgesamt 90 nautische Meilen, eine Stunde Flugzeit. Mit dem Auto wären es 4 Stunden.

Die Kürzel sind die international üblichen Bezeichnungen für Flugplätze. M in diesem Fall wie Mittelamerika, P wie Panama und dann entweder Ort oder eine Nummer. Warum Pedasi gerade 00 hat? Keine Ahnung.

Wir geben kurz den Flugplan auf und beschließen auf 6500 ft zu fliegen, möglichst über den niedrig liegenden Wolken. Der Plan geht auf und wir fliegen entlang der Küste nach Westen. Die Sicht ist nicht toll.

Über Chitre wird nach Süden gedreht. Pedasi’s alter Flugplatz lag direkt hinter dem Strand und wird sicher in Kürze ein Hotel oder ähnliches Objekt aufnehmen. Der neue Platz liegt ein paar Kilometer landeinwärts.

Pedasi, eine Kleinstadt im Süden von Azuero soll eigentlich Zentrum einer neuen Tourismusregion sein und die Werbung dafür läuft auf vollen Touren.  Wer sich allerdings den neuen Flugplatz anschaut, muss ins Grübeln kommen: Eine 600m-Piste, am Wochenende nicht besetzt und sogar abgeschlossen. Der Zugang zum Platz und die Toiletten,  nicht die Piste 🙂

MP00 Flores

 

Kein Kaffee, kein Snack.

Weit und breit keine andere Maschine zu sehen und ich kann in Ruhe die Bahn ablaufen, hin und zurück.  Macht 1200 Meter. Ungefähr.

Pedasi Rwy 34

 

 

Okay, da müssen wir nicht lange bleiben. Einen Ausflug zur nahegelegenen Isla Iguana hatten wir sowieso nicht für das Wochenende geplant und im Überflug hatten wir schon 10 Boote dort gesehen.

Wir starten und nehmen Kurs auf die Insel, um sie in geringer Höhe zu überfliegen. Ein schöner Anblick und sicher einen extra Tagesausflug wert.

Isla Iguana

Zurück fliegen wir die gleiche Strecke, nehmen entlang der Küste ein kurzes Video aus 5000 ft auf, das die Ressorts Buenaventura, Grand Wyndham, Playa Blanca, das neue Riu im Bau sowie das Royal Decameron zeigt. Direkt neben letzterem befindet sich die neue Piste von MPRH, die ich in Kürze mal probe-anfliegen werde.

Das wird hoffentlich bald der neue Heimatflughafen für unsere Maschine.

Von hier sind es nur noch 15 Minuten bis zur Landung in Chame.

 

 

Las Perlas aus der Luft

Schönes Wetter in Panama und wir wollen zur Isla Contadora.

Unser Freund Gerald, der dort ein bekanntes Bed & Breakfast betreibt, hat Geburtstag gehabt. Zeit um persönlich zu gratulieren.

Gegen 10 Uhr starten wir mit unserem „Light Sport Aircraft“ vom Flugplatz in Chame. Unser Kurs führt zunächst zur Isla Taboga und dann raus auf den Pazifik. Alles zusammen nur 55 Seemeilen, ca 40 Minuten Flugzeit.

Image

Isla Taboga beherbergt ein sog. VOR, ein Funkfeuer, welches zur Navigation der ankommenden Maschinen dient. Im Zeitalter von GPS werden diese Einrichtungen in den nächsten Jahren überflüssig und abgebaut werden. Isla Taboga liegt 8 bzw. 11 Seemeilen vor den Flugplätzen Panama Pacifico (MPPA) und Marcos A. Gelabert (MPMG), beide am westlichen Stadtrand von Panama City, einer westlich, einer östlich vom Kanal.

Bis Taboga sind wir in Abstimmung mit Panama Radio bzw. Advisory auf 7500 ft gestiegen. Ein Flugplan und Radarkontakt mit der Luftüberwachung sind Pflicht im Umfeld von Panama City, denn neben den beiden genannten Flugplätzen gibt es östlich der Hauptstadt noch den International Airport Tocumen, der sich zu einem stark frequentierten  Hub in Mittelamerika entwickelt hat. Er ist 20 Seemeilen von Taboga entfernt.

Pacific coast

Punta Chame and Islas Otoque

Bei guter Sicht hat man von hier aus, die eindrucksvolle Skyline der Hauptstadt gut im Blick, aber heute ist es zu diesig. Kaum haben wir über Taboga auf Kurs 109° gedreht, kommen auch schon am Horizont die Inseln des Las Perlas Archipels in Sicht. Es sind nur noch 30 Seemeilen.

Mehr Las Perlas

Als wir noch 10 Seemeilen entfernt sind, bekommen wir die Erlaubnis zum „Abstieg“, nehmen die Leistung zurück und die Nase nach unten. Wir wollen nicht direkt Contadora anfliegen, sondern eine Schleife über den Archipel, der sich über einen Bereich von 30 x 40 km erstreckt.

Fantastico

Wir fliegen an Isla Pedro Gonzalez vorbei, wo ebenso wie auf Isla Viveros Bauarbeiten im Gang sind. Dahinter befindet sich Isla del Rey, die größte Insel des Archipels. Weiter im Süden liegt Isla San Jose. Über Viveros drehen wir nach Norden und nehmen Kurs auf Contadora, überfliegen eine Anzahl kleinere Inseln, Felsen und Sandbänke. Hier draußen kann man wahrscheinlich jeden Tag des Jahres an einem anderen Strand baden.

Paraiso

Wow

Beaches beaches beaches

Giant hot tub

Isla Viveros 3000 ft

Isla Viveros North Beach 2

Wir schauen sehnsüchtig hinunter auf die vor Anker liegenden Segelyachten, so wie die Skipper wohl uns um die Aussicht beneiden.

Final 2

Perfect approach

Pause für HP-1708

Wir machen einen langen Anflug auf Contadora und setzen auf der 750 Meter langen Piste auf. Zwei andere Maschinen stehen schon da, einer davon ist eine Stunde vor uns auch von Chame gestartet. Allen, der Pilot, ist Kanadier, wohnt abwechselnd auf dem Festland und in seinem Haus auf Contadora.

Wir nehmen den direkten Weg zu Gerald’s, gratulieren und erzählen bis es Zeit zum Essen ist. Shrimp und Reis bzw. Nudeln, wie immer frisch und köstlich.

Es ist Flut und wir fahren mit dem ATV zum Playa Sueza, liegen bis nach 15 Uhr im klaren Wasser. Dann eine kleine Rundfahrt, Eis essen und mit zwei Piloten fachsimpeln. Zurück zu Gerald’s zu Kaffee und Kuchen mit dem Chef und seiner Frau Sabine.

Jetzt wird es Zeit für den Rückflug. Diesmal auf 6500 ft und direkt nach Chame, ohne den Umweg über Taboga. Nach 35 Minuten landen wir wohlbehalten an unserem Ziel.

Leaving Contadora in the afternoon

Touchdown Rwy 18 Chame

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