Ein Stück erschwinglicher Luxus

Nicht nur meine Lieblingsregion in Panama ist die Inselgruppe der Las Perlas, die Perleninseln, im Golf von Panana und nur 30 Minuten per Flugzeug, 90 Minuten per Expressfähre und wenige Stunden per Segelboot von der quirligen Hauptstadt entfernt. Was sich dort auftut, ist eine ganz andere, eine maritime Welt.

Quelle: paoloruffini.com

Nur wenige der mehr als 200 Inseln sind bewohnt, deren Bewohner leben von Fischfang und Tourismus. Einige Sandbänke tauchen nur bei Ebbe auf, verschwinden wieder mit dem Ansteigen der Gezeiten.

Ganzjährig ein Paradies für Segler und Schnorchler, tummeln sich von Juli bis Oktober hier ein paar Hundert Buckelwale, bringen ihre Jungen zur Welt, ziehen sie auf, machen sie fit für die Rückreise in Richtung Antarktis.

Quelle: pinterest.com

Die beliebteste und belebteste Insel der Gruppe ist Isla Contadora, wo die Spanier im 16. Jahrhundert die von Einheimischen aus der Tiefe geholten Perlen für den Transport ins Mutterland verpackten und der Buchhalter, el contador, genau Buch über die Schätze führte.

Im 20. Jahrhundert ließen sich wohlhabende Hauptstädter ihr Wochenend-Refugium auf Isla Contadora bauen und auch ausländische Prominente kamen hinzu. Immer wieder war die Insel Treffpunkt von Staatsmännern für mehr oder weniger geheime Treffen und Absprachen.

Isla Contadora hat sieben traumhafte Strände, einer davon ist der einzige offizielle Nudistenstrand im katholischen Panama.

Unmittelbar hinter der ersten Grundstücksreihe und 30 Meter über dem Meer entsteht derzeit Cacique Village, ein kleines Ressort zwischen alten Bäumen, mit 11 Duplexgebäuden, die aus je einer 2- und 3-geschossigen Villa mit 200 m² Wohnfläche bestehen.

Einige der 3-geschossigen Villas werden nun in einem Teileigentumsmodell unter der Marke LiBERTADO507 vermarktet. Neben drei Schlafräumen mit Bädern im Erdgeschoss nimmt ein großzügiger Wohnbereich mit Küche und Freifläche die gesamte obere Etage ein. Im Untergeschoss (90 m²) verfügt jede der voll ausgestatteten LiBERTADO507 Villen über 6 belüftete Depositboxen, damit die Besitzer persönliche Dinge, wie Sportgeräte oder Kunst während ihrer Abwesenheit sicher unterbringen können.

Quelle: Cacique Village

Krönung ist jedoch die geräumige Dachterasse im Grünen, mit 96 m² Fläche, Blick auf Meer und Nachbarinseln, unverbaubar natürlich. Der feinsandige Strand ist weniger als 100 Meter entfernt. Im Bild fehlt die Dachterrasse.

Ein solches Objekt auf Panamas nachgefragtester Pazifikinsel wird in einem Teileigentumsmodell für 6 Besitzer angeboten, stellt ein überaus attraktives Investment mit Wertsteigerungspotential dar. Als Dividende gibt es Jahr für Jahr 8 Wochen Nutzung für family & friends.

Alle Details sind hier: www.libertado507.com

56 Nächte in einer bezüglich Lage, Größe und Komfort vergleichbaren Hotelsuite dürften mit über $1.000 pro Nacht zu Buche schlagen, was einer Dividende von ca. 30% auf den Einsatz in Höhe von $165.000 entspricht.

Wer seine Teilzeit-Villa als Hauptquartier einer Panama Corporation nutzt, kann das Investment in wenigen Jahren aus legaler Steuereinsparung refinanzieren. Wie das geht, steht hier. (pdf download)

Auch wer nur einige Wochen im Jahr die Tropen genießen will, hat damit ein komfortables Dauerquartier und den perfekten Ausgangspunkt, um Lateinamerika und die Karibik zu bereisen. Oder es ist der erste Schritt zur späteren Auswanderung.

Bauherr des Ressorts ist ein deutscher Unternehmer der seit 20 Jahren in Panama lebt und auf Isla Contadora ein populäres Hotel und Restaurant betreibt.

Kauf der Villa wird über Keller Williams, eine der großen internationalen Immobilienfirmen und deren deutschen Makler realisiert.

Das Teileigentumsprojekt wird von der Luckxus Promotions S.A. mit einer spezialisierten Anwaltskanzlei umgesetzt.

Ausführliche Information findest Du hier: www.libertado507.com

Bis bald, auf Isla Contadora, Panama Pazifik.

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Die Große Krise – was tun?

Vor genau 100 Tagen ist Sars-Covid-2 in Panama angekommen und es wird Zeit zu reflektieren, was da passiert und was es für Auswirkungen haben wird. Ganz ohne Statistik, mit Schwerpunkt auf unsere ganz persönliche Situation und Sicht, sowie die Frage

„Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?“

Vorab: es sollte inzwischen klar sein, dass das nicht die normale alljährliche Schlechtwettergrippe ist. Hätten wir sonst hier nicht. Und wer es immer noch nicht glaubt, braucht nur die globale Ausbreitung sowie die Zahlen der weltweit Infizierten und Todesfälle zu analysieren.

Die Realität ist, wie es ein Arzt heute im Zeitungsinterview ausgedrückt hat, „… dass es auf der Welt keine Coronavirus-Experten gebe, man müsse also … bei Bedarf wirtschaftliche und gesundheitspolitische Strategien ändern. Wir lernen immer noch dazu.“

Auch wenn ich das vor einiger Zeit für übertrieben gehalten habe, diese gesundheitliche Krise, deren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen werden unser Leben über Jahre spürbar verändern. Aber wie hat jemand in den frühen Tagen gesagt:

„Unsere Großväter wurden in den Krieg geschickt und von uns wird nur verlangt, dass wir ein paar Wochen auf der Couch sitzenbleiben.“

Klingt beruhigend, aber inzwischen sieht es so aus, als ob auf der Couch sitzen nicht reichen wird.

Fakt ist, dass keiner von uns in seinem Leben eine ernsthafte Krise erlebt hat, die über den persönlichen Rahmen hinausging. Das ist eine neue Situation, die man einfach zu ignorieren und auszusitzen versucht, was aber nach 100 Tagen nicht mehr so leichtfällt.

Wie haben wir das bisher überstanden und war es richtig hierzubleiben?

In vorangegangenen Posts habe ich ja einiges zur Situation vor Ort geschrieben. In dieser weltweit unübersichtlichen und angespannten Situation ist die Homebase für uns ohne jeden Zweifel der bestmögliche Standort.

Zu Hause sein, alles zur Hand haben, ganztägig die Meeresbrise inhalieren und den Ausblick über den Ozean genießen (Lage, Lage, Lage!), mit der Umgebung und den Menschen vertraut sein – das ist unter den gegebenen Umständen schon als optimal zu bezeichnen. Natürlich gehört dazu das schnelle Internet, für Echtzeit-Information, für bequeme Kommunikation mit family & friends, und um Arbeiten zu erledigen, die schon lange auf Erledigung gewartet haben.

Quelle: paoloruffini

Auf unserem Reiseplan stand diesen Monat die chilenische Atacama-Wüste, aber derzeit irgendwo festzusitzen, ist keine verlockende Aussicht. Und die Atacama geht nicht weg.

Angesichts aktuell ansteigender Infiziertenzahlen wurde gestern informiert, dass Panama seine Flughäfen nicht vor dem 23. Juli für den internationalen Passagierflugverkehr wiedereröffnet. Ansteigende Zahlen und Verlängerung von Maßnahmen sind aber nicht Panama-spezifisch.

Gerade hat Australien bekanntgegeben, dass man bis Jahresende keine ausländischen Reisenden ins Land lassen will und das über-liberale Kalifornien hat Maskenpflicht eingeführt.

Was also tun?

Als erstes muss der Realität ins Auge geschaut und über längere Zeit mit mehr oder weniger strikten Beschränkungen gerechnet werden. Egal wo. Umso besser wenn es anders kommen sollte.

Als zweites muss jeder unbedingt dafür sorgen, nicht selbst in den Statistiken als Infektionsfall, oder noch schlechter, aufzutauchen. Dazu habe ich hier Tipps gegeben.

Drittens: die Zeit nutzen und das Leben danach vorbereiten, das definitiv anders aussehen wird. Die aktuellen Unruhen in vielen Ländern sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was sich in einer langandauernden ökonomischen Krise zu harten Verteilungskämpfen zuspitzen kann.

So wie sich CHAZ in Seattle in nur einer Nacht etabliert hat, können die bereits Clan-dominierten Zonen in europäischen Großstädten über Nacht zu exterritorialen Gebieten werden, im günstigen Fall unter der türkischen, im ungünstigen unter der IS-Flagge. Das Personal ist da und vorbereitet.

Und dann gibt es noch ein internationales Netzwerk, dass in Schwarz und mit roten Fahnen auftritt, satt finanziert ist, Sympathisanten in den Parlamenten und in Deutschland bis in Landesverfassungsgerichte hat. Parallel gibt der Staat partiell sein Gewaltmonopol auf.

Wer wird mit diesem Posting eigentlich angesprochen?

Das sind die Nix-wie-wegs, die schon immer auf dem Sprung waren, aber noch mehr Information brauchen, um eine Entscheidung zu treffen oder die schon getroffene Entscheidung vorziehen wollen. Im Normalfall war das für die meisten nur ein Gedankenexperiment, eine intellektuelle Übung, ohne wirklich Ernst machen zu wollen. Das ändert sich gerade.

Das sind die Alles-wird-anders, deren Lebenssituation sich drastisch zu verändern beginnt. Das ist die wohl schwerste Rolle, unter zunehmendem Druck etwas ganz Neues denken und umsetzen zu müssen. Umso wichtiger ist es, die Situation nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu begreifen: „Eigentlich wollte ich schon lange anders leben.“ Das hilft auch, wenn Auswandern nicht das Thema ist.

Und es ist für die PlanB-ler, deren Welt noch in Ordnung ist, die aber bei Verschlechterung gerüstet sein wollen. Das ist die komfortabelste Situation, weil es keinen Druck gibt, man in Ruhe planen und verfeinern kann.

Egal, zu welcher Kategorie Du gehörst: den Lebensmittelpunkt verlagern ist sorgfältig geplante Optimierung, nicht hektisches Kofferpacken.

Früher war Auswandern meist ein Abschied für immer. Das ist vorbei. Weiter als eine Tagesreise ist heute kein Ort der Welt entfernt. Nicht mehr als einen Mausklick entfernt ist heute der Kontakt mit Familie, Freunden und Geschäftspartnern. Das Internet macht uns räumlich wie zeitlich flexibel, Kreditkarte und ATM finanziell unabhängig. Es ist fast egal, ob wir ins Nachbardorf oder ans andere Ende der Welt ziehen. Normalerweise.

Unsere Kriterien für die neue Destination Panama, vor 12 Jahren, waren ja sehr überschaubar:

„Jeden Tag des Jahres, noch um Mitternacht, leicht bekleidet im Freien sitzend, ein Glas Rotwein trinken können.“

Zugegeben, dass wir schon damals neben diesen Hauptkriterien auch einige weniger wichtige Punkte einbezogen haben. Einfacher wird es heute nicht werden.

Ganz im Ernst, die entscheidenden Kriterien sind ja auch eher Klima und Abwesenheit wiederkehrender Naturkatastrophen sowie insgesamt höhere Lebensqualität. Letzteres ist vielschichtig und subjektiv.

Panama war für uns die ideale Wahl, die wir getroffen hatten, ohne vor Ort gewesen zu sein. Nach mehr als einem Jahrzehnt guten Lebens, haben wir beschlossen, die Pandemie auch hier zu überstehen und zu beobachten, wie das Land diesselbe und den Wiederanlauf bewerkstelligt. Da sind wir jetzt mittendrin. Viele meinen, dass die eingeleiteten Schutzmassnahmen zu rigoros gewesen seien und es stehen höchstrichterliche Entscheidungen hinsichtlich deren Verfassungsmäßigkeit ins Haus.

Danach? Mit dem Kanaltransit hat Panama eine stabile Einnahmequelle, ebenso sollte auch die Kupfermine schnell wieder Steuereinnahmen liefern. Große Infrastrukturprojekte waren unterwegs, die zügig wieder aufgenommen werden können. Trotzdem wird es Arbeitsplatzverluste geben und es ist abzuwarten, wie sich das Defizit im Staatshaushalt auswirken wird.

Das ist ein wichtiger Punkt. Jetzt seinen Lebensunterhalt im Tagesgeschäft verdienen zu müssen, wird ziemlich fatal sein.

Wie viel besser ist es doch beispielsweise, einem deutschen Hersteller den Zugang zu Großabnehmern hier und weltweit geöffnet zu haben, von da an nur noch Provision für die selbstlaufenden Geschäfte zu kassieren. Im Detail ist das hier beschrieben und passt am besten für die Alles-wird-anders-Kategorie.

Für den gutsituierten Plan-B-ler, der es langsam angehen will, gibt es hier umfassende Information und ein attraktives Komplettpaket.

Egal, was der Plan ist: Viel Erfolg und bleibt gesund.

Weihnachtsrunde über Las Perlas

Die Sonne scheint, der Flieger ist aufgetankt und ein Blick ins persönliche Logbuch zeigt, dass der 400. Flug als PIC (pilot in command) ansteht. Für so einen Anlass muss man natürlich auch mal was Schönes planen:

Morgens um 9 Uhr in Richtung Osten, hinaus auf den Pazifik. Las Perlas Archipelago, was sonst? Meine Lieblingsrunde direkt vor der Haustür.

Ich will dabei mal einen tiefen Überflug über Punta Coco absolvieren, den südlichen Teil der Isla del Rey. Dem steht allerdings der gesperrte Luftraum um das Hochsicherheitsgefängnis am Südzipfel im Wege, mit einem Umkreis von 5 nautischen Meilen.

Am Heimatflugplatz Chame MPCM gibt es einen Stützpunkt von Aeronaval, die auch die Anstalt da draußen betreiben. Also rede ich mit dem Chef vom Dienst und bekomme anstandslos meine Genehmigung, allerdings nicht ohne dass er einen seiner Leute kurz meinen Flieger inspizieren lässt. Ordnung muss sein.

Take-off von Runway 01 und anmelden bei Panama Advisory, die mich schon auf dem Radarschirm haben. Das ist auch notwendig, denn auf dem Weg nach Las Perlas kreuze ich den Anflugsektor von Tocumen, dem internationalen Flughafen der Hauptsstadt. Bei meiner letzten Tour war dort so viel Betrieb, dass ich nicht höher als 4.000 Fuß fliegen durfte. Heute ist um diese Zeit weniger Betrieb und ich fliege meine übliche Höhe von 5.500 Fuß. Einige wenige Schiffe unter mir, auf dem Weg vom und zum Kanal.

20 Seemeilen vor dem Archipel sinke ich auf 2.500 Fuß, dann in Annäherung an Isla del Rey auf 800. In dieser Höhe überfliege ich den knapp 2 km breiten Streifen Land von West nach Ost und dann wieder zurück. Ein wildes Stück Land, bis zu 35 Meter hohe steil abfallende Cliffs, bedeckt vom dichten tropischen Wald, Süßwasser-Lagunen, geschützte Buchten und goldfarbene Strände.

Jetzt geht es in Richtung Isla Pedro Gonzalez, als Pearl Island vermarktet, wo gerade die ersten Arbeiten zum Bau einer Ritz Carlton Reserve beginnen.

Weiter in Richtung Isla Contadora, wo wir Weihnachten verbringen werden und von da auf 4.500 Fuß zurück in Richtung Festland. Nach knapp 2 Stunden ist der Ausflug beendet und hat viel Spaß gemacht.

Allen meinen Followern und Gelegenheitslesern danke ich für ihr Interesse und wünsche ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Sky of blue and sea of green

… allerdings nicht aus dem Yellow submarine, sondern aus dem weißen Flieger – meine Morgenrunde über dem Golf von Panama, bevor es dann am Donnerstag in Richtung Asien und Indischer Ozean geht.

Wunderschönes Wetter heute und der Las Perlas Archipelago schon aus 45 Seemeilen Entfernung zu erahnen, drei Frachter unter mir, auf dem Weg vom Panamakanal in Richtung Asien, und kurz hinter Isla Pedro Gonzalez spielt ein dicker Buckelwal an der Oberfäche. Aber wie immer, sobald ich Kurs darauf nehme, taucht er ab.

Hier ein paar Eindrücke:

Vom Chame Airport aus waren das 90 Minuten Rundflug und purer Genuss. Mal schauen, ob die Malediven mich noch mehr begeistern können.

Panama in 2019 – oder 2019 in Panama?

Neues Jahr, neues Glück – hier ist ein kleiner Ausblick:

Der Panamakanal hat letztes Jahr seine Einnahmen um 9% gesteigert und Fitch hat das gute Rating der Betreibergesellschaft bestätigt.

Ebenso bezeichnet Fitch den Status der panamesischen Banken als stabil.

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Im Mai finden nationale Wahlen statt und jedermann scheint erleichtert, weil es unter Präsident Varela wirtschaftlich nicht so prickelnd lief. Der Ausblick für 2019 liegt jetzt bei 5%, nach 4,4% im Vorjahr.

Hunderttausende Besucher werden zur Weltjugendwoche Ende Januar erwartet, darunter der Papst. Ein Höhepunkt für die katholische Bevölkerung, ein Grund der Hauptstadt fernzubleiben für alle anderen.

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Benzin wird ab Freitag noch billiger: Alle Sorten unter 60 Cent. Und keine Fahrverbote in Sicht.

Air Europa fliegt ab Juni von Madrid mit Boeing 787 wöchentlich 5x direkt nach Panama City. Das bringt 20% mehr Kapazität auf der Europa/Panama-Strecke – gut für die Preise.

Isla Contadora bekommt eine Meerwasser-Entsalzungsanlage, was das Wasserproblem am Ende der Trockenzeit löst.

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Und dann kommen auch dieses Jahr wieder einige interessante Leute nach Panama, um es zu erkunden oder schon entschieden haben, künftig unter Palmen und weit weg von Europa leben zu wollen.

Bienvenido.

 

 

 

 

 

Contadora, KLM und mein grober Fehler

Gestern habe ich mal wieder gemerkt, wie old-fashioned mein Hirn verdrahtet ist. Grrrr.

Wir waren mit der SeaLasperlas Expressfähre auf dem Weg zu einem Strandtag auf Isla Contadora. Mit an Bord war eine komplette KLM Crew, die ihre 48 Stunden Aufenthalt in Panama City für eine Waltour im Las Perlas Archipel genutzt hat.

Alles nette Leute und als wir so auf dem Außendeck in der Sonne sitzen, frage ich ganz selbstverständlich den mit den meisten grauen Haaren „Du bist sicher der, der diese wunderschöne Boeing 777 fliegt.“

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„Nein“, kommt die Antwort. “ Ich bin der Purser. First Officer ist die junge Frau hier neben Dir und der junge Mann dort ist ihr Ehemann und Captain.“

Sieht so aus, als ob die 190 Gender-Professuren in Deutschland doch nötig sind.

Klar hätte ich zuerst eine der hübschen jungen Frauen fragen sollen und Punkte sammeln, um dann erwartungsgemäß an den Grauhaarigen verwiesen zu werden.

Passiert mir nicht wieder und als Wiedergutmachung habe ich die First Officerin für ihren nächsten Stop-over zu einem Las-Perlas-Rundflug in meiner Maschine eingeladen.

Hier noch ein paar Bilder von Isla Contadora:

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Las Perlas aus der Luft

Nach einigen Regentagen war heute mal wieder strahlender Sonnenschein über Panama. Flugwetter.

Vom Flugplatz Chame ging es auf 4500 ft über 40 nautische Meilen in Richtung Ost über den Pazifik. Und schon bald kommt der Las Perlas Archipel in Sicht. Es ist Walsaison und ich sinke auf 2500 ft ab um den einen oder anderen zu finden. Fehlanzeige. Was ich finde, sind Bilder der Inselwelt, die mich immer wieder begeistern.

Ich fliege über Pedro Gonzalez, an Isla del Rey vorbei und über Isla Viveros nach Isla Contadora, noch ein Stück in Richtung Norden, dann über Isla Saboga mit seiner uralten Kirche wieder Richtung Pedro Gonzalez und drehe dann beim Steigen in Richtung Westen. Isla Otoque ist schon in Sicht und es braucht kein GPS um nach Hause zu kommen.

Hier sind ein paar Aufnahmen:

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Alle Bilder (C) Panaviacion Corp.

Mit der Express-Fähre nach Isla Contadora

Eine unserer Lieblingsdestinationen hier in Panama war mal wieder an der Reihe.

Zuerst wurde anhand der Gezeitentabelle ein Tag ausgesucht, an dem wir zwischen 10 und 13 Uhr hohen Wasserstand haben würden. Bei Tiefstand haben wir zwar mehr Strand, aber auch jede Menge Felsen im Wasser.

Und es ergab sich, das die Betreiber der Express-Fähre ein Sonderangebot hatten: $49 statt $95 für Hin- und Rückfahrt. Perfekt, und so wählten wir Donnerstag den 21. Juni aus und buchten.

Da die Fähre schon 7:30 ablegt, kommen wir immer schon einen Tag früher in die Stadt und übernachten unweit der Anlegestelle. Diesmal im Amador Ocean View Hotel & Suites – ordentliche Zimmer und sehr akzeptabler Preis, da keine Saison.

Hier ist der Blick auf die Skyline der erwachenden Hauptstadt vom Balkon aus:

Frühstück gibt es erst ab 7 Uhr und deshalb schlendern wir die 200 Meter zum Check-in von Sea Las Perlas. Dort findet man uns nicht auf der Buchungsliste, aber ich habe meine Bestätigung ja als Mail. Die zeige ich vor und bekomme gesagt, das wir bei Ferry Las Perlas gebucht haben. Deren Ablegestelle ist eine halbe Stunde entfernt im ehemaligen Trump Ocean Club, dessen neuen Namen ich noch nicht im Gedächtnis habe. Verflixt.

Rein ins Auto und aufgrund der frühen Stunde sind wir um 7:10 Uhr dort. Auto beim Valet Parking lassen und schnell zum Check-in. Da stehen wir auf der Liste!

Gerade haben wir noch Zeit für Kaffee und Croissant, schon heißt es Boarding und es geht los.

90 Minuten später erreichen wir Isla Contadora im Las Perlas Archipel und unser Kapitän hat kurz vorher noch eine Notbremsung wegen eines Buckelwals hingelegt. Deren Saison hat also schon begonnen und geht bis in den Oktober.

An der Anlegestelle treffen wir Gerald, den Besitzer des gleichnamigen Bed & Breakfast mit populärem Restaurant. Wir melden uns für 13 Uhr zum Mittagessen an und machen uns auf den Weg zu unserem Geheimstrand, wo wir die nächsten vier Stunden mutterseelenallein sein werden.

Wie abgesprochen erscheinen wir bei Gerald zum Mittagessen. Seine Frau Sabine empfiehlt uns frische Dorade und die nehmen wir dann auch. Alles sehr gut, ein Glas Wein dazu und ein paar Neuigkeiten ausgetauscht, so vergeht die Zeit.

Gerald hat 8 Zimmer mit Doppelbett, der Strand ist 150m entfernt. Weisser Sand, klares türkisfarbenes Wasser. Buchen kann man hier.

Um 15:30 bringt uns die Fähre zurück in die City und nach 2 Stunden Autofahrt sind wir dann wieder zu Hause.

Jahreswechsel 2016/17

Wenn ich mir den aktuellen Wetterbericht aus Deutschland so ansehe, bin ich froh, dass wir uns schon am 28.12. wieder in die Lufthansa-Maschine nach Panama gesetzt haben, zusammen mit 2 Besuchern aus der weiteren Familie.

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Quelle: Kim

Am Neujahrsmorgen wurde die traditionelle kleine Runde über Land gefahren, diesmal zuerst zur wunderschönen Basilica Menor Santiago Apostol in Nata de Los Caballeros. Was für ein herrliches Gebäude, erbaut in 1522 und in 2010 auch unter Beteiligung der deutschen Botschaft restauriert.

 

Danach zwischen Zuckerrohr- und Salzfeldern um Aguadulce zur Küste und zum Mittag in das Restaurant „Reina del Mar“, nicht ohne zuvor das namenlose Fischerdorf am Ende der Küstenstraße und an der Mündung eines breiten Flusses in Augenschein genommen zu haben. Das Essen im Reina del Mar ist immer ausgezeichnet und die Preise der ländlichen Umgebung angemessen.

Zwei Tage danach stand eine Tour nach Colon zur neuen Kanalschleuse auf dem Programm. Obwohl unterwegs ein Tanklaster umgekippt und die resultierende Umleitung ganze 4 Stunden dauerte, konnten wir noch teilweise der Passage eines LNG-Tankers beiwohnen, bevor das Besucherzentrum um 16 Uhr geschlossen wurde.

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Wieder 2 Tage später geht es mit Expressfähre von Panama City zur Isla Contadora, unser bevorzugtes Ziel im Las Perlas Archipel. Kaiserwetter und wunderbares Wasser.

Was braucht man im Januar sonst noch?

 

Schon mal über Leben in den Tropen nachgedacht?

 

 

 

 

 

Rundflug über Isla Viveros

Isla Viveros, eine der größeren von 200 Inseln des Las Perlas Archipels, ist unser bevorzugtes Ziel geworden. Trotzdem gab es bisher noch keine komplette Übersicht aus der Luft. Zeit das zu ändern.

Donnerstag, 16. Januar 2014. Am späten Vormittag machen wir den Flieger startklar und geben den Flugplan auf. Ziemlich einfach: zuerst direkt nach Isla Contadora.

Gegen 10 Uhr geht es los, bei 30°C und einigen Turbulenzen, da der Flugplatz von Chame zwischen zwei Gebirgen liegt. Aber ab 1000 Meter Höhe ist das vorbei. Wir planen auf 5500 ft zu steigen, aber Panama Radar weist uns an, auf 5000 ft zu bleiben. Auch gut. Viel Betrieb rein und raus aus der Hauptstadt, wie man im Radio hören kann.

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Der Flugplatz Chame liegt am linken unteren Bildrand, unser Ziel ist eine der Inseln rechts unten. Die Hauptstadt oben Mitte, mit dem Panamakanal gut sichtbar. 52 nautische Meilen sind es von Chame bis Isla Contadora. Wir fliegen nach Osten, der Sonne entgegen, keine klare Sicht trotz des blauen Himmels. Wir nähern uns der Inselgruppe, steigen langsam ab und überfliegen Isla Contadora um nach dem Windsack zu schauen. Kein Problem, Landung.

Plan ist, Isla Viveros erst bei hohem Wasserstand zu filmen, also nach 15 Uhr und deshalb wird bei Gerald’s erstmal Mittagspause eingelegt. Wir treffen zwei andere Piloten und die Zeit vergeht. Gegen 15 Uhr besteigen wir wieder unsere Maschine. Isla Viveros ist nur 15 Minuten entfernt. Wir sagen der Luftüberwachung, dass wir zunächst auf 1500 ft Viveros umrunden und dann auf 4500 ft zurück nach Chame fliegen wollen. Alles klar, keine Einwände.

Unsere Vorrichtung, die das iPhone hinter dem offenen Fenster halten soll, funktioniert nicht so richtig und deshalb muss  meine Co-Pilotin das iPhone eben hinter der Seitenscheibe in Position halten. Suboptimal, aber es ist ja sowieso kein professionelles Vorhaben. Wir beginnen am Nordstrand, dann entlang der Ostküste nach Süden. Die Sonne steht inzwischen schon verhältnismäßig tief, so dass die Szene eher dunkel wirkt. Erst als wir dann am südlichen Punkt in Richtung Nordwesten sorgt die Sonne im Rücken für bessere  Lichtverhältnisse. Beim professionellen Verfilmen dieser Tour muss man also die Ostküste am Morgen und die Westküste am Nachmittag ins Visier nehmen. Und wenn man alles bei hohem Gezeitenstand haben will, geht das nicht mal am gleichen Tag. Oder doch? Mal nachdenken.

Die Umrundung in 300 Meter Höhe dauert 7 Minuten, ebenso so lange dauert auch das Video. Hier ist es. Viel Spaß beim Anschauen.

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