Contadora, KLM und mein grober Fehler

Gestern habe ich mal wieder gemerkt, wie old-fashioned mein Hirn verdrahtet ist. Grrrr.

Wir waren mit der SeaLasperlas Expressfähre auf dem Weg zu einem Strandtag auf Isla Contadora. Mit an Bord war eine komplette KLM Crew, die ihre 48 Stunden Aufenthalt in Panama City für eine Waltour im Las Perlas Archipel genutzt hat.

Alles nette Leute und als wir so auf dem Außendeck in der Sonne sitzen, frage ich ganz selbstverständlich den mit den meisten grauen Haaren „Du bist sicher der, der diese wunderschöne Boeing 777 fliegt.“

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„Nein“, kommt die Antwort. “ Ich bin der Purser. First Officer ist die junge Frau hier neben Dir und der junge Mann dort ist ihr Ehemann und Captain.“

Sieht so aus, als ob die 190 Gender-Professuren in Deutschland doch nötig sind.

Klar hätte ich zuerst eine der hübschen jungen Frauen fragen sollen und Punkte sammeln, um dann erwartungsgemäß an den Grauhaarigen verwiesen zu werden.

Passiert mir nicht wieder und als Wiedergutmachung habe ich die First Officerin für ihren nächsten Stop-over zu einem Las-Perlas-Rundflug in meiner Maschine eingeladen.

Hier noch ein paar Bilder von Isla Contadora:

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KLM Website mit sehr schönem Panama-Video

Muss man anschauen: hier

(Quelle: http://www.klm.com)

Wie reist man eigentlich nach Panama?

Panama ist nicht gleich um die Ecke.

Mit 9.150 km Luftlinie ist es ähnlich weit entfernt wie Bangkok, San Francisco und Los Angeles, aber auch wieder näher als Kapstadt oder Singapore. Wir sind in den letzten Jahren je 4 mal zu familiären Anlässen geflogen. Das reicht dann auch, weil man doch jedes Mal einige Tage zur Umstellung braucht: innere Uhr, Klima und Ernährung. Weniger ist also mehr.

Die gute Nachricht: Jeder Flug bringt ca. 6.000 Meilen, die man dann in den entsprechenden Vielfliegerprogrammen in Upgrades umtauschen kann.

Dieses Bild vom Tocoumen International Airport in Panama City zeigt zwei Maschinen, die soeben direkt aus Europa gekommen sind: Ein Airbus der spanischen Iberia aus Madrid und eine MD11 der niederländischen KLM aus Amsterdam.

Die KLM startet gegen 13 Uhr in Amsterdam und kommt non-stop nach 11 Stunden Flugzeit gegen 17 Uhr in Panama City an. Zurück geht es gegen 19:30 und planmäßige Landung in Amsterdam nach 10:30 h.  Die KLM ist eine angenehme Fluggesellschaft, mit passendem Zubringer von Frankfurt nach Amsterdam und zurück.  An Bord gibt es eine Economy Comfort Kategorie, die mehr Beinfreiheit bietet.  Die Business Class ist richtig komfortabel, aber deutlich teurer. Details unter www.klm.com.

Die Iberia haben wir selbst nicht ausprobiert (www.iberia.com), stattdessen meist United, vorher als Continental. (www.united.com) Das war stets der beste Preis. Der Flug geht von Frankfurt mit Boeing 777 nach Newark, New Jersey, genau gegenüber von Manhattan. Dort kommt die unvermeidliche und etwas nervige US-Einreise, dann 3 bis 4 Stunden Pause bevor es gegen Abend mit der gleichen Gesellschaft in einer 737 nach Panama City geht.  Zwischendurch kann man im Flughafen gut essen oder einkaufen, so dass die Zeit schnell vergeht. Tip: Gallaghers Steakhouse.

Wir sind dort zweimal aus Deutschland kommend wegen Schnee hängengeblieben, haben übernachtet und festgestellt, dass man dann viel ausgeruhter in Panama ankommt.  Wetter ist höhere Gewalt, so dass die Fluggesellschaft nicht für die Extrakosten aufkommt. Ein drittes Mal, in Richtung Europa haben wir dann einen Nachtflug nach Manchester bekommen und sind nur wenige Stunden später in Frankfurt gewesen, als geplant. Solche Arrangements gehen ohne Extrakosten.  Insgesamt dauert der Trip dann „von Tür zu Tür“ fast 24 Stunden, wenn man weder in Frankfurt noch in Panama City wohnt. Außerdem nachteilig, dass die US Airlines eine strikte Sparpolitik haben, Alkohol in Economy nur mit Bezahlung und mäßiges Essen. Für Vielflieger gibt es wieder bessere Economyplätze oder man nutzt Meilen für ein Upgrade in die Business-Klasse. Da hat United die besten Betten – und Alkohol frei natürlich. Starke Gewerkschaften haben erreicht, dass auf den Intercontinental-Flügen nur Stewardessen kurz vor und nach Rentenalter unterwegs sind. Ein krasser Gegensatz gegenüber den asiatischen oder Nahost-Linien oder dieser hier:

Wir werden zu United zurückkehren, wenn die neuen Boeing 787 in Betrieb sind.

Die für uns beste Option derzeit ist Condor. (www.condor.com) Direkt von Frankfurt mit Zwischenstop in Santo Domingo und das in Premium Economy. Bester Service, bestes Essen, beste Sitze. Etwa 11 Stunden reine Flugzeit in einer Boeing 767 und mit etwas zeitlicher Flexibilität für 1.100 EUR zu haben.

Wer unbedingt Lufthansa fliegen will, hat es schwerer. Eine Option ist via Miami, jetzt sogar mit dem A380, und dann mit American Airlines am selben Tag weiter.

Mit LH nach Houston oder Mexico City oder Caracas geht auch, dann weiter mit Copa, der panamesischen Gesellschaft. (www.copaair.com) Das klappt aber meist nicht am gleichen Tag.

Das war eine Übersicht wie man am besten von Deutschland nach Panama und zurück kommt. Demnächst folgt, wie man von Panama aus seine neue Umgebung erkunden kann: Die Karibik und Lateinamerika.

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