600.000 Gallonen!

Tocumen ist der Hub von Copa Air, der panamesischen Fluggesellschaft mit ihrer Boeing 737 Flotte. Und diese Menge an Jet-Treibstoff wird hier täglich getankt. Und um das in Liter auszudrücken: mit 3,78 multiplizieren. 

Foto: Roberto Cisneros/ La Prensa

Airport closed

Heute nachmittag war Tocumen International Airport Panama City (PTY) für eine Stunde wegen schwerer Gewitter geschlossen. In der Spitze mussten deshalb 17 ankommende Maschinen in Warteschleifen gehalten und koordiniert werden. So sah der Luftraum dann aus:

Vier der kreisenden Maschinen, die wegen Treibstoffmangel in Schwierigkeiten gerieten, wurden zum Flughafen Panama Pacifico umgeleitet, am anderen Ende der Hauptstadt. Und dann war Tocumen endlich wieder aufnahmebereit, brachte alle wartenden Maschinen sicher auf den Boden. 

Tropische Gewitter sind gewaltige Ereignisse und auch die moderne Luftfahrt ist da ziemlich machtlos.

Zeichenerklärung: Die drei Markierungen in Bildmitte sind die Flugplätze der Haupstadt. Tocumen ganz rechts, Marcos A Gelabert in der Mitte und Panama Pacifico links davon. 

Ganz links mein „Heimatflughafen“ Rio Hato. 

Standort zur Zeit des Screenshots ist der blaue Punkt, Punta Chame. 

Die Flugzeuge sind alle Copa Boeing 737. Das erste Kürzel beschreibt Abflug, das zweite den Zielort, PTY wie Panama ciTY.

Die Ziffer ist die aktuelle Flughöhe in Feet. Dividiert durch 3 sind es Meter.

Die Maschine am linken Bildrand auf 35.975 ft ist auf dem Weg von Lima nach Fort Laudedale und gehört nicht zum Thema.

Lufthansa fliegen

In 2008 waren wir das letzte Mal mit Lufthansa nach LAX geflogen (Video). Zwischen Panama und Deutschland gab es dann andere Optionen – bis die Lufthansa eine reguläre direkte Verbindung aufnahm. Am Montag voriger Woche hatten wir erstmals diese Strecke gebucht.

Die Maschine, ein Airbus 340, landet kurz nach 16 Uhr in Tocumen International. Wir sind schon früh da, um sie pünktlich einschweben zu sehen. Essen gehen, Check- in, alles in Ruhe. Gegen 18:30 ist Boarding. 

Wir haben online zunächst Economy gebucht und dann die Upgrade-Optionen gecheckt. Premium Economy soll 350 Euro mehr kosten, pro Person.  Für nur 100 Euro Aufpreis bekommen wir Zweiersitze an den Notausgängen, mit 2 Meter Platz vor uns und auch sonst keinen Einschränkungen. Da kann man den Kabinenkoffer platzieren und die Füße hochlegen, sehr komfortabel. 

Beim Abflug gegen 19:30 haben sich rund herum Gewitter aufgebaut und die Maschine muss zuerst Richtung Osten steuern, um eine große Zelle zu umfliegen. In der Dunkelheit bietet sich ein wunderbares Schauspiel. Der Rest der Strecke ist dann nicht mehr aufregend, kaum Turbulenzen. Essen, trinken, der gesamte Service ist in Ordnung und das für einen sehr akzepablen Preis. Nach 10:30 Stunden Flugzeit landen wir sicher in Frankfurt.

Für den Rückflug haben wir zunächst eine Lufthansa 747 nach Toronto gebucht, werden ein paar Tage gute Freunde besuchen und von dort geht es dann mit Air Canada nach Panama City. 

Und dort werden wir baldmöglichst den erweiterten Kanal inspizieren. Bericht folgt.

Sonntagsausflug und neu in Panama

Sonntag vormittag gegen 10 Uhr ist genau die richtige Zeit, um einmal vom Las Perlas Archipel kommend den Tocumen International Airport zu überfliegen, dessen Einflugschneise zu kreuzen, ohne sich den Luftraum mit vielen Boeing 737 teilen zu müssen oder aber von den Fluglotsen weit außen herumgeführt zu werden.

Während zwischen 8:00 und 8:30 insgesamt 24 (!) Maschinen landen, sind es zwischen 8:30 und 10 Uhr nur 6 Stück. Verschnaufpause am Flugplatz und im Luftraum östlich der Hauptstadt. Das gibt mir Gelegenheit zu Schnappschüssen aus nicht alltäglicher Perspektive, wenn auch nur per iPhone und mit einer Hand am Steuerknüppel.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Bild vom Tocumen International Airport, Homebase von Copa Airlines und anspruchsvoll als Hub of the Americas bezeichnet, zeigt beide Runways, sowie unten das neue Südterminal. Fertigstellung 2016. Danach wird Runway #3 gebaut.

Das Bild über den Kanal zeigt dabei die „alte“ Miraflores-Schleuse links, die neue Erweiterung rechts. Die drei hellen Betonmodule sind Bassins um Wasser zu sparen. Fertigstellung April 2016.

Und wer sich all das mal aus der Nähe anschauen will, der kann ab 2. März mit Lufthansa direkt von Frankfurt hierher kommen.

Jemand der das schon, ohne Lufthansa, getan hat, beschreibt in diesem Blogpost sehr schön seine allerersten Eindrücke von Panama.

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Vielen Dank im voraus.

 

 

 

Immer wieder was los

Mein letztes Posting liegt schon ein paar Wochen zurück. Tut mir leid, wenn jemand umsonst hier nachgeschaut hat.

Ende September bis in den Oktober hinein waren wir wegen erfreulicher familiärer Angelegenheiten in Deutschland. Familie und Freunde treffen und ein neues Familienmitglied begrüßen.

Auf dem Hinflug hatten wir planmäßig 6 Stunden Aufenthalt in San Juan (PR) und da man dort sowieso durch die Immigration muss, nutzten wir die Zeit für einen Ausflug in die Altstadt und zur Festung. Sehr sehenswert und sehr historisch. Das war vor 500 Jahren der Eingang und Umschlageplatz für die Spanier. Hier kamen die Karavellen mit Soldaten und Beamten an und hier verließen die mit Gold und Kupfer gefüllten Schiffe den Kontinent.

SJPR

Heute gehört Puerto Rico zum US-Territorium, hat erhebliche wirtschaftliche Probleme und versucht gerade mit besonderen wirtschaftlichen Anreizen Investoren ins Land zu holen. Beosnders interessant für US-Bürger, die inzwischen überall auf der Welt Probleme haben, auch nur ein Bankkonto zu bekommen.

 

Der Rückflug war dann wieder abenteuerlich. Genau am Rückreisetag gab es in Tocumen, dem stark frequentierten Internationalen Flughafen von Panama City einen Computerausfall, der den ganzen Laden für Stunden lahmlegte. Condor hatte uns klaglos nach San Juan (Puerto Rico) gebracht, wo es gegen 18 Uhr mit Copa weitergehen sollte. Die Maschine kam aber erst Stunden später, dann wartete alles auf eine neue Crew und als Krönung standen wir dann noch knappe 3 Stunden auf dem Taxiway in PTY ehe wir gegen 6 Uhr früh mit 9 Stunden Verspätung aus dem Flieger kamen.

Mit uns gereist waren unsere Enkelin Kim und Freund Felix, denen wir in den nächsten 10 Tagen einen Crashkurs in Sachen Panama geben konnten.  Mit dem größtem Vergnügen natürlich.

2013 war das Jahr der Besucher für uns: 2 Nachbarn, 7 mal Familie sowie ein Arbeitskollege und Freund, der im August hier eine panamesische Freundin gefunden hat und sich gerade auf Dauer hier einrichtet. Wird eine Extrastory im Blog demnächst.

In diesem Monat treffen wir dann noch ein Paar Leser dieses Blog, die erstmalig nach Panama kommen. Wir freuen uns darauf.

Gelegentlich habe ich an dieser Stelle den Flugplatz Rio Hato erwähnt, der zum International Airport umgebaut wird und damit die Region touristisch noch besser erschließen soll. Mit 2.500 Meter Runway können Boeing 737 und ähnliche Maschinen aus Nord- und Südamerika landen, die Langstreckenmaschinen aus Europa allerdings nicht. Keine Condor, wie gehofft.

Gestern bin ich als einer der ersten dort gelandet, bevor am 13. November die offizielle Eröffnung stattfindet.

MPRHNUEVO

 

Irgendwie werden wir zum Earlybird bei Infrastrukturprojekten:

– zwischen 1995 und 2005 wurde in unmittelbarer Nähe die A71/73, von Erfurt nach Schweinfurt und Bamberg, gebaut, wo wir jede Brücke und jeden Tunnel lange vor Eröffnung „erfahren“ konnten

– seit wir in Panama sind, wird die Hauptstadt in beeindruckender Weise ausgebaut und modernisiert

– der neue Flugplatz Rio Hato liegt fast vor unserer Haustür

– der Kanalausbau geht in die Endphase und wird in 2015 vollendet, die Kapazität dieses Megaprojekts verdoppelt

Langeweile in Panama ? Wohl kaum.

Logistics Expo Panama

Kaum ist das Nordterminal des Internationalen Flughafens fertigestellt, kündigt Präsident Martinelli schon die nächste Erweiterung an, auf insgesamt 66 Gates. Damit wird dem soliden Wachstum der Copa Airline Rechnung getragen und Panama City weiter als Hub of the Americas ausgebaut.

In 2011 transportierte Copa 8,8 Millionen Passagiere, 20% mehr als in 2010. Derzeit werden 63 Ziele in 29 Ländern angeflogen und regelmäßig kommen neue Ziele hinzu. Copa gehört zu Star Alliance und es ist nur eine Frage der Zeit, wann Lufthansa einen direkten Service nach Panama City aufnimmt.

Eine Airport City ist im Osten der Haupstatd im Entstehen, mit Logistikzentrum, Mall, Klinik und Hotel. Neben Tocumen wurde der Flughafen von David im Westen rekonstruiert, Pedasi erhält einen neuen Flugplatz und die lange Piste der ehemaligen Howard Airbase, westlich vom Kanal gelegen, soll künftig für mehr als nur für die Copa Wartung genutzt werden. (Panama Pacifico)

Der Bau des neuen Internationalen Flughafens Rio Hato, 110 km westlich von Panama City, geht mit Riesenschritten vorwärts und wird weitere Hotelansiedlungen an der Pazifikküste nach sich ziehen.

Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Panamakanals bauen Logistikfirmen wie Hutchinson, Manzanillo und Evergreen eigene Hafenanlagen  an Atlantik- und Pazifikküste. US-Firmen projektieren ein Container-Zentrum.

Ein Land im Aufbruch.

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