Weihnachtstrip und Ehrenrettung

Alle Jahre wieder bringen uns die familiären Weihnachtsfeierlichkeiten ab Mitte Dezember in die alte Heimat. Und nachdem ich mich in einem vorigen Blog schon mal negativ über die Bratwürste auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt geäußert hatte, will ich nun gern einräumen, dass es auch anders geht. Keine Ahnung wie der Fleischer im Rhönstädtchen Dermbach heißt, aber was da jedes Jahr zum Heiligabend auf den familiären Tisch kommt, ist allerbeste Qualität. Fast freue ich mich darauf schon mehr als auf die Geschenke.

EchteBratwurst

Da wir Anfang Januar noch einen Termin wahrzunehmen hatten, fiel der Weihnachtstrip diesmal länger aus als üblich. Und deshalb wurde auch ein längerer Ausflug eingeplant.

Von Erfurt über Dresden und Prag nach Bratislava, von da nach Budapest, wo wir drei Tage blieben und auch Silvester verbrachten, von da nach Passau und dann quer durch den Sturm Brunhild in Richtung Frankfurt.

In Bratislava waren wir nur eine Nacht, was aber für den Besuch des Pilsner Urquell  Pubs ausreichte. Wie gut so ein süffiges Bier nach 500 km Fahrt doch tut! Und dann das:

pub fitness

Budapest kenne ich von meinen beruflichen Anfängen her noch ziemlich gut und liebe es. Immer noch ein ordentlich organisiertes Land, wo man für die Maut keinen Aufkleber ins Fenster pappen muss, sondern wo einfach das Kennzeichen gescannt wird. Wir hatten für drei Nächte ein Hotelzimmer direkt neben Fischerbastei und Matthiaskirche, mit dem perfekten Blick über die Donau auf Parlament und den Stadtteil Pest. Und mit vielen Cafes und Restaurants rundum.

goldfassmatthiaskirchelanchidBudapestParlament

Wir waren oft mit dem Auto unterwegs und kehrten abseits der Touristenpfade ein. Immer ausgezeichnet, wenn auch nicht mehr so eredeti magyar wie ich es in Erinnerung habe. Anpassung an den Geschmack der Touristen? Wenn ja, ist das ein großer Fehler.

Zurück über Passau und dann Richtung Frankfurt. Insgesamt sind in den 3 Wochen Aufenthalt so mehr als 5.000 km zusammengekommen.

Richtung Heimat ging es dann mit Condor via San Juan, Puerto Rico. Und nachdem ich infolge unseres Kofferverlustes und der gerichtlichen Auseinandersetzungen ja nicht mehr gut auf diese Airline zu sprechen war, muss ich nun mal wieder Abbitte tun.

Die Kofferentschädigung hatte u.a. auch einen Condor-Gutschein eingebracht, der uns wieder mal in der Premium Economy platzierte:

Bequeme Sitze, üppiger Platz, hochwertiger Bildschirm und vielseitiges Programm, ziemlich exzellentes Essen, genug Alkohol, freundlicher und professioneller Service.

Gesamturteil: Sehr gut.

Apropos Kofferverlust. Das habe ich heute gerade entdeckt: Travelmate

Und jetzt sind wir wieder zurück in Panama, bereits wieder akklimatisiert und genießen den immerwährenden Sommer.

Schon schön 😉

Koffer weg – Tipps für Flugpassagiere

Nachdem im Juni 2015 unser gemeinsamer Koffer von Condor verschlampert wurde und ich hier schon den Abschluss postuliert hatte, kommen noch ein paar nützliche Tipps, damit auch meine Leser ggf. zu ihrem Recht kommen:

Für Flugverspätungen gibt es ein eingespieltes System und Anwaltsfirmen, die sich spezialisiert haben, dieses im Interesse der Passagiere reibungslos abwickeln. Einfach zu finden.

Bei Gepäckverspätung und -verlust gibt es ein solches Standardverfahren nicht; dazu sind die Fälle zu unterschiedlich gelagert.

 

broken suitcase thanks to tsa

Quelle: economicalmommy.worpress.com

Der erste Schritt ist natürlich die Regeln der Airline einzuhalten, also Verlust pünktlich zu melden und Schaden bestmöglich nachzuweisen.

Wenn das nicht hilft, meistens also, dann eine Beschwerde an die Schlichtungsstelle Öffentlicher Personenverkehr (SÖP) richten. Das funktioniert ohne Kosten, online und mit den Unterlagen, die man schon bei der Airline gebraucht hat.

Die SÖP hat in unserem Fall einen guten Job gemacht, aber die Condor hat den Vergleich leichtfertig abgelehnt. Zum Glück, denn das hat uns am Ende deutlich mehr gebracht.

Wenn die Airline den Vergleich ablehnt, ist die SÖP am Ende und man bleibt auf dem Schaden sitzen, was die Airline möchte, oder sucht einen Anwalt.

Wichtig dabei ist, eine Kanzlei zu wählen, die auf Basis Gebührenordnung arbeitet und nicht mit vereinbarten Sätzen. Bei denen kann man sich am Ende den Sieg nämlich nicht leisten. Und Sonderhonorare sagen noch nichts über die Qualifikation, wie man gleich sehen wird.

Wir sind zunächst auch auf eine Kanzlei reingefallen, die in Sachen Suchmaschinenoptimierung perfekt ist, jeden Tag Referenzen posten lässt, allerdings das Reiserecht weniger kannte, als ich selbst. Man wusste z.B. nicht, dass wenn 2 Personen einen gemeinsamen Koffer haben, beide Anspruch auf Schadenersatz gemäß Montrealer Übereinkommen haben. Eine auf Reiserecht spezialisierte Kanzlei!

Nicht genug, man kam bei einem Schaden von mehr als €3.000 ernsthaft mit einem Condor-Angebot über €200 zurück. Als daraufhin der Auftrag gekündigt werden sollte, meinte man noch ein ganz besonderes As im Ärmel zu haben:

Es stellte sich heraus, dass diese Kanzlei den Fall hinter unserem Rücken bei der SÖP einreichte, statt uns über diese außergerichtliche Problemlösung aufzuklären.

Als Antwort auf die längst verdiente Kündigung schickte uns die Kanzlei Bartholl in Berlin dann umgehend eine strafbewehrte Unterlassungserklärung. Keine gute Idee.

Schließlich fanden wir eine kompetente und engagierte Kanzlei, mit der wir den Fall erfolgreich zu Ende bringen konnten. Danke dafür.

 

 

 

Condor-Update und Hertz-lich Auto mieten

Alles nicht so einfach.

Mit Condor haben wir ja schon seit über einem Jahr Ärger wegen unseres verschwundenen Koffers. Hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier.

 

koffers

Quelle: fliegen-sparen.de

 

Da hat es nun am 11. August endlich einen Gerichtstermin beim Amtsgericht in Rüsselsheim gegeben: Condor-Anwalt nicht anwesend, deshalb Versäumnisurteil voll zu unseren Gunsten.  Keine Ahnung, ob das Bestandteil der Condor-Verzögerungstaktik ist oder nur wegen der Urlaubszeit verpasst wurde. Egal.

Aber nicht zu früh freuen, denn auch gegen ein Versäumnisurteil kann noch Einspruch eingelegt werden. Das wusste ich nicht. Es wird also sicher zu einem weiteren Termin mit dieser streitbaren Airline kommen.

Heute habe ich nun versucht schon mal für unseren Weihnachtsurlaub in Deutschland ein Auto zu mieten. Da ich bei Hertz über viele Jahre einen gewissen Status erreicht habe, ist das trotz einiger Probleme noch der bevorzugte Vermieter. Eines der Probleme ist der Umgang mit Alufelgen. Unser Auto vom Sommer hatte schon diverse kleinere Schäden. Da geht man bei der Anmietung mal rum und schaut grob ob das alles war, Schwerpunkt Beulen und Lackbeschädigungen. Das Hauptproblem sind aber Schäden an den Alufelgen. Und bei der Abgabe stellte sich heraus, dass wir nicht nur eine vermutlich neue Schleifspur an der Felge vorn rechts hatten, sondern dort auch ein richtiger Dreiangel im Reifen war. Keine Ahnung wie so ein Schaden überhaupt zustande kommt und auch nicht bemerkt, dass es eine solche „Begegnung“ gegeben haben sollte.

Leidenschaftslos zieht Hertz dafür 853 Euro von der Kreditkarte ein. Etwa so viel, wie die ganze Anmietung netto gekostet hat.

Kostenvoranschlag? Schadenrechnung im Detail? Fehlanzeige. Natürlich habe ich dafür eine Versicherung, aber das scheint mir doch zu leicht verdientes Geld zu sein.

 

hertz

Quelle: user-logos.org

Zurück zur Weihnachtsanmietung: Gebraucht wird ein Automatikfahrzeug, idealerweise Allrad wegen Winter. Die liegen aber alle über 2.000 Euro für 3 Wochen, was inakzeptabel ist.  Also C-Klasse Automatik und möglicherweise gibt es dann ja vor Ort ein Upgrade.

Auf der Website melde ich mich an und bekomme keinen Preis, sondern den Hinweis „Rufen Sie uns an“. Komisch, aber mache ich. Der nette Mitarbeiter nennt mir 1.123 Euro. Na gut. Da werde ich erst noch anderswo testen.

Sixt hat für dieses Auto einen ähnlichen Preis. Hmm. Zurück zu Hertz, nicht angemeldet und da bekomme ich auf der Website nun 1.095 bzw. 1.043 mit Vorauszahlung angeboten. Was also bringt mir mein Status, die Tatsache dass ich keine Versicherung brauche (habe ich mit Kreditkarte) und auch noch einen speziellen Rabattcode habe? Eine Verteuerung?

Das will ich genauer wissen. Nochmal anrufen und einem anderen Mitarbeiter die Unstimmigkeiten geschildert. Die Antwort ist wie folgt:

Der Gold Plus Reward Status bringt keinen besseren Preis, sondern bevorzugte Abfertigung, Upgrades und Punkte. Das ist zumindest nützlich.

Buchung ohne Versicherung geht irgendwie auch nicht, obwohl ich das seit Jahren praktiziere.

Und mein spezieller Rabattcode bringt wider Erwarten auch keine Verbesserung. Den Grund dafür kennt der Mann am Telefon nicht.

Erfreulicherweise fällt ihm auf, dass ich mit Visa zahle, was 15% Rabatt und den Preis endlich unter 1.000 Euro bringt.

Nach einer Stunde Aufwand und zwei Interkontinental-Telefonaten für 30 USD.

Sind Mietpreise bei Hertz Glücksache? Ist es so wie bei der Bundesbahn, wo man für bessere Preise eine besondere Qualifikation braucht?

 

sodahead

Quelle: sodahead.com

 

 

 

 

 

Und immer noch Condor …

Sie erinnern sich? Anfang Juli 2015 verschwand unser Koffer auf dem Flug von Frankfurt nach Panama City über Santo Domingo. Und Condor tat als ob nichts passiert wäre. Keine Entschuldigung, keine Entschädigung. Nicht für Verspätung, nicht für Totalverlust.

Nachdem wir den ersten Anwalt eingeschaltet hatten, kam ein Angebot von 200 Euro, was bei einem Schaden von 3.300 Euro ziemlich piepsig ist. Zu diesem Anwalt gibt es eine eigene Story.

Dann schalteten wir die Schlichtungsstelle Öffentlicher Personenverkehr ein, die als Kompromiss 1.950 Euro vorschlugen, was wir akzeptierten, aber Condor nicht.

Nun treffen die Anwälte am 11. August vor Gericht aufeinander und wir sind ziemlich gespannt, was dabei rauskommt. Bericht folgt.

Am liebsten wäre es mir, wenn wir gewinnen, einen Titel kriegen und die Condor trotzdem nicht zahlt. Dann könnte ich möglicherweise meinen zweisitzigen Flieger gegen einen etwas größeren eintauschen. Hier

condor_flugrevue_de

Quelle: flugrevue.de

Natürlich habe ich unsere Condor-Service-Erfahrung auf Tripadvisor als Warnung für andere Reisende publiziert. Hier

Und das kam heute:

tripadv

 

VW trickst beim Diesel – Condor trickst bei Fluggastrechten

Man kann wenige Leute eine lange Zeit betrügen oder viele Leute eine kurze Zeit. Viele Leute für eine lange Zeit funktioniert nicht, wie VW gerade schmerzlich erfahren muss.

Condor steht diese Erkenntnis noch bevor. Sie tricksen ihre Fluggäste im Fall von Gepäckverlust oder -verspätung eiskalt aus und alle schauen zu. Mal sehen, wie lange noch.

Nachdem unser Koffer ja am 6. Juni 2015 nach einem Direktflug mit Zwischenstopp nicht in Panama City ankam dachten wir noch, dass man einfach einen Anwalt einschalten muss und zu seinem Recht kommt. Falsch gedacht und wieder was dazu gelernt.

Vor einigen Tagen teilte uns der beauftragte Anwalt mit, dass man nach einem lächerlichen Vergleichsangebot der Condor über 200 Euro nun alle Möglichkeiten einer außergerichtlichen Einigung erschöpft habe. Da wir den Auftrag keineswegs darauf beschränkt hatten, kam es zu einem Gespräch mit der Kanzlei in dem wir einiges dazulernten.

Wenn man vor Gericht gegen die Condor gewinnt, so aufgrund der klaren Rechtslage ja die Denke der Kläger, trägt die Condor auch die Anwaltskosten. Das ist so, allerdings nur ein Honorar gemäß Streitwert – und dafür arbeiten die Anwälte nicht, sondern vereinbaren abweichende Stundensätze.

Wenn es der Airline also mit allerlei Tricks und Verzögerungstaktik gelingt das Verfahren in die Länge zu ziehen und den Anwalt damit zu beschäftigen, wird der sich eines Tages beim Kläger, also bei uns, melden und Bescheid geben, dass nun die Anwaltskosten die Höhe der Entschädigung erreicht hätten und fragen, ob man trotzdem weitermachen will. Ökonomisch natürlich sinnlos.

Das ist eine Situation, die wohl jeder außer uns kennt, und worauf die Airline ihre Strategie aufbaut. Die Entschädigungspflichten laut Montrealer Abkommen werden damit einfach unterlaufen. Legal, illegal, scheißegal.

Was uns unser Anwalt natürlich nicht erzählt hat, ist dass es eine Schlichtungsstelle Öffentlicher Personenverkehr gibt, die seit 2013 auch für den Flugverkehr zuständig ist und kostenlos arbeitet – hoffentlich nicht umsonst. Das scheint im Moment die beste Lösung zu sein.

www.soep-online.de

Und Condor, unser nächster Flug ist schon gebucht – aber nicht mit euch.

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Condor beliebt zu scherzen

Nach Montrealer Abkommen haftet eine Fluggesellschaft bei Gepäckverlust pauschal und ungeachtet des wirklichen Schadens mit 1.131 Sonderziehungsrechten, was derzeit ca. 1.390 EUR sind, pro Person und nur wenn die Gesellschaft keine Mitschuld trifft.

Wir waren zu zweit unterwegs und da verdoppelt sich die Pflicht-Entschädigung. Dazu kommt, dass auf diesem Direktflug die Condor allein die Verantwortung für unser Gepäck hatte und man damit sehr wohl von der Ungültigkeit der Haftungsbeschränkung auf den genannten Betrag ausgehen kann und der tatsächliche Schaden erstattet werden muss, wenn er denn höher liegt. Das war bei uns der Fall und ist der Fluggesellschaft detailliert aufgelistet worden.

Vor zwei Tagen kam ein Schreiben der Condor-Anwälte, wo man uns ein „großzügiges“ Angebot macht:

Condor ist bereit, uns mit insgesamt 200 EUR zu entschädigen. Und natürlich gilt das Angebot nicht ewig. Wir haben uns deshalb schnell entschlossen, es nicht anzunehmen.

Mal sehen, wie es weitergeht.

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Neues von Condor?

Am 5. Juni dieses Jahres war ja beim Flug von Frankfurt über Santo Domingo nach Panama City unser Koffer nicht angekommen. Das war vor mehr als 6 Wochen und die gezielte Suche ist wohl inzwischen eingestellt.

Von der Condor Kundenbetreuung haben wir in dieser ganzen Zeit folgende Reaktion gesehen:

Am 22.6.15:

… Sobald wir Ihrem Anliegen nachgegangen sind, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen. Bis dahin bitten wir Sie um Geduld.

Am 6.7.15:

… wir bestätigen Ihnen den Eingang Ihres Schreibens vom 30.06.2015. Die Bearbeitung wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin bitten wir Sie um etwas Geduld.

Mit freundlichen Grüßen

Condor Flugdienst GmbH

Kundenbetreuung

Warum habe ich nur das Gefühl, dass Kundenbetreuung nicht die treffende Bezeichnung für diese Abteilung ist? Müsste es nicht eher Kundenver …..ung heißen?

Vertröstung meinte ich.

Koffer weg – Teil 3

Keine guten Nachrichten.

Seit wir am 5. Juni morgens um 5 Uhr in Panama City angekommen waren, ist unser Koffer überfällig.

Die Leute von Fraport, die stets zeitnah und professionell kommuniziert haben, haben die Suche nach 3 Wochen aufgegeben und den Fall an die Condor-Kundenbetreuung zur Abwicklung gegeben.

Wir hatten das über die Jahre schon mal in London, Singapore und Miami, wo Gepäck fehlgeleitet war und verspätet ankam. Einen Totalverlust hatten wir noch nie. Wirklich ärgerlich. Und das bei einem Direktflug FRA – SDQ – PTY.

Aufgrund der Forenberichte über die Vorgehensweise der Condor haben wir schon mal einen Anwalt eingeschaltet. Mal sehen, was noch alles passiert. Wir geben Bescheid.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Nicht lustig – weiter mit Condor

In den letzten Jahren sind wir immer wieder und gern mit Condor nach Deutschland und zurück gereist. Modern ausgestattete Maschinen, direkte Verbindung, stets guter Service, freundliches und kompetentes Personal, dafür auch gern Premium oder Comfort/Business gebucht und gezahlt.

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Was weniger gefiel war, dass im Fall massiver Verspätungen, die wir in den Jahren zwei Mal hatten, Condor trotz klarer Rechtslage erst nach Gerichtsurteil die übliche Entschädigung zahlte.

Und jetzt beginnt es wieder „lustig“ zu werden.

Als wir, wie schon berichtet, am 5. Juni früh in Panama City ankamen, fehlte unser Koffer. Sehr ärgerlich, da wir für einen 3-Wochen-Aufenthalt mit Familienfeier natürlich relativ viel und gute Kleidung eingepackt hatten, in Deutschland diverse Einkäufe getätigt und einige familiäre Erinnerungsstücke für zu Hause (Panama) mitgenommen hatten.

Verlustanzeige noch am Flugplatz aufgegeben, danach per Email beim Baggage-Service von Condor und Fraport angezeigt. Allen tut es leid und man hat inzwischen eine „weltweite“ Suche angestrengt, für die wir auch den Inhalt des Koffers aufgelistet haben.

Am vergangenen Freitag, eine ganze Woche nach Verlust, haben wir nun einige Dinge eingekauft, die dringend gebraucht wurden. Kleidung, Schuhe, Brille, etc. und die Rechnung zur Erstattung an die bekannten Ansprechpartner geschickt. Nach dem Montrealer Abkommen ist die für den Verlust verantwortliche Fluglinie verpflichtet, uns derartige Extra-Aufwendungen innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens zu erstatten.

Was wir dann heute früh in der Mailbox haben, ist eine Nachricht von der Condor-Kundenbetreuung, die uns bittet doch „das Kontaktformular auf unserer Internetseite zu nutzen. Nur so kann Ihr Anliegen schnellstmöglich geprüft und beantwortet werden … Wir bemühen uns, Ihnen innerhalb von 14 Tagen zu antworten. Vorab bitten wir Sie um Verständnis, dass es … auch länger dauern kann.“

CondorContact

Wie bitte? Verständnis wofür? Abgelehnt.

Wer einen auf einem Direktflug verloren gegangenen Koffer nicht innerhalb weniger Tage finden und zustellen kann, sollte zumindest beim Ausgleich des von ihm verursachten Schadens und Ärgers die Beine in die Hand nehmen. Business as usual ist da eine ganz schlechte Idee.

Gespannt wie es weitergeht? Wir auch.

Kein Koffer

Passiert alle Jahre mal wieder: Wir kommen an, unser Gepäck leider nicht.

Am vergangenen Donnerstag haben wir es uns abends um 22 Uhr in einer Condor 767 gemütlich gemacht und sind über Nacht von Frankfurt nach Panama City geflogen. Ohne „red eyes“, sondern mit ein paar Stunden Schlaf.

Der Zwischenstopp in Santo Domingo war kürzer als geplant und wir demzufolge eher am Ziel: 5.30 Ortszeit. Verschlafene Officer bei der Immigration und jetzt zum Gepäckband. Unser einziger Koffer trägt einen Priority-Anhänger, sollte deshalb schnell kommen.

condortag

Gegen 7.00 war dann klar, dass er auf der Strecke geblieben war. Die für Condor zuständige Kollegin meinte dass er dann wohl am Sonntag bei uns angeliefert werden würde, notierte Telefonnummer und Email.

Heute, am Montag abend Ortszeit, haben wir am Flughafen mehr als 20 mal angerufen. Keine Antwort, keine verwertbare Auskunft.

Im Zeitalter von Computer und Barcode wissen wir heute noch nicht wo sich unser Gepäck befindet.

Und jetzt liegt in der Mailbox eine Anfrage von Condor, ob und wie uns der Flug gefallen hat …

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