54 Stunden in der Luft

Unsere Heimat Panama ist nicht nur das ideale Sprungbrett nach Nord- und Südamerika sowie die Karibik, sondern auch ein guter Startpunkt für eine Rund-um-die-Welt-Tour.

Ein anstehender Geschäftstermin auf den Malediven ist der perfekte Anlass, denn dorthin ist es in Richtung Ost und Richtung West beinahe gleich weit. Wenn Emirates, wie schon vor Jahren geplant, Panama City direkt anfliegen würde, wäre das die ideale Verbindung:

Panama City – Dubai – Male, und zurück.

Gibt es aber nicht und das lässt uns aus dem Businesstrip eine schöne kleine Rundreise machen. Hier ist die Strecke:

Panama – Los Angeles

Los Angeles – Tokio

Tokio – Singapore

Singapore – Male

Male – Abu Dhabi

Abu Dhabi – Frankfurt

Frankfurt – Panama

Die Strecke von Los Angeles nach Singapore hätte man auch direkt fliegen können, aber mit einer Übernachtung und einem vollen freien Tag im Großraum Tokio ist das natürlich erholsamer.

Quelle: japanvisitor.com

Vorbereitet auf Japan sind wir seit langer Zeit perfekt. Einfach mal in irgendeiner Mediathek den exzellenten Film „Sushi in Suhl“ finden und anschauen. Es handelt von einem japanischen Restaurant in unserer alten Heimat und im vorvorigen Leben. Sehr sehenswert und unterhaltsam.

Singapore haben wir vor vielen Jahren besucht und da gibt es inzwischen viel Neues zu sehen, z.B. das spektakuläre Marina Bay Sands Hotel. Für diesen pulsierenden Stadtstaat nehmen wir uns 5 Tage Zeit. Singapore war ja mal als Vorbild für Panama auserkoren, aber da gibt es noch viel zu tun.

Quelle: natare.com

Die Malediven wollen wir sehen, bevor das ansteigende Meer sie verschlingt. Nicht ernst gemeint, denn dort nimmt man diese „Bedrohung“ auch nicht ernst: 12 Flugplätze und eine Vielzahl Luxusressorts, alles knapp über dem Meeresspiegel angelegt.

Quelle: hotelmanagement.net

Die Reise beginnt am 12. September und statt Panama-Information wird es dann hier gelegentlich kurze Postings von unterwegs geben.

Bester Pazifik-Transit

Bei einer RTW-Reiseplanung, also Rund um die Welt, liegt von Panama aus gesehen der Pazifik-Transit als größter Brocken im Weg. Wie kommt man da komfortabel und preiswert hinüber?

Eine Kommunikation mit Airtrek half nicht besonders weiter und inzwischen haben die meisten Gesellschaften ja komfortable Werkzeuge, um selbst optimal planen zu können. Also habe ich mich mal an die Website-Buchung von United gesetzt. United deshalb, weil wir da schon einige Meilen haben und es mit Lufthansa zur Star Alliance gehört.

Von wo aus sollte der Transit starten? Sicher nicht von der Ostküste, weil das die Strecke ja unerträglich verlängert. Ideal von Panama aus zu erreichen und direkt am Pazifik ist LAX, der Internationale Flughafen von Los Angeles.

Nachtrag: AirMexico fliegt mit einer 787 in 14 Stunden nach Tokyo/Narita.

Da in Asien ohnehin einige Stationen geplant sind, soll der beste Preis über den Zielort der Pazifikpassage entscheiden. Und da wir von Flugzeiten um 12 Stunden und mehr reden, sollte es der beste BusinessClass Tarif sein.

Hier ist die Übersicht für einen Wochentag Mitte September:

LAXNRT SGN$2,235
LAXTPE$3,073
LAXHKG$3,300
HNL GUM $2,552
LAXSIN$2,798
LAXICN$2,499

Das sind für Langstrecken-Business-Class-Flüge doch ziemlich akzeptable Preise. Mein absoluter Favorit ist der Trip von Los Angeles (LAX) über Honolulu und Guam nach Hongkong. Natürlich mit mehrtägigen Aufenthalten auf jeder Insel.

Mit Reisezeiten von 5:40, 7:40 und 4:55 Stunden muss es nicht mal unbedingt Business sein, außer man ist Funktionär der Grünen Klimaretter im Deutschen Bundestag, gemäß deren Leitspruch „Do what I say and not what I do!“ . In Economy kostet das nur $600.

Nummer 2 ist der Trip von Los Angeles über Tokyo nach Ho-Chi-Min City (SGN) in Vietnam. Direkt Tokyo ohne Weiterflug kostet übrigens $500 mehr.

Auch der nach Singapore ausgewiesene Preis von $2.798 führt über Tokyo, ist direkt deutlich teurer. Von Los Angeles via Tokyo ist also derzeit mit Abstand die preiswerteste BusinessClass-Verbindung nach Asien.

Unterwegs ist man hier mit United und ANA, sehr gute Carriers mit neuen Maschinen und komfortablen Sitzen.

Wer einfach in Economy von PTY nach LAX nach SIN nach FRA und zurück nach PTY will, ist ab $1500 dabei, in Business ab $5.200 und mit mehrtägigen Aufenthalten an jeder Zwischenstation.

Einmal um die ganze Welt, ohne Taschen voller Geld …

Koffer weg – Teil 3

Keine guten Nachrichten.

Seit wir am 5. Juni morgens um 5 Uhr in Panama City angekommen waren, ist unser Koffer überfällig.

Die Leute von Fraport, die stets zeitnah und professionell kommuniziert haben, haben die Suche nach 3 Wochen aufgegeben und den Fall an die Condor-Kundenbetreuung zur Abwicklung gegeben.

Wir hatten das über die Jahre schon mal in London, Singapore und Miami, wo Gepäck fehlgeleitet war und verspätet ankam. Einen Totalverlust hatten wir noch nie. Wirklich ärgerlich. Und das bei einem Direktflug FRA – SDQ – PTY.

Aufgrund der Forenberichte über die Vorgehensweise der Condor haben wir schon mal einen Anwalt eingeschaltet. Mal sehen, was noch alles passiert. Wir geben Bescheid.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Condor confus

Eigentlich lieben wir Condor. Die einzige Linie, die uns ohne Umsteigen nach Deutschland und wieder zurück nach Panama bringen kann.

Die besten Ticketpreise, exzellenter Service, supernettes und professionelles Personal.

Aber die Buchung …

Wer von Deutschland aus fliegen will, geht zur Website, gibt seine Reisedaten ein und bucht online. Null Problemo. Die beste Verbindung führt über Santo Domingo, wo die Maschine einen kurzen Zwischenaufenthalt von 1 Stunde einlegt.

Quelle: fotocommunity.de

Wer das, wie wir, um den 20.9. von Panama aus tun will, bekommt auf einmal nur noch sehr eingeschränkte Auswahlmöglichkeiten angezeigt. Der bestgeeignete Direktflug über Santo Domingo ist überhaupt nicht mehr dabei.  Dass es ihn gibt, kann man beim Buchen in Richtung FRA PTY FRA sehen. Wenn man PTY FRA PTY eingibt, ist er weg.

Bei One-way aus Frankfurt ist er da, bei One-way aus Panama City ist er weg. Auch die Verbindung über Punta Cana (DomRep) wird nicht angezeigt, sondern nur via San Juan (Puerto Rico) am 14. oder  dann wieder am 28.9. Verrückt.

Also ans Telefon. Das deutsche Callcenter hat diese Strecke nicht mal im Computer, keine Chance, wegen angeblicher Verkaufsrechte. Und das nach 15 Minuten in der Warteschleife.

Also rufe ich die US Nummer von Condor an. Laut Website ist es die 1 866 960 7915. Beim ersten Mal gebe ich nach 9 Minuten auf, beim zweiten Mal ist nach 8 Minuten eine freundliche Dame dran, mit der ich auch deutsch reden kann. Gleiche Frage und gleiche Antwort: „Habe ich nicht im Computer. Da müssen Sie Chicago anrufen.“ Ich dachte eigentlich dass ich dort bin, erfahre aber, dass ich mit Wilhelmshaven spreche.

Ich bekomme eine neue US Nummer, die nicht auf der Website steht:  1 800 524 6975. Schon nach kurzer Wartezeit bin ich dran: „Our business hours are … monday to friday“

Aber da gibt es ja noch eine deutsche Condor-Nummer für Anrufe aus dem Ausland. Es dauert wieder und ich kann die Condor-Pausenmusik nicht mehr leiden. Dann eine menschliche Stimme: „… how can I help you?“

Ich melde mich auf Deutsch und ehe ich zu Ende gesprochen habe, werde ich mit der Hotline für deutsche Kunden verbunden, bzw. mit deren Warteschleifenmusik.

Wahlwiederholung … „How can I help you“ … Ich: „Do please NOT connect me with your German hotline even when I am going to speak German now. Guten …“ „Moment, ich verbinde“ … Und ich gebe auf.

Nach ca. 2 Stunden bin ich am Ende. Warten bis Montag, in Chicago anrufen und nicht mehr deutsch reden.

Liebe Condor, bitte passt eure Kommunikation eurem sonstigen guten Niveau an, uff.

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