Sixt sucht Streit

Nach etwas mehr als 10 Stunden landet unser Flieger gegen 13 Uhr in Frankfurt. Koffer dauern etwas länger und dann geht es zur Abholung Mietwagen bei Sixt.

Die junge Frau am Schalter schaut in den Computer und meint: „Sie hatten das Auto für 12 Uhr bestellt und nach einer Stunde haben wir es weggegeben. Wir haben ganz große Nachfrage und keine Autos mehr.“

Das ist ein ganz schlechter Scherz, erwidere ich und sie bekräftigt „Nein, im Ernst. Aber ich will mal sehen, ob wir noch ein Auto für Sie finden.“

Oh, wie gnädig. Als sie nach gefühlten 10 Minuten zurückkommt, sieht es nicht gut aus. Man warte auf Wagen die zurückkommen und dann fertig gemacht würden. Da platzt mir der Kragen.

„Wir haben den vollen Mietpreis vor 7 Wochen bezahlt und Sixt gibt unser reserviertes Fahrzeug nach 1 Stunde weg? An einer Flugplatzstation, wo niemand seine Ankunft auf die Stunde genau vorhersagen kann?“

Sie verschwindet wieder im Büro und ich versuche zwischenzeitlich bei Hertz ein Auto zu finden. Das sieht gut aus, aber bevor ich mich entschieden habe, hat man bei Sixt gute Nachrichten: „Wir haben einen A4 Automatik und der ist auch abholbereit.“

So nimmt das Ganze noch ein versöhnliches Ende, aber das Image von Sixt hat erheblichen Schaden erlitten.

Wie kann man ein bereits bezahltes Fahrzeug nach einer Stunde anderweitig vergeben?

Und wie kann man dem Kunden solchen Blödsinn erzählen, statt ihm einen Kaffee anzubieten und im Hintergrund alle Hebel in Bewegung setzen um ein passendes und möglichst noch besseres Auto herbeizuzaubern?

Kurz nach dieser Einlage sind wir auf der Autobahn und ich erfreue mich an Speedpilot und automatischer Abstandsregelung. Geht doch.

Lufthansa fliegen

In 2008 waren wir das letzte Mal mit Lufthansa nach LAX geflogen (Video). Zwischen Panama und Deutschland gab es dann andere Optionen – bis die Lufthansa eine reguläre direkte Verbindung aufnahm. Am Montag voriger Woche hatten wir erstmals diese Strecke gebucht.

Die Maschine, ein Airbus 340, landet kurz nach 16 Uhr in Tocumen International. Wir sind schon früh da, um sie pünktlich einschweben zu sehen. Essen gehen, Check- in, alles in Ruhe. Gegen 18:30 ist Boarding. 

Wir haben online zunächst Economy gebucht und dann die Upgrade-Optionen gecheckt. Premium Economy soll 350 Euro mehr kosten, pro Person.  Für nur 100 Euro Aufpreis bekommen wir Zweiersitze an den Notausgängen, mit 2 Meter Platz vor uns und auch sonst keinen Einschränkungen. Da kann man den Kabinenkoffer platzieren und die Füße hochlegen, sehr komfortabel. 

Beim Abflug gegen 19:30 haben sich rund herum Gewitter aufgebaut und die Maschine muss zuerst Richtung Osten steuern, um eine große Zelle zu umfliegen. In der Dunkelheit bietet sich ein wunderbares Schauspiel. Der Rest der Strecke ist dann nicht mehr aufregend, kaum Turbulenzen. Essen, trinken, der gesamte Service ist in Ordnung und das für einen sehr akzepablen Preis. Nach 10:30 Stunden Flugzeit landen wir sicher in Frankfurt.

Für den Rückflug haben wir zunächst eine Lufthansa 747 nach Toronto gebucht, werden ein paar Tage gute Freunde besuchen und von dort geht es dann mit Air Canada nach Panama City. 

Und dort werden wir baldmöglichst den erweiterten Kanal inspizieren. Bericht folgt.

Prora oder Panama?

Auf Welt Online fand ich letztens einen Artikel „Aus Hitlers Erholungshölle wird eine Wohlfühl-Oase“. Prora auf der Insel Rügen war ein unvollendetes Massen-Ferienquartier aus dem Dritten Reich, das nun endlich einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird.

Direkt am Ostseestrand gelegen, beherbergt es mehr als 250 Wohneinheiten zwischen 28 und 120 m².

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Bild: Prora Solitaire

Die Preise sind alles andere als volkstümlich, nämlich zwischen 4.500 und 7.000 EUR/m², wenn man nicht vor Sanierung gekauft hat und steuerliche Abschreibungen in Anspruch nehmen kann. Passt genau zu diesem Posting von 2012.

Eigentlich muss man in Gedanken den Preis sogar verdoppeln, weil ein solches Quartier höchstens 6 Monate des Jahres halbwegs sinnvoll zu nutzen ist.

Hier ist mal die erschwingliche Alternative für den Normalverdiener:

 

 

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Bild: Panaviacion

 

Direkt am Pazifikstrand gelegen, ganzjährig zwischen 25 und 32°C Luft- und 27°C Wassertemperatur.

Im Bild das Playa Blanca Resort mit der zweitgrößten Salzwasser-Lagune der Welt, dann folgt ein Riu Hotel. Wenige Kilometer weiter rechts schließt sich Buenaventura an, mit Golfplatz und JW Marriott Hotel, eines der größten und elegantesten Ressorts an Panama’s Pazifikküste.

Die azurblaue Lagune von Playa Blanca wird flächenmäßig noch verdoppelt und reicht dann bis zu den vier 12-stöckigen Apartmenthäusern.

Dort stehen derzeit 135 m² große Wohnungen mit 2 Schlafzimmern, 2 Badezimmern und Balkon, komplett ausgestattet, in einem Teileigentumsmodell zum Verkauf. Ein Sechstel Anteil kostet ab 50.000 und gibt dem Besitzer 8 Wochen Nutzung pro Jahr. Umgerechnet sind das 1.985 EUR pro m².

Ein Concierge-Service kümmert sich um alles: Buchung, Abholung, Reinigung, Reparatur, Übergabe/Übernahme, Einkauf und Touren.

Dank Lufthansa’s 5 Direktflügen pro Woche ist Panama nur noch 11 Stunden und 750 EUR entfernt. Das ist kaum länger, als man im Urlaubsverkehr von Südwestdeutschland nach Prora auf Rügen fahren würde. Oder ohne Stau mit einem Elektroauto.

Panama statt Prora? Schräger Vergleich?

Ich nenne es Optimierung. Deutlich mehr Lebensqualität für viel weniger Geld.

Mehr unter www.oceanview42.com

 

 

 

 

Kein Koffer

Passiert alle Jahre mal wieder: Wir kommen an, unser Gepäck leider nicht.

Am vergangenen Donnerstag haben wir es uns abends um 22 Uhr in einer Condor 767 gemütlich gemacht und sind über Nacht von Frankfurt nach Panama City geflogen. Ohne „red eyes“, sondern mit ein paar Stunden Schlaf.

Der Zwischenstopp in Santo Domingo war kürzer als geplant und wir demzufolge eher am Ziel: 5.30 Ortszeit. Verschlafene Officer bei der Immigration und jetzt zum Gepäckband. Unser einziger Koffer trägt einen Priority-Anhänger, sollte deshalb schnell kommen.

condortag

Gegen 7.00 war dann klar, dass er auf der Strecke geblieben war. Die für Condor zuständige Kollegin meinte dass er dann wohl am Sonntag bei uns angeliefert werden würde, notierte Telefonnummer und Email.

Heute, am Montag abend Ortszeit, haben wir am Flughafen mehr als 20 mal angerufen. Keine Antwort, keine verwertbare Auskunft.

Im Zeitalter von Computer und Barcode wissen wir heute noch nicht wo sich unser Gepäck befindet.

Und jetzt liegt in der Mailbox eine Anfrage von Condor, ob und wie uns der Flug gefallen hat …

Reisevorbereitungen

Heute ist Muttertag in Panama, ein ganz großer Feiertag.

Wir packen gerade Koffer, denn heute geht es noch nach Panama City, Übernachtung in Flugplatznähe und morgen um 10 Uhr mit United via Newark nach Frankfurt.

Condor spielt irgendwie verrückt in diesem Winterflugplan, keine direkte Verbindung über Santo Domingo. Und da kam United Airlines gerade recht mit der Ankündigung dass man die Strecke Houston – Amsterdam ab November mit der nagelneuen Boeing 787 bedienen würde.

Warum man die nach Amsterdam und nicht nach Frankfurt fliegen lässt, leuchtet mir nicht ein.

Egal, gebucht: PTY – IAH – AMS – FRA.

Image

(Bild: http://www.engadget.com)

Wenig später kommt die Änderung: Statt 787 fliegt die 767. Dazu brauchen wir keinen Umweg fliegen, also umgebucht auf die bekannte Verbindung über Newark NJ. Und weil es schon mal schiefgeht, gibt es auch kein Upgrade für den Nachtflug. Also Economy Plus.

Das ist der Plan.

Wettercheck für Newark: friedlich.

Da haben wir schon mehrfach andere Erfahrungen gemacht. Genau gesagt sind wir dort schon zweimal wegen Schnee steckengeblieben und einmal wegen Unwetter und ILS-Ausfall nach 4 Stunden Zwangsstopp in Baltimore zu spät angekommen. Da hat uns Continental dann aber doch in der gleichen Nacht via Manchester nach Frankfurt bugsiert. Reife Leistung.

In Deutschland erwartet uns neben der Familie noch klirrende Kälte. Kennen wir ja zur Genüge und schreckt uns nicht. Wir müssen nur erst mit dem Mietauto dahin gelangen, wo die Wintersachen liegen.

In Panama scheint die Regenzeit zu Ende zu gehen, so dass wir nach unserer Rückkehr unbeschwert am Strand Silvester feiern können.

Über http://www.panama-guide.com wissen wir stets was in der neuen Heimat passiert und ich werde gelegentlich an dieser Stelle darüber informieren.

Also bis bald. Und danke für’s Lesen.

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