Sixt sucht Streit

Nach etwas mehr als 10 Stunden landet unser Flieger gegen 13 Uhr in Frankfurt. Koffer dauern etwas länger und dann geht es zur Abholung Mietwagen bei Sixt.

Die junge Frau am Schalter schaut in den Computer und meint: „Sie hatten das Auto für 12 Uhr bestellt und nach einer Stunde haben wir es weggegeben. Wir haben ganz große Nachfrage und keine Autos mehr.“

Das ist ein ganz schlechter Scherz, erwidere ich und sie bekräftigt „Nein, im Ernst. Aber ich will mal sehen, ob wir noch ein Auto für Sie finden.“

Oh, wie gnädig. Als sie nach gefühlten 10 Minuten zurückkommt, sieht es nicht gut aus. Man warte auf Wagen die zurückkommen und dann fertig gemacht würden. Da platzt mir der Kragen.

„Wir haben den vollen Mietpreis vor 7 Wochen bezahlt und Sixt gibt unser reserviertes Fahrzeug nach 1 Stunde weg? An einer Flugplatzstation, wo niemand seine Ankunft auf die Stunde genau vorhersagen kann?“

Sie verschwindet wieder im Büro und ich versuche zwischenzeitlich bei Hertz ein Auto zu finden. Das sieht gut aus, aber bevor ich mich entschieden habe, hat man bei Sixt gute Nachrichten: „Wir haben einen A4 Automatik und der ist auch abholbereit.“

So nimmt das Ganze noch ein versöhnliches Ende, aber das Image von Sixt hat erheblichen Schaden erlitten.

Wie kann man ein bereits bezahltes Fahrzeug nach einer Stunde anderweitig vergeben?

Und wie kann man dem Kunden solchen Blödsinn erzählen, statt ihm einen Kaffee anzubieten und im Hintergrund alle Hebel in Bewegung setzen um ein passendes und möglichst noch besseres Auto herbeizuzaubern?

Kurz nach dieser Einlage sind wir auf der Autobahn und ich erfreue mich an Speedpilot und automatischer Abstandsregelung. Geht doch.

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