Unterwegs auf dem 80. Grad

Nein, damit ist nicht der Sommer in Panama gemeint, sondern der 80. Grad westlicher Länge. Der geht von Wasaga Beach in Ontario schnurstracks bis nach Panama.Genau unsere Strecke.

Mit einer 747 der Lufthansa landen wir am 1.7., zum Canada Day, in Toronto’s Pearson International. Immigrieren und ein nettes Hotel am Flugplatz nehmen, direkt an der Einflugschneise. Ein Traum für uns, was für andere ein Alptraum sein mag.

Am nächsten Morgen werden wir bei strahlendem Sonnenschein von unseren Freunden abgeholt und sind 2 Stunden später am längsten Süßwasser-Strand der Welt:

87.500 Bierbüchsen lang, was für eine Maßeinheit.

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In den nächsten Tagen lernen wir dank unserer perfekten Gastgeber den kompletten Süden der Georgian Bay kennen, ein separater Teil des Lake Huron. In Blue Mountain überraschen uns alpine Skihänge und in Midland ein 250 Meter langes Schiff für den Transport von Getreide über die Great Lakes.


„Von Detroit fliegt sie nach Buffalo“, schrieb Fontane in „John Maynard“ über den Eriesee, einen der Fünf. Toronto liegt am Ufer des Lake Ontario, Chicago am Lake Michigan. Bei weitem nicht so groß sind die Städte Duluth und Thunder Bay am Lake Superior, dem größten der Großen Seen.

Zurück in die Umgebung der Georgian Bay. Wir besuchen malerische kleine Städte, wie Collingwood, essen rustikal und schmackhaft in Landgasthäusern, machen eine Brauereitour mit Verkostung, um 11 Uhr vormittags und fahren Pontonboot auf dem Wasaga River und in den See hinein.

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Reges Strandleben, weil es dank dem Canada Day ja ein extra langes Wochenende gab. Und schönes Wetter.

Am Mittwoch ist ein längerer Ausflug angesagt, es geht zu den Niagarafällen, ein unerledigter Punkt auf unserer bucket list.

Die kanadische Stadt Niagara sieht aus wie Las Vegas im Kleinformat. Aber die Fälle übertreffen all die künstlichen Attraktionen. Ein unvergesslicher Anblick.

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Stadtrundfahrt in Toronto am nächsten Tag mit zweistündigem Aufenthalt im 360 Restaurant des CN Tower. Der Ausblick ist vergleichbar mit dem vom Skydeck im heutigen Willis Tower in Chicago. Sehr eindrucksvoll.

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Abendessen mit Freunden, die in Toronto wohnen und am nächsten Morgen per Town Car zum Flugplatz. Air Canada Rouge hat ein technisches Problem mit unserem Flieger, was den Abflug von 9.20 auf 13 Uhr verschiebt. In der Zwischenzeit sind Copa nach Panama City und Sunwing zu unserem Heimatflughafen Rio Hato längst unterwegs. Dann fliegen auch wir immer entlang des 80. Grades westlicher Länge nach Süden.

In Panama rollt unsere Maschine aus unerfindlichen Gründen auf den abgelegensten Abstellplatz statt ans Terminal. Unser Bus wartet fast 30 Minuten bevor er uns an das Flughafengebäude bringt. Das Gepäck aus Toronto landet auf einem Band das nicht mit Toronto gekennzeichnet ist. Und unser Taxifahrer überwindet geschickt 2 Tollroad-Schranken, ohne überhaupt einen Sticker dafür zu haben.

Willkommen in Panama.

 

 

 

Prora oder Panama?

Auf Welt Online fand ich letztens einen Artikel „Aus Hitlers Erholungshölle wird eine Wohlfühl-Oase“. Prora auf der Insel Rügen war ein unvollendetes Massen-Ferienquartier aus dem Dritten Reich, das nun endlich einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird.

Direkt am Ostseestrand gelegen, beherbergt es mehr als 250 Wohneinheiten zwischen 28 und 120 m².

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Bild: Prora Solitaire

Die Preise sind alles andere als volkstümlich, nämlich zwischen 4.500 und 7.000 EUR/m², wenn man nicht vor Sanierung gekauft hat und steuerliche Abschreibungen in Anspruch nehmen kann. Passt genau zu diesem Posting von 2012.

Eigentlich muss man in Gedanken den Preis sogar verdoppeln, weil ein solches Quartier höchstens 6 Monate des Jahres halbwegs sinnvoll zu nutzen ist.

Hier ist mal die erschwingliche Alternative für den Normalverdiener:

 

 

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Bild: Panaviacion

 

Direkt am Pazifikstrand gelegen, ganzjährig zwischen 25 und 32°C Luft- und 27°C Wassertemperatur.

Im Bild das Playa Blanca Resort mit der zweitgrößten Salzwasser-Lagune der Welt, dann folgt ein Riu Hotel. Wenige Kilometer weiter rechts schließt sich Buenaventura an, mit Golfplatz und JW Marriott Hotel, eines der größten und elegantesten Ressorts an Panama’s Pazifikküste.

Die azurblaue Lagune von Playa Blanca wird flächenmäßig noch verdoppelt und reicht dann bis zu den vier 12-stöckigen Apartmenthäusern.

Dort stehen derzeit 135 m² große Wohnungen mit 2 Schlafzimmern, 2 Badezimmern und Balkon, komplett ausgestattet, in einem Teileigentumsmodell zum Verkauf. Ein Sechstel Anteil kostet ab 50.000 und gibt dem Besitzer 8 Wochen Nutzung pro Jahr. Umgerechnet sind das 1.985 EUR pro m².

Ein Concierge-Service kümmert sich um alles: Buchung, Abholung, Reinigung, Reparatur, Übergabe/Übernahme, Einkauf und Touren.

Dank Lufthansa’s 5 Direktflügen pro Woche ist Panama nur noch 11 Stunden und 750 EUR entfernt. Das ist kaum länger, als man im Urlaubsverkehr von Südwestdeutschland nach Prora auf Rügen fahren würde. Oder ohne Stau mit einem Elektroauto.

Panama statt Prora? Schräger Vergleich?

Ich nenne es Optimierung. Deutlich mehr Lebensqualität für viel weniger Geld.

Mehr unter www.oceanview42.com

 

 

 

 

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