600.000 Gallonen!

Tocumen ist der Hub von Copa Air, der panamesischen Fluggesellschaft mit ihrer Boeing 737 Flotte. Und diese Menge an Jet-Treibstoff wird hier täglich getankt. Und um das in Liter auszudrücken: mit 3,78 multiplizieren. 

Foto: Roberto Cisneros/ La Prensa

1a Steaks am Rio de la Plata

Die Tatsache, dass Panama ein prima Sprungbrett nach Südamerika ist, haben wir noch nicht so oft genutzt. Bis jetzt.

Die Wahl des Reiseziels war nicht einfach. Rio? Machu Picchu? Titicacasee? Feuerland? Letztlich hat das Kulinarische mal wieder die Oberhand über die Kultur gewonnen und die Tatsache, dass wir in nur 4 Tagen zwei neue Länder besuchen können:

Der Rio de la Plata, an der Mündung 220 km breit, trennt Uruguay und Argentinien. Temperaturen um 25°C und da ist noch der Ruf beider Länder, das beste Rindfleisch zu haben.

Adelante!

Von Panama City sind es 6 1/2 Stunden mit Copa nach Montevideo. Ziemlich langer Flug, aber doch nix gegen eine Transatlantiküberquerung. Wir fliegen am Nachmittag los und landen kurz vor 1 Uhr morgens. 2 Stunden Zeitverschiebung Richtung Osten. Kein Jetlag.

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Unser Hotel hat die Abholung organisiert, alles bestens. Am nächsten Morgen geht es kilometerweit entlang der Rambla Gandhi, direkt am Ufer des Flusses, zu Fuß. Kein Ufer gegenüber zu sehen. Dafür jede Menge Jogger und Skater und Sonnenbadende.

8 bis 10-stockige Appartmenthäuser entlang der Straße, Blick nach Süden auf den breiten Fluß, gute Wohngegend.

Im Winterhalbjahr gehen die Temperaturen auch mal runter bis kurz über Gefrierpunkt. Nein danke. Wir haben Glück: 3 Tage strahlender Sonnenschein.

Am Nachmittag haben wir eine Rundfahrt gebucht. Muss man machen, um nicht das Beste zu verpassen. Montevideo (1,4 Mio. Einwohner) ist eine schöne und grüne Stadt mit eindrucksvoller Architektur. Schrecklich sind hier nur die Taxis. Irgendwann hat man mal in alle diese Kompaktwagen eine Trennwand hin zum Fahrer eingezogen. Aus Sperrholz, mit Glasscheibe und Geldfach. Das nimmt mindestens die Hälfte des Raumes für Passagiere weg und ist eine echte Zumutung. UBER – bitte übernehmen.

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Für den Abend habe ich natürlich schon eines der erstklassigen Steakrestaurants ausgesucht. Und es liegt nur 10 Minuten Fußweg vom Hotel. So ein Zufall.

Das La Otra ist ein ziemlich großer Laden, man kann innen und natürlich draußen sitzen, hat von überall den Grill im Blick. Bezüglich Fleisch verlassen wir uns auf die Empfehlung des Kellners. Pulpa soll die Flanke vom Rind sein und wird, wie bei mir üblich, medium-rare serviert. Ein Duft von Pampa, Gauchos und Holzfeuer kitzelt die Nase.

Was soll ich sagen? Anders als das, was ich aus US Steakhäusern kenne und liebe. Mehr rustikal, urwüchsig, authentisch? Egal, auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und beides spitzenmäßige Esskultur. Dazu ein Tannat, trockener Rotwein aus Uruguay natürlich.

Auf jeden Einwohner kommen hier 3,5 bis 4 Rinder, also keine bedrohte Art, die wir da verspeist haben. Uff, ich hatte mir schon Sorgen gemacht.

Gerade gelesen, dass Rinder ja ziemliche Klimagas-Produzenten sind. Und wenn wir diese fiesen Klimakiller aufessen, kann das nur gut für’s Klima sein. Oder?

Am Mittwoch steht ein wiederum organisierter Ganztagesausflug nach Punta del Este auf dem Plan. Das ist der Punkt, wo der Rio de la Plata in den Südatlantik mündet. Ein knapp hundert Jahre altes Ausflugsziel, lange schon von internationalem Format. Vom La Vista mit seinem langsam rotierenden Restaurant in luftiger Höhe hat man eine tolle Übersicht und erfährt nebenbei, dass Berlin 11.818 km entfernt ist.

Und was machen wir denn nun am Abend? Na gut, noch ein Steakhaus. Wenn wir schon mal hier sind. Das „Uruguay Natural“ wird vom Rinderzüchterverband betrieben. Fleisch natürlich auch sehr gut, aber erreicht nicht ganz das vom Vorabend. Jammern auf hohem Niveau.

Für den letzten Tag steht Buenos Aires auf dem Plan. Die Hauptstadt Argentiniens ist ca. 200 km entfernt, auf der anderen Seite des Rio de la Plata. Es gibt eine Schnellfähre, die das in 2 Stunden und 15 Minuten überbrückt. Wir fahren um 10 Uhr los, nehmen in Buenos Aires für 2 Stunden ein Taxi, dass die Höhepunkte anfährt, und schon um 16 Uhr geht die Fähre zurück. Klar sind 2 Stunden wenig für Buenos Aires, aber Rom haben wir in 90 Minuten geschafft. Im Großraum Buenos Aires leben übrigens 12 Mio. Menschen.

Die Stadt ist wesentlich hektischer als Montevideo, erinnert architektonisch an Paris. Und hier ist das Beste: Tango

Das hätten wir kaum besser hinbekommen.

Da die Fähre quasi über Wasser gehen kann, trägt sie gleich mal den Namen des aktuellen Papstes: Francisco. Sie ist schnell, ruhig, komfortabel.

Für den Abend haben wir im „Primuseum“ gebucht. Ein uraltes Lokal, mit Livemusik und sehr gutem Essen und Trinken. Es ist Mitternacht vorbei, als der Shuttle uns ins Hotel bringt.

Mit Copa Air am nächsten Morgen zurück, zu zweit allein in der Reihe mit den Notausgängen, und mit sehr gutem Service.

Ende eines Ausflugs in den Süden Amerikas. Zeit für neue Pläne.

 

 

 

 

 

 

 

 

Breaking News: Lufthansa fliegt non-stop nach Panama City

Als erste europäische Star Alliance Airline wird die Lufthansa ab 16. November 2015 fünf mal wöchentlich Panama City anfliegen. Da auch die panamesische Copa dieser Allianz angehört, ist das ein Vorteil für Lufthansa Vielflieger, die von hier zeitlich optimiert Verbindungen nach Mittel- und Südamerika nutzen wollen.

KLM, Air France und Iberia fliegen die Strecke schon seit geraumer Zeit mehrmals wöchentlich, gehören aber zu Skyteam bzw. OneWorld Alliance.

Condor kommt derzeit 1 mal wöchentlich in Panama vorbei, von und nach Frankfurt, mit einer Stunde Zwischenstopp in Santo Domingo.

Geflogen wird ein neu ausgestattete A340-300 mit 298 Plätzen (Business, Premium Economy, Economy) als LH 484. Abflug FRA um 10:15 und Ankunft PTY nach 12 1/2 Stunden. Der Rückflug beginnt 18:45 und endet am nächsten Tag gegen 11:35.

Wenn die Preise stimmen, wird das deutsche Kunden von KLM, Air France und Iberia abziehen, sowie neue Kundengruppen erschließen, denen Panama ohne Direktverbindung zu umständlich erreichbar war.

Panama wird damit ein besseres Ziel für deutsche Investitionen, sei es der Privatmann mit einem Apartment am tropischen Strand oder das Unternehmen mit einem Vertriebs-/Servicezentrum für Lateinamerika oder, aufgrund der zentralen Lage, für die Amerikas insgesamt.

Immer wieder was los

Mein letztes Posting liegt schon ein paar Wochen zurück. Tut mir leid, wenn jemand umsonst hier nachgeschaut hat.

Ende September bis in den Oktober hinein waren wir wegen erfreulicher familiärer Angelegenheiten in Deutschland. Familie und Freunde treffen und ein neues Familienmitglied begrüßen.

Auf dem Hinflug hatten wir planmäßig 6 Stunden Aufenthalt in San Juan (PR) und da man dort sowieso durch die Immigration muss, nutzten wir die Zeit für einen Ausflug in die Altstadt und zur Festung. Sehr sehenswert und sehr historisch. Das war vor 500 Jahren der Eingang und Umschlageplatz für die Spanier. Hier kamen die Karavellen mit Soldaten und Beamten an und hier verließen die mit Gold und Kupfer gefüllten Schiffe den Kontinent.

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Heute gehört Puerto Rico zum US-Territorium, hat erhebliche wirtschaftliche Probleme und versucht gerade mit besonderen wirtschaftlichen Anreizen Investoren ins Land zu holen. Beosnders interessant für US-Bürger, die inzwischen überall auf der Welt Probleme haben, auch nur ein Bankkonto zu bekommen.

 

Der Rückflug war dann wieder abenteuerlich. Genau am Rückreisetag gab es in Tocumen, dem stark frequentierten Internationalen Flughafen von Panama City einen Computerausfall, der den ganzen Laden für Stunden lahmlegte. Condor hatte uns klaglos nach San Juan (Puerto Rico) gebracht, wo es gegen 18 Uhr mit Copa weitergehen sollte. Die Maschine kam aber erst Stunden später, dann wartete alles auf eine neue Crew und als Krönung standen wir dann noch knappe 3 Stunden auf dem Taxiway in PTY ehe wir gegen 6 Uhr früh mit 9 Stunden Verspätung aus dem Flieger kamen.

Mit uns gereist waren unsere Enkelin Kim und Freund Felix, denen wir in den nächsten 10 Tagen einen Crashkurs in Sachen Panama geben konnten.  Mit dem größtem Vergnügen natürlich.

2013 war das Jahr der Besucher für uns: 2 Nachbarn, 7 mal Familie sowie ein Arbeitskollege und Freund, der im August hier eine panamesische Freundin gefunden hat und sich gerade auf Dauer hier einrichtet. Wird eine Extrastory im Blog demnächst.

In diesem Monat treffen wir dann noch ein Paar Leser dieses Blog, die erstmalig nach Panama kommen. Wir freuen uns darauf.

Gelegentlich habe ich an dieser Stelle den Flugplatz Rio Hato erwähnt, der zum International Airport umgebaut wird und damit die Region touristisch noch besser erschließen soll. Mit 2.500 Meter Runway können Boeing 737 und ähnliche Maschinen aus Nord- und Südamerika landen, die Langstreckenmaschinen aus Europa allerdings nicht. Keine Condor, wie gehofft.

Gestern bin ich als einer der ersten dort gelandet, bevor am 13. November die offizielle Eröffnung stattfindet.

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Irgendwie werden wir zum Earlybird bei Infrastrukturprojekten:

– zwischen 1995 und 2005 wurde in unmittelbarer Nähe die A71/73, von Erfurt nach Schweinfurt und Bamberg, gebaut, wo wir jede Brücke und jeden Tunnel lange vor Eröffnung „erfahren“ konnten

– seit wir in Panama sind, wird die Hauptstadt in beeindruckender Weise ausgebaut und modernisiert

– der neue Flugplatz Rio Hato liegt fast vor unserer Haustür

– der Kanalausbau geht in die Endphase und wird in 2015 vollendet, die Kapazität dieses Megaprojekts verdoppelt

Langeweile in Panama ? Wohl kaum.

Stopover in Panama

Wenn immer wir mit Condor zwischen Panama und Frankfurt unterwegs sind, stellen wir fest, dass die meisten Leute Panama City nur zum Umsteigen nutzen, weiter nach Chile, Peru, Ecuador oder irgendwo anders in Lateinamerika oder Karibik wollen.  Panama City als Knotenpunkt und weiter mit der panamesischen Copa Airlines zu vielen Destinationen in dieser Region.

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Für alle Durchreisenden bietet Copa jetzt ein Stopover-Paket. Hier ist der leider wenig informative Link.

Mehr Information dann bei Copa selbst. Und Panama City zu erleben ist wirklich einen Stop wert.

Logistics Expo Panama

Kaum ist das Nordterminal des Internationalen Flughafens fertigestellt, kündigt Präsident Martinelli schon die nächste Erweiterung an, auf insgesamt 66 Gates. Damit wird dem soliden Wachstum der Copa Airline Rechnung getragen und Panama City weiter als Hub of the Americas ausgebaut.

In 2011 transportierte Copa 8,8 Millionen Passagiere, 20% mehr als in 2010. Derzeit werden 63 Ziele in 29 Ländern angeflogen und regelmäßig kommen neue Ziele hinzu. Copa gehört zu Star Alliance und es ist nur eine Frage der Zeit, wann Lufthansa einen direkten Service nach Panama City aufnimmt.

Eine Airport City ist im Osten der Haupstatd im Entstehen, mit Logistikzentrum, Mall, Klinik und Hotel. Neben Tocumen wurde der Flughafen von David im Westen rekonstruiert, Pedasi erhält einen neuen Flugplatz und die lange Piste der ehemaligen Howard Airbase, westlich vom Kanal gelegen, soll künftig für mehr als nur für die Copa Wartung genutzt werden. (Panama Pacifico)

Der Bau des neuen Internationalen Flughafens Rio Hato, 110 km westlich von Panama City, geht mit Riesenschritten vorwärts und wird weitere Hotelansiedlungen an der Pazifikküste nach sich ziehen.

Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Panamakanals bauen Logistikfirmen wie Hutchinson, Manzanillo und Evergreen eigene Hafenanlagen  an Atlantik- und Pazifikküste. US-Firmen projektieren ein Container-Zentrum.

Ein Land im Aufbruch.

Ein Tropensturm durchkreuzt unsere Pläne

Eigentlich war der Heimflug nach Deutschland perfekt geplant:
Am Donnerstag nachmittag nach Panama City fahren, Freunde treffen, essen gehen, Auto unterstellen, im Hotel unweit des Flughafens einchecken und Freitag früh um 10 Uhr mit Condor via Santo Domingo nach Frankfurt fliegen. Ankunft 6 Uhr morgens. Dann Mietauto abholen und Samstag zur Frühstückszeit bei unseren Kindern mit frischen Brötchen ankommen. Perfekt.

Wir hatten unsere Rechnung bzw. Planung aber ohne Isaac gemacht, ein tropischer Sturm in der Karibik.

Als ich vor dem Schlafengehen gestern abend routinemäßig checkte, ob die Condor 4236 pünktlich in Frankfurt abgeflogen ist, war das überraschend nicht der Fall. Anruf bei der Hotline brachte die Erklärung, dass man wegen Isaac verspätet sei und der Flug von Panama demzufolge Freitag nachmittag statt Freitag früh starten würde. Na gut, also ausschlafen heute früh.

Heute früh um 9 Uhr zeigt der Status von Condor, dass die Maschine immer noch nicht in Frankfurt gestartet ist, für 17 Uhr Ortszeit geplant. Aber auch dieser Zeitpunkt vergeht (10 Uhr in Panama), ohne dass die Anzeige aktualisiert wird.

Noch ein Anruf in Frankfurt. Diesmal sagt man uns, dass der Flieger 2 Stunden nach dem Start wegen technischer Probleme wieder umkehren musste. Wird ja immer besser. Kein neuer Status.

Inzwischen wissen wir, dass Copa alle heutigen Flüge nach Santo Domingo wegen Sturm abgesagt hat. Und die Satellitenbilder sehen auch nicht so toll aus. Was, wenn Condor garnicht fliegt?

Wir checken ein bißchen online und sehen, dass wir Samstag nachmittag von Cancun mit Condor nach Frankfurt kommen könnten und mit Copa auch nach Cancun.

United erzählt uns, dass wir am Sonntag via Houston und von dort mit Lufthansa nach Frankfurt kommen könnten. Das ist uns zu spät.

Ein neuer Anruf bei Condor bringt die Auskunft, dass der Flug von Cancun ausgebucht ist. Und noch kein neuer Status bezüglich Abflug aus Frankfurt.

Wir rufen jetzt Condor auf dem Flughafen in Panama City an, die letztlich für uns zuständig sind. Und das hilft. Der Flieger ist jetzt angeblich in Frankfurt abgeflogen und wird für heute nacht 23 Uhr in Panama City erwartet. Der Blick auf den Online-Status bestätigt, dass DE4236 Frankfurt um 18.10 Uhr verlassen hat. Dann sollte es Samstag früh gegen 3 Uhr losgehen. Hurra.

Wenn einer eine Reise tut … Fortsetzung folgt.

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