Breaking News: Lufthansa fliegt non-stop nach Panama City

Als erste europäische Star Alliance Airline wird die Lufthansa ab 16. November 2015 fünf mal wöchentlich Panama City anfliegen. Da auch die panamesische Copa dieser Allianz angehört, ist das ein Vorteil für Lufthansa Vielflieger, die von hier zeitlich optimiert Verbindungen nach Mittel- und Südamerika nutzen wollen.

KLM, Air France und Iberia fliegen die Strecke schon seit geraumer Zeit mehrmals wöchentlich, gehören aber zu Skyteam bzw. OneWorld Alliance.

Condor kommt derzeit 1 mal wöchentlich in Panama vorbei, von und nach Frankfurt, mit einer Stunde Zwischenstopp in Santo Domingo.

Geflogen wird ein neu ausgestattete A340-300 mit 298 Plätzen (Business, Premium Economy, Economy) als LH 484. Abflug FRA um 10:15 und Ankunft PTY nach 12 1/2 Stunden. Der Rückflug beginnt 18:45 und endet am nächsten Tag gegen 11:35.

Wenn die Preise stimmen, wird das deutsche Kunden von KLM, Air France und Iberia abziehen, sowie neue Kundengruppen erschließen, denen Panama ohne Direktverbindung zu umständlich erreichbar war.

Panama wird damit ein besseres Ziel für deutsche Investitionen, sei es der Privatmann mit einem Apartment am tropischen Strand oder das Unternehmen mit einem Vertriebs-/Servicezentrum für Lateinamerika oder, aufgrund der zentralen Lage, für die Amerikas insgesamt.

Panama vorn bei Direktinvestments … und ein Risiko

Laut der Economic Commission for Latin America and the Caribbean hat ganz Lateinamerika in 2013 Direktinvestitionen aus dem Ausland in Höhe von 8,8 Mrd. USD angezogen. Auf Panama entfiel davon mit 4 Mrd. fast die Hälfte und 1 Mrd. mehr als im Vorjahr. Eine Erfolgsstory – die aber auch ein Problem akut werden lässt: Fehlende Rechtssicherheit.

Hoch ist die Zahl der ausländischen Investoren, die optimistisch hier tätig wurden, dann von skrupellosen Betrügern, die wiederum unterstützt von Regierungsbeamten und sogar Richtern um ihr Geld gebracht wurden. So gesehen ist Panama noch ein Stück hinter der zivilisierten Welt zurück und hat es nicht gern, wenn solche Fälle in die Öffentlichkeit gelangen.

Mit den USA und anderen Ländern gibt es bilaterale Abkommen zum Schutz der jeweiligen Investoren und das wird über kurz oder lang zu Ärger führen. Meist geht es um Grundstücks- und Immobiliengeschäfte. Projektentwickler „kaufen“ die notwendige politische Unterstützung und können oft jahrelang ungestört illegal agieren. Kein Wunder, dass Projekte aus dem Boden schießen.

Gibt aber auch gute Nachrichten: Ein Versuch, die Steuereinnahmen des Landes zu steigern, indem auch ausländische Einkommen besteuert werden, ist kürzlich am entschiedenen Widerstand der hiesigen Geschäftswelt gescheitert. Das bereits beschlossene Gesetz 120 tritt nicht in Kraft.

Ein nützlicher Beitrag zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes.

Die WELT über attraktive Länder für Unternehmen

Manchmal weiss man nicht, ob es ernst gemeint oder Satire ist:

Der Artikel stützt sich auf den aktuellen DOING BUSINESS 2013 Report der Weltbank. Und der hat noch mehr Überrraschungen für uns bereit, zumindest aus Sicht der WELT:

Wären Sie als Unternehmer auf diese Länder gekommen? Der einzig akzeptable Kandidat ist da aus europäischer Sicht vielleicht Polen. Das war es dann aber auch.

Mag sein, dass sich für in diesenLändern ansässige Unternehmen etwas verbessert hat. Burundi, heute auf Platz 159 von 245, lag vielleicht vorher auf Platz 200. Das macht dann einen attraktiven Standort aus? Wer schreibt eigentlich solche Artikel?

Sind für die Ansiedlung von Unternehmen nicht vielmehr langfristige Perpektive, Wachstum und Investitionsumfeld entscheidend?

Meine Empfehlung kennen Sie ja schon. Panamana …

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