Die Weltsicht des Herrn Kauder

Das ist schon peinlich, wenn eine Regierung wie die des Herrn Hollande gegen Steueroasen vorgehen will und dann die Minister seiner Regierung als Anleger auftauchen. 

Und wenn die EU Regierungen einräumen müssen, dass man zunächst in Europa selbst aufräumen müsste, ehe man vom Rest der Welt das gleiche verlangt.

Das Ziel ist klar: Die überbordende Staatsverschuldung muss irgendjemand bezahlen, durch höhere Steuern und Abgaben. Und damit sich dem niemand entziehen kann, will man überall in der Welt gleiche Bedingungen schaffen, was ein aussichtloses Unterfangen ist,  oder bis dahin das Abwandern potentieller Zahler verhindern.

Wie verzweifelt muss man eigentlich sein? Und was für eine Meinung muss man eigentlich von der eigenen Bevölkerung haben?

Die Welt: Sind das beste Rezept gegen Steuerflucht nicht Steuersenkungen?

Kauder: Niedrigere Steuersätze verhindern nicht, dass Geld ins Ausland geschickt wird. Mit Steuersenkungen ist Steuerflucht nicht zu stoppen.

Und hier zeigt Herr Kauder wo es hingehen soll:

„Wenn ein Deutscher sein Geld im Ausland anlegt, muss das automatisch der Steuerbehörde gemeldet werden.“

„Wer seine Steuern nicht ordnungsgemäß zahlt, schädigt seine Mitbürger. Das gilt auch übrigens für diejenigen, die ihren Wohnsitz ins Ausland verlagern, allein um Steuern zu sparen – auch wenn das legal sein mag.“

Wie wäre es denn mit einer Wohnsitz-Verlagerungs-Prüfungs-und-Genehmigungs-Behörde (WVPGB)? Personal mit einschlägiger Erfahrung sollte aus DDR-Beständen noch aufzufinden sein. 

„Die USA erheben von jedem ihrer Staatsbürger Steuern – egal, wo er gerade lebt. Das ist schon ein Ansatz, den man im Auge behalten sollte.“

Die rigide Steuerpolitik der USA hat bereits dazu geführt, dass keine ausländische Bank mehr US-Bürger als Kunden haben will. Wer früher mit offenen Armen empfangen wurde, ist heute eine unerwünschte Person. Und das wünscht sich Herr Kauder auch für seine Mitbürger, die in seinem Weltbild in der Mehrzahl wohl Steuerhinterzieher sein müssen.

Wer also ohnehin, natürlich nicht aus Steuergründen, seinen Wohnsitz verlagern will, sollte das rechtzeitig tun. Besser heute als morgen. 

Die WELT über attraktive Länder für Unternehmen

Manchmal weiss man nicht, ob es ernst gemeint oder Satire ist:

Der Artikel stützt sich auf den aktuellen DOING BUSINESS 2013 Report der Weltbank. Und der hat noch mehr Überrraschungen für uns bereit, zumindest aus Sicht der WELT:

Wären Sie als Unternehmer auf diese Länder gekommen? Der einzig akzeptable Kandidat ist da aus europäischer Sicht vielleicht Polen. Das war es dann aber auch.

Mag sein, dass sich für in diesenLändern ansässige Unternehmen etwas verbessert hat. Burundi, heute auf Platz 159 von 245, lag vielleicht vorher auf Platz 200. Das macht dann einen attraktiven Standort aus? Wer schreibt eigentlich solche Artikel?

Sind für die Ansiedlung von Unternehmen nicht vielmehr langfristige Perpektive, Wachstum und Investitionsumfeld entscheidend?

Meine Empfehlung kennen Sie ja schon. Panamana …

%d Bloggern gefällt das: