Charter Cities als Chance?

Der US-Ökonom Paul Romer hat vor Jahren die Idee aufgebracht, in Entwicklungsländern sog. charter cities nach dem Vorbild von Singapore und Hongkong aufzubauen.

Diese Woche wurde Paul Romer zum Chef-Ökonom der Weltbank berufen. Er tritt das Amt im September an und es bleibt zu hoffen, dass einige seiner Ideen Wirklichkeit werden.

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Quelle: wikipedia.org

Merkmal solcher Städte ist es, ihre eigenen Gesetze und eine eigene professionelle Verwaltung zu haben, unabhängig von der des Landes, auf dessen Territorium man sich geografisch befinden.

Das Problem vieler Entwicklungsländer ist doch, dass es kein gesichertes Eigentumsrecht, keine verlässliche Rechtssprechung, stattdessen ausufernde Korruption gibt, was alles grundsätzliche Hindernisse für die Entwicklung einer prosperierenden Wirtschaft sind und auch durch noch so viel Entwicklungshilfegelder nicht beseitigt sondern zementiert werden.

Singapore und Hongkong sind Musterbeispiele, Leuchttürme und es erscheint wünschenwert, mehr solcher Projekte in den ärmsten Regionen der Welt zu starten.

Statt unkontrolliert Migranten aufzunehmen und Entwicklungshilfe zu leisten, die wirkungslos versickert, sollten Industrieländer wie die Bundesrepublik Deutschland stattdessen Projekte finanzieren, die wie das Charter-City-Konzept bereits funktioniert haben, Vorbildwirkung entfalten und Anziehungskraft entwickeln, Menschen eine Perspektive geben.

 

 

Weltbank: Armut global in 2015 erstmals unter 10%

Entgegen dem allgemeinen Jammern dass alles immer schlimmer würde, hat die Armut global in den letzten Jahren schrittweise abgenommen und wird in diesem Jahr erstmals 10% unterschreiten. In Lateinamerika und der Karibik sinkt der Wert auf 5,6%. Bis 2030 soll Armut weltweit beseitigt sein und die Welt ist auf dem Weg das zu schaffen.

Quelle: Weltbank

Weltbank-Kriterium für Armut ist, wie viele Menschen derzeit von weniger als 1,90 USD am Tag leben müssen. Ursache kann der wirtschaftliche Stand eines Landes sein, oft sind aber Misswirtschaft, Korruption und regionale Konflikte Ursache für Armut.

Und natürlich ist es eine deutlich andere Schwelle, als wir sie in den entwickelten Ländern kennen und anwenden. Das Lustige an der in Deutschland gebräuchlichen Definition ist ja folgendes:

Stellen Sie sich ein ganz kleines Land vor, das „Ländi“. Alle Familien haben ein wirklich auskömmliches Einkommen von dem sie gut leben können.

Und jetzt kauft sich ein russischer Oligarch oder chinesischer Milliardär dort ein. Was gut sein kann, weil China inzwischen weltweit die größte Anzahl an Milliardären hat.

Am nächsten Tag ist die komplette Bevökerung statistisch arm, bis auf den Zuwanderer. Der hat das Einkommensniveau so drastisch erhöht, dass alle anderen jetzt weniger als die Hälfte des durchschnittlichen statistischen Einkommens in ihrer Gemeinschaft haben. Sie sind über Nacht verarmt und merken es möglicherweise nicht einmal. Traurig, oder?

Das „Ländi“ muss sofort einen Sozialfonds einrichten und seiner Bevölkerung mit staatlichen Zuschüssen aus der größten Not helfen. Wo kommt das Geld aber her? Natürlich besteuert man aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit den reichen Zuwanderer heftig.

Dieser Egoist erfährt allerdings rechtzeitig davon, bricht seine Zelte ab und verlässt das „Ländi“.

Und wie von Zauberhand gibt es am nächsten Tag keine Armen mehr. Auch der Sozialfonds wird nun nicht mehr benötigt und alle sind es zufrieden.

Nicht alle, denn für den Fonds hätte es ein neues Amt gebraucht, Büromöbel, Computer, Verwaltungsarbeitsplätze wären geschaffen, Direktorenposten vergeben, Gehälter gezahlt und Pensionszusagen gemacht worden. Also ist das „Ländi“ so doch ein wenig ärmer geworden. Schade eigentlich.

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Vielen Dank im Voraus.

Die WELT über attraktive Länder für Unternehmen

Manchmal weiss man nicht, ob es ernst gemeint oder Satire ist:

Der Artikel stützt sich auf den aktuellen DOING BUSINESS 2013 Report der Weltbank. Und der hat noch mehr Überrraschungen für uns bereit, zumindest aus Sicht der WELT:

Wären Sie als Unternehmer auf diese Länder gekommen? Der einzig akzeptable Kandidat ist da aus europäischer Sicht vielleicht Polen. Das war es dann aber auch.

Mag sein, dass sich für in diesenLändern ansässige Unternehmen etwas verbessert hat. Burundi, heute auf Platz 159 von 245, lag vielleicht vorher auf Platz 200. Das macht dann einen attraktiven Standort aus? Wer schreibt eigentlich solche Artikel?

Sind für die Ansiedlung von Unternehmen nicht vielmehr langfristige Perpektive, Wachstum und Investitionsumfeld entscheidend?

Meine Empfehlung kennen Sie ja schon. Panamana …

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