Wind of change (1)

Heute früh liefen im Autoradio die Scorpions mit „Wind of change“. Was Anfang der Neunziger auf gesellschaftliche Veränderungen im Ostblock anspielte, kann man heute auf die rasante technische Entwicklung beziehen.

Natürlich lief das Lied nicht im Autoradio, sondern wurde per Bluetooth vom Smartphone in das Entertainment-System des Autos eingespielt. Wind of change …

Staub saugen, Gras mähen, Autos montieren – das tun Roboter schon seit geraumer Zeit. Und demnächst werden solche Maschinen, mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, uns Menschen bei vielen Tätigkeiten überlegen sein.

Boston Dynamics Atlas

„Super, wenn ein Robot meine Arbeit macht … aber was mache ich denn dann?“

Da schlägt die große Stunde der Befürworter von staatlichem Grundeinkommen und möglicherweise gibt es sowas dann ja auch.

In seinem Buch „The Singularity & Socialism“ hat der Autor C. James Townsend schon den interessanten Gedanken geäußert, dass die linke Bewegung ihren Vordenker Karl Marx komplett falsch verstanden hat.

Der Kapitalismus mit seiner unvergleichlichen Produktivitätsentwicklung hätte nach Marx nicht bekämpft werden, sondern in Ruhe sich entwickeln sollen. Am Tag X, wenn er dank technischen Fortschritts in ein Zeitalter des Überflusses geführt hätte, wäre automatisch die Idee des Sozialismus, dass jeder nach  seinen Bedürfnissen bekommen soll und kann, erfüllt.

Klassenkampf als Sabotage an Marx’schen Ideen – das gefällt mir.

Zurück zur persönlichen Lebensplanung. Schrittweise, und nur gelegentlich bewusst registriert, hat sich unser Leben bereits massiv positiv verändert.

Ganz klar auch nicht zu Lasten anderer, sondern technologischer Fortschritt hat den „Kuchen“ größer gemacht, Armut weltweit seit 1990 von 19% auf 10,8% massiv reduziert.

Kein schlechtes Gewissen also, auch wenn uns das Bücher wie „Wie viele Sklaven halten Sie?“ gern einreden wollen. Stattdessen empfehle ich zur Einstimmung Ayn Rand’s zeitlosen Klassiker „Atlas shrugged“ zu lesen. („Der Streik“ in deutscher Ausgabe)

Das Thema des nächsten Posts wird „Kreativität“ sein. Das hat ganz viele Facetten und alle haben damit zu tun, wie wir in der überschaubaren Zukunft ein gutes Leben leben können.

Sie kommen wieder her? Ich freue mich darauf.

Weltbank: Armut global in 2015 erstmals unter 10%

Entgegen dem allgemeinen Jammern dass alles immer schlimmer würde, hat die Armut global in den letzten Jahren schrittweise abgenommen und wird in diesem Jahr erstmals 10% unterschreiten. In Lateinamerika und der Karibik sinkt der Wert auf 5,6%. Bis 2030 soll Armut weltweit beseitigt sein und die Welt ist auf dem Weg das zu schaffen.

Quelle: Weltbank

Weltbank-Kriterium für Armut ist, wie viele Menschen derzeit von weniger als 1,90 USD am Tag leben müssen. Ursache kann der wirtschaftliche Stand eines Landes sein, oft sind aber Misswirtschaft, Korruption und regionale Konflikte Ursache für Armut.

Und natürlich ist es eine deutlich andere Schwelle, als wir sie in den entwickelten Ländern kennen und anwenden. Das Lustige an der in Deutschland gebräuchlichen Definition ist ja folgendes:

Stellen Sie sich ein ganz kleines Land vor, das „Ländi“. Alle Familien haben ein wirklich auskömmliches Einkommen von dem sie gut leben können.

Und jetzt kauft sich ein russischer Oligarch oder chinesischer Milliardär dort ein. Was gut sein kann, weil China inzwischen weltweit die größte Anzahl an Milliardären hat.

Am nächsten Tag ist die komplette Bevökerung statistisch arm, bis auf den Zuwanderer. Der hat das Einkommensniveau so drastisch erhöht, dass alle anderen jetzt weniger als die Hälfte des durchschnittlichen statistischen Einkommens in ihrer Gemeinschaft haben. Sie sind über Nacht verarmt und merken es möglicherweise nicht einmal. Traurig, oder?

Das „Ländi“ muss sofort einen Sozialfonds einrichten und seiner Bevölkerung mit staatlichen Zuschüssen aus der größten Not helfen. Wo kommt das Geld aber her? Natürlich besteuert man aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit den reichen Zuwanderer heftig.

Dieser Egoist erfährt allerdings rechtzeitig davon, bricht seine Zelte ab und verlässt das „Ländi“.

Und wie von Zauberhand gibt es am nächsten Tag keine Armen mehr. Auch der Sozialfonds wird nun nicht mehr benötigt und alle sind es zufrieden.

Nicht alle, denn für den Fonds hätte es ein neues Amt gebraucht, Büromöbel, Computer, Verwaltungsarbeitsplätze wären geschaffen, Direktorenposten vergeben, Gehälter gezahlt und Pensionszusagen gemacht worden. Also ist das „Ländi“ so doch ein wenig ärmer geworden. Schade eigentlich.

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