Charter Cities als Chance?

Der US-Ökonom Paul Romer hat vor Jahren die Idee aufgebracht, in Entwicklungsländern sog. charter cities nach dem Vorbild von Singapore und Hongkong aufzubauen.

Diese Woche wurde Paul Romer zum Chef-Ökonom der Weltbank berufen. Er tritt das Amt im September an und es bleibt zu hoffen, dass einige seiner Ideen Wirklichkeit werden.

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Quelle: wikipedia.org

Merkmal solcher Städte ist es, ihre eigenen Gesetze und eine eigene professionelle Verwaltung zu haben, unabhängig von der des Landes, auf dessen Territorium man sich geografisch befinden.

Das Problem vieler Entwicklungsländer ist doch, dass es kein gesichertes Eigentumsrecht, keine verlässliche Rechtssprechung, stattdessen ausufernde Korruption gibt, was alles grundsätzliche Hindernisse für die Entwicklung einer prosperierenden Wirtschaft sind und auch durch noch so viel Entwicklungshilfegelder nicht beseitigt sondern zementiert werden.

Singapore und Hongkong sind Musterbeispiele, Leuchttürme und es erscheint wünschenwert, mehr solcher Projekte in den ärmsten Regionen der Welt zu starten.

Statt unkontrolliert Migranten aufzunehmen und Entwicklungshilfe zu leisten, die wirkungslos versickert, sollten Industrieländer wie die Bundesrepublik Deutschland stattdessen Projekte finanzieren, die wie das Charter-City-Konzept bereits funktioniert haben, Vorbildwirkung entfalten und Anziehungskraft entwickeln, Menschen eine Perspektive geben.

 

 

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