Bahamas Mamas

Kaum hatten wir Flug & Hotel von Miami auf Nassau umgebucht, fanden wir auf der Website der Gesundheitsbehörde der Bahamas, dass man vor Einreise ein Gesundheitsvisum beantragen, jeden Tag eine Mail der Gesundheitsbehörde zum persönlichen Wohlbefinden beantworten muss und dass im ganzen Inselreich Maskenpflicht besteht. Wir waren kurz davor, auch diese Reise abzusagen, entschieden dann aber nach der Devise zu verfahren, dass nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde.

2,5 Stunden von Panama City entfernt, landeten wir bei Sonnenschein und die Einreise verlief unkompliziert. Unser Abholer begrüßte uns, ohne Maske, und versicherte, dass niemand sich mehr daran halten würde. Nach 2 Jahren Lockdown und ohne Touristen wollen die Menschen ihr Leben und Einkommen zurück. Was für eine Erleichterung!

Gleich am Nachmittag machen wir uns auf den weg zur Fish Fry genannten Fressmeile, um die heimische Küche auszuprobierenn. Dabei treffen wir im Restaurant auf eine typische Bahama family.

Alles supernette Leute.

Unser Hotel liegt auf Paradise Island, direkt neben dem Atlantis Ressort, dessen Einrichtungen und Strand wir uneingeschränkt nutzen können. Hier ist der Link.

Der Strand ist sauber, das Wasser glasklar türkis. Man schwimmt über seinem eigenen Schatten. Ein Traum. Die Liegen am Strand haben Sonnenschutz und ganztägig ziehen Verkäufer unaufdringlich ihre Bahnen. Das lohnt sich offensichtlich, denn für 2 Kokosnüsse bezahlen wir $20! In Panama sind es 2. Die Preise für Essen sind realistischer und die Shrimp ausgezeichnet.

Teil der Hotelanlage ist ein Yachthafen, wo einige wirklich ansehnliche Schiffe liegen. Etwas entfernt ist die Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe. Der Tourismus ist zu 95% zurück. Gut so.

Für Mother’s Day am Sonntag haben wir eine Fähre nach Spanish Wells auf North Eleuthera gebucht, eine schmale Insel zwei Stunden von Nassau entfernt. Wir mieten einen Golfcart und fahren die einzige Straße nordwärts. Ein Anwohner bemerkt, dass wir auf der Suche sind und fragt nach. Kaffee suchen wir und er schickt uns ein paar Kilomter weiter zur Sand Bar. Dort kommen wir gerade recht zum Muttertagsbrunch, nachdem wir auf dem Weg schon mal ins Wasser gesprungen waren. Gutes Essen, guter Kaffee.

Am späten Nachmittag geht es zurück und im Hotel erwartet uns schon die tägliche Abfrage des Gesundheitsministeriums:

  • Hattest Du in den letzten 24 Stunden Kontakt mit Infizierten? NEIN
  • Hattest Du in den letzten 24 Stunden eines oder mehrere der folgenden Symptome? … NEIN, KEINES
  • Wirst Du dich weiterhin an dieses Regime halten? JA

Kindergarten vom Feinsten, aber besser als Maske.

Nach 7 Tagen ist der Kurzurlaub beendet. Von Nassau selbst haben wir nicht viel gesehen, nach Auskunft eines ansässigen Geschäftspartners auch nichts verpasst.

Was sonst? Linksverkehr, gutes Bier, übergewichtige Frauen.

Bilanz: Muss man gesehen haben, aber einmal reicht.

Fast wieder zu Hause.

Ungeimpft nach Florida, oder?

Zeit für Urlaub dachten wir uns vor ein paar Wochen und dass wir ewig nicht in den USA waren. Florida oder Texas als Favoriten, weil man dort mit Covid am lockersten umgeht.

Der Plan wurde konkretisiert: nach Miami fliegen, Tesla mieten, an der Golfküste entlang nach New Orleans und zurück über Cape Canaveral. Alles in knapp 2 Wochen. Vorfreude kam auf.

Photo by Antonio Cuellar on Pexels.com

Beim Ticketkauf wies uns der Verkäufer darauf hin, dass wir geimpft sein müssten. Ja, ja, schon gut. Die Website der CDC bestätigte, dass jeder Ausländer, der in die USA einreist, vollständig geimpft und getestet sein muss. Und dass es Ausnahmen gibt.

Welche Ausnahmen?

„… Persons with documented medical contraindications to receiving a COVID-19 vaccine

Medizinische Kontraindikation also. Allergien zum Beispiel? Die CDC hilft weiter:

„Wer gegen einen der Inhaltsstoffe der Impfstoffe allergisch ist, darf nicht geimpft werden.“ Das ist eine sehr sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. Und ich will das ja nicht erfahren, indem ich mir so eine Spritze setzen lasse.

Ausweg: Auf www.liberation-express.com wird abgefragt, ob man ausschließen kann, in solcher Weise allergisch zu sein. wer kann das schon? Ich nicht. Demzufolge bekomme ich die Empfehlung, das durch einen Allergologen abklären zu lassen und bis dahin eine auf 6 Monate begrenzte unfit for vaccination Bescheinigung. Problem gelöst. In der Zeit kann man bequem das Gutachten des Allergologen einholen.

Alles gut? Eigentlich schon. Trotzdem rufe ich nochmal die Fluggesellschaft an. Der Mitarbeiter nimmt die Situationsbeschreibung entgegen und muss rückfragen. Nach einer Minute hat er die Antwort:

„Nein, ohne Impfbestätigung dürfen wir sie nicht an Bord lassen. Ausnahme muss von der US-CDC betätigt werden, dann gern.“

Zurück zur CDC Website und jetzt lese ich mal alles, was da steht. Ergebnis ist, dass ein formaler Arztbrief ausreicht, wenn er die üblichen Anforderungen erfüllt. Und der soll der Fluggesellschaft vorgelegt werden, die mich soeben zur CDC geschickt hat. Eigentlich ganz einfach. Ob ich es nochmal bei der Copa probiere?

Kurz bevor ich zum Telefon greife, stoße ich auf eine weitere Erläuterung bei der CDC:

Wer diese Ausnahme geltend macht, unterschreibt unter Strafandrohung dass er sich nach Ankunft für 5 Tage selbst in Quarantäne begibt und sich in diesem Zeitraum nochmals testen lässt.

Inakzetabel. Urlaub gestrichen, zumal wir ja noch mit der Copa Airline streiten müssten, um überhaupt an Bord zu kommen.

60 Seemeilen vor Miami liegen die Bahamas. Weiße Strände, kristallklares Wasser. Und keine Impfpflicht.

Plan geändert, wir fliegen nach Nassau.

Quelle: pexels.com

Nachtrag: Natürlich wurde sofort gecheckt, ob man von Nassau aus problemlos nach Miami kommt und das ursprüngliche Programm abarbeiten kann. Geht aber nicht, Impfpflicht, egal woher man in die USA einreist.

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