Das Boeing-Debakel

Neben anderen Airlines hat gestern auch Copa seine Flotte aus 6 Boeing 737 MAX9 temporär stillgelegt. Diese Maschinen hatten seit Herbst 2018 insgesamt 1400 Flüge mit 7.700 Flugstunden problemlos absolviert, waren überwiegend zwischen Panama City und San Francisco, Los Angeles und Miami eingesetzt.

Die Katastrophen von Lion Air und Ethiopean haben einiges geändert.

Quelle: copaair.com

Als Freizeit-Pilot und ohne Vorliegen abschließender Untersuchungen werde ich kein vorschnelles Urteil abgeben. Nach Lektüre einschlägiger Blogs spricht aber einiges dafür, dass aerodynamische Probleme mit Elektronik (MCAS) korrigiert werden sollten. Nicht gut.

Nach dem Absturz der Air France 447 vor einigen Jahren war ich skeptisch was das Airbus-Konzept betraf. Da bemerkte ja der zweite Pilot nicht, dass der pilot flying die Maschine lange Zeit versehentlich steil angestellt hatte. Bei Boeing, mit seinen konventionellen Steuerknüppeln, konnte das nicht passieren. Übrigens auch nicht bei den Sidesticks der Cirrus 20/22, die ich selbst eine Woche im überfüllten Luftraum von NYC geflogen bin.

Nun sieht es eher aus, als ob Boeing in Sachen Sicherheit ins Hintertreffen gerät.

Ohne Zweifel ist das was hier passiert ist, ein Riesenproblem für Boeing und gibt neben Airbus 320neo auch der bisher kaum sichtbaren Konkurrenz aus China mit der Comac C919 eine gute Chance international zu verkaufen.

Schauen wir wie es weitergeht und hoffen, dass keine weiteren Katastrophen dieser Art passieren.

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