Las Perlas aus der Luft

Nach einigen Regentagen war heute mal wieder strahlender Sonnenschein über Panama. Flugwetter.

Vom Flugplatz Chame ging es auf 4500 ft über 40 nautische Meilen in Richtung Ost über den Pazifik. Und schon bald kommt der Las Perlas Archipel in Sicht. Es ist Walsaison und ich sinke auf 2500 ft ab um den einen oder anderen zu finden. Fehlanzeige. Was ich finde, sind Bilder der Inselwelt, die mich immer wieder begeistern.

Ich fliege über Pedro Gonzalez, an Isla del Rey vorbei und über Isla Viveros nach Isla Contadora, noch ein Stück in Richtung Norden, dann über Isla Saboga mit seiner uralten Kirche wieder Richtung Pedro Gonzalez und drehe dann beim Steigen in Richtung Westen. Isla Otoque ist schon in Sicht und es braucht kein GPS um nach Hause zu kommen.

Hier sind ein paar Aufnahmen:

lasperlasair_6853lasperlasair_6854lasperlasair_6858lasperlasair_6860lasperlasair_6862

lasperlasair_6868

Alle Bilder (C) Panaviacion Corp.

Inselparadies von oben

Trockenzeit in Panama. Blauer Himmel aber meist kräftiger Wind. Gestern habe ich eine 2-Stundentour nach Santiago und entlang der Westküste von Azuero gemacht. Heute ist der Las Perlas Archipel das Ziel, 80 km draußen im Golf von Panama.

 

Nachdem es gestern unterwegs ziemlich turbulent zuging, war diesmal der Flieger über Nacht am Heimat-Airport Rio Hato (MPSM) abgestellt und um 8 Uhr war ich in der noch frischen und ruhigen Luft (26°C).

Kurs Isla Taboga wo ich ein schmales Wolkenband auf 7500 Fuß überfliegen musste. Von da an Kurs Osten, der Sonne entgegen, die sich im Ozean spiegelt. Die Sicht ist deshalb diesig und kaum ein Horizont zu sehen. Aber dafür gibt es ja Instrumente.

Nach einer halben Stunde kommen die ersten Inseln in Sicht. Ich bin schon von 7500 auf 2500 Fuß gesunken (800 m) und fliege gemächlich mit ca. 170 km/h dahin. In dieser Höhe und mit höher stehender Sonne wird die Sicht immer besser.

LasPerlasRuta

Erreicht wird der Archipel bei Isla de San Jose. Von dort drehe ich nach Norden zur Isla Pedro Gonzalez, die neuerdings geschickt als „Pearl Island“ vermarket wird und u.a. eine Ritz Carlton Reserve bekommt, Unterkunft vom Feinsten. Alles noch im Entstehen, aber Flugplatz und Marina sind schon da.

IMG_0448

Von da nach Süden zum Punta Coco auf Isla del Rey, der größten Insel des Archipels. Dort ganz im Süden befindet sich ein kleiner Stützpunkt der Grenzpolizei mit Flugplatz und Anlegestelle, denn von Kolumbien ist es mit dem Speedboat nicht weit. Drogenroute.

Als ich den Platz bereits überflogen habe und nach Norden drehe, erreicht mich ein Anruf von Panama Radio: Man hat im Stützpunkt gerade jemanden festgesetzt und möchte deshalb keinerlei Überflüge haben. „Zu spät“, kann ich da nur antworten.

An der Ostküste der Isla del Rey nach Norden, wieder quer hinüber zur Isla Viveros, dann Kurs auf Isla Contadora und von da an aufsteigen und Kurs Westen nach Chame.

Nach 2 Stunden und 15 Minuten nonstop setze ich auf. Das war perfekt.

Natürlich kann man Las Perlas auch mit Air Panama oder der Schnellfähre erreichen, die Isla Contadora ansteuern. Und im Trump Ocean Club befindet sich das Office vom Mara’naa Resort auf Isla Viveros, die Wochenendpakete anbieten.

Las Perlas – ein Muss für jeden Panama-Besucher.

Ihnen gefällt dieser Beitrag und das Blog?

Wenn Sie da unten “Gefällt mir” anklicken, werde ich noch mehr und relevante Information über Panama für Sie zusammentragen.

Noch besser: Sie teilen es mit Ihren Freunden in Facebook und Twitter.

Vielen Dank im Voraus.

 

Ausflug zum Las Perlas Archipel

Nur 70 km vor Panama City liegt der Las Perlas Archipel, eine Inselgruppe bestehend aus 90 benamten Inseln und einer ähnlich großen Zahl unbenannter Felsen. Der Archipel heisst Las Perlas wegen der Perlenfunde. Von dort kommt La Pelegrina, die größte je gefundene Perle mit 31 Karat. Schon 1517 besetzten die Spanier die Inseln und erklärten sie mit allen ihren Schätzen zum Eigentum der spanischen Krone.

Heute ist die Gegend eines der besten Sportfischer-Reviere der Welt. In August und September sieht man unzählige Wale, die ihren Nachwuchs dort, im warmen Wasser des Ostpazifik, zur Welt zu bringen.

Sechs der Inseln verfügen über Landepisten, nur 20 Minuten von der Hauptstadt entfernt. Air Panama und Aeroperlas fliegen mehrmals täglich zur Isla Contadora, und die Katamaranfähre dorthin braucht nur 1,5 Stunden.

Contadora war einst Asyl für den Shah von Persien, beherbergt heute Villen von Leuten wie Christian Dior. Die größte Insel ist Isla del Rey und auf Isla Viveros entsteht gerade ein Luxusressort.

Wir sind vor 2 Tagen früh 8.30 in Panama City mit einer Piper Seneca gestartet. Schon bald nachdem die Wolkenkratzer hinter uns verschwunden sind, tauchen vor uns die Inseln im Dunst auf. Schwarze Felsen, grüne Regenwälder und hellgelbe Strände, vor denen das Wasser von dunkelblau in helltürkis übergeht. Traumhaft.

Wir machen eine Zwischenlandung auf Isla San Jose, auf einer langen und breiten, aber unbefestigten Piste mitten im Busch. Die Lichter am Pistenrand zeigen aber, dass hier nicht nur gelegentlich mal ein Flieger vorbeikommt. Nach dem Entladen geht es gleich wieder in die Luft und die 40 km nach Contadora werden in nur ca. 500 Meter Höhe geflogen. Das gibt Gelegenheit die Gegend im Detail zu studieren und schon mal die besten Strände zu suchen. Dann taucht Contadora auf und wir sind auch schon auf dem Boden. Der Anflug aus dem Cockpit ist hier zu sehen:

Contadora ist nur ca. 2 km lang und maximal 1 km breit. Es gibt sieben Strände, zwei Hotels, ein Bead & Breakfast. Wir wohnen im Punta Galeon, direkt am Flugplatz und zwischen 2 Stränden gelegen.

Blick vom Hotel Punta Galeon

Blick vom Hotel Punta Galeon

Noch am Vormittag mieten wir ein Fischerboot, das uns zu einem Traumstrand auf der Nachbarinsel Chepra bringt. Im Wasser liegen, Fische beobachten, Muscheln und Korallen sammeln … und auf der Rücktour nach 2 Stunden vollenden wir die Umrundung Contadoras. Keine Frage, dass zum Essen nur Fisch und Shrimp gewählt werden. Gegen 18.30 verschwindet die Sonne hinter der Nachbarinsel Saboga.

Saboga Sunset

Saboga Sunset

Diese erkunden wir am Tag 2, wobei sie eher einem Rohdiamanten gleicht. Dann geht es eine Runde um Contadora und nach dem Mittagessen ist es Zeit für die Schnellfähre zurück nach Panama City.

Mit ca. 40 km/h geht es über den spiegelglatten Stillen Ozean, der heute seinem Namen alle Ehre macht. Ab und zu taucht ein Delphinrudel auf und bald schon kommt die eindrucksvolle Skyline der Hauptstadt in Sicht. Dann immer mehr Schiffe vor und nach der Kanalpassage und wir sind angekommen.

Panama City Seaside

 

%d Bloggern gefällt das: