Inselparadies von oben

Trockenzeit in Panama. Blauer Himmel aber meist kräftiger Wind. Gestern habe ich eine 2-Stundentour nach Santiago und entlang der Westküste von Azuero gemacht. Heute ist der Las Perlas Archipel das Ziel, 80 km draußen im Golf von Panama.

 

Nachdem es gestern unterwegs ziemlich turbulent zuging, war diesmal der Flieger über Nacht am Heimat-Airport Rio Hato (MPSM) abgestellt und um 8 Uhr war ich in der noch frischen und ruhigen Luft (26°C).

Kurs Isla Taboga wo ich ein schmales Wolkenband auf 7500 Fuß überfliegen musste. Von da an Kurs Osten, der Sonne entgegen, die sich im Ozean spiegelt. Die Sicht ist deshalb diesig und kaum ein Horizont zu sehen. Aber dafür gibt es ja Instrumente.

Nach einer halben Stunde kommen die ersten Inseln in Sicht. Ich bin schon von 7500 auf 2500 Fuß gesunken (800 m) und fliege gemächlich mit ca. 170 km/h dahin. In dieser Höhe und mit höher stehender Sonne wird die Sicht immer besser.

LasPerlasRuta

Erreicht wird der Archipel bei Isla de San Jose. Von dort drehe ich nach Norden zur Isla Pedro Gonzalez, die neuerdings geschickt als „Pearl Island“ vermarket wird und u.a. eine Ritz Carlton Reserve bekommt, Unterkunft vom Feinsten. Alles noch im Entstehen, aber Flugplatz und Marina sind schon da.

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Von da nach Süden zum Punta Coco auf Isla del Rey, der größten Insel des Archipels. Dort ganz im Süden befindet sich ein kleiner Stützpunkt der Grenzpolizei mit Flugplatz und Anlegestelle, denn von Kolumbien ist es mit dem Speedboat nicht weit. Drogenroute.

Als ich den Platz bereits überflogen habe und nach Norden drehe, erreicht mich ein Anruf von Panama Radio: Man hat im Stützpunkt gerade jemanden festgesetzt und möchte deshalb keinerlei Überflüge haben. „Zu spät“, kann ich da nur antworten.

An der Ostküste der Isla del Rey nach Norden, wieder quer hinüber zur Isla Viveros, dann Kurs auf Isla Contadora und von da an aufsteigen und Kurs Westen nach Chame.

Nach 2 Stunden und 15 Minuten nonstop setze ich auf. Das war perfekt.

Natürlich kann man Las Perlas auch mit Air Panama oder der Schnellfähre erreichen, die Isla Contadora ansteuern. Und im Trump Ocean Club befindet sich das Office vom Mara’naa Resort auf Isla Viveros, die Wochenendpakete anbieten.

Las Perlas – ein Muss für jeden Panama-Besucher.

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1. Advent in Panama

Winterliche Temperaturen in Deutschland, Kontrastprogramm in Panama. Und Montag als extra Feiertag, Tag der Unabhängigkeit von Spanien. Schon lange her.

In der Nacht vom Freitag zum Samstag läuft in unserer Nachbarschaft ein Techno-Event am Strand. Ende 4:30 Samstag früh. Und das soll am Samstag abend weitergehen. Nicht mit uns. Da wir irgendwann am Wochenende sowieso nach Las Perlas fliegen wollen, packen wir schon Samstag mittag ein, fahren nach Punta Chame.

Punta Chame Aerial

Wir quartieren uns bei George in Punta Chame Villas ein und beginnen die Spitze der Halbinsel am Strand zu umwandern. Es ist 17 Uhr, nicht mehr so heiß. Wasserstand geht Richtung Ebbe, die Kitesurfer machen Feierabend und es sind eine Menge Pelikane unterwegs.

Pun

Nach 2 km wollen wir schon den Strand verlassen, da kommt etwas größeres aus dem Wasser. Eine Wasserschildkröte und sie quält sich langsam aber zielstrebig den Strand hinauf. Wir sind total überrascht. Sie will offensichtlich ihre Eier ablegen und wir dachten, dass das nur nachts stattfindet. Nach ca. 50 m, da wo trockener Sand anfängt, beginnt sie zu buddeln, überlegt es sich nochmals und kriecht 5 m weiter. Dort geht es dann richtig zur Sache, mit Vorder- und Hinterflossen wird der Sand ausgehoben. Immer ein paar Mal, dann verschnaufen. Sie ist offensichtlich fix und fertig, und auch nicht in ihrem Element. Wir schauen eine Weile zu, drehen ein Video, aber lassen sie dann ungestört.

Turtle

Abendessen, eine Flasche Wein allein auf der Terasse, mit Blick auf den Pazifik, die Sterne und die Lichter von Panama City in der Ferne. Nachtruhe, ohne Technokonzert.

Sonntag morgen sind wir früh auf, fahren zum Flugplatz von Chame und fliegen bei schönem Wetter hinaus auf den Pazifik. Kleiner Umweg wegen sich auftürmender Kumuluswolken und dann landen wir sanft auf Contadora (MPRA). Wir wollen eigentlich auf Isla Viveros, hatten aber für heute niemand wegen Landeerlaubnis auf diesem privaten Airstrip erreicht. Auf Contadora wartet schon die Fähre nach Viveros und das sind nur noch 20 Minuten bis dorthin.

Auf Viveros geht es erstmal zum Mittagessen am Nordstrand, dann zwei Stunden baden in einer lauschigen Bucht. Und Fotos machen.

Golden Sand Beach

Gegen 14.30 legt die Fähre wieder ab und bringt uns zurück zur Isla Contadora. Wir trinken Kaffee und wollen uns auf den Weg machen. Eine andere Maschine steht neben unserer und als ich den Piloten in Englisch begrüße, erkennt er meine Herkunft und antwortet in Deutsch. Dirk hat viele Jahre in Venezuela gewohnt und ist wegen Chavez & Co. nach Panama gekommen. Wir unterhalten uns eine Weile und beschließen in Kontakt zu bleiben.

Jetzt ist aber Zeit nach Hause zu fliegen. In unserer Richtung haben sich große Wolken aufgetürmt. Wir nehmen erstmal Kurs Panama City und auf halber Strecke bekommen wir die Information, dass an unserem eigentlichen Ziel Chame schwerer Regen niedergeht. Das war’s dann für heute. Auch nach Rio Hato müssten wir durch das Unwettergebiet, keine Option. Also bleibt nur der Marcus A. Gelabert Flugplatz (MPMG) im Nordwesten der Hauptstadt. Wir schweben über die Brücke der Amerikas ein, mit Blick auf Downtown Panama City.

Amador_city

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Am Aeroclub können wir parken, nehmen ein Taxi zu unserem Lieblingshotel in der City, das Country Inn & Suites direkt an der Kanaleinfahrt. Klar kriegen wir ein Zimmer mit Kanalblick. Und Montag morgen um 7 Uhr zieht majestätisch die Celebrity Infinity vorbei, in den Kanal. Ein Kreuzfahrtschiff für mehr als 2.000 Passagiere, auf dem Weg von San Diego nach Fort Lauderdale. Ziemlich beeindruckendes Bild.

Celebrity Infinity

Frühstück, Taxi zum Flugplatz und Abflug nach Chame. Beim Überfliegen des Panamakanals sehen wir die Celebrity Infinity nochmal von oben, vor der Einfahrt zur Miraflores-Schleuse. Dahinter kann man gut die Baustelle der neuen Schleusen erkennen.

CelebX Infinity Miraflores

Zwanzig Minuten später landen wir in Chame.

Ein erlebnisreicher 1. Advent geht zu Ende.

Wo man Wale vom Wohnzimmer aus beobachten kann

Mein Wal-Buch „Whales, Dolphines and Porpoises“ ist nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Für die Beobachtung von Buckelwalen empfiehlt es die nördliche Pazifikküste von Ecuador und Kolumbien.

Und was liegt dort direkt auf Höhe der Grenze zwischen Kolumbien und Panama: der Las Perlas Archipel, nur 70 km vor Panama City und beliebtes Wochenendziel der Hauptstädter. Zwischen Juli und Oktober gibt es auf Las Perlas faktisch Walsichtungsgarantie.

(Quelle:  Viveros Resort)

Auf dem kurzen Weg von Isla Contadora zur Isla Viveros haben wir am Freitag einen großen Buckelwal beim Prusten und Spielen beobachten können. Gleichzeitig schwamm kurzzeitig ein Rudel Delphine mit unserer Fähre mit. Und gestern, als die Schnellfähre in die Hauptstadt noch am Strand von Contadora lag, vergnügten sich kurz vor Isla Bartholome gleich zwei der Riesen eine Viertelstunde lang. Die Leute deren Boot dort am Strand ankerte, waren wohl kaum 200 m entfernt.

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Und in Gerald’s Hotel auf Contadora kann man die Dachterrasse nutzen, um im Pool liegend die Wale zu beobachten. Und mitprusten.

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Wer auf einer der Las Perlas Inseln lebt, hat neben Fisch, Garnelen und Langusten auf dem Teller auch noch Wale und Delphine im maritimen Vorgarten. Ein Traum, oder?

Für gehobene Ansprüche ist Isla Viveros „the next place to be“. Mehr dazu hier und in Kürze in diesem Blog

Ausflug zum Las Perlas Archipel

Nur 70 km vor Panama City liegt der Las Perlas Archipel, eine Inselgruppe bestehend aus 90 benamten Inseln und einer ähnlich großen Zahl unbenannter Felsen. Der Archipel heisst Las Perlas wegen der Perlenfunde. Von dort kommt La Pelegrina, die größte je gefundene Perle mit 31 Karat. Schon 1517 besetzten die Spanier die Inseln und erklärten sie mit allen ihren Schätzen zum Eigentum der spanischen Krone.

Heute ist die Gegend eines der besten Sportfischer-Reviere der Welt. In August und September sieht man unzählige Wale, die ihren Nachwuchs dort, im warmen Wasser des Ostpazifik, zur Welt zu bringen.

Sechs der Inseln verfügen über Landepisten, nur 20 Minuten von der Hauptstadt entfernt. Air Panama und Aeroperlas fliegen mehrmals täglich zur Isla Contadora, und die Katamaranfähre dorthin braucht nur 1,5 Stunden.

Contadora war einst Asyl für den Shah von Persien, beherbergt heute Villen von Leuten wie Christian Dior. Die größte Insel ist Isla del Rey und auf Isla Viveros entsteht gerade ein Luxusressort.

Wir sind vor 2 Tagen früh 8.30 in Panama City mit einer Piper Seneca gestartet. Schon bald nachdem die Wolkenkratzer hinter uns verschwunden sind, tauchen vor uns die Inseln im Dunst auf. Schwarze Felsen, grüne Regenwälder und hellgelbe Strände, vor denen das Wasser von dunkelblau in helltürkis übergeht. Traumhaft.

Wir machen eine Zwischenlandung auf Isla San Jose, auf einer langen und breiten, aber unbefestigten Piste mitten im Busch. Die Lichter am Pistenrand zeigen aber, dass hier nicht nur gelegentlich mal ein Flieger vorbeikommt. Nach dem Entladen geht es gleich wieder in die Luft und die 40 km nach Contadora werden in nur ca. 500 Meter Höhe geflogen. Das gibt Gelegenheit die Gegend im Detail zu studieren und schon mal die besten Strände zu suchen. Dann taucht Contadora auf und wir sind auch schon auf dem Boden. Der Anflug aus dem Cockpit ist hier zu sehen:

Contadora ist nur ca. 2 km lang und maximal 1 km breit. Es gibt sieben Strände, zwei Hotels, ein Bead & Breakfast. Wir wohnen im Punta Galeon, direkt am Flugplatz und zwischen 2 Stränden gelegen.

Blick vom Hotel Punta Galeon

Blick vom Hotel Punta Galeon

Noch am Vormittag mieten wir ein Fischerboot, das uns zu einem Traumstrand auf der Nachbarinsel Chepra bringt. Im Wasser liegen, Fische beobachten, Muscheln und Korallen sammeln … und auf der Rücktour nach 2 Stunden vollenden wir die Umrundung Contadoras. Keine Frage, dass zum Essen nur Fisch und Shrimp gewählt werden. Gegen 18.30 verschwindet die Sonne hinter der Nachbarinsel Saboga.

Saboga Sunset

Saboga Sunset

Diese erkunden wir am Tag 2, wobei sie eher einem Rohdiamanten gleicht. Dann geht es eine Runde um Contadora und nach dem Mittagessen ist es Zeit für die Schnellfähre zurück nach Panama City.

Mit ca. 40 km/h geht es über den spiegelglatten Stillen Ozean, der heute seinem Namen alle Ehre macht. Ab und zu taucht ein Delphinrudel auf und bald schon kommt die eindrucksvolle Skyline der Hauptstadt in Sicht. Dann immer mehr Schiffe vor und nach der Kanalpassage und wir sind angekommen.

Panama City Seaside

 

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