Ein böser Unfall

Erst im letzten Post hatte ich etwas zu Verkehrsunfällen in Panama gesagt. Und als wir gestern nachmittag von Punta Chame auf dem Heimweg waren, hatte es dort eine Weile zuvor heftig gerummst.

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Dieser weiße Kleinbus ist auf gerader Strecke in der Ortschaft unvermittelt ausgebrochen und gegen einen Betonmast auf dem Mittelstreifen geprallt, hat denselben zu Fall gebracht.  Das linke Vorderrad war platt, was Ursache oder Folge des Aufpralls gewesen sein kann. Insgesamt ein schreckliches Bild.

Auch wenn seit geraumer Zeit am Ortseingang ein 60er Schild steht, wird meist mit 80 km/h gefahren und so sieht das hier auch aus.

Größere und kleinere Busse, wie dieser hier, bilden das Rückgrat des Personenverkehrs überall in Panama. Die Preise sind lächerlich niedrig und die Busse fahren deshalb nicht nach Fahrplan, sondern wenn sie voll besetzt sind. Angeschnallt ist da niemand. Kein Wunder, dass gleich drei Ambulanzfahrzeuge mit Blaulicht den obigen Unfallort verlassen haben.

Die Panamericana ist das logistische Rückgrat des Landes, führt eine Unmenge Verkehr mitten durch ungezählte Ortschaften.  Dort ist die 80 km/h-Beschränkung erst vor einiger Zeit auf 60 km/h herabgesetzt worden und man muss wohl in der nächsten Zeit in und um Chame mit mehr Radarkontrollen rechnen. Und was mich auf deutschen Autobahnen immer gestört hat, halte ich jetzt und hier für eine gute Idee.

Neben PKW, Pickups und SUV sind es schwere Trucks, die Baumaschinen und Container transportieren, und natürlich Busse aller Größen, die zwischen den Zentren und auch grenzüberschreitend unterwegs sind und denen man gern Platz einräumt, weil Zeit für sie Geld ist.

Inzwischen läuft auf den Billboards am Straßenrand eine Kampagne zur Benutzung der Sicherheitsgurte und ich hoffe sehr, dass das befolgt wird.

 

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